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Suppressordiode? Hilfe benötigt
#1
Hallo in die Runde.

Ich möchte kurz ein Problem schildern, das mir reihenweise Schalterkontakte killt, und erbitte hierzu praxisnahe Hilfestellung.

Seit Jahren wird immer wieder medial auf die Senkung des Stromverbrauchs dahingehend hingewiesen, daß man Standby-Geräte mittels Steckdosenschalter vom Netz trennen möge. Viele Mehrfachverteilersteckdosen mit Schukokabel besitzen einen solchen Schalter.
Nun mag diese Netztrennung auch noch andere wünschenswerte Gründe haben (z.B. Netztrennung bei Gewitter oder Reisen), jedenfalls ist diese Art der Netztrennung mittels zusätzlichem Schalter einfach realisierbar, etwa mittels eines sog. "Schnurzwischenschalters", sofern die verwendete Mehrfachsteckdose oder auch das Einzelgerät keinen eingebauten Schalter besitzt.
Diese Schnurzwischenschalter gibt es in verschiedenen Belastbarkeiten, zwischen 2 und 10 Ampere.


Dort beginnt mein Problem. Regelmäßig hört man beim Einschalten einen Funkenüberschlag, und genauso regelmäßig sind nach einer Weile die Kontaktzungen des Schalters verbrannt.

Nun schalte ich auf diese Weise keine Hochstromverbraucher, nein, an der Verteilersteckdose hängen die herstellerseitig zugehörigen Netzteile von 2 Laptops, sonst nichts ! Im zweiten Fall sitzt ein solcher Schnurzwischenschalter in der Steckschnur des LED-Fernsehers.
Überflüssig zu erwähnen, daß die genannten Verbraucher über Schaltnetzteile verfügen. Ebenso überflüssig zu erwähnen, daß die genannten Verbraucher keine 2-10 Ampere Dauerstrom ziehen, indes aber eine deutliche Einschaltspitze verursachen.


Nun meine Frage:

Wie kann ich Abhilfe schaffen? Ich dachte zunächst an eine zusätzlich anzubringende Suppressordiode, gebe aber gerne zu, daß dies ein Feld ist, auf dem ich mich nicht auskenne.

Gibt es hier eine simpel zu realisierende Lösung, oder muß ich diese Verbraucher einfach wieder in den Dauerstandby-Betrieb geben?
_____________

Gruß
klaus


Was ich geschrieben habe, darf widerlegt werden.
Was ich nicht geschrieben habe, braucht nicht widerlegt zu werden.


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#2
(24.01.2024, 13:03)klausw schrieb: Dort beginnt mein Problem. Regelmäßig hört man beim Einschalten einen Funkenüberschlag, und genauso regelmäßig sind nach einer Weile die Kontaktzungen des Schalters verbrannt.
Versuchs mal mit einem Loeschglied.
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#3
(24.01.2024, 13:03)klausw schrieb: Überflüssig zu erwähnen, daß die genannten Verbraucher über Schaltnetzteile verfügen.  Ebenso überflüssig zu erwähnen, daß die genannten Verbraucher keine 2-10 Ampere Dauerstrom ziehen, indes aber eine deutliche Einschaltspitze verursachen.


Nun meine Frage:

Wie kann ich Abhilfe schaffen? Ich dachte zunächst an eine zusätzlich anzubringende Suppressordiode, gebe aber gerne zu, daß dies ein Feld ist, auf dem ich mich nicht auskenne.

Gibt es hier eine simpel zu realisierende Lösung, oder muß ich diese Verbraucher einfach wieder in den Dauerstandby-Betrieb geben?

Tja, ich habe das so gelöst das ich hochqualitative Schalter nehme, also kein CN Gedöns -- sondern Berker, Jung, Busch Jäger, Marquardt.

Hält bereits >10 Jahre, trotz täglichem Schaltens.

Es kostet halt einmalig, aber dafür: Funktioniert es dann lang.
Gruss Andreas
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#4
Hallo Klaus,

Ich denke dein Problem hast du dir selbst geschaffen?

Diese (einfachen) Schnurzwischenschalter wurden für Nachttischlampen, Schreibtischlampen, Arbeitsplatzleuchten, oder ähnliches entwickelt.

In Steckdosenleisten ist allerdings ein recht kräftiger Schalter um die 16 Ampere (mit Sicherheitsreserven) eingebaut. Eben weil die Konstrukteure davon ausgehen, das dort mehrere Verbraucher geschaltet werden, greifen sie wohl zu solchen kräftigen Schaltern. Auch wird da fast immer zweipolig abgeschaltet, was bei einfachen Schnurzwischenschaltern nicht immer der Fall ist.
Klar, auch die Schalter in Dteckdosenleisten halten nicht ewig, aber doch wohl länger als Schnurzwischenschalter.

Z.B. hört man mitunter schon beim Einstecken eines Handynetzteils einen Funkenüberschlag.
Ich denke deine Schnurzwischenschalter sind mit dem Einschaltstromstoß deiner zwei Laptopladegeräte/TV schlichtweg überfordert?


Ich finde, es macht wenig Sinn an den Auswirkungen einen zu schwachen Schalters herumzuexperimentieren.
Irgendwelche Funkenlöschglieder müssen ja auch irgendwo hingebaut werden, in einen Schnurzwischenschalter passen die wohl eher auch nicht.

Da würde ich für meinen Teil lieber an den Ursachen ansetzen und einen kräftigeren Schalter verwenden, z.B. sowas hier:

Schnurzwischenschalter 16 Ampere


Viele Grüße,
Axel Smile
Womit fährt der Norweger zur Mittagspause...?
...Na mit einem Fjord Siesta! Wink
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#5
(24.01.2024, 18:19)Axel 61 schrieb: ....Z.B. hört man mitunter schon beim Einstecken eines Handynetzteils einen Funkenüberschlag.
Ich denke deine Schnurzwischenschalter sind mit dem Einschaltstromstoß deiner zwei Laptopladegeräte/TV schlichtweg überfordert?...

Hallo Axel und andere Mitlesende.
Da mag etwas dran sein, wobei es sicher nicht am Dauerstrom liegt, sondern eben an der "Spitze" beim Einschalten. Ja, es ist richtig, wenn ich z.B. ein Laptopnetzteil direkt in die Netzsteckdose führe (also ohne Schalter), so hört man beim Einstecken auch den Schaltvorgang.

An den Laptops sitzt momentan ein recht massiver NOS Schnurzwischenschalter, Fabrikat kann ich nicht entziffern, deutlich größer als das handelsübliche Nachttischlampengedöns, trennt zweipolig und ist lt. Gehäuseaufdruck für 10 A Schaltleistung ausgelegt. Der sitzt seit gestern dort, und da er ein durchscheinendes Kunststoffgehäuse hat, sieht man den "Einschaltblitz" sehr schön. Das gefällt mir nicht, obwohl ich noch nicht weiß, wie sich dieses nun eingesetzte Produkt auf Dauer schlägt.
_____________

Gruß
klaus


Was ich geschrieben habe, darf widerlegt werden.
Was ich nicht geschrieben habe, braucht nicht widerlegt zu werden.


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#6
Hallo Klaus,

Nimmst du halt den nächsten Schnurzwischenschalter mit 16 Ampere... Wink 


Viele Grüße,
Axel Smile
Womit fährt der Norweger zur Mittagspause...?
...Na mit einem Fjord Siesta! Wink
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#7
Hallo Klaus,

solche Schaltnetzteile stellen zunächst mal eine in erster Linie kapazitive Last dar.
Im Einschaltzustand ist der primärseitige Elko quasi ein Kurzschluss, nur bedämpft durch den Gleichrichter und den evtl. vorhandenen Sicherungswiderstand sowie eine Drossel.

Das ist oft auch beim einstecken eines solchen Netzteils sichtbar, jedenfalls hab' ich es schon deutlich 'funken' sehen beim einstecken eines Laptopnetzteils.


Viele Grüße

Martin
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#8
Richtig, Martin. Das ist genau der Effekt, den ich beobachte, wenn ich ein solches Gerät / Netzteil unmittelbar in die Steckdose stecke, also ohne den Umweg über einen Schalter. Ich habe dies gestern auch mehrfach ausprobiert, wobei nachvollziehbarerweise der Funkenschlag umso deutlicher wahrzunehmen ist (optisch wie akustisch), je länger das Schaltnetztteil stromlos war.

Ich sehe daher in der Verwendung eines immer 'stärkeren' Schalters auch nur bedingt eine Lösung, die allenfalls darin vermutet werden darf, daß ein solcher (i.d.R. deutlich teurerer) Schalter mehr Schaltzyklen verträgt, bis auch dessen Kontakte verbrannt sind. Hier sind dann Anschaffungspreis (im verlinkten Beispiel 37 Euro) und eine Stromersparnis von vielleicht 20 Watt pro Tag im Einzelfall gegeneinander aufzurechnen.

Ich habe seit zig Jahren im Haushalt vielfach Schnurzwischenschalter verschiedenster Hersteller und Produktionsjahre im Einsatz, die problemlos ihren Dienst versehen, aber diesen Dienst eben nicht unter jenen Einsatzbedingungen verrichten, die ich zum Gegenstand dieses Threads machte.

Mein in der Überschrift mit Fragezeichen versehener Gedanke des Einsatzes einer Suppressordiode rührte daher, daß (an völlig anderer Stelle!) ein solches Bauteil das durch den Einschaltstromstoß bedingte Durchbrennen eines als Sicherung geschalteten Birnchens im Radio (es war eine Arcolette T3W) zuverlässig verhindert.
Ich betone noch einmal, mich mit dieser Materie nicht auszukennen, und frage an dieser Stelle, ob selbiger Gedanke komplett verworfen werden kann.

Daneben habe wir den eingangs vorgetragenen Gedanken zum Einsatz eines "Löschglieds". Das bereitet zwar Einbauschwierigkeiten (Platzbedarf), aber dazu hätte ich eine Lösung.
-> Ist dieser Gedanke zielführend und in welcher Bauteiledimensionierung muß ein solches Glied ausgeführt sein?

Gibt es sonstige mit überschaubarem Aufwand umsetzbare Lösungen, um den von Martin (radiobastler) beschriebenen Effekt erkennbar zu mindern?
_____________

Gruß
klaus


Was ich geschrieben habe, darf widerlegt werden.
Was ich nicht geschrieben habe, braucht nicht widerlegt zu werden.


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#9
Hallo Klaus,

vielleicht ist ein NTC zur Begrenzung des Einschaltstromimpulses geeignet.
Mein Englisch ist nicht sehr gut, dieses Bauelement scheint aber für diesen Zweck bestimmt zu sein.

   

Quelle: CANTHERM-Prospekt

...Bei Verbindung einer MF72 in Serie mit der Stromquelle wird der Strom, der typischerweise beim Einschalten erzeugt wird, begrenzt. Sobald der Stromkreis mit Energie versorgt ist, sinkt der Widerstand des MF72 schnell auf einen sehr niedrigen Wert, der Stromverbrauch kann ignoriert werden und es wird keine Auswirkungen auf den normalen Betriebsstrom...
Gruß Gerald
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#10
Ein NTC wäre in der Tat richtig. Es scheitert aber am Einbauort. Man müsste jedes Netzteil mit einem NTC versehen. Leider kriegt man die kaum geöffnet und findet dich darin meist keinen geeigneten Platz, da zusätzlich Hitze durch den NTC entsteht und/oder alles viel zu dichtgedrängt aufgebaut ist.
Den NTC in die Steckdose zu platzieren ist nicht zielführend, da man für 16A dimensionieren müsste. Wenn aber nur Kleinverbraucher eingestöpselt sind, ist der Kaltwiderstand des NTC zu klein (da für 16A dimensioniert) um vernünftig Wirkung zu haben.

Von Löschgliedern am Schalter würde ich die Finger lassen. Die müssten zusätzlich für den Kurzschlussfall abgesichert sein. Zusätzlich bedeutet Schalter "aus" dann eben nicht mehr spannungsfrei am Ausgang.

Brandgefahr besteht bei allen genannten Maßnahmen sowieso, da sollte man gut nachdenken, bevor man etwas tut.

Die Supressordiode zwischen L und N ist ungeeignet und gefährlich. Wenn die durchknallt, tut sie das gerne mit Kurzschluss. Die muss abgesichert sein. Und hilft im Falle hoher Einschaltströme, wie hier, natürlich nicht.

Ich kenne das Problem und konnte hier und da im Netzteil einen NTC platzieren. In LED-Leuchtmitteln kann man auch den Sicherungswiderstand im Wert verändern. Das wirkt durchaus, aber es geht nicht überall. Ich höre auch hilflos zu, wie es im Lichtschalter beim Schalten knallt, kann aber nicht viel tun. Derzeit ist dem Problem kaum beizukommen. Schalter/Lichtschalter werden wohl nicht mehr solange wie gewohnt halten.
Gruß
Martin
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#11
Hallo Alle miteinander,

ich denke ein NTC muß für ein Gerät dimensioniert werden (Kaltwiderstand ), da er sich durch den fließenden Strom erwärmen muß. Für eine Steckdosenleiste ist das kaum machbar, für ein einzelnes Gerät schon. Ein Varistor wäre denkbar, allerdings altern diese auch relativ schnell.

Viele Grüße
peter
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#12
(25.01.2024, 14:46)makersting schrieb: .... Ich höre auch hilflos zu, wie es im Lichtschalter beim Schalten knallt, kann aber nicht viel tun. Derzeit ist dem Problem kaum beizukommen. Schalter/Lichtschalter werden wohl nicht mehr solange wie gewohnt halten.

Danke für die Erläuterung und die realistische Einschätzung, auch an alle anderen, die hier zum Thema beigetragen haben.

Nun, von den beschriebenen großdimensionierten Schnurzwischenschaltern mit 10 A Belastbarkeit habe ich kürzlich kostengünstig aus einer Geschäftsauflösung 10 Stück erworben, deutsches Fabrikat, trennt zweipolig.
An der beschriebenen Mehrfachsteckdose mit den beiden Laptopnetzteilen habe ich davon einen installiert und die beiden Innenschalter parallel geschaltet, da ich nur einpolige Trennung benötige. Damit habe ich die doppelte Kontaktfläche und schaue einfach mal, wie lange einer davon durchhält; sind ja genug davon vorhanden.

Und ansonsten gehen die Laptopnetzteile und der TV einfach wieder in den Dauerstandbybetrieb. Nicht umweltfreundlich, aber heutzutage offenbar so vorgesehen. Undecided
_____________

Gruß
klaus


Was ich geschrieben habe, darf widerlegt werden.
Was ich nicht geschrieben habe, braucht nicht widerlegt zu werden.


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#13
Hallo Klaus,

ich habe bei mir für eine vergleichbare Konstellation (Laptopnetzteil) einen einfachen, handelsüblichen Zwischenstecker mit Schalter schon seit Jahren ohne Probleme im Einsatz.
Der funkt zwar sichtbar, aber seither gab es noch keine Schaltprobleme.

Nur weiß ich nicht mehr, wo ich den gekauft habe.


Viele Grüße

Martin
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