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Militärfunkgerät R27/ARC-5
#1
Ich möchte hier ein militärisches Funkgerät vorstellen. Vom Typ her ein R27/ARC-5.
Das Gerät besteht aus einem Empfänger sowie einem Sender vollkommen mit US Röhren bestückt. Die Besonderheit besteht in der Stromversorgung, einem Dynagenerator.
Eine Seite arbeitet mit 28 Volt als Motor, die andere Seite als Generator mit 250 Volt für die Anodenspannung.

Der Senderteil, das Schaltbild ist nicht sehr gut lesbar.

   

Die Geräte bekomme ich am Wochenende geschenkt. Es gibt dann viele Bilder. Ob sich davon etwas zum Leben erwecken lässt? Zumindest sind sie von der Bestückung her komplett, der Sender besitzt viele interessante Bauteile vor allem die Röhren und Sockel.
Sehr interessant auch das Magische Auge zur Abstimmanpassung oder ähnlichem.
Gruß Peter
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Lauf des Lebens

Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt. "Buddha"
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#2
Hier nun die versprochenen Bilder. Der Empfänger empfängt Kurzwelle im Bereich von 6-9,1 Mhz.

   

   

   

   

   

Ob sich davon ein Gerät zum Leben erwecken lässt oder halt nur zum Schlachten zu gebrauchen ist, muss man sehen.
Gruß Peter
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#3
Hallo Peter,
also zum Schlachten finde ich so ein wirklich historisches Gerät viel zu schade. Solche Typen habe ich schon mal in einem B17 und in einem B24- Bomber gesehen. Es ist also Flugfunk- Equipment, erkennbar auch an der Stromversorgung mit 28V Bordspannung der Flugzeuge. Diese beiden Bombertypen haben gerade hier in Mitteldeutschland (Raum Leuna, Leipzig) traurige Berühmtheit bei der Zerstörung vieler Städte mit vielen Opfern erlangt.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#4
Ja, aber man kann nicht alles aufheben!
Ich hatte mal ein englisches oder amerikanisches. Das hab ich damals komplett in die Tonne entsorgt, nichtmal etwas ausgeschlachtet glaub ich, weil mir daran nicht viel brauchbar vorkam. Mittlerweile sähe ich das wohl anders.
Gut, das ist 1/4 Jahrhundert her und wenn ich drüber nachdenke ärgere ich mich ein bisschen. Aber was solls.
Gruß,
Uli
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#5
Ja Scotty ich habe auf einer Militaria Webseite diese Einschübe in einem US Bomber gesehen. Leider fehlt beim Empfänger die Kurbel zum betätigen der Drehkoeinheit. Die Verarbeitung dieser Geräte ist excellent. Es sind eigentlich nur zwei Betribsspannungen erforderlich, 12 Volt Heizung und 250 Volt Anodenspannung. Dann wird sich zeigen ob noch Leben in ihm steckt.

noch einmal ein Blick auf die Unterseite des zweiten Gerätes:

   


Was kann man mit einem Dynamotor anfangen? Ich werde den mal testen ob er noch läuft und 250 Volt rauskommen. 6000 U/pM soll der Motor machen....
Gruß Peter
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#6
Peter,
solche Technik finde ich einfach nur gei... ! Ich bin gespannt, ob Du denen wieder Leben einhauchen kannst. Wäre phantastischSmiley14
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#7
Ich glaube nicht einmal, das da gross etwas dran defekt ist. Die Röhren scheinen alle ganz zu sein, zumindest ist keine zerbrochen. Ich muss nur mal testen, ob der Heizkreis nicht auf 28 Volt angepasst wurde. Was liegt heute auf 6-9 Mhz?
Sehe gerade auf dem Schaltbild des Senders, das die Heizfäden in Reihe geschaltet sind, also für mindestens 24 Volt.
Gruß Peter
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#8
Peter,
auf der von Dir eingescannten Schaltung sind immer jeweils 2 Röhren mit ihren Heizungen in Reihe geschaltet, wie z.B. die beiden Power- Tetroden 1625. Jede hat 12,6V Heizspannung, also zusammen 25,2V. Das haut so hin, da die Bordspannung der alten Bomber die 28V nur bei Ladeschluß ihrer Akkus hatte. Also ist die Heizung mit 24- 28V so in Ordnung!

Upps, Du warst schneller!
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#9
Hier gibt es das Handbuch als PDF Datei für alle interessierten:

http://hilltoparmyradios.com/ARC-5%20Ali...cedure.pdf

Hier wird beschrieben welche Änderungen am Empfänger vorgenommen werden müssen, angefangen bei der heizung etc. .
Interessant, wenn mein Fernseher fertiggestellt ist. Etwas Arbeit erfordert der ja noch.

http://www.ad5x.com/images/Articles/ARC5convert.pdf
Gruß Peter
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#10
Hi Peter,

hier einmal kurz die Kurzwellen-Frequenzen:

.jpg   KW-Freq.jpg (Größe: 14,8 KB / Downloads: 285)
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#11
Danke Wolfgang, ein ungewöhnlicher Bereich für den damaligen Flugfunk.
Gruß Peter
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#12
Das ist nicht so ungewöhnlich,
ich habe als Fernemeldeausbilder noch bis 1979 Reservisten der Heimatschutztruppe u.a. am Funkgerät GRC 9 ausgebildet.


.jpg   grc9.jpg (Größe: 11,75 KB / Downloads: 265)

Dieses Gerät hat die Frequenzbereiche:
Band 1: 6,6 ... 12 MHz
Band 2: 3,6 ... 6,6 MHz
Band 3: 2,0 ... 3,6 MHz

Du siehst also, das diese Frequenzen auch noch in der Bundeswehr eingesetzt wurden.
Die Verarbeitung war natürlich sehr gut, das wird bei Deinem Gerät auch nicht anders sein.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#13
Die Verarbeitung ist wirklich ausgezeichnet. Diese Geräte mussten im Ernstfall ja auch einiges verkraften.
Ich möchte zumindest den Empfänger zum laufen bringen.
Aber zuerst muss ich den Oldie Grundig fertig stellen. Der ärgert mich noch ein wenig mit dem Ton.
Gruß Peter
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#14
ich hab hier einen ähnlichen Einschub,

das ist ein SONOBUOY Empfänger (gehört in einen Grumman Torpedobomber).
Das Radio empfängt in der Gegend von 162MHz, AM+FM, mit extremer Empfindlichkeit und sehr breitbandig.
Gem. der Einlagerungsetikette Royal Canadian Airforce Smiley53

Damals wurden mit Röhrensendern bestückte Bojen abgeworfen die mit einem Tauchmikrofon nach Uboot-Geräuschen horchten, dieses Radio ist das Gegenstück dazu.

Heutige Verwendung.
Da es ein Freischwinger ist kann man es problemlos modifizieren auf 144-146MHz, dann könnte es dem Geplapper der 2m Leute zuhören

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#15
Diese Geräte aus dem Militärischen Bereich haben fast immer eine excellente Verarbeitung und sind sehr robust.
Mein Einschub hätte sicher durch Änderungen der Spulen angepasst werden können.
Ich habe mich aber nach einer Anfrage entschlossen die beiden Einschübe an einen Sammler zu verkaufen.
Somit kann ich mich wieder meinen alten Schätzen widmen, evtl. ein neues aufstöbern.
Gruß Peter
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#16
Hallo Peter,

das mit dem Verkaufen kann ich gut verstehen. Ich habe auch immer mal wieder Militärfunkgeräte gehabt. Richtig anfangen konnte ich damit nichts. Ich habe dann immer wieder die Dinger gegen ein Radio o. ä. weiter gegeben.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#17
Ich habe mir halt gedacht, gib es lieber einem Sammler dem das Gerät evtl. noch fehlt und es kommt in gute Hände.
Es lohnt sich nicht, so ein Teil wegen der Drehkondensatoreinheit oder ein paar Röhren zu schlachten.
Gruß Peter
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