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Bau eines kombinierten Röhren-Prüf/Regeneriergerätes
#41
Hallo Rolf,

hier noch einige Hinweise zur Inbetriebnahme und Betrieb. Ich schreibe das auch für die Interessenten am Kennlinienschreiber:

- Die rote LED auf den Kennlinien-Platine habe ich auf die Frontplatte verlegt. Am besten gleich neben den Einschalter der 24 V AC-Betriebsspannung.

- Das hat den Vorteil, beim Einschalten der 24 V AC-Betriebsspannung leuchtet die rot. Danach den Button „Test“ auf der PC-Software drücken. Die LED erlischt und signalisiert die Verbindung zwischen PC und der Platine!! Auf der Software erscheint nun links die Ua=Anodenspannung und die G1 mit -31V. Die richtige G1-Katode/ Anode-Verkabelung von der Röhrensockel zur Platine vorausgesetzt, ist jetzt das Kennlinienmodul für Trioden betriebsbereit.
   

Gleich neben der 24 V AC-Einspeisung ist die rote LED. Hier ganz unten Mitte.

- Für Pentoden muss in der PC-Oberfläche der 2. Button von rechts von Triode auf Pentode=Autres geklickt werden. Nun fehlt noch die G2-Spannung. Die muss separat im Gerät erzeugt und jeweils nach Kenndaten eingestellt werden!!!

- Zur Sicherheit würde ich direkt an der Fassung die G2 zur Kathode messen. Es sind Umschalter oder wie bei dir Relais dazwischen. Da kann sich schnell ein Fehler einschleichen!!

- Nun gibt es noch Röhren die wollen das G3 auf Kathode gelegt wird!! Durch meine Fassungsmatrix und die verwendeten “Patchkabel“ kann ich schnell noch die G3 auf Kathode legen. Bei deinem Umschalter habe ich mir das noch nicht angesehen ob das vorgeshen ist??

- Die ganz gemeinen Heptoden, wollen nun für G3 auch noch eine regelbare Minus DC-Spannung. Zum Beispiel die ECH11 will für G3 minus 10V zusätzlich!! Das muss mit bedacht und eingespeist werden. Ich mache das mit einem externen Labor Netzteil.

Ich glaube das reicht erst einmal. Wenn mir noch etwas einfällt, melde ich mich.

VG Dieter
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goethe
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#42
Hallo Dieter,

im Prinzip habe ich die Platine auch so angeschlossen,
nur die Betriebsspannung (24V~) liegt immer an.
Na ja, ich werde die gesamte Schaltung noch mal gründlich überprüfen...

Viele Grüße,
Rolf
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#43
Hallo Rolf,

ich habe mir deinen Schaltplan nochmal genau angeshen. Du schaltest mit den Kippschalter den "Kennlinienschreiber" somit das Relais ein/ aus?? Damit schaltest du die Anode/Kathode/G1 im wechsel zum RPG und zur Platine. Das ist ok. Die 24V AC Betriebsspannung würde ich auch mit ein/aus schalten!! Entweder über das Relais oder 2 poliger Kippschalter.

In deinem Innenleben ist mir auf deiner Kennlinien-Platine etwas aufgefallen. Einzelheiten sind schwer zu erkennen, aber ich vermisse den rot/braunen Kondensator zwischen der AC-HV-Anodeneinspeisung. Den lierfert Alain mit!! Mir ging es damals gensauso, ich wusste nicht wohin damit. Per Mail nochmal angefagt kam dann die Erlösung.

Hier mal ein Bild von meinem aktuellen RPG-Bausatz den ich in Ostrerode vorgestellt habe.
   

Die beiden grauen Drähte an dem braunen Kondi, sind die AC-Anodeneinspeisung und werden bei HV und an die Katode angeschlossen.

Bau den mal ein und melde dich. Kannst du danach mal ein Bild nur von der Platine machen, damit ich Einzelheiten sehe????

VG Dieter
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goethe
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#44
Hallo Dieter,

ich bin zurzeit nicht zu Hause und kann Dir erst ab kommenden Donnerstag
die entsprechenden Fotos liefern.

Der braune 2,2µF Kondensator ist eingebaut, er hängt direkt am Stelltrafo.

Den werde ich als erstes direkt an die Platine löten, so wie bei Dir.

Dann habe ich noch einen 5,6K Widerstand in der Gitterleitung,
evtl. sollte ich diesen mal herausnehmen und vor den Umschalter legen, also vor Pin 8.

Viele Grüße,
Rolf
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#45
Hallo Rolf,

wozu ist der 5,6K "R". Den habe ich im Plan gefunden. Ok, also raus und vor Pin 8!! Der darf nicht ín G1 bei der Kennlinienmessung!!

VG Dieter
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goethe
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#46
...der 5K6 hat 2 Funktionen,
Strombegrenzung beim Regenerieren
und herabsetzen der Schwingneigung...

Viele Grüße,
Rolf
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#47
ok, wird bei der Kennline nicht gebraucht. Wie oben beschrieben, aus dem G1 der Kennline verlegen.

VG Dieter
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goethe
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#48
... probiere ich aus,

viele Grüße,
Rolf
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#49
Guten Morgen Rolf,

ich habe den 5,6 K mal in meiner G1 / EF80 zum Kennlinienschreiber eingefügt. Das sind nur minimale Veränderungren ohne den 5,6K. Das ist nicht der Fehler zu deiner eigenartigen Pentoden-Kennlinie!!

Mal mal folgendes: das Relais auf Kenmlinie einschalten, Anode, Kathode und G1 sollten Spannungsfrei sein. Dann mit dem Ohm-Meter von der Fassung Anode, Kathode und G1 zur Kennlinienplatine durch "pipsen"!!
Das muss erst mal auf Durchgang sichergestellt sein. Danach ist der Fehler in der G2-Anschaltung zu suchen???

Danch machen wir dann weiter.

VG Dieter
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goethe
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#50
Hallo zusammen,

da die erzeugten Pentoden-Kennlinien etwas eigenartig aussahen,
habe ich natürlich zunächst die Verdrahtung überprüft und konnte dabei keinen Fehler feststellen.
Aber, bei der näheren Überprüfung des G2-Netzeiles wurde ich fündig,
der Sieb-Elko hatte sich komplett verabschiedet und keinerlei Kapazität mehr.
Nach dem Tausch des Elkos sahen die Pentoden-Kennlinien schon wieder besser aus.

Hier die einer EF80:
   

und hier die einer PP416 (~RES164)
   

und hier die einer EL84:
   

Was jedoch auffällt,
der Anfangsbereich der Kennlinien stimmt immer noch nicht,
ein kurzes Stückchen fehlt einfach.

Denn so müssten die Kennlinien aussehen:
   


Woran das liegt, ist mir derzeit noch schleierhaft.
Ich werde demnächst die Kennlinien-Leiterplatte ausbauen
und eine einfache Verdrahtung auf dem Arbeitsplatz vornehmen,
mal sehen, was dabei herauskommt.

Da die aussagekräftigen Teile der Kennlinien ja richtig dargestellt werden,
könnte man mit dem Gerät schon arbeiten…


Fortsetzung folgt…

Viele Grüße,
Rolf
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#51
Hallo zusammen,

die ganze Sache hatte mir heute keine Ruhe gelassen
und dann bin ich dem Fehler auf die Schliche gekommen:

Da hätte ich auch schon früher drauf kommen können,
denn das dargestellte Diagramm nennt sich doch
Anodenstrom- Anodenspannungs-Diagramm

und wenn man die letzten drei oberen Kennlinien richtig interpretiert,
dann sieht man, dass schon im Nullpunkt ein Strom fließen muss.

Und wo kommt der her?
Klar, vom Schirmgitter, das ja an einer festen stabilen Spannung liegt.
Der dadurch erzeugte G2-Strom fließt von der Kathode der Röhre
über die “Kennlinien-Schreiber-Platine“ nach Gnd
und wird natürlich von der Elektronik erfasst.

So fließt schon am Anfang der Messung ein kleiner Strom,
der sich in der Kennlinie bemerkbar macht.

   

Abhilfe:
Die Schaltung soweit ändern,
dass der G2-Strom nicht mehr über die “Kennlinien-Schreiber-Platine“ fließt.

   

Und hier, nach der Schaltungsänderung,
ein paar Kennlinien:

   

   

   


…ich denke mal das war es, die sind okay.

Viele Grüße,
Rolf
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#52
Hallo Rolf,

Glückwusch zur erfolgreichen Reparatur. Nun sehen deine Kennlinien aus wie meine und das passt jetzt.

Die Kennlinien von deiner Triode waren richtig dargestellt. Weiter oben hatte ich ja schon auf G2 aufmerksam gemacht.  Inzwischen hatten wir uns per Mail geschrieben und ich hatte in meiner letzten Mail den kompletten Ausbau der Platine aus deinem RPG-Gerät angeregt.

Mit einem separaten fliegenden Aufbau, mit Fassung, Anoden- und Betriebsspannung hättest du auch die neuen=richtigen Kennlinien erzeugt. Nun ist alles ok und wir warten auf den Endbeitrag ???

Eine Frage habe ich noch, kannst du auch Heptoden mit zusätzlicher externer G3 Spannung messen. Wie speist du die zusätzliche externe G3 Spannung dann ein????

Noch einTipp zur EL84 PC-Software Einstellung. Für G1 benötigt die EL 84 -7,3 V. Es reicht wenn du den Button auf min. 5V und max. auf 8V stellst. Dann bekommst du eine 0,5V Kennlinien-Auflösung und kannst bei 7,5 V genauer den Anodensrom ablesen. Also 5 / 5,5 / 6 / 7,5 / 8V usw. Zur Darstellung der inneren Werte ganz links, werden mindestens 4 Kennlinien benötigt. Mit nur 1. Kennlinie bei 7V werden die inneren Werte nicht errechnet=dargestellt. Nach meiner Erfahrung soltlen immer 2-3V bei G1 Abstsand sein!!

Was nützt eine - 2V Volt Kennlinie bei der EL84 wo dann ca. 110 mA Ia fließen??

Probier es mal aus. Mach dir von der PC-Software Einstellung ein Bildschirm-Ausdruck und speichere das zu der Röhre ab. Dann musst du das nächste Mal nicht suchen und kannst gleich die Einstellung übernehmen!!

Viel Spass mit dem Kennlinienschreiber
wünscht dir

Dieter
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goethe
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#53
Hallo Dieter,

danke für Deine Tipps!

Ich hatte absichtlich den G1-Bereich so groß gewählt,
um mal zu sehen, wie die ganze Kennlinienschar jetzt dargestellt wird.

Deine Frage, wie ich Hexoden- und Heptoden-Kennlinien darstellen könnte, ist berechtigt.

Ursprünglich war ja nur der Bau eines Regeneriergeätes vorgesehen,
dann wurde es um die Röhrenprüfung erweitert
und jetzt ist sogar ein Kennlinien-Schreiber implantiert.

Dennoch, ich werde mir mal ein paar Gedanken machen....

Viele Grüße,
Rolf
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#54
Hallo Rolf,

Ziel ist die "Eierlegende-Wollmilchsau" ????????????

VG Dieter
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann mann noch schönes bauen. J.-W.-Goethe
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