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VE 301 W
#1
Guten Morgen Zusammen,

HEUTE ist es soweit. Ich fange mit dem VE301W an.

Für 29€ in der Bucht gefunden und bis auf den kleinen riss im Gehäuse ist es bis jetzt nur eingesaut.. dachte ich ...

Beim lösen der Knöpfe und der Schrauben auf der Unterseite habe ich mich schon gewundert das sie nicht nach unten raus kommen, sondern drin bleiben. Dann ist es mir aufgefallen, die Teer-bombe ist aufgegangen und hat einen immensen druck im Chassis aufgebaut.
Die Rückwand fehlt in gänze....

   
   
   
   
   
Wie man sieht ist der Drehkondensator etwas befallen und ein Draht hängt das undefiniert rum. Hier stellt sich mir die frage, ist das Oxidierte Zeug vom Kondensator selbst, oder ist das Fremdmasse?

   
   


Weiteres Vorgehen...
Ich suche mir den Beitrag vom Thommi raus, und fummel die Teer-Bombe mal raus..
Smiley47
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#2
Wahnsinn, das nenne ich Schnäppchen, wenn die Röhren dabei waren, wenn nicht, wird es noch richtig teuer, oder du betreibst ihn mit Ersatzröhren. Das Thema hatten wir auch vor kurzem.

http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=3920

http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=3621

http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=1162

Der Block gehört neu gemacht, schön ist, dass hier alles schon von alleine raus kommt. Der "Draht" vom Drehko dürfte das Masseband sein, auch die Lamellen müssen sauber sein, sieht irgendwie wie Zinkpest aus.
Ist der Quetscher noch drehbar?
Wenn der Block draussen ist und alles sauber, dann sieht die Bude schon anders aus.

Jogi weiss viel zum VE, inkl. Pläne
http://www.jogis-roehrenbude.de/VE-DKE-Plaene.htm
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#3
Guten morgen Philipp,
Der Quetscha lässt sich super drehen.
Wenn ich es richtig gelesen habe, ist er zu werten wie ein Kondensator. Somit ist ein Test auch als solches durchzuführen?!

Die Skala hat es nicht so gut getroffen.. die ist wellig und wohl erneuert werden müssen.

Hab ich vergessen zu sagen. Die Röhren waren dabei. Allerdings bin ich mir zu 100% sicher das min eine defekt ist. Aber Andreas wird es mich Sicherheit besser wissen. Er hat ein sie gerade auf dem Prüfstand. :-)
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#4
Quetscher ist sozusagen eine andere Form des Dreh-Kondensators. Das müsste der 200pF für die Rückkopplung sein. Pinsel den mal etwas ab und messe ihn durch.

Wenn die Röhren dabei sind, dann war es ein Schnäppchen, die eine oder andere kann man provisorisch durch andere Typen ersetzen.

Die Skala dürfte aus Zelluloid sein, da ist guter Rat teuer. Es gibt Ersatz-Skalen. Zelluloid ist auch zündfreudig, brennt also gut, hab ich mal gelesen. Allerdings würde ich sie, wenn sie eh schon kaputt ist, mal zwischen zwei Tücher aufs Bügelbrett legen und mit einem warmen! Bügeleisen versuchen, sie wieder gerade zu kriegen. Hab ich selbst noch nicht probieren (müssen), aber das kommt mir gerade so in den Kopf. Für solche Arbeiten habe ich sogar mein eigenes Bügeleisen.
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#5
Moin,

na dann lasst den Rene mal machen, VE Beiträge hats ja hier einige und wenn Fragen sind, fast jeder hier hat schon einen VE gemacht :-)
Es ist also damals wie heute ein Gemeinschaftserzeugnis.

Welche Firma hat deinen VE hergestellt? Der Kondensatorblock ist ja schön zu sehen stammt von den Hydra-Werken vom Juni 34.

Thommi
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#6
Meins wurde von AEG gefertigt....
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#7
Erste negativ punkt..
Der Quetscha ist doch hin. da dreht nur die Achse der Rest ist fest......

Netztrafo Ohm-Messung: Bei dem 220V abgriff habe ich 100 statt 120 ohm.
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#8
Moin,

ich würde erstmal das Chassis sauber machen, eventuell die Überlegung anstellen, ob du es oben abräumen, entrosten und ggf. versiegeln willst.

Fast alle Teile sind so angegammelt, dass du sie eh jedes für sich säubern musst - vielleicht vom Spulenturm abgesehen, der sieht mir noch gut aus.

Thommi
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#9
Ich würde erstmal die Technik machen, die Optik kann man dann immer noch machen.

Du siehst beim Quetscher von aussen auch nichts, Du musst ihn messen. Das ist kein Drehko... Wink

Solange der Trafo und der Übertrager Durchgang haben, ist erstmal alles Butter. Der Drehko sollte auch frei und sauber laufen und ohne Kurzschluss sein.
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#10
Ihr habt beide recht...
Ich räume gerade das Deck und dachte mir, ich prüfe mal die einzelnen Bauteile... gleich mit. Hab mir den Plan ausgedruckt und trage alle Werte ein die gemessen hab.
Dabei sind mir ein paar kalt Lötstellen aufgefallen.
Und Dreck !!!!
   

Die Litze ist ab und die Achse ist durchgedreht.. Messwerte bekomme ich, die muss soll Wert passen.
   
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#11
Den Quetscher zu reparieren, ist sinnlos. Das Drähtchen zum Rotor wäre zwar kein Problem, aber das ist das geringste Übel. Wenn sich die Achse leer durchdrehen läßt, sind mit Sicherheit die Rotorfolien abgerissen.
200pF, bzw. 180pF- Quetscher gibt es aber noch in der Bucht, zur Not würde ich Dir auch einen überlassen.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#12
Da hat Wolfram recht, ist die Mühe nicht wert. In der Bucht gibt es immer wieder mal Ersatzteile. Ich hab meine so auch nach und nach wieder "hingebogen".
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#13
Oh ja so sag meiner auch aus. Da wird dir nichts anderes übrig bleiben, als alles zu demontieren und gründlich zu reinigen.
Wenn du keinen Ersatzdreko bekommst kannst du ihn in Einzelteile zerlegen und dann mechanisch reinigen. Zwischen den Lamellen muß das ganze geschmadder restlos entfernt werden. Ich habe da ein rundes Laubsägeblatt genommen. Dann verschieden Chemikalien bis alles blank war. das sind die einzelnen Teile :

   

vorher sah der auch so aus:

   

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#14
Ach du ahnst es nicht .... Der Vorher, nachher Effekt ist ja riesig.
Laubsägenblatt klingt interessant. muss ich mal testen
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#15
Hallo Rene,

ich habe es Dir ja schon über PN geschrieben. Die Röhrenbestückung macht etwas Probleme. Im Radio befanden sich 2 REN904 und eine RGN354. Hier ist etwas Vorsicht geboten. In Zeiten, als es kaum Rundfunkröhren gab, hatte man kurzerhand als Endröhre eine REN904 zweckentfremdet. Die REN904 ist eine indirekt beheizte Röhre. Die 164 ist direkt beheizt. Ich vermute aber eher, dass hier ein "Platzhalter" im Radio sitzt. Ich habe Rene jetzt Hilfe in Form von 2 Umsockelungen angeboten. Die RES164 bekommt Ersatz durch die 4P1L. Den Sockel nehme ich von der verbrauchten 904 Die Gleichrichterröhre, die taub ist, erhält eine Halbleiterdiode mit Widerstand. I.d.R. kann man dann den Glaskolben wieder aufkleben. So wäre dann das Röhrenproblem behoben. Die eine REN904 hat gute Werte. Quetscher schaue ich, werde ich aber haben.

Den Drehko wirst Du überholen müssen. Ich hoffe, es klappt so, wie Frank schreibt. Ich melde mich dann, wenn ich fertisch habe!
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#16
Na Phillip,

wenn er abräumt MUSS er ja zwangsläufig erstmal die Optik / Materialerhaltung machen und dann das ganze Maschinchen wieder zusammenbasteln :-)

Sonst sind ja solche Gammelgerät eher was für Andreas, harren wir mal der Dinge die da kommen.


Thommi
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#17
Ja, Thommi,

in der Tat das kribbelt es einem schon. Aber es ist da auch noch viel zu tun an dem Gerät. Man muss ja zweigleisig fahren. Nebenbei schon mal die Anbauteile, Trafos usw. auf Funktion prüfen. Denn dann hat man die Zeit, sich um Ersatz zu kümmern. Auch der Lautsprecher muss auf Durchgang geprüft werden. Es ist schon einiges.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#18
Moin moin zusammen,

technisch gesehen ist der VE ja ein sehr primitives Radio. Anspruchsvoll wird es, wenn es im Zustand so daher kommt, wie beim Rene. Da steht jede Menge Arbeit in Haus. Aber nichts ist unmöglich...
Den Kondensatorblock bekommt man mit relativ wenig Aufwand wieder hin, indem man ihn ausräumt, das Gehäuse wieder in Form bringt, ggf. die weggedrückten Wangen mit einem kräftigen Lötkolben wieder einlötet. Moderne Folienkondensatoren wie z.B. WIMA MKS-4-Typen eignen sich sehr gut als Ersatz für die zerstörten Teil-Kondensatoren. Spannungsfestigkeit beachten, 630Volt sind ausreichend. Die ursprünglichen Lötfahnen sollten gerettet werden. Diese steckt man in eine passend vorbereitete (evtl. vom Altteil zurückgewonnene?) Pertinaxplatte, die auch die neuen Kondensatoren trägt. Sie dient auch gleichzeitig als Deckel des Blocks.
Den Abstimmdrehko sollte man in der Tat komplett zerlegen und wie gezeigt dessen Einzelteile gründlich reinigen. Beim Zusammenbau helfen Papierstreifen, die man zwischen Rotor- und Statorplatten schiebt. Damit bekommt man den Stator perfekt positioniert, dass er anschließend beim Durchdrehen keinen Kurzschluss zum Rotor bekommt.
Den Rückkopplungsquetscher - ein einfacher Drehkondensator - könnte man versuchen zu reparieren. Das ist allerdings schon echt "hardcore". Wer sich die Mühe nicht machen möchte, greift wirklich besser auf ein Ersatzteil zurück. Die Dinger gibt es auch gebraucht quasi auf jedem Radioflohmarkt für kleines Geld.
Die Röhren... - tja, da kann man nur hoffen, dass die noch in Ordnung sind. Hier im Forum gibt es aber einige Kollegen (einschließlich mir), die über ein Röhrenprüfgerät verfügen und gegen Portoerstattung die Röhren prüfen würden - dann hätte man in dem Punkt zumindest schon Klarheit. Wenn Ersatz notwendig werden sollte und die Originalröhren zu teuer erscheinen, kann man unter Weiterverwendung des Sockels der defekten Röhre(n) modernere Typen adaptieren (beispielsweise REN904>PC92 und RES164>PL95), ggf. die Gleichrichterröhre durch eine Siliziumdiode plus passenden Vorwiderstand ersetzen.
Beim Netzkabel bitte keine faulen Kompromisse eingehen! Das alte Kabel ist innerlich meist spröde und brüchig - so etwas weiter zu benutzen wäre "Harakiri". Hier muss ein modernes Kabel her, welches die Sicherheitsanforderungen von heute erfüllt! Stoffummantelte Netzkabel findet man im Netz z.B. unter dem Suchbegriff "Bügeleisenschnur"
Die Spule des Lautsprechers kann man mit dem Ohmmeter prüfen. Sie hat einen Gleichstromwiderstand von ca. 2 Kiloohm. Wichtig ist, dass sie richtig herum gepolt wieder angeschlossen wird, weil das Freischwingersystem sonst durch den Anodenstrom der Endröhre "falschrum" vorgespannt wird. Das macht sich durch starkes Verzerren bei etwas größerer Lautstärke deutlichst bemerkbar.
Gutes Gelingen bei der Wiederbelebung!
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#19
Hallo zusammen,

Ein paar Abende sind vergangen und ich war nicht faul.
Abgeräumt / gereinigt und neu Lackiert
   

Das Gehäuse vom Block habe ich auch wieder gerichtet...
   
   

Der Inhalt wird gerade von mir zusammen gelötet und dann mit der Anschlussplatte verbunden. Dazu gibt es dann auch wieder ein paar Bilder.
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#20
Naja, etwas weniger brutal hätte es schon ausfallen können....
Auch die Kabel sind nun silbern.....

Das Kondigehäuse haste gut wieder hingezimmert.

Thommi
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