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Erste Versuche ZF Abgleich (Sweep mit Rigol DG1022)
#1
Moin! Ich versuche mich gerade an meinem ersten Abgleichbemühungen und nutze dafür ein ITT Weekend Stereo. Da ist  nicht so wild, wenn etwas schief geht. Nun habe ich mich soweit an der Anleitung vom Radio bzgl. Abgleich gehalten. Verlinken kann ich die Bilder nicht, sind vom RM. Jedenfalls wird ein Sweep mit 1.4mVrms (niedriger geht nicht) und über 10nF am zugehörigen Einspeise-TP angelegt. Oszi ist auch entsprechend der Anleitung an einem TP angeschlossen. Trigger kommt vom DG1022 und ich erhalte auch etwas... aber was ich sehe ist nicht ansatzweise, was ich laut Handbuch sehen sollte. Es ist eine Kurve, aber... ja, siehe Bild.

   

Ich vermute, die 1,4mVrms muss ich noch ordentlich bedämpfen? Ist ggf noch zu viel Power? Sweep geht von 9,7 - 10,7 - 11,7 MHz.

Bin mobil am Schreiben. Gegebenfalls also etwas knapp in der Beschreibung.

Beste Grüße wünscht
Kevka.

/Edit: zur Verständlichkeit nur ein winziger Ausschnitt vom Dokument, falls das okay ist. Exakt so wurde von mir vorgegangen.

   
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#2
Gut, ich weis jetzt nicht wie was wo angeschlossen wurde, kann mich aber noch errinern das ich es beim ersten mal mit meinen Wobbler auch nicht gerade besser konnte.
Er wahr Kaput , und ich wusste nicht mahl ob ich ihn richtig repariert hatte.
Die lösung kam erst als ich einen losen ZF filter direckt gewobbelt hatte. Ganz ohne Radio.
Erst dann konnte ich die ganzen einstellungen am wobbler und oscillografen verstehen, und auf ein laufendes Radio übertragen.
Such dier doch mal so einen ausgebauten filter aus einen Schlachtradio.
Dann ist aller fiel übersichtlicher, und man hat auch weniger problemquellen die einen eventuel nicht den wald vor den Beumen sehen lässt.
Eventuel zuert mal mit den etwas unkomplizierteren LMK 470Khz filten anfangen,
Mein erster filter wahr aus einer Graets mit einstelbarer bandbreite. Das wahr ein erfolgserlebniss als die kurve von der Bildschirmseite ankahm.
Danach die mechanische Bandbreitenregelung und das rumschrauben an den Kernen.
Du wirst von da ab alles nur noch wobbeln wollen.
Viele Grüße, Juan
Printed on recycled Data
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#3
Ich werde mich Mal dem Versuch widmen, alsbald ich ein Filter finde. Ich hoffe natürlich nicht, das der Generator defekt ist und nicht sweepen kann. Das wäre für ein quasi Neugerät ziemlich blöd.
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#4
1,4mV am Eingang des ZF Verstärkers ?
Das ist krass hoch. Mach mal einen halben pF in Serie.
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#5
Habe schon 10nF dazwischen, wie im Abgleich vorgegeben. Durch ein bisschen experimentieren bin ich auch schon näher am "Bild" was ich so im Netz immer sehr. Noch immer AM Abgleich mit 448 kHz Start, 460 Mitte und 472 kHz Stop bei 1,4mV RMS. Niedriger geht der Rigol nicht.

Interessant für mich ist... Jetzt in der aktuellen Konstellation sehe ich irgendeine bekannte Kurve erst ab 10 mV ohne Bedämpfung.

   

Direkt vom Rigol am Einspeise-TP mit 1,4 mV über 10 nF ist es halt flach.

   

Da ändert sich auch nicht viel, wenn ich die Kerne minimal verändere. Aber ab 10 mV via 10 nF sehe ich deutliche Veränderungen. Nur diese Spitze Kurve ist es nicht, zwar irgendwie symmetrich aber halt noch nicht ganz so, wie man es kennt.

Beste Grüße

/Edit: Ein Fehler gefunden.... War auf KW statt MW für ZF Abgleich. Irgendwie hatte ich das nicht gleich gesehen, dass das noch auf KW gedrückt war. Nun sehe ich auch eine bekannte Kurve bei nur 1,4 mV via 10 nF. Sie ist nur nicht wirklich "schön" wie bei anderen Geräten an denen sich diverse Youtuber versuchen. Nun sieht es wie folgt aus:

   

Wie erwähnt ist es nur ein Testradio chinesischer Bauart. Wenn etwas gehörig schief geht, dann ist es nicht weiter tragisch. In der Abgleichanleitung (oder die 3 Blätter die ich überhaupt gefunden habe) steht leider nicht, WO man mit Oszi und CoKG sein Signal abgreift. Daher hatte ich mir ein paar Artikel zu Gemüte gezogen und nun gehe ich wie folgt vor (siehe nächste Bild):

   

Sprich der Rigol ist zwischen Gehäuse und TP4 (Eingang). Eingestellt auf 1,4 mV RMS, Sweep: 448 kHz Start, 460 kHz Mitte und 472 kHz Stop + Trigger, damit ich auch weiß wo Start, Mitte und Stop ist.
Mein Oszi ist zwischen Gehäuse und TP5 im Bild (vorm Kondensator zum IC).Abgleich erfolgt dann in der Reihenfolge wie im Bild dargestellt und laut Anleitung 1-2-3-4 für die ZF.
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#6
Hallo,

ich bin zwar nicht der Wobbelexperte, habe aber mit einem mehr oder weniger glücklichen Eigenbau etwas Erfahrungen sammen können, allerdings im TV-ZF-Bereich.

Ganz wichtig ist ein möglichst kleines Signal im Bereich der realen Größenordnung des Nutzsignals, kann man oft den Unterlagen entnehmen.
Noch wichtiger ist der "Abschluß"-Widerstand am signalspeisenden Meßkabelende am Einspeisepunkt, das kann bei AM-ZF noch nicht so wichtig erscheinen, ich würde es trotzdem machen, sonst hat man ggf. parasitäre Frequenzgänge außerhalb des Meßobjektes, einer der Feinde beim Wobbeln.

Vielleicht bringst es also was, am Anschlußpunkt einen 70...100 Ohm Abschlußwiderstand zwischen Signal (Kabelseele) und Abschirmung zu legen und die Signalspannung zunächst so klein wie möglich zu wählen, so daß eine "rauschfreie" Kurve am Ausgang zu sehen ist.

Die niederfrequente Ausgangsspannung muß dann auch über ein zusätzliches Siebglied zum Oszi geführt werden, auch um das Rauschen auf der Kurve zu begrenzen, im TV-Bereich sind hier ein Tiefpaß mit so 10k + 3,3nF gegen Masse üblich, das ist aber unabh. von der zu verarb. HF, eher abh. von der Wobbelfrequenz.

Vorher an einem bekannten funktionierenden ZF-Teil oder nur erstmal einem passiven Schwingkreis messen, kann auch hilfreich beim Einstieg sein.

Gruß Ingo
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#7
Hallo Kevka,

hast du schonmal probiert auf im MW-Band, beispielsweise auf 1000kHz, ein Signal mit 1kHz Amplitudenmodulation (z.B. 30% - steht so auch im Abgleich für den Oszilator) bei TP4 einzuspeisen? Kommt dann am TP5 ein 1kHz Signal raus? Dass kannst du natürlich auch mit dem 460kHz machen und das mal AM-modulieren und dann schauen ob der Modulationston am TP5 anliegt.

Oder du kannst mal probieren das Wobbelsignal (460kHz) direkt auf die Basis von T201 zu legen.

Wie Ingo schon geschrieben hat, sollte das Anschlusskabel (50 Ohm nehme ich mal an) terminiert werden, also mit einem 50Ohm Widerstand abgeschlossen werden, wobei das bei 10,7 MHz deutlich kritischer ist als bei 460kHz.
Und dann kommt der Kondensator, der die Gleichspannung vom Radio an den Anschlusspunkten abblockt.

Und bzgl. des Signalpegels kannst du dir ja ein Dämpfungsglied bauen. Zum Beispiel ein Pi- oder T-Glied. Da gibt es im online Rechner dafür. Mit 12db Dämpfung bekommst du dein Signal dann schon auf 1/4 des Spannungspegels.

Viele Grüße
Raphael
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#8
Der interne Oszillator vom Radio muß selbstverständlich erstmal gestoppt werden bevor man darangeht den ZF Zug zu wobbeln.
Sonst misst es Mist :-)
Die Signalempfindlichkeit am ZF Eingang liegt im µV Bereich, würde man da einen Draht dranmachen empfängt es 10,7 FM
Der Signalpegel des Gebers ist dem anzupassen. "extrem lose gekoppelt" um nicht durch den Injektor schon den Kreis zu verstimmen.
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#9
Da hätte ich noch eine Frage:
Wenn ich mein 50 Ohm abgeschlossenes Kabel über eine "größere" Kapazität (1nF) an den Gitterkreis anschließe, schließe ich den ja eigentlich kurz.
Hat das eine Rückwirkung auf den Anodenkreis der Röhre? Wenn dann ja nur einen sehr kleinen bei den Pentodenstufen, die sind ja extra neutralisiert.

Hängt natürlich sehr vom Signalpegel ab, dass ich die Stufen nicht übersteuere, aber mit kleinen Pegeln sollte ich doch auch so ein gutes Ergebnis bekommen. So kann ich dann Stufe um Stufe vorgehen und mir anschauen, wie die Kurve jeweils aussieht. Nur bei der ECC85 geht das natürlich nicht. Da arbeite ich eigentlich immer mit einem Drahtring, den ich ans abgeschlossene Kabel anklemme.

VG
Raphael
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#10
Danke für die zahlreichen Hinweise, Tipps und Tricks. Die nächsten Wochenenden habe ich wieder Zeit, mich mit der Thematik erneut zu beschäftigen. Was das stoppen vom internen Oszi betrifft... interessanterweise war das bei keinem YouTube-Guide diverser Leute (von Fach?) Thema, diesen aus der Schaltung zu nehmen. Sie haben die gleichen Instrumente, die ich nun habe, auch verwendet ohne jemals erwähnt zu haben - bei allen Schritten - den Oszi zu stoppen. Da frage ich mich dann, warum hat es dort (scheinbar) ohne gut funktioniert?

Ich probiere mich aber gene an der Methode, den Oszi zu stoppen. Wie wird das normalerweise gehandhabt? Ich bin auch weiterhin am chinesischen Radio (ITT) als Beispiel am werkeln, falls etwas schief geht. Wäre also kein Verlust beim Lernvorgang.

Ebenso frage ich mich, ob ich mir eine "Probe" für mein Oszilloskop basteln müsste bzgl. eingebauter Gleichrichter. Zumindest schienen solche Probe's damals gängig gewesen zu sein, damit man das sieht, was man laut Abgleichanleitung sehen sollte.

Liebe Grüße!
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#11
hallo zusammen.

Der Oszillator würde störende Mischprodukte und sogar Radioempfang hinzufügen, daher ist es selbstverständlich den vorher zu stoppen.
zB indem man man am Drehko einen 100nF gegen Masse klemmt, dann ist Ruh.
lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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