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Telefonzelle
#1
Hallo,
an unsere jüngeren Teilnehmer, die erst nach dieser Ära geboren worden sind.
EineTelefonzelle im typischen Postgelb, der Apparat ist noch betriebsbereit!
Leider haben Vandalen mal wieder drei Glasscheiben entwendet!

       

Edit: Bitte hierhin verschieben: Historische Kommunikationstechnik - Telefon & Co.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#2
Hallo Wolfgang.
Die Scheiben sind vermutlich zerdeppert worden und werden nicht mehr ersetzt, weil glaub ich nicht mehr lieferbar.
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#3
Diese Scheiben sind sehr beliebt bei Hobby-Wohnmobil Erbauern! Die lassen sich dort prima als Fenster einbauen.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#4
Vor ungefähr 10 Jahren hat die Telekom in einer bundesweiten Abbau-Aktion die meisten Telefonzellen entfernt. Mancherorts stehen seit dem diese Telefonpfosten. Die Bauhöfe der Telekom standen seinerzeit voll mit diesen Zellen. Die meisten dürften mittlerweile entsorgt sein.

Am Schillerplatz in Kaiserslautern standen damals Telefonzellen aus verschiedenen Ländern, so aus England, USA, Frankreich... Die sind damals auch verschwunden. Das Handy-Zeitalter trägt daran wohl die Hauptschuld. Telefonzellen finden sich nur noch da wo es sich rentiert, oder wo aus Versorgungsgründen (Funkloch) noch vorgeschrieben...
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#5
Hallo,
ja das waren noch Zeiten. In manchen Zellen hat es manchmal sonderbarst gerochen. Mal Parfüm, Schweiß und Zigarettengeruch. So manche Telefonzelle hat auch schon Leben gerettet. Aber die Zeiten sind vorbei. Die Telefonzellen werden nicht mehr benutzt und kosten Wartung und Instandsetzung.

Selbst auf den Autobahnen sind kaum noch Notrufsäulen zu sehen. Funklöcher an Autobahnen und Bundesstraßen sind ja seit einiger Zeit beseitigt worden.

Ein ehemaliger tech. Postbeamter der für Wartung der Zellen zuständig war, hat sich für seinen Garten eine Zelle mit Duschfunktion installiert.

Da es immer mehr Leute gibt die meinen man müsste Dinge kaputt machen, gingen die Wartung und Instandsetzungskosten enorm in die Höhe.
Einige Städte möchten nun sogar ihre Bushaltestellen die hauptsächlich aus Glas bestehen entfernen.
Grün statt Braun
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#6
Hier bei uns in der Sraße an der Haltestelle steht auch nur noch so ein Telekompfosten.
Die Wartehäuschen an der Straßenbahn waren anfangs feste, gemauerte Hütten. Dies mußten ja unbedingt weg, da noch aus der DDR. Dann kamen die Unterstände aus Glas. Deren desöfteren zerdepperten Scheiben wurden nun durch Blechtafeln ersetzt. Eine schöne Grundlage für Grafitti-Schmierereien.
Kalte Lötstellen gibt es bei mir nicht. Habe mir bei jeder die Finger verbrannt.
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#7
bei uns im Ort wurde so eine Telefonzelle zu einem öffentlichen Bücherschrank umgewidmet. Das hat bis Sylvester gut funktioniert, dann haben sie Idioten in die Luft gesprengt. Die Detonation war so stark, dass auch die Metallteile weit geflogen sind. Jetzt wird eine neue Zelle gesucht.
Franz
eh isch misch uffreg isch mirs lieber egal
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#8
Hallo,
es ist sehr tragisch was im Laufe der Zeit aus den öffentlichen Münzfernsprechern wurde.
Es gab m. W. Bestrebungen die Handapparateschnüre diebessicherer zu bauen.
Ein Trauerspiel und nicht nur die Entwicklung der drahtlosen Telefonie haben zum Tod dieser doch recht imposanten Technik beigetragen.
Wenn ich an "Tetzlaf in Herz und eine Seele" denke oder andere Erlebnisse mit den Zeitzeugen der Fernmeldetechnik wird mir immer ganz warm ums Herz.

Ich glaube dieser Münzer war es, welcher nach dem mehrmaligen langsamen Wählen der "Einsen" den Münzschalter freigab.

http://www.oeffentlichetelefone.de/ortsm...er_50.html

Es ist schon zu lange her, vielleicht ist hier jemand, der mir da helfen kann.
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#9
Wenn es irgendetwas technisches aus der Vergangenheit gibt, dem ich überhaupt nicht nachtrauere, dann sind es Telefonzellen. Meist waren sie defekt und/oder völlig verdreckt. Die Hörer waren die reinsten Bakterienschleudern und haben mir die letzten Groschen aus der Tasche gefressen und dann doch nicht funktioniert. Am ärgsten negative Erinnerungen haben die Teile bei mir aber hinterlassen, weil ich die Häuschen 3 Jahre lang putzen musste um meine Ausbildung zu finanzieren. Das war der ekligste Job, den ich je gemacht habe! Man glaubt nicht, wieviele Menschen diese Häuschen mit einem Klohäuschen verwechselt haben und zwar nicht nur fürs "kleine" Geschäft. Auch die "Rückwärtsesser" waren regelmäßig tätig. Auch entledigte man sich gerne seiner toten Haustiere und seines Hausmülls in solchen Zellen. Was war ich froh, als ich den Job endlich kündigen konnte.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#10
Vandalismus ist allenthalben ein Problem. Warum suchen sich solche Leute nicht ein ordentliches Hobby, zum Beispiel Röhrenradios? Da gibt's zwar ab und an ein paar auf die Flossen, wenn man da hinfingert, wo man's besser gelassen hätte, aber das erfrischt und macht munter. Blindwütige Zerstörung habe ich noch nie verstanden und will ich auch garnicht verstehen.

Grüße aus BL

Peter
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
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#11
Ich mochte die Telephon~Zellen. Waren zu DDR~Zeiten eh rar gesät.
Natürlich ist es heute komfortabeler mit Telephon zu Hause, oder in der Jackentasche.

   

Viele Grüße aus MV, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#12
Ach so, und z.B. in Prag werden aus ehemaligen Telephon~Zellen Mini~Bibliotheken Blush

http://www.bzbasel.ch/kultur/aus-telefon...-127797584

Viele Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#13
Hi,

vor der Kaserne der Fenmeldeschule in Feldafing stand Anfang der 70iger noch eine schwarze Telefonzelle.
Diese wurde besonders am Wochende durch die Lehrgangsteilnehmer stark benutzt.
Eingebaut war dort ein Münzfernsprecher MünzFw 56. http://www.oeffentlichetelefone.de/muenz...fw_56.html
Da Geld immer knapp war, wurde ein Groschen eingeworfen und durch die Plexiglasscheibe mit einem heißen Nagel ein Loch gebohrt.
Dieser Nagel hielt dann den Groschen fest und so konnte quasi unendlich telefoniert werden.
Nach mehreren Wochen wunderte sich natürlich der Postler, der den Automaten entleeren sollte.
Es war ja viel zu wenig Geld im Münzbehälter vorhanden, die Plexischeibe wurde dann durch eine aus Glas ersetzt! Mist!

Da dies natürlich so nicht vorgekommen ist, handelt es sich wohl um einen Aprilscherz! Big Grin
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#14
Hallo,

ich weiß nicht ob ich ein YouTube Video verlinken darf, ich mache es einfach.
[/url]
https://www.youtube.com/watch?v=HwImwFOqE-g
[url=https://www.youtube.com/watch?v=HwImwFOqE-g]



In NRW ist das schon häufig die Funktion einer Buchausleihe für Telefonzellen üblich.



https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_%C3%...-Westfalen
Übrigens in Neunkirchen - Seelscheid existiert eine Telefonzelle mit mit Bücherei in der Nähe vom Rathaus.
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#15
(21.06.2016, 11:28)Peter-MV schrieb: Ach so, und z.B. in Prag werden aus ehemaligen Telephon~Zellen Mini~Bibliotheken  Blush

http://www.bzbasel.ch/kultur/aus-telefon...-127797584

Viele Grüße, von Peter

(21.06.2016, 13:09)Opa.Wolle schrieb: Hi,

vor der Kaserne der Fenmeldeschule in Feldafing stand Anfang der 70iger noch eine schwarze Telefonzelle.
Diese wurde besonders am Wochende durch die Lehrgangsteilnehmer stark benutzt.
Eingebaut war dort ein Münzfernsprecher MünzFw 56. http://www.oeffentlichetelefone.de/muenz...fw_56.html
Da Geld immer knapp war, wurde ein Groschen eingeworfen und durch die Plexiglasscheibe mit einem heißen Nagel ein Loch gebohrt.
Dieser Nagel hielt dann den Groschen fest und so konnte quasi unendlich telefoniert werden.
Nach mehreren Wochen wunderte sich natürlich der Postler, der den Automaten entleeren sollte.
Es war ja viel zu wenig Geld im Münzbehälter vorhanden, die Plexischeibe wurde dann durch eine aus Glas ersetzt! Mist!

Da dies natürlich so nicht vorgekommen ist, handelt es sich wohl um einen Aprilscherz! Big Grin

Hallo MV.
De nige Dach bringt niges Dusel Smiley58
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#16
Ich habe noch zwei Münzer 21 irgendwo rumliegen. Eigentlich wollte ich einen mal als Gag in meinem Eigenheim aufhängen - irgendwann...
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