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Heimmagnettongerät Smaragd BG20...BG20/5
#1
Hier mal eine kurze Vorstellung eines Heimmagnettongerät Smaragd BG20 ...
Es gab das 20/1 bis 20/6, alle vom Laufwerk ähnlich aufgebaut.
Das elektrische wurde ab und an mal angepasst, eben weiterentwickelt.
Hergestellt im VEB Messgerätewerk Zwönitz- Erzgebirge um 1960.
Die geräte BG20/1 bis 20/3 hatten noch vier Röhren, EF86, ECC81 und EL84 sowie EM11.
Ab BG20/4 waren es nur noch drei Röhren, eine ECC83, ECL82 und die EM11. Die ECL82 ist ja auch ausreichend gewesen, da es nur einen 1,5 Watt eingebauten LP hatte.

Alle Geräte hatten aber ein enormes Gewicht. Smile

Welch ein Trümmer, ja aber, der lässt sich sehr gut Zerlegen ! Es wurde in Modulbauweise aufgebaut.
das Netzteil, der Verstärker sind elektrisch mit Noval Röhrenstecker verbunden. Es muss nur der Lautsprecher abgelötet werden. Die EM11 hat meistens auch genügend Leuchtkraft, da diese Geräte meist nur kurz zum Einsatz kamen.
Aber schaut selbst, eine Reparatur mach da richtig spaß, man braucht keine Winkelfinger.
Ich habe mehrere der Geräte und bisher keinen mit Teerkondensatoren erwischt.
Eine Schöne robuste Bauweise bei dem eigentlich nichts kaputt gehen kann.
Aber hier ist das Problem das der Antriebsgummi leider immer überaltert ist.

   

   

   

   

   

   

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#2
Wegen der Riemann suche mal im Netz nach MGW51. Der bietet meiner Meinung nach, sehr guten Ersatz. Mein BG20/4 läuft schon jehrelang mit so einem Ersatzriemen. War zwar nicht ganz billig aber ich bin der Meinung, es lohnt sich.
Kalte Lötstellen gibt es bei mir nicht. Habe mir bei jeder die Finger verbrannt.
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#3
So einen schweren Klopper habe ich auch in der Sammlung. Die Mechanik ist wirklich unverwüstlich, mal abgesehen von den Riemen und von eingeschliffenen Tonköpfen, wenn die Geräte viel genutzt wurden.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#4
Danke Frank für die gut bebilderte und interessante Gerätevorstellung.
Genau so ein Tonbandgerät stand bei uns in den späten 60ern im Kulturraum, mindestens an jedem Wochenende mehrerer Jahre hintereinander sorgte das "Dingen" für Discomusik.
Im Forum, Open Reel.de wird selbiges Gerät als Reparaturobjekt ebenfalls gut bebildert und beschrieben, vorgestellt.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#5
Das erste Smaragd, es war en BG20/3, welches ich zu Gesicht bekam, war das Lehrmittel an der damaligen POS für Sehbehinderter in Neukloster  (Meckl.). Es wurdedort vorwiegend dazu verwendet,  um zum Beispiel Literaische Werke oder Themen aus dem Geschichtsunterricht ais sogenannte Hörbilder dazubieten.

Fasziniert hat mich ein Tonbandgerät schon immer.
Kalte Lötstellen gibt es bei mir nicht. Habe mir bei jeder die Finger verbrannt.
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#6
Jo, schön, das es einigen gefällt. Naja ist ja nix für die jüngeren so ein Trümmerteil.
Derzeit steht alles. Es gibt keine Antriebsriemen derzeit. Die man gebrauchen kann , also 11mm breite, sind die Verkäufer im Urlaub und verkaufen nichts. Die anderen 10 oder 7 mm brauche ich nicht nehmen, die sind auch noch viel zu dünn. MGW51 finde ich nicht und Open Reel.de komm ich nicht rein ohne zu registrieren. Na macht nicht, muß ich eben noch warten mit dem Zusammenbau.
Aja für die, die es nicht wissen, die Tasten selbst sind nur elektrisch verschalten, die Mechanik dazu machen die großen Elektromagneten. Schon nicht schlecht aufgebaut. Werde derweile mal den Motor überholen, nur reinigen und neu ölen und das wars dann auch schon für die nächsten 20 Jahre. Smile
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#7
So Antriebsgummi sind geordert, nun mal abwarten wenn sie da sind.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#8
Dank Harry habe ich nun die Antriebsgummi bekommen.
Nun muss noch alles Drehbare gereinigt und leicht geölt werden, denke dann sollte alles wieder wie neu funktionieren.
Zwei kleine Elkos brauchte ich nur wechseln. Die anderen sollten soweit in Ordnung sein.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#9
Nun geht es hier auch langsam weiter. Meistens sind die Antriebsräder der Spulen fest verharzt.
Diese müssen unbedingt ausgebaut und zerlegt werden. Die damalige Schmierung, wer weis was das mal für Zeug war muss restlos entfernt werden. Diese ist so hart und schwarz wie Teer geworden. Dabei ist einiges zu beachten.
Zuerst macht man sich eine kleine Lehre, damit man bein wieder Zusammenbau auch die richtige Höhe einstellt.
Sonst funktioniert die Rutschkupplung nicht richtig und der Elektromagnet arbeitet nicht richtig.
Aber die Bilder sind ja selbst Erklärend.

   

   

   

   

Die Bremse, hier ein dünnes Stahlband sollte man auch ausbauen um es nicht zu beschädigen.

   

Hier muss erst die Kontermutter gelöst werden, damit man anschließend die Achse herausschrauben kann.

   

   

Der Zusammenbau erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#10
Hier zur Ergänzung noch das geöffnete Bandzählwerk.
Nicht wie üblich mit laufenden Zählern, sondern als Uhr Zähler. Aber zeigt nicht die Minuten und Stunden an.
Sehr filigran gearbeitet und wie immer ist es einfach aufzuschrauben wenn man weis wie Smile
Es muss auch sehr leichtgängig gehen, denn der Antrieb wird direkt über eine Gummirolle mit Pese vom Band selbst angetrieben.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#11
Sehr gut beschrieben, besonders auch der Hinweis auf die Verwendung einer Meßlehre zur Höheneinstelllung der Bandteller. Sowas ist immer gut zu wissen.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#12
Hier sieht man, das man doch ein wenig mitgedacht hat. Ein Ölkanal in der Spulenwelle.
Man muss nicht gleich das ganze Tonband auseinander nehmen um die Wellen zu ölen.
Man entfernt nur den Spulenteller, sodas man den Elektromagneten sieht. Dort kann man dann ein zwei Tropfen Öl einträufeln. Mehr auf keinen Fall nötig. Das läuft dann selbstständig an der kleinen flachen Stelle auf der Achse nach unten und verteilt sich schön. Man muss es eben nur wissen. Die Markierung ist nicht immer rot eingefärbt.
man sieht es aber daran, das auf der anderen Seite die zwei Kabel der Spule durch die Achse laufen.

   

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#13
So das Gerät funktioniert nun wieder elektrisch und mechanisch einwandfrei.
Nun kann es wieder in meiner Kölleda Beschallungsanlage eingebaut werden.

Ich sehe auch, das fleißig mitgelesen wurde, ( 267 mal ), habe ich mir also nicht umsonst
die Mühe gemacht, es zu dokumentieren.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#14
Sowas ist nie umsonst Frank. Außer den hier gezählten Lesern, gibt es noch hunderte weitere Leser, die nicht gezählt werden, weil sie nicht eingeloggt Mitlesen. Und solche Berichte werden immer wieder angeklickt, auch Jahre später noch! Ich bekomme heute noch ständig Anfragen wegen meiner Berichte zu den Perpetuum Ebner Plattenspielern, sogar aus fernen Ländern! Smile
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#15
hallo Frank,
danke für die schöne Doku.  Smiley32


Ich habe auch noch paar BG20 und die Riemen waren auch immer gerissen.

Sonst war nicht viel zu tun, damit sie wieder laufen.
Viele Grüße
Andrea

Röhren(Radios,Verstärker) - ich brauch sie nicht, so sprach der Rabe,
es ist nur schön wenn ich sie habe.
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