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Der Wehrmachts-Rundfunkempfänger WR1/P - ein Soldatenradio
#21
Ich vermute mal, daß da Platzprobleme dafür verantwortlich waren (die Kiste ist echt vollgestopft, da ist nicht mehr viel Raum frei): Das hätte einen weiteren Spulensatz LMK bedeutet, nochmal eine Schaltebene auf dem Wellenschalter und einen Dreifachdrehko (der zusätzliche Platz- und  Stromversorgungsbedarf für eine weitere Röhre  dürfte da vermutlich das geringste Problem gewesen sein). Möglicherweise kamen da auch noch Gleichlaufprobleme der dann drei abzustimmenden Kreise über den großen Abstimmbereich und Schwingneigung des (ja nur mäßig abgeschirmten) Aufbaus mit dazu.

Zur Empfindlichkeit: Unempfindlich scheint diese Kiste nicht gerade zu sein (zumindest so, wie sie sich bei den ersten Empfangsversuchen angehört hat).

Grüße

Günter
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#22
Servus,
War nur mal so mein Gedankengang, Bin halt bei den Ami Kisten dran gewöhnt, das die immer eine HF Vorstufe haben.
Gruss, Volker
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#23
Moin Günter, 


Was mir noch einfällt, hast du da schon ein Plattenspieler dran gehabt? Geht das ohne weiteres ? 


Gruß Michael
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#24
Nein, ich habe den Audio-Eingang bis jetzt noch nicht verwendet. Das werde ich dann machen, wenn ich Messungen an dem Gerät durchführe (wozu auch der Audio-Frequenzgang gehören wird), die ich dann auch hier veröffentlichen werde - aber: Wann ich das machen werde, steht völlig in den Sternen (da gibt's noch nicht mal einen vagen Zeitplan).

Grüße

Günter
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#25
Hallo Günther, 

Beim Betrachten deiner Bilder ist mir folgendes Teil aufgefallen was ich in deinen Bild Rot Markiert habe.

Es sieht aus wie ein Schalter "Links an dem Trafo" wofür ist dieses Teil was macht es ?



Gruß Michael 


   
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#26
Servus Michael,

das ist ein Relais. In diesem Gerät gibt es zwei Relais:
  • Ein Relais ist das Stromartenrelais (in Schaltbild https://radio-bastler.de/forum/attachmen...aid=135141 und Stückliste https://radio-bastler.de/forum/attachmen...aid=135144 mit "221"  bezeichnet; 14000 Windungen, 3300[Ω]) . Zu diesem Relais gehören noch ein ein Drahtwiderstand "222" als Vorwiderstand (4kΩ / 2[W]) und eine Relaisdrossel "223" (4,2[kΩ] / 10000 Windungen) als "Wechselstrombremse". Dieses Relais zieht nur dann an, wenn das Gerät mit Gleichspannung aus dem Netzanschluß versorgt wird und überbrückt in diesem Fall mittels des Kontaktes "H" den Gleichrichter "218" (Selentrockengleichrichtersäule 0,18[A]).
  • Ein weiteres Relais ist das das Überspannungsrelais "229" (Sicherheitsrelais, 5000 Windungen, 226[Ω]). Dieses Relais liegt in Serie zum Glimmstabi und schaltet bei zu hoher Netzspannung mit dem Doppelkontaktsatz "J" die Netzspannung des Geräts ab.

Hier mal ein Detailbild der fraglichen Stelle:

   

Nachdem dieses Relais sehr in der Nähe der Relaisdrossel "223" sitzt (die Beschriftung "4200[Ω] / 10000 W" ist deutlich zu erkennen), der Relaiskontakt nicht nach Doppelkontakt aussieht und auch die Verdrahtung vom Relais Richtung dieser Drossel läuft und das Ganze (auf vorstehendem Bild nicht sichtbar) sich sehr in der Nähe der Gleichrichtersäule "218" befindet, vermute(!) ich mal, daß es sich bei dem für Dich fraglichen Bauteil um das Stromartenrelais "221" handelt.

Hier noch eine alternative Ansicht dieser Stelle, auf der auch die Gleichrichtersäule "218" teilweise sichtbar ist:

   

Grüße

Günter
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#27
Servus zusammen,

der WR1/P "Rudi" darf jetzt die nächsten Tage mal ins Freie ("bestimmungsgemäßer Gebrauch" sozusagen) - nach Südtirol. In den diversen Batteriefächern des Geräts ist jetzt (neben den Batterien) alles verstaut, was man für einen "portablen" (~ 26[kg] Big Grin ) Einsatz braucht: eine Haspel Antennendraht, Abspannisolatoren, Dyneema-Leine, Kabelbinder, Handbuch usw. Bin gespannt, wie er sich im "Feld" macht. Wenn's berichtenswerte Eindrücke oder Bilder dieses "Feldeinsatzes" geben sollte, würde ich die bei Interesse hier einstellen. So sah der (leider sehr ernste) Feldeinsatz dieses Geräts vor ca. 80 Jahren z.B. aus:

   

Da dürfte der "Rudi" mit ziemlicher Sicherheit im Batteriebetrieb gelaufen sein (die Möglichkeit eines Netzanschlusses oder des Betriebs aus einem Generator ist für mich nirgends zu erkennen). Außerdem glaube ich, auch nur einen Draht zum Antennenbuchsenfeld des Geräts laufen zu sehen - der lief also wahrscheinlich ohne Erdanschluß / Gegengewicht (das deckt sich mit meinen Beobachtungen: auch mein "Rudi" funktioniert nur mit einer Langdrahtantenne und ohne Erd- / Gegengewichtsanschluß im Batteriebetrieb recht vernünftig).

Grüße

Günter
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#28
Die 90V kann man auch mittels 18650 Laptopbatterien und DC/DC Wandlern gewinnen
Das ist günstiger als 10 9V Blocks

Hier kann man das ganze am Beispiel eines Röhrenbatterieplattenspielers sehen

https://radio-bastler.de/forum/showthrea...light=Lido
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Gruß Matthias

Wer mißt, mißt Mist
Die letzten Worte des Radiobastlers: Wofür ist denn dieser Draht?
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#29
Ja, einen DC/DC-Wandler als Ersatz für die Anodenbatterie einzusetzen, habe ich mir bei der Inbetriebnahme des Geräts durchaus überlegt. Ich bin davon allerdings wieder abgekommen, weil ich keine Störquelle in nächster Nähe des Empfangsteils haben wollte. (Das Gerät sitzt nicht in einem Metall-, sondern in einem Panzerholzgehäuse und ist auch sonst nicht sehr gut geschirmt, wie der Link zum Video (welches die Handempfindlichkeit demonstriert) zeigt). Dazu kommt noch, daß der Stromverbrauch auf der Anodenspannungsseite ausgesprochen gering ist und ich nicht vorhabe, daß Gerät oft und lange zu betreiben - ich gehe also mal davon aus, daß dieser Batteriesatz lange leben wird.

Trotzdem Danke für den Hinweis, Matthias!

Grüße

Günter
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#30
Hallo Günter,

viel Erfolg, ich bin gespannt:-)
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