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AM-Modulator in Blockbauweise aus Kauf-Bausätze.
#1
Hallo, Zusammen,
Beflügelt von den letzten Diskussionen bezüglich den Heimsenderleien kam mir eine Schnapsidee, die ich euch vorstellen möchte:
-bilig
- einfach
- MW Hörqualität
und jeder kann es basteln:

Gruß,
Ivan
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#2
Link funktioniert nicht.
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#3
hab den link repariert
Gruß,
Jupp
-----------------------------

was du baust ist immer mit dir verbunden
(Lego)

Einsamkeit ist nur ein Mangel an Technologie
(@beetlebum)
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#4
Ivan, super gemacht -- da möchte man gleich selber mal loslegen.

Danke das Du es so super verständlich aufbereitet hast,
und die Details beschreibst auf die es ankommt.
Gruss Andreas
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#5
Hallo Ivan,

Dein Video, ist sehr schön gemacht und unterhaltsam anzuschauen!  Smiley32

Schreibst du auch bitte hier noch rein, welche Module das sind und die Zusammenschaltung?
Danke. Smile


Viele Grüße,
Axel Smile
Womit fährt der Norweger zur Mittagspause...?
...Na mit einem Fjord Siesta! Wink
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#6
Super Idee, Ivan! Smiley20 Ich wußte gar nicht, daß der XR2206 einen Eingang für AM hat.

Gruß, Frank
Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also spart nicht alles für später auf. Eßt leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Bastelt mit Radios. Für nichts anderes ist Zeit.
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#7
Doch, schon, Frank. Warte Mal, dann schreibe ich was kurz dazu. Smile
Gruß,
Ivan
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#8
Ich greife da mal vor -- und hoffe Ivan ist mir nicht  böse. Smiley48

Hier wird es sehr gut beschrieben:

XR2006 Applikation
Gruss Andreas
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#9
Hallo, Radiofreunde,

das war die Idee:
Blochschema:
   
Verwendete Module (einfach bei den bekannten Händler tippen):
- XR2206 - 1Hz-1MHz Funktions Generator

.jpg   xrbayJPG.JPG (Größe: 39,84 KB / Downloads: 456)
- TDA2822 - Verstärker (Ich habe ihn in der Kiste gehabt. TDA2822m 2.0 Stereo. Die beiden Kanäle sind bekanntlich zu Mono zusammen mit Widerstände zu führen. Gedacht war der LM386- Modul - er brachte aber viel Verzerrungen). Hier kann man vieles probieren.

.jpg   TDA2822.JPG (Größe: 22,64 KB / Downloads: 456)
- 1Hz-50MHz Crystal Oszillator Tester (Mein Modul habe ich vor Jahren etwas Modifiziert um etwas Pegel zu bekommen, ich denke er wird auch so funktionieren, werde nachher vorsichtshalber meine Änderung posten)

.jpg   1-50MHz.JPG (Größe: 46,12 KB / Downloads: 456)


Wichtig ist dasXR2206 - Modul, das ist das Herz der Schaltung. Vorteile:
- Man kann die Frequenz beliebig ändern - somit den LW-MW komplett decken
- Ist Frequenzstabil wenn die Versorgungsspannung nicht schwankt.
- Der Ausgangspegel reicht für die Wohnung.
- Hauptvorteil - die XR2206 hat an Pin 1 einen Modulationseingang.
Das Modul soll unwesentlich verändert werden, am Besten vor dem Zusammenbauen, ich hatte meins bereits vor fast 10 Jahren zusammengebaut und musste ihn etwas aufwendiger abändern.
Die Schaltung und die Erklärungen dazu.
   

Alles was passiert ist rund um den Pin1 der XR2206. In der Grundschaltung des Moduls ist der Pin 1. an Masse gelegt. Das ist praktisch die Testschaltung aus dem
.pdf   XR2206_Generator.pdf (Größe: 705,55 KB / Downloads: 6) Dattenblatt. Zum Vergleich unten die Schaltung die ich mit der Lieferung des Moduls damals bekommen habe:

.jpg   RBS12850-3 (1).jpg (Größe: 54,07 KB / Downloads: 454)

Um ehrlich zu sein, ich kannte bereits vom Lesen den auf XR2206 basierte Modulator von unserem Mitglied Herr Gerhard Heigl (ghe) https://www.radiomuseum.org/forum/heimsenderlein_3.html und habe diese bereits entworfene Schaltung ausprobiert. Dort ist ein mysteriöser Widerstand Rx verzeichnet, der nach Rücksprache mit Gerhard 1 - 2 MOhm durch Probe zu ermitteln ist. Hat funktioniert, jedoch braucht die Schaltung etwa 4 Volt NF um richtig gut zu funktioniern, deswegen habe nach anderen Wege gesucht. Antwort habe ich in dem Datenblatt gefunden.

.jpg   AM_Data6.JPG (Größe: 58,83 KB / Downloads: 454)

.jpg   AMData-6.JPG (Größe: 22,76 KB / Downloads: 454)

Deswegen habe ich mich entschieden einen Spannungsteiler zu bauen, anstatt die RM Schaltung zu nutzen (Gerhatd sei mir nicht böse dafür Smile). Aus dem Datenblatt zu entnehmen ist, dass der Modulator - Eingang 100 kOhm beträgt. Dann nahm ich was schnell finden konnte - einen Teiler aus 2x36kOhm + 22 kOhm mit 20 kOhm Poti. Wenn ich es jetzt baue, würde ich die Werte der beiden Widerstände etwas verringern - auf 20k und des Poti etwas erhöhen - 50 - 60 k. Ist übrigens alles mit Oszilloskop und 1kHz NF einstellbar.

Und jetzt zum geringen Umbau des Moduls. Wie oben erwähnt, ist bei dem der Pin 1 auf die Platine mit der Masse verbunden. Man soll VOR dem zusammenlöten den Pin 1 von der Masse befreien, denn dort kommt der Signal, der die Show macht. Bitte, sicherstellen, dass der Pin 1 frei von Masse ist, ohne die andern Pins der IC zu beeinflussen! Nicht vergessen, die Platine ist nicht einlagig!
Das ist alles.
- die NF Zugabe:
Der erste Versuch war mit einem LM386 Modul.

.jpg   lm386t.JPG (Größe: 22,96 KB / Downloads: 454)
Der ist aber vom Werk auf eine 50x Verstärkung ausgelegt und ich denke, deswegen war die die Verzerrung recht unangenehm, trotz des vorhandenen Trimmer schwer einstellbar. Dann musste ich nehmen, was ich habe, die TDA2822 war die nächste und die hat funktioniert.

- Der Zähler
Der kam an den Rechteckigen Ausgang des XR2206 Moduls. Muss nicht sein, aber hilft.

- Die Antennenabstimmung
Sehr wichtig! Bekanntlich arbeiten wir mit einer sehr verkürzten bezüglich der Wellenlänge Antenne. Aus dem Grunde braucht man unbedingt die Anpassung! Ohne die kann man zu Null Empfang kommen. Ob man ein L - oder Pi- Filter anschließt ist eigene Entscheidung - ich bekam keine Oberwellen auch ohne. Aber die Antennenanpassung ist unvermeidlich.
Bei 700 kHz konnte ich die 1m Antenne mit etwa 0,79 - 1,3 mH abstimmen. Das ist Experimentiersache - hängt sowohl von der Frequenz als auch von der Antennenlänge.
Wie gesagt, es war eine Schnapsidee von mir, sollte ich diese weiter verfolgen würde dann die Antenne etwas verlängern, anpassen und als LW Senderlein nutzen.
Hauptmotto - die Teile kosten zusammen etwa um die 10 - 12 EUR und Basteln macht Spaß. Big Grin
Gruß,
Ivan
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#10
(09.02.2024, 14:34)navi schrieb: ..Der erste Versuch war mit einem LM386 Modul.

Der ist aber vom Werk auf eine 50x Verstärkung ausgelegt und ich denke, deswegen war die die Verzerrung recht unangenehm, trotz des vorhandenen Trimmer schwer einstellbar..

nur ein kurzer Hinweis. Der LM386 ist seeehr flexibel. Siehe Datenblatt.

   
Gruß,
Jupp
-----------------------------

was du baust ist immer mit dir verbunden
(Lego)

Einsamkeit ist nur ein Mangel an Technologie
(@beetlebum)
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#11
Hallo, Jupp,
das stimme ich zu. Das von mir benutzte LM386 Modul war in der Schaltung mit Gain = 50 (Fig.3 oben in deiner Post). Ich stand vor der Entscheidung die 1,2 k + 10 µ zwischen Pin 1 und 8 zu kappen oder erst mit einem anderen Modul zu versuchen. So kam das TDA2822 Modul ins Spiel.
Gruß,
Ivan
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#12
Von KEMO habe auch den Verstärker mit dem TDA2822 da. Einer werkelt in meinem MIGNON tragbaren Plattenspieler sehr gut mit einen China System. Ist mehr als ausreichend in der Verstärkung.
Wenn es nicht so viel wäre, würde ich sowas auch noch in meinem MIGNON implantieren,
dann könnte ich den einfach auf ein Radio stellen. Der Klang wäre da noch um weiten besser als mit den Kleinstlautsprecher jetzt.
Ansonsten recht gut gemacht.
Mal sehen, ob ich als Bastler eine einfache Lösung finde.

Irgendwie ist aber dein AM Modulator doch recht umfangreich aufgebaut.
Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#13
(10.02.2024, 00:51)Morningstar schrieb: Irgendwie ist aber dein AM Modulator doch recht umfangreich aufgebaut.
Nee, Frank,
das muss ich widersprechen. Ausgenommen den Frequenzzähler und die Antennendrossel sieht alles so aus:
   
Wenn das viel ist...
Gruß,
Ivan
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#14
Also ICH finde das auch viel zu kompliziert!
Bau doch den Modulator lieber nur aus 2 Widerständen, nem Poti und 1-2 Kondensatoren! Smiley26
Gruß,
Uli
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#15
Ich habe gute Erfahrungen mit der Modulatorschaltung von Gerhard Heigl gemacht.

Mittelwellen-Modulator

Ein Keramikresonator sorgt für ausreichende Frequenzkonstanz und das NF-Signal kommt vom Line-out eines MP3-Players.
Bei dem verwendeten Player muss das Signal direkt vom IC, vor dem Koppelkondensator abgenommen werden.

   
Gruß Gerald
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#16
Hallo Ivan,
das hast Du in deinem Video sehr gut erklärt, darum und auch wegen Deiner anderen interessenten Clips auf Deinem Kanal verdient Dein YT-Kanal viele Abos und Glocken, von meinem Kanal am Elbkilometer 358 ist es erfolgt ...
Viele Grüsse, Micha

Ich wohne am deutschen Elbkilometer 358 westelbisch ... und genieße die Natur ... die Röhrentechnik zeigt, dass sich der Strom nur von Minus nach Plus bewegt ... und damit die echte technische Stromrichtung erkennbar macht ... alle Halbleitersymbolpfeile sind Unfug ... der Praktiker ist trotzdem erhaben darüber ...



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#17
Ich habe das Video angesehen, der Aufbau wird dort gut vorgestellt.

Als Netzteil könnte man beispielsweise einen 7812IC nehmen, und ein AC-Stecknetzteil mit Spannungsverdoppler (8-12V AC) verwenden, und dann das 7812IC mit selbrigem betreiben.

Es ist hier zu empfehlen, ein "klassisches" Netzteil zu benutzen, da Schaltnetzteile oft Brummstörungen verursachen. Diese rühren weniger von der Schaltungsart her (Taktfrequenz) viel mehr vom eingebauten Entstörkondensator, der die Netzspannung auf den Ausgang koppelt (wenn auch nur sehr schwach).

Beim bekannten "Bastelladen" P****n (kann auch ausgeschrieben werden falls erlaubt editieren) gab (und gibt es vermutlich noch) ein Stecknetzteil 7,5V 150mA. Das Netzteil kostet gerade mal 35 Cent (!) und ist mit den typischen Sicherheits-Features wie "Übertemperaturschutz" (Schmelzsicherung in Trafowicklung) sowie "Kurzschlussfest" ausgeführt.

Da im Netzteil nur der Trafo und ein Gleichrichter verbaut sind, liefert es am Ausgang mit angeschlossenem Elko im Leerlauf >15V DC. Klar, diese Spannung bricht bei Belastung ein, aber es wäre eine Basis, um sich ein Netzteil zu bauen, mit dem diese Module versorgt werden... Ein Netzteil, welches sicher ist, und welches keine "Brummstörungen" in den Sender einkoppelt.


Es wäre toll, wenn man die Modifikationen am Modul noch etwas reduzieren könnte, z.B. den Spannungsteiler Poti durch einen oder zwei Festwiderstände ersetzen könnte, und die Modifikation generell vereinfachen könnte.


In meiner "Bastel IC Kiste" fand ich einen XR2206IC, welchen ich vor vielen Jahren mal gekauft habe, aber bisher nicht verwendet habe. Vielleicht finde ich mal die Motivation, mit selbrigem IC einen minimal AM - Sender zu bauen. Ich denke, dass man z.B. den Spannungsteiler für Pin 1 auch durch einen sehr hochohmigen Widerstand (X Mega-Ohm) ersetzen kann, ob das so ist, müsste ich ausprobieren, und es hängt davon ab, wie dieser Eingang intern verwendet wird. Also ob er auf eine BJT Transistorschaltung geht, welche eine gewisse Impedanz aufweist, welche eher gering ist, oder ob es auf einen FET geht, wie von einem OPV, dann brauch man diesen Teiler... Auch die IC Schaltung (TBA Verstärker) kann man vermutlich durch eine Transistorschaltung "Klasse A" ersetzen, die genug Spannungspegel liefern sollte - gut, die gibt es halt nicht in explizit dieser Form als Modul...

Die Idee ist aber ganz Nett, jetzt das alles noch in ein Gehäuse einbauen, und fertig ist der miniatur AM Sender für Zuhause.
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#18
Hallo Ivan,

ich finde die Idee gut und wer etwas "verbessern" will kann das doch tun.

Viele Grüße
peter
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