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EKV13 Einseitenband Kurzwellen Verkehrsempfänger
#1
Hallo,

Heute möchte ich mal meinen EKV13 vorstellen.

Ich werde versuche mich kurz zu halten, aber ich glaube der Beitrag wird doch etwas länger, weil es ein recht umfangreiches Gerät ist.
Auf die genauen technischen Daten möchte ich auch erstmal verzichten, das würde auch den längsten Beitrag sprengen, also hier die Kurzversion:

Empfangsbereich: 14-535 kHz / 1,6-30 MHz, abstimmbarer Preselektor
Frequenztreffsicherheit: besser 100 Hz ( 200 Hz bei LW ) nach 2h, +5 - +45°C, ±10% Netzspannungschwankung
Frequenzinkonstanz: besser 40 Hz/ 24h nach 2h Einlaufzeit, +5 - +45°C, ±10% Netzspannungschwankung
Dreifachsuper ZF: 38,3 MHz, 3,2 MHz, 200 kHz
Frequenzanzeige: mechanische Digitalanzeige - Auflösung 100 Hz
AM, USB, LSB, FSK
Betriebsarten: A1, A2, A3, A4, A3J, A3A, A3B intern, A3B extern, F1, F4, F6
Empfindlichkeit: A3J bei 2700 Hz Bandbreite und 20dB Störabstand «2.0 uV
ZF Bandbreiten: +6 kHz, +2,7 kHz, +/- 3 kHz, +/- 1,5 kHz, +/- 700 Hz, +/- 250 Hz, +/- 75 Hz
Antenneneingänge: ca. 75 Ohm unsymmetrisch, mit Schutzschaltung für Werte größer 40V an 75 Ohm
Fernschreibdemodulator
Abstimmanzeige für FSK: Oszilloskopröhre B7S4, 2 x Anschluß für Fernschreiber
Betriebsspannungen: 220 Volt Wechselstrom / 24 Volt Gleichstrom
Leistungsaufnahme: 75 W mit Thermostat, 45 W ohne Thermostat
Abmessungen: 53 x 41,5 x 41 cm
Gewicht: 52kg

Also los gehts, erstmal ein Foto von vorn:
   

Unten im Bild ist der eigentliche Empfänger, die drei oberen Einschübe sind Zusatzmodule. Je nach dem was für Module eingebaut sind, haben die Empfänger unterschiedliche Beizeichnungen (EKV10 - EKV15).
Diese Zusatzmodule sind heutzutage kaum brauchbar, waren sie doch hauptsächlich für den Fernschreibbetrieb gedacht. Es gibt zwar im Amateurfunk noch die Betriebsart Funkfernschreiben, aber ob die Zusatzmodule dafür geeignet sind entzieht sich noch meiner Kenntnis. Einzig der linke Einschub macht noch Sinn, hier können bis zu vier Antennen angewählt werden.

Rückseite:
   

Hier sind eigentlich auch nur die Antennenbuchsen rechts interessant.
An der Buchse ziemlich in der Mitte kann die ZF abgenommen werden.
Der Rest auch wieder für den Fernschreibbetrieb. Hier können noch richtige ratternde Fernschreiber angeschlossen werden, die es aber kaum noch gibt.

Das Gerät ohne Gehäuse von hinten:
   

Hier sieht man, das es sich um einen komerziellen Empfänger handelt. Alle Baugruppen sind sehr schnell einzeln austauschbar, die Kabel farblich gekennzeichnet.

Ein Foto des Grundgerätes ohne Frontplatte:
   

Die Frontplatte ist schnell abnehmbar und die Bedienelemente rasten beim Wiedereinbau -egal in welcher Stellung sie dabei stehen- bei der ersten Betätigung wieder ordnugsgemäß ein.

Hier beim Foto der abgenommenen Frontplatte auch sehr schön zu sehen (die runden Scheiben):
   

Hier einige Detailfotos, die das Herz eines Mechanikers aufgehen lassen.
Frontplattenbefestigung mittels kraft- und formschlüssiger Befestigung:
   

Die Abstimmmechanik hat es in sich. Da sollte man wohl die Finger von lassen...
   

Geöffneter Quarzthermostat. Zur besseren Frequenzkonstanz werden die Quarze auf ca. 70 Grad vorgeheizt. Dazu sollte der Empfänger 2 Stunden warmlaufen:
   

Oszilloskopröhre B7S4 zur Abstimmanzeige bei Fernschreibbetrieb. Heutzutage eher unwichtig:
   

Viele Bauteile sind vibrationsgeschützt eingelötet. Der Empfänger wurde auch auf Schiffen und Fahrzeugen betrieben, da ist das sicherlich wichtig:
   

Schutzsofitten für die Antenneneingänge 40 Volt 10 Watt:
   

??? Warscheinlich für eine größere Langzeitkonstanz der Baugruppe...:
   

Beim Zusammenbau der Baugruppen werden die Stecker zuerst mit den großen Hülsen grob positioniert, die kleinen Hülsen sorgen dann für absolute Passgenauigkeit beim Einstecken:
   

Viele Kabel sind mit einem fest verschraubten Knickschutz versehen:
   

Betriebsspannungseinspeisung unten im Gehäuse. Im Betrieb "natürlich" mit einem Blech abgedeckt:
   

Das ganze Gerät ist auf soliden Gummipuffern gelagert und kann an diesen von unten festgeschschraubt werden (unten links und rechts zu sehen):
   

Hier für den Interessierten die Beschreibung der Bedienelemente. Das alles im Text zu beschreiben, hätte Tage gedauert. Ich erkläre aber gern auch die genaue Bedienung soweit es mir möglich ist:
   

Zum Schluss ein Foto der Serviceunterlagen. Grob geschätzt 400 Seiten plus etwa 50 Seiten Schaltpläne:
   

Ich habe nach dem Empfänger gezielt gesucht, er soll ab und an zu Treffen in meinen UAZ 469 eingebaut und mitgeführt werden. Um ihn auch Mobil in Betrieb nehmen zu können, sind an diesem Fahrzeug 2 Batterien a 12 Volt 78 Ah und ein fest montierter 10 Meter Teleskopmast vorhanden. Das gab es an diesem Auto alles so original in der Ausführung als Funkfahrzeug. Es ist immer schön, auf solchen Treffen irgendwelche Geräte in Betrieb zu erleben. Treffen, auf denen nur geschniegelte Oldtimer -die meist nicht mal angefasst werden dürfen- zu sehen sind, kranken so langsam am Desinteresse der Besucher. Ist halt immer das selbe was man da zu sehen kriegt.

Da dieser Empfänger so einige Fallstricke bereithält die den Empfang unmöglich machen können, habe ich mich schon ein wenig in die Empfangspraxis eingearbeitet. Da kommen dann so feine Sachen wie z.B. Wetterfernschreiben auf Langwelle und Wetterkartenempfang auf Kurzwelle heraus (das geht aber auch mit einem normalen Amateurfunkempfänger).
Für mich ist das aber alles neu. Falls ich mal eine Nacht nicht schlafen kann, werde ich demnächst auf den Amateurfunkbändern auf Wellenjagd gehen.


Viele Grüße,

Axel
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#2
Wunderbares Gerät Axel, mich erstaunt immer wieder die Güte der Verarbeitung.
Viel Spaß damit in deinem UAZ und viel interessiertes Publikum.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#3
Ein gewaltiger Empfänger, hätte ich auch fast am Hacken gehabt, leider wie oft üblich war nach dem Bieten der Artikel verschwunden.
Ich habe da nur den Schiffsempfänger von Dabendorf, da macht aber die Wellenjagt auch Spaß.
Vorausgesetzt man hat ein gute Antenne.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#4
Laut den Aufdrucken auf den hochwertigen, verlöteten Kondensatoren (4/73) stammt der EKV aus den frühen 1970er Jahren. Was mich verwundert, dass zu dieser Zeit noch in großer Anzahl Ge- Transistoren, sowohl aus DDR- Produktion, als auch russische Typen eingesetzt wurden.
Der EKV wurde speziell für den Schiffseinsatz und für "spezielle" stationäre Funkstellen, wie Abhörsysteme, Stasi, Funküberwachung, usw. eingesetzt. Im militärischen Bereich, also auf besagten Funkkommando- Fahrzeugen wie GAZ69, GAZ66, UAZ, SIL131 wurde ausschließlich sowjetische Empfangs- und Sendetechnik der "R"- Serie eingesetzt. Beispiele:
R104, R105,R107, R108, R110, R118, R139, R140, R113, R123, R127, R131, R405 usw.
Den armen EKV auf einen Geländefloh, wie es der UAZ ist, aufzupfropfen, dürfte ihm trotz Schwingungsdämpfern nicht gut bekommen und wäre außerdem ein Stilbruch. Schade drum!
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#5
Da muss ich scotty recht geben. Wenn die Kiste durch das Fahrzeug durchgeschleudert wird brechen bald die Verlötungen der Kabelbäume ab. Ich würde es nicht riskieren. Dann sowas zu Reparieren ist dann auch eine langwierige Sache.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#6
Hallo,

Ja, ihr habt Recht.
Ich werde das lassen mit dem EKV im Auto. War mal wieder so ein gedanklicher Schnellschuss von mir. Hätte nur gedacht den vorhandenen 10 Meter Teleskopmast (HTM 10) irgendwie zu nutzen. Ich hätte ihn zwar nur zu sogenannten "Standtreffen" -also Treffen auf denen es keine Gelände Fahrmöglichkeit gibt- mitzunehmen und ihn nochmals gefedert zu lagern.
Aber dafür läuft mir irgendwann nochmal ein passendes "R"-Gerät über den Weg.

Eigendlich bin ich auch froh, das er jetzt wohlbehalten im Bastelraum steht. 52 Kg sind echt nicht leicht zu händeln. Schon das Anferigen der Fotos hat mich wieder meinen Rücken spüren lassen...


@ Wolfgang,

Ja, bei solchen Geräten wurde in der ehemaligen DDR richtig geklotzt.
Da kam immer nur das Feinste rein. Auch bei den Mobilgeräten USE 600/700 usw.

@ Frank,

Ja deinen Beitrag zum Dabendorf habe ich gelesen, den hatte ich auch in der engeren Wahl, aber meist gibt es die nicht mit Lang (Längst) Welle.
Aber der EKV hat auch seine Nachteile. Man kann zwar eine Frequenz sehr genau anwählen, aber das Kurbeln über die Bänder ist doch recht umständlich. Mir graust es immer davor die mechanischen Zählwerke so schnell flitzen zu lassen...


Viele Grüße,

Axel
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#7
Hallo,

Nun, der EKV hat schon erste "Zicken" gemacht. Angry

Von Anfang an hatte er schon den Fehler, das auf einmal nichts bzw. nur noch gaaanz leise etwas im Lautsprecher/Kopfhörer zu hören war. Ab und an hat er sich besonnen, indem ich den Lautstärkeregler kurz auf voll gedreht habe und dann wieder zurück.
Dann lief er wieder normal. Manchmal hat das aber auch nicht geholfen, erst am nächsten Tag war wieder alles normal, bis nach 1 - 2 Stunden wieder nur alles gaaanz leise zu hören war.
Der Lautstärkeregler kratzte aber in keiner Stellung...

Nun hatte ich den Salat. Der EKV ist ja nun kein "normales" Radio, wo man schon anhand des Schaltplanes in etwa erahnen könnte wo der Fehler steckt.
Sowohl HF als auch NF Signale laufen "ordnungsgemäß" aufgezweigt über die verschiedensten Zusatzmodule. Kommerzieller Empfänger halt. Und das Tollste ist: Man kann im EKV keinerlei Baugruppen im eingebauten Zustand prüfen. Man kommt nirgendwo an und wenn man die Baugruppen ausbaut, liegen sie ohne Spannung/Ein-Ausgangssignale vor einem... Der Fehler kann also überall stecken... Infos im Netz sind auch dünn gesät.

Das sich die Anzeige des S-Meters aber nie veränderte, vermutete ich den Fehler im NF-Verstärker. In der Serviceanleitung gab es Hinweise auf evt. defekte Kondensatoren. Also erstmal den NF-Verstärker suchen. Ohne Serviceanleitung fast unmöglich, hier sitzt er:
   

Auf den ersten Blick nicht mal als NF-Verstärker zu erkennen. Und Schneemänner! Allerdings noch nicht ausgelaufen, aber Werte um die 70% höher. Die großen Elkos genauso:
   

Also Kondensatorkur. Dabei habe ich festgestellt, das ein Transistor verdächtig wackelt. Ein Anschlussdraht war ab. Na prima dachte ich, wenn es die Kondensatoren nicht waren, wird es wohl der Transistor sein, der den Fehler verursacht hat. Da ich keinen SF 121 E hatte, gab es einen SF 127 D, sollte auch gehen:
   

Wieder eingebaut und alles beim Alten. Wieder Aussetzer nach 1 - 2 Stunden und zum Schluss nur noch komplett Stille. Angry
Also nochmal den Schaltplan des NF-Verstärkers gewälzt:
   

Wie man sieht, sind es eigentlich zwei Verstärker. Einmal der Leistungsverstärker oben und der Abhörverstärker unten. Also erstmal im eingebauten Zustand geprüft was der "NF -Leistungsausgang A" oben rechts im Schaltplan sagt. Hier ist er am Gerät zu finden:
   

Also Kopfhöhrer ran und hier liegt volles Signal an, gefühlt 10 mal lauter als an der Kopfhöhrerbuchse bei voll aufgdrehtem Lautstärkeregler. Also HF und Rauschsperre sind in Ordnung. Smiley58
So denn, wieder die NF-Verstärker-Platine raus, extern an 14 Volt und einen Lautsprecher gelegt, mehr braucht sie nicht. Es ist dann auch nur der Abhörverstärker unten im Betrieb. Stufenweise ein NF-Signal in den Abhörverstärker unten im Bild eingespeist und: Von hinten nach vorne alles in Ordnung!!! Huh

Grrr.. Wo soll den nun der Fehler liegen?
Lange Rede kurzer Sinn, der Fehler lag hier:
   

Der grüne Draht (Pin 1) am Schalenkerntrafo hatte trotz Verguss in Wachs keinen Kontakt mehr und konnte somit kein Signal über den Lautstärkeregler an den Abhörverstärker liefern:
   

Sauber wieder angelötet und original mit Kerzenwachs "verklebt" läuft jetzt seit Tagen alles bestens.
Trotz tagelangem Grübeln und Wälzen von Serviceunterlagen hat die Reparatur doch Spass gemacht und meine Augen und Hirn geschult.

Zum Abschlus auf ausdrücklichen Wunsch von Eric (tcfkat) hier noch dieses Bild:
   

In der Servicestellung des Chassis (die gegen gänzliches herausziehen nach vorn gesichert ist), hörte ich ein verdächtiges Geräusch und zückte sofort die Kamera. Dieses allerliebste Tier ist nur mit Leckerlie's aus den Geräten zu locken...
Übrigens, den Fehler hat der Kater nicht verursacht.

Ach ja, zum Test läuft schon tagelang der Empfang von DDH47 aus Pinneberg auf 147.3 KHZ in RTTY (Funkfernschreiben) dekodiert auf dem PC mit dem Programm "fldigi".
Z.B so, viel Spass beim Lesen:

NAUTISCHE WARNNACHRICHTEN VOM 19.01.2016 UM 17 UTC
WARNING FOR GERMAN BIGHT, WESTERN BALTIC AND SOUTHERN BALTIC
ISSUED AT 19.01.2016 03:30 UTC
GERMAN BIGHT:
NO WARNING.
WESTERN BALTIC:
NO WARNING.
SOUTHERN BALTIC:
NEAR GALES SOUTHWEST 11 M/S TO 16 M/S (6 BFT TO 7 BFT).
NAUTISCHE WARNNACHRICHTEN FUER DEN WETTERDIENST
191300 UTC JAN 16
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 046
DEUTSCHE BUCHT.
OFFSHORE WINDPARK BARD OFFSHORE 1
WEST KARDINALLEUCHTTONNE 54-17N 005-55E,
GELBE LEUCHTTONNE 54-20N 005-55E UND
GELBE LEUCHTTONNE 54-22N 005-55E ZEITWEILIG EINGEZOGEN.
191300 UTC JAN 16
NAVIGATIONAL WARNING NO. 046
GERMAN BIGHT.
BARD OFFSHORE 1 WIND FARM
WEST CARDINAL LIGHTBUOY 54-17N 005-55E,
YELLOW LIGHTBUOY 54-20N 005-55E AND
YELLOW LIGHTBUOY 54-22N 005-55E TEMPORARILY REMOVED.
181445 UTC JAN 16
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 044
DEUTSCHE BUCHT. BAUGEBIET OFFSHORE WINDPARK NORDSEE ONE.
KARDINALLEUCHTTONNE NO N1 53-59,9N 006-12,2E VERLOESCHT
181445 UTC JAN 16
NAVIGATIONAL WARNING NO. 044
GERMAN BIGHT. CONSTRUCTION AREA OFFSHORE WINDFARM NORDSEE ONE.
CARDINAL LIGHTBUOY NO N1 53-59,9N 006-12,2E UNLIT.
172100 UTC JAN 16
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 043
WESTLICHE OSTSEE.
KABELVERLEGEARBEITEN DURCH CS ILE DE BREHAT, RZ FOUC UM DIE
POSITIONEN
54-54,8N 013-05,0E.
54-56,8N 013-21,2E.
54-56,7N 013-20,6E.
54-56,7N 013-19,5E.
54-55,3N 013-09,4E.
ABSTAND VON 0,5 MEILEN ERFORDERLICH.
172100 UTC JAN 16
NAVIGATIONAL WARNING NO. 043
WESTERN BALTIC.
CABLE LAYING OPERATIONS BY CS ILE DE BREHAT, CS FOUC AT POSITIONS
54-54.8N 013-05.0E.
54-56.8N 013-21.2E.
54-56.7N 013-20.6E.
54-56.7N 013-19.5E.
54-55.3N 013-09.4E.
BERTH OF 0,5 MILES REQUESTED.
131300 UTC JAN 16
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 026
WESTLICHE OSTSEE, WISMAR BUCHT.
RICHTFEUER POEL 53-57,18N 011-24,45E AUSSER BETRIEB.
131300 UTC JAN 16
NAVIGATIONAL WARNING NO. 026
WESTERN BALTIC,WISMAR BUCHT.
LEADING LIGHT POEL 53-57,18N 011-24,45E OUT OF ORDER.
081810 UTC JAN 16
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 015
SUEDLICHE OSTSEE. OESTLICH RUEGEN. PRORER WIEK.
FORSCHUNGSARBEITEN MIT SCHLEPPENDEN ARBEITSGERAET DURCH
MS ICEBEAM, RZ SFKH IM BEREICH ZWISCHEN
54-34N 014-01E
54-26N 013-37E
54-16N 013-44E UND
54-42N 014-35E.
GROSSER ABSTAND ERFORDERLICH.
081810 UTC JAN 16
NAVIGATIONAL WARNING NO. 015
SOUTHERN BALTIC. EAST OF RUEGEN. PRORER WIEK
SURVEY OPERATION IN PROGRESS WITH TOWING EQUIPMENT
BY MV ICEBEAM, CS SFKH IN AREA BETWEEN
54-34N 014-01E
54-26N 013-37E
54-16N 013-44E AND
54-42N 014-35E.
WIDE BERTH REQUESTED.
081700 UTC JAN 16
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 012
WESTEREMS-ANSTEUERUNG.
OFFSHORE WINDPARK RIFFGAT.
IN 53-41,5N 006-28,5E
BELEUCHTUNG AUSGEFALLEN.
081700 UTC JAN 16
NAVIGATIONAL WARNING NO. 012
WESTEREMS APPROACH.
OFFSHORE WIND FARM RIFFGAT.
IN 53-41,5N 006-28,5E
LIGHTING INOPERATIVE.
051400 UTC JAN 16
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 005
NORDFRIESISCHE INSELN. AMRUMBANK.
BAUGEBIET OFFSHORE WINDPARK AMRUMBANK WEST
LEUCHTTONNE AWG N2 54-33N 007-48E VERLOESCHT.
051400 UTC JAN 16
NAVIGATIONAL WARNING NO. 005
NORTH FRISIAN ISLANDS. AMRUMBANK.
AMRUMBANK WEST OFFSHORE WIND FARM CONSTRUCTION AREA.
AWG N2 LIGHTBUOY 54-33N 007-48E UNLIT.
220110 UTC DEC 15
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 906
WESERMUENDUNG. NEUE WESER NORD REEDE.
ANKER MIT KETTE VERLORENGEGANGEN AUF
53-55,3N 007-52,1E.
220110 UTC DEC 15
NAVIGATIONAL WARNING NO. 906
WESER APPROACH. NEUE WESER NORD ROADS.
ANCHOR WITH CHAIN GOT LOST IN
53-55,3N 007-52,1E.
071315 UTC DEZ 15
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 849
NORDFRIESISCHE INSELN. SYLT.
LEUCHTTONNE LISTER TIEF 55-05N 008-17E ZEITWEILIG EINGEZOGEN.
071315 UTC DEC 15
NAVIGATIONAL WARNING NO. 849
NORTH FRISIAN ISLANDS.SYLT.
LISTER TIEF LIGHTBUOY 55-05N 008-17E TEMPORARILY REMOVED.
071250 UTC DEZ 15
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 847
NORDFRIESISCHE INSELN.
LEUCHTTONNE RUETERGAT 54-28N 008-14E ZEITWEILIG EINGEZOGEN.
071250 UTC DEC 15
NAVIGATIONAL WARNING NO. 847
NORTH FRISIAN ISLANDS.
RUETERGAT LIGHTBUOY 54-28N 008-14E TEMPORARILY REMOVED.
300150 UTC NOV 15
NAUTISCHE WARNNACHRICHT NR. 807
ELBE APPROACH REEDE.
ANKER VERLORENGEGANGEN AUF POSITION
54-04,64N 007-44,54E.
300150 UTC NOV 15
NAVIGATIONAL WARNING NO. 807
ELBEAPPROACH ROADS.
ANCHOR LOST IN POSITION
54-04,64N 007-44,54E.
usw...

Sorry wegen dem Roman, aber der EKV macht echt Spaß. Wink


Viele Grüße,

Axel
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#8
Thumbs_upThumbs_upThumbs_up
Viele Grüße, Mark

Radioten aller Länder, vereinigt euch!
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#9
Ist ja auch ein Bombengerät, Axel!
Sogar die kleinen Widerstände haben Fassungen!
Ich wünsche Dir viel Fraude an dem Gerät.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#10
Hallo,

Ja der EKV lebt noch und wird auch ab und an benutzt.

Hier mal so einige kleine Erfahrungen:
Für das Kurbeln über die Bänder ist er nur bedingt geeignet, wegen der "sehr mechanischen" Frequenzeistellung.
Wenn man schnell irgendwo hin will, wird einem ganz mulmig, wenn man im Hinterkopf hat, was da so im innern für Wellen, Zahnräder, Zählwerke, usw. umherflitzen... Das geht mit anderen Empfängern wesentlich kompfortabler, schneller und besser.
Aber eine bekannte Frequenz zielgenau einzustellen, das klappt wunderbar und natürlich sehr genau.

Ich habe oft darüber nachgedacht, warum man so einen Riesenaufwand mit diesem Gerät betrieben hat. Klar, ist ein kommerzieller Empfänger, mit bissel Amateurfunk ist er ja auch hoffnungslos unterfordert.
So langsam ist es mir aber klargeworden, vor allem wenn man ihn mal mit anderen Geräten vergleicht.
Der unheimliche Aufwand an Filtern, Frequenzgenauigkeit, Verstärkungsregelungen usw. kann man auch als "Laie" sehr gut erkennen.
Garnicht mal so sehr beim Lauschen von Amateurfunk, oder Radio, aber wenn man viel mit Digimodes macht, sieht man schon wofür das gut ist.

Hier mal ein Bildschirmfoto beim Empfang einer Wetterkarte (Wefax) vom Sender DDH3 (3855 kHz) Deutscher Wetterdienst Pinneberg:
Entschlüsselt wird hier mit dem Programm "Fldigi":
   

Hier kommt es auf einen sauberen störungsfreien Empfang an. Der Empfänger arbeitet hierbei in SSB (Einseitenbandmodulation). Das Programm benötigt zum dekodieren das NF-Signal des Empfängers. Also das was man im Lautsprecher oder Kopfhörer hört. Es ist unten in der Wasserfallanzeige sehr gut zu sehen. Sehr gut zu sehen ist dort dann auch jedwege Schwankung des Signals, oder eine eventuelle Frequenzverschiebung. Die AFC des Programmes ist zwar sehr schnell, aber sowas geht immer auf Kosten der Bildqualität.

Hier ein recht gelungenes Bild, obwohl der Empfang tagsüber nicht immer sauber war. Man erkennt das an den grauen Streifen, dort ist der Empfang mal schwächer gewesen:
   

Der schwarze Streifen in diesem Bild kommt vom rumprobieren am Empfänger, da hatte ich mal die Antenne umgesteckt.
Hier sind die grauen Streifen auch stärker ausgeprägt, ich hatte mal mit anderen Tonhöhen probiert und an der Schwundregelung des Empfängers gestellt.
   

Bei diesem Bild habe ich einen anderen Empfänger benutzt, den russischen "R-326". Dieser Empfänger ist zwar auch sehr empfindlich, hat aber längst nicht die Filterqualität und gute Schwundregelung. Aber nach einiger einiger Einstellerei wurde das Bild ab der Mitte auch recht brauchbar:
   

Das aber nur als kleines Beispiel.
Demnächst steht beim EKV mal die Überprüfung/Austausch der Elkos/Koppelkondensatoren an, nach dem Einschalten und auch beim manchmal beim Umschalten der Filter, Frequenzbereicheoder Betriebsarten kommt er für einige Sekunden ins Blubbern, danach ist für Stunden alles ok.
Natürlich graut mir vor dieser Arbeit an dem umpfangreichen Gerät, aber nach und nach wird das schon, irgendwann im Winter...  Wink


Viele Grüße,

Axel  Smile
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#11
Na Axel, dann bestell uns doch mal schönes Wetter!
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#12
bei mir kommt das Wetter über einen alten Grundigfernseher aus dem Wavecom Decoder, PC ist da nicht erforderlich.
Wetterfax, das muß ich mal probieren, danke für den guten Tip

Empfangen mit dem Telefunken E108Lw4

   

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#13
Hallo Axel,

ein schönes Gerät hast Du da in Deinem Besitz. Ich habe schon einige EKV gesehen, die meisten sahen optisch deutlich schlechter erhalten aus.
Glücklicherweise befindet sich auch in meiner Sammlung seit bald 25 Jahren ein optisch gut erhaltener EKV12. Nach fast zwei Jahrzehnten ungünstiger Lagerung in einem recht feuchten Keller musste ich ihn vor einigen Jahren wieder instand setzen und er spielt mittlerweile wieder wie "neu".
Die Frequenzaufbereitung war anfangs gestört, kein Empfang mehr möglich, die Anzeigeinstrumente für die Referenzoszillatoren zappelten wild hin und her.
In langer und mühseliger Arbeit habe ich dann alle Elektrolytkondensatoren (z.T. die berüchtigten "Schneemänner" mit weißem Gehäuse) in der Frequenzaufbereitung und später auch allen anderen Modulen getauscht. Wichtigstes Hilfsmittel dabei eine Digitalkamera mit gutr Makroaufnahme. Da man die Platinen oft an mehreren Stellen von Verbindungskabeln lösen muss, war dies die einfachste Methode später auch wieder alles korrekt zu verdrahten.
Als Hauptfehlerquelle in der Frequenzaufbereitung stellte sich ein Transistor vom Typ SF137 heraus. Davon sind im EKV Dutzende verbaut, manche mit Isolationsschläuchen (PVC?) an den Beinchen. Eben jenes Isolationsmaterial hat offenbar an manchen der Transistoren die Beinchen angegriffen, Kunststoffe dünsten mit der Zeit so einiges an aggressiver Chemie aus. Jedenfalls fand ich einen SF137 der (von oben betrachtet unsichtbar) ein direkt am Gehäuse abgelöstes "abgeätztes" Bein hatte.
Nach Austausch des Transistors lief die Frequenzaufbereitung wieder fehlerfrei, mit neuen Elkos ohnehin.
Einige Keramikkondensatoren schienen mir auch suspekt (feine Risse am Gehäuse erkennbar), auch diese habe ich getauscht soweit mir so etwas auffiel, ebenso die als "Arbeiterfahnen" bekannten und oftmals problematischen roten Keramikkondensatoren aus UdSSR-Produktion. Die "arbeiterfahnen" kommen nicht in allen EKV vor, in meinem auch nur in der Frequenzaufbereitung wenn ich das richtig erinnere.
Insgesamt eine sehr aufwändige Restauration, auch einige Abgleicharbeiten habe ich ausgeführt soweit meine Meßgeräte das zuließen.
Es lohnt sich nur aus Enthusiasmus.  
Damit auch zu Deiner Aussage "Ich habe oft darüber nachgedacht, warum man so einen Riesenaufwand mit diesem Gerät betrieben hat.".
...es ging damals in der DDR noch nicht anders. Mein japanischer Sony ICF-SW1 aus den 1980ern (so groß wie eine Zigarettenschachtel) leistet beim AM-Empfang fast das gleiche. Die Miniaturisierung von Anfang 1970 (DDR) bis 1990 (Japan) war einfach gewaltig.
Einen Vorteil neben dem musealen Charakter hat der EKV dann aber doch: Er wird wohl kaum geklaut werden ob seiner Masse :-)

Mein EKV: https://www.youtube.com/watch?v=dqAeQynh2YI
               https://www.youtube.com/watch?v=C_A8d1rG7WM

Viel Spaß mit dem Oldtimer und gutes Gelingen bei der Restauration,
Arne
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#14
Ja, das die Transistor Anschlüsse, der SF XXX und SC XXX, bei diesen Transistoren haben wohl das Problem, das sie einfach weg oxidieren.
Ob mit oder ohne Isolierschläuche. Deshalb überprüfe ich immer diese Transistoren auf festen Lötungen, wenn es mal Ausfälle gibt.
Einiger dieser Typen habe ich noch auf Lager. ( Original ist eben Original Smile )
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#15
(21.08.2017, 21:30)Morningstar schrieb: Ja, das die Transistor Anschlüsse, der SF XXX und SC XXX, bei diesen Transistoren haben wohl das Problem, das sie einfach weg oxidieren.

Offenbar hatte man darauf spätestens bei der letzten Wartung durch die NVA 1987 (Aufkleber auf dem Gehäuse) reagiert, lange bevor der EKV in meine "West-"Hände geriet.
Impression von meiner Restaurierung.
Wie diese Transistoren damals in die DDR und in das Gerät gelangt sein mögen...

Gruß
Arne

[Bild: DSC02966.JPG]
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#16
Mit dem E863 KW/2 schaue ich mir auch gerne die Wetterfaxe und -Fernschreiben an. Aber der EKV würde mir auch gefallen, wenn nur der Platz da wäre...

Gerade auf 4581,6 kHz USB (Oberes Seitenband):
RYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYGRRYRYRYRYRYRYRYRYRY
CQ CQ CQ DE DDK2 DDH7 DDK9
FREQUENCIES 4583 KHZ 7646 KHZ 10100.8 KVZ
RYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRYRY
CQ CQ CQ DE DDK2 DDH7 DDK9
FREQUENCIES 4583 KHZ 7646 KHZ 10100.8 KHZ

ist quasi gerade Sendepause mit "Programmtafel"

decodiert mit JVComm
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#17
Hallo Martin,

Jaaa, solch Dekoder hätte ich auch gern. Mal schauen, vielleicht läuft mir da mal was halbwegs günstiges über den Weg. Hat schon was so ganz ohne Computer.

Ja, Arne, er sieht noch ganz gut aus. Bissel Reparatur hatte ich ja auch schon, aber deshalb kauft man sich ja solch' "altes Gerät". Wink
Eine "Kondensatorkur" steht mir auch noch bevor. Davor graust es mir schon.
Mein EKV fängt nach dem Einschalten und Betriebsartenwechsel für 10 bis 20 Sekunden an zu blubbern bzw. zu pumpen.
Danach ist wieder stundenlang alles gut, bis man wieder was schaltet, oder die Frequenzbereiche verstellt.
Werde erstmal das Netzteil prüfen, hab mal gelesen, das da die Elkos zuerst Zicken machen sollen.
Dann langsam weiter voran tasten... Wink

Klar, Frank hat Recht, es ist so das die Anschlüsse bei diesen Transistoren auch ohne Kunststoff abgammeln.
Hatte ich auch schon in der NF. Pollin hat gerade SF 218 im Angebot, ich habe mir schon vorzeitiger Zeit welche bestellt.
Und was Die Westtransistoren betrifft, so selten war das garnicht in kommerziellen Geräten.
Da wurde in der DDR geklotzt und nicht gekleckert, da kam immer das Beste rein.

Schön Daniel, das du auch ab und an mal Pinneberg empfängst. Und dann auch noch "artgerecht" mit schönem "alten Blech"...  Thumbs_up


Viele Grüße,

Axel  Smile
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#18
Ein Tipp möchte ich noch hinzufügen:

Es wurde ja schon beschrieben, dass man bei den eingebauten Modulen nicht mit der Prüfspitze herankommt. Beim E863 hatte ich dieses Problem auch. Dort behalf ich mir durch Anlöten eines Drahtstücks an die Messstelle an den ich dann das Messgerät anklemmen konnte. So ließen sich auch die gesteckten Module prüfen. Schwierig wird es, wenn man Abgleichpunkte nicht erreichen kann.
Für einige Geräte gab es Service-Zwischenstecker, die das Modul nach außen verlagerten und Messen und Abgleichen im Betrieb ermöglichten (z.B. bei den Grundig und Philips VCR und Video 2000). Leider dürften die wenigen einst bestellten Service-Stecker inzwischen längst verschrottet worden sein Sad
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#19
Hallo Daniel,

Genau so sieht es aus. Beim EKV kommt man nirgends mit nichts ran.
Damals bei der Reparatur des NF-Verstärkers ging das noch recht einfach.
NF-Platine raus (nur auffindbar laut Dokumentation), Plus und Masse mit Messklemmen ran, Eingang und Ausgang auch.

Aber in der HF oder Signalaufbereitung wird das nix.

Und wie du schon schreibst, gab es diese Verlängerungskabel für die Module auch beim EKV.
Ich habe sie sogar schon mal in der Bucht gesehen. Teuer teuer...
Aber wenn man bedenkt, das die Messerleisten aus DDR-Zeiten auch kaum noch zu kriegen sind, ist der Selbstbau der Adapter zumindest schwierig.

Aber man ist ja Bastler und quält sich hin.
Solch' kommerzielle Empfänger kann man leider nicht mit Radios vergleichen.
Zumal auch Infos im Netz eher dünn gesät sind.

Also ich denke, wenn ich die Rente noch gut erleben sollte, habe ich genug zu tun... Wink


Viele Grüße,

Axel Smile
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