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Brandt Columbus 107
#1
Hallo Freunde,

neulich waren der Alexander2 und der Norbert_W bei mir zu einem Besuch. Alexander schrieb mir schon vorab, er müsse Radios abholen, die Strecke läge auf der Reiseroute. Ein Gerät, übrigens hat er die auch aus den eBay-Kleinanzeigen, hatte der Alexander mir abgetreten.

Irgendwie ist dieses Gerät sehr rar und selten anzutreffen. Ich sah es schon mal in irgendeinem Radiokatalog aus den 30 ern. Dieses Gerät ist mir damals durch seine Optik aufgefallen. Wie alle Brandt-Geräte aus dieser Zeit sind das ja bessere Volksempfänger gewesen.

Dieses Gerät sollte für 15 Euro den Besitzer wechseln. Alexander schenkte es mir aber. Dafür nochmal vielen Dank.

Schon bei der groben Durchsicht fiel auf - bis auf das Gehäuse ist damit nicht mehr viel los. Der Lautsprecher fehlt. Der Drehko hat sich so zersetzt, so etwas habe ich noch nie gesehen. Auch unter dem Chassis. Ähnliche Schwingkreise, wie in Haralds Telefunken Arcofar sind hier anzutreffen. Ein moderner Wellenschalter. Also mal wieder alles vermurkst.

Am Gehäuse oben befindet sich ein Bakelitausbruch. Diesen habe ich mit Giesharz, das ich farblich angeglichen hatte ausgegossen.

Das Thema Bakelitreparatur ist so umfangreich - wenn Interesse besteht, würde ich einen gesonderten Bericht schreiben.

Ob es manchmal das Glück der "Doofen" ist - ich weiß es nicht. Als ob es geplant war, lief in der vergangenen Woche die Versteigerung bei eBay eben dieses seltenen Chassis an. Ich konnte es nicht glauben. Alle Gußteile sitzen drauf. Selbst die große Luftspule ist mit dabei. Wirklich, so ein Glück kann man fast nicht haben.

Dieses Gerät werde ich originalgetreu wieder auferstehen lassen. Noch viel mehr Photos und Berichte hierzu gibt es die kommenden Tage.

   

   

   

   

   

   

   

   
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#2
Na DU hast mal wieder ein Glück!
Schönes Radio (wird das) Smile
Gruß,
Uli
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#3
Hallo Andreas
Schön, das Du uns den Brandt vorstellst. Gesehen hatte ich das gute Stück ja bei unserem Klön-Nachmittag, vergangene Woche. Und vor allem das Du zu dem Chassis gekommen bist, um das ganze wieder Original aufzubauen, freut mich besonders.
Ich sag ja immer, kommt Zeit, kommt auch irgendwie eine Lösung für so ein Problem. Und wenn es etwas dauert, bis man sich so einer Sache annimmt, stellt man es erst einmal an die Seite.
Ich habe auch immer wieder Hoffnung, das ich auf ähnlichen Weg zu einem Ersatzchassis für mein Blaupunkt 3W6 komme.
Radiogrüße Detlef

Wer nicht mit dem zufrieden ist was er hat, wäre auch nicht zufrieden mit dem was er hätte, wenn er es haben würde.
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#4
wirklich ein sehr hübsches Radio - Glückwunsch und gutes Gelingen.
Einen Bericht über Bakelit Reparatur würde mich sehr interessieren. 
Ich habe mit Bakelit auch schon einschlägige Erfahrungen gemacht, habe aber leider keine überzeugende Lösung gefunden.  Angry

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#5
Hallo Freunde,

@ Uli, ja solch ein Glück hat man nicht immer. Also hier war es wirklich ein großes Glück.


Heute habe ich nochmal die Gehäusereparatur oben an der Rundung angesehen. Auch 2 Bilder habe ich davon mal gemacht. Auf den Bildern sieht man natürlich leicht den Farbunterschied. Aber in Natura ist die Reparatur kaum sichtbar.

Uwe, ich werde Deinem Wunsch entsprechen und mal einen ausführlichen Bericht über eine solche Reparatur schreiben. Ich habe von einem Kollegen vom radiomuseum.org auch ein kleines Bakelitgehäuse zum Richten. Diese Reparatur werde ich dann auch mal vorstellen.

Hier mal 2 Bilder von der Gehäuseoberseite.

   

   
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#6
Hallo Andreas  Smile

Das ist ja wirklich ein schönes Radio  Thumbs_up Und es freut mich sehr, daß Du sogar ein passendes Chassis dazu bekommen konntest,
"die Fügung" hat es wirklich gut mit Dir gemeint, und das finde ich prima, denn Du bist genau der richtige Mann dafür.

Ich wünsche Dir gutes Gelingen bei der weiteren Wiederherstellung,
und freue mich, dieses Radio demnächst bei Dir einmal live zu sehen.

Beste Grüße aus MV, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#7
Hallo Freunde,

nun will ich Euch das Reservechassis natürlich nicht vorenthalten.

Wie man sieht, ist hier alles komplett. Sogar die hohe Luftspule. Der Verkäufer hatte die trotz 5 Euro für das Chassis mit allen möglichen Rollen (Klopapier und Paketbandrollen) geschützt. Auch das Chassis war unglaublich gut verpackt.

Wie es weiter gehen soll? Ich werde das verbastelte Chassis komplett entkernen. Einzelne Rostspuren abschleifen. Dann wird von oben und unten mit Silber lackiert. Anschließend wandern die Komponenten dann auf das renovierte Chassis.

Also, schaut mal auf die Bilder:

   

   

   

Etwas wurde trotzdem auch an diesem Chassis verbastelt. Man hat anstelle der REN904 eine AF7 eingebaut. Klar, durch diese Röhre wurde das Radio empfindlicher.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#8
Tja und ein Kuriosum um dieses Radio will ich Euch noch schildern.

Das Gerät ist im radiomuseum.org nur unter der Batterieausführung 124B zu finden.

Das von mir gekaufte Chassis und auch das verbastelte besitzen aber Netztrafos. Auch nicht nachträglich montiert. Es befindet sich hinten am Gerät ein Spannungswähler.

Das ganz verrückte das Radio taucht in 2 verschiedenen Batterieausführungen im Radio-Web-Katalog von 1938 auf. Ob man hier noch mal die alte Gehäusevariante auflegen wollte? Wer weiß.

   

   
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#9
Hallo Freunde,

nach weiteren Recherchen habe ich endlich mehr zu dem Gerät erfahren. Es ist zwar eine Brandt. Allerdings kein Roland, sondern ein Columbus 107 W.

Zu diesem Gerät gibt es sogar ein Schaltbild. Also bei dieser Schaltung ist das auch vonnöten. Ich habe jetzt erst mal die Bezeichnung des Gerätes geändert. Weitere Informationen über den Restaurationsverlauf dann.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#10
Hallo Andreas,
das ist wieder ganz spannend von dir zu lesen. Schönes Radio und noch schönerer Bericht Smiley32 .
Vielen Dank,
Thorsten
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#11
Hallo Andreas  Smile

Prima, daß Du genauere Info's zu Deinem Brandt~Radio bekommen konntest. Hier ist der Schaltplan vom "Columbus 107":

   

Ich freue mich auf die Fortsetzung Deines Berichts. Ein schönes Radio  Rose

Beste Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#12
Hallo Freunde,  

ja Peter, das hast Du natürlich wieder sehr schön gemacht mit dem Schaltbild! Vielen Dank!

Endlich erwacht man, was das Hobby anbelangt, wieder aus dem Winterschlaf. Ich wollte mir mal etwas zum basteln antun. Nun hatte ich ja immer Keller über längere Zeit die 2 Chassis von den Brandt-Radio's stehen. Ich fand unter dem Begriff Brandt Roland nicht das gewünschte Radio, um mir Unterlagen zu besorgen. Mir fiel dann aber auch ein, dass die Firma Brandt eine Columbus Serie hergestellt hatte.

Also suchte ich unter dieser Bezeichnung und wurde im Netz fündig. für das Gerät gibt es sogar ein Schaltbild (s. Peter). Es ist das Gerät Brandt Columbus 107 W. Ich hatte ein etwas anderes Schaltbild (radiomuseum.org). Hier waren Spannungswerte eingezeichnet.

Man sah sofort, dass sich im Gerät durchaus höhere Spannungen befinden. Nun kamen meine beiden Chassis zur näheren Idendifizierung. Ich habe also das Originalchassis. Drehko war völlig zerbröselt. Der Wellenschalter wurde entfernt und durch ein völlig anderes Exemplar ersetzt. Ins Auge fielen mir die 2 unterschiedlichen Netztrafos. Auf dem originalen Chassis saß ein Netztrafo vom VE. Das Zukauf-Chassis hatte einen wesentlich größeren und dickeren Netztrafo. Nun habe ich 2 Chassis. Das originale ist vom optischen Zustand soweit i. O. Das Zukauf-Chassis ist völig verrostet. Hat teilweise schon beträchtliche Rostnarben.

Ich habe mich entschlossen, die Teile werden unter Beibehaltung der Originalschaltung auf das optisch besser erhaltene Originalchassis umgebaut.

Den Anfang machte der dickere Netztrafo. Zunächst wurde er natürlich technisch überprüft. Er ist i. O. Der Netztrafo benötigt 3 Heizwindungen. Einmal für die Endröhre RES164. Dann für die RENS1284 und die Skalenlampen und - ist klar - für die Gleichrichterröhre.

Die Schaltung auf dem originalen Chassis wurde auf eine VE301 Schaltung aber mit einer RENS1284 umgebaut. Wie man sieht, wurde in das Chassis eine Platte mit 2 Spulenkörpern (MW und LW) mit einem neuen Wellenschalter eingebaut.. Der Umbau war übrigens keine Bastelei. Das wurde schon fachmännisch, ich vermute in der unmittelbaren Nachkriegszeit, gemacht.

Warum? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Der Drehko war ja hier völlig aufgelöst (s. Bild oben). Vielleicht war er vorher noch gangbar. Evtl. aber war der Wellenschalter defekt und/oder der Netztrafo. Oder aber - und das ist wahrscheinlicher - wurde die Schaltung technisch geändert. Bei der uns vorliegenden Schaltung handelt es sich nämlich um eine Lofting-White Schaltung. Schaut Euch nur die Eigenarten dieser Schaltung an. Also, ein Schaltplan ist da unerläßlich.

Hier sieht man auch, dass die Beschaltung der Endstufe einige Eigenheiten aufweist.

Das Originalchassis wurde also zunächst von allem Ballast befreit. Einige kleinere Roststellen wurden mit Stahlwolle entfernt. Weiter soll an dem Chassis nicht gemacht werden. Klar, ich hätte mit Silberspray arbeiten können. Aber dann haben wir ja wieder solch ein "neues" Chassis.

Der Netztrafo wurde als Erstes umgebaut. Er wurde nach Ausbau entrostet. Ich versehe anschließend die Netztrafos mit schwarzer Herdplattenfarbe. (Wo mag es die wohl noch geben?)
Am Netztrafo hatte ich die gesamten Kabelbäume gelassen und habe sie ins alte Chassis übernommen und gemäß der Originalschaltung verlötet.

Es folgten dann der Wellenschalter und die große Luftspule. Hier wurden die Anschlußbelegungen dokumentiert und nachher wieder entsprechend der Originalschaltung verlötet.

Vom Wellenschalter war ich begeistert. Der ließ sich völlig zerlegen. Sämtliche Kontaktstreifen ließen sich lösen. Alles konnte gereinigt werden. Unser Detlef (radionar) gab mir den Hinweis, gereinigte Kontakte sparsam mit Ballistol zu versehen. Auch das habe ich hier gemacht. Die Stange der Nocken wurde mit dem Dremel entrostet und schön geölt wieder eingesetzt. Ließ sich vorher der Wellenschalter nur mit Gewalt bewegen, so läßt er sich wieder butterweich drehen.

Der Gußdrehko bedurfte einiger Einstellarbeiten. Sah man auch keine Risse im Spritzguß, so hatten sich trotzdem die beiden Plattenpakete und der Rotor verlagert. Plattenschluß! Die beiden Plattenpakete konnte man nun von oben und von unten justieren. Ebenso den Rotor. Nach einer Stunde Arbeit gab es keine Schlüsse mehr. Der Drehko wurde  nicht zerlegt. Ich hatte Angst, etwas am Spritzguß zu beschädigen. Das Kapazitätsmeßgerät gibt plausible Werte.

Ja, bis hier hin bin ich gekommen. Ich muss jetzt noch den Sammelblock befüllen. Der große Becherelko wird beibehalten ein neuer Elko wird darunter gelötet. Dann werde ich die Schaltung laut dem Schaltplan wieder herstellen. Und irgendwann kommen dann hoffentlich wieder Töne aus dem sicher lange verstummten Brandt-Radio  

Nochmal zur Firma Brandt. Diese Geräte sind einfach gehalten. Ähnlich dem Volksempfänger. Interessant ist ja, dass der dicke Netztrafo genau dieselben Einbaumaße hat, wie der VE-Netztrafo. Mein guter Freund Michel (JoBa) steuerte mir einen VE-Lautsprecher bei. Auch die Lochaufnahmen im Gehäuse sind völlig stimmend für den Lautsprecher.

Hier mal ein paar kommentierte Bilder zum Gerät:

Das originale Chassis, wie es im Gehäuse saß

   

Dieses Chassis von unten

   

Hier das von mir erworbene Chassis. Etwas neuer schon mit AF7.

   

Hier dieses Chassis von unten. sieht schon besser aus.

   

Hier sieht man den Drehko von oben. Völliger Plattenschluß!

   

Hier ist der Drehko. Sauber und justiert!

   

Trafo und Drehko sitzen schon auf ihrem neuen Arbeitsplatz.

   

Tja, diese Luftspule muss auch umziehen.

   

Hier mal der zerlegte Wellenschalter.

   

Hier ist die Spule umgebaut.

   

So sieht der Umbau von unten aus. Der Wellenschalter wieder schön gangbar. Alles gut verdrahtet.

   

Alles wurde in der Skizze fest gehalten. Manchmal besser als Bilder.

   

Forsetzung folgt!
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#13
Der Brandt Columbus 107 verwendet eine "Loftin-White" Schaltung zur Kopplung (Gleichtrom-Kopplung !!) der Endröhre an die Vorröhre. Dadurch liegt die Kathode bzw. der Heizfaden auf Höhe der Anodenspannung der Vorröhre (hier Audion).
Folglich hat der Netztrafo eine entsprechend hohe Anodenspannung. Das ist immer so bei "Loftin-White".
Also bei Kondensator-Tausch beachten.
Desgleichen ist ein Umbau auf "VE301" wegen der hohen Anodenspannung sicher etwas problematisch.

MfG DR
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#14
Hallo Andreas
Schön zu sehen, das Du wieder Aktiv am Basteln bist. Ebenso schön zu sehen, wie das Projekt Brandt Columbus Gestalt annimmt. Die Vorgehensweise ist auch völlig Richtig. Manchmal muß man das Beste Chassis auswählen und die Teile umbauen.

Mir gefällt das bisherige Ergebnis der vielen Arbeit sehr gut.

@DiRu Sehr schön, zu der Loftin-White Schaltung den Link einzufügen. Das ist dort sehr schön erklärt.
Radiogrüße Detlef

Wer nicht mit dem zufrieden ist was er hat, wäre auch nicht zufrieden mit dem was er hätte, wenn er es haben würde.
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#15
Hallo Freunde,

@Dietmar (DiRu). Nein Dietmar, ich will das Radio nicht als VE umbauen. Ich hatte nur geschrieben, dass das jemand am original-Chassis gemacht hatte. Deshalb hatte es auch einen VE-Netztrafo als Umbau bekommen. Gut, man kann hier mutmaßen, vielleicht war auch der originale Netztrafo, der sich ja schon durch seine hohe Spannung vom VE Trafo unterscheidet, defekt gewesen.

Ich will das Gerät wieder auf die originale Schaltung bringen. Dazu setze ich ja sämtliche Bauteile von Ersatzchassis 1 : 1 um. Gestern habe ich den Sammelblock mit neuen Kondensatoren versehen. Die größte Arbeit muss der 2 µf-Elko übernehmen. Er hat lt. Sammelblock eine Prüfspannung von 500 Volt. An ihm liegen lt. Schaltbild bereits 480 Volt an. Ich habe 2 Elkos mit 22µf und 450 Volt in Reihe geschaltet.

Nun sitzt der neue, alte Sammelblock wieder an seinem Platz. Es werden die noch verbliebenen Teile nach und nach ins neue Chassis gesetzt. Hierbei wird sehr intensiv das Schaltbild zur Rate gezogen.

Schaut Euch doch jetzt schon mal das umgebaute Chassis an. Sieht doch gut aus?!

   

   

Fortsetzung folgt.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#16
Andreas,
hast Du daran gedacht, bei der Serienschaltung zweier Elkos jeweils einen Widerstand parallel zu schalten? Bei unterschiedlichen Leckströmen stellt sich sonst kein 1:1 Spannungsverhältnis ein. Dadurch könnte dann einer davon doch an seine Grenze gelangen.

Im "Radio Designer's Handbook" findet man folgende Daumenregel (für Elkos von ca. 10uF):
"When electrolytic condensors are requred to be operated across voltages of more than 450 volts, two or more condensors may be connected in series but the effective total capacitance will then be half (or less) that of the single unit. In such a case it is advisable to connect a resistor, say 0.25 megohm, across each capacitor."

Hans (Vielen Dank!) hat gerade noch im Valvo Handbuch nachgeschaut und für 47uF/350V Elkos einen typischen Reststrom von 112uA gefunden. Bei 22uF Elkos sind das 55uA.

Allgemeiner gilt (für glatte Elkos) eine Daumenregel für den typischen Reststrom (gemessen nach 5 min): I_rest/uA = 0,006*C_nenn/uF*U_betrieb/V + 4uA

Durch den Parallel-Widerstand sollte ein Strom fließen, der ca. doppelt so groß ist wie der errechnete Reststrom.

Dietmar
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#17
Hallo Radiofreunde
Die Erläuterungen zu den Elkos sind interessant. Aber eine Frage habe ich dazu: Warum muß man dort Elkos verwenden? Aus dem Schaltbild geht das nicht hervor und ich bin da ganz Ehrlich, ich hätte völlig Normale Folien Kondensatoren eingebaut.
Radiogrüße Detlef

Wer nicht mit dem zufrieden ist was er hat, wäre auch nicht zufrieden mit dem was er hätte, wenn er es haben würde.
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#18
Elkos halte ich auch nicht für notwendig. Folienkondensatoren in der Kapazität sind sicher weniger leicht zu beschaffen - und sicher auch von größerer Bauform. ==> Platzprobleme?
Aber Parallel-Widerstände sind da auch angesagt! Die können aber hochohmiger sein, weil die Folien-Kondensatoren geringere Leckströme haben.

MfG Dietmar
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#19
Dann lag ich also nicht Falsch mit meiner Vermutung. Spontan hätte ich hier den 2µF 1000V und den 10µF 630V von Antikradio verwendet. Bauform Rund, sie sind zwar mit 22x30mm und 27x49mm etwas größer, aber die dürften gut in so einem Block unter zu bringen sein.
Radiogrüße Detlef

Wer nicht mit dem zufrieden ist was er hat, wäre auch nicht zufrieden mit dem was er hätte, wenn er es haben würde.
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#20
Hallo Dietmar und Detlef,

ja, da will man etwas ausprobieren, das man noch nie gemacht hat. Dietmar vielen Dank für Deinen Hinweis und Hans für's nachschlagen! Ich muss zu meiner Schande sagen, dass ich überhaupt nicht wußte, dass es axiale, bipolare Kondensatoren mit einer so hohen Kapazität gibt. Ich habe mir sofort bei Volker die entsprechenden, von Detlef angegebenen Kondensatoren, bestellt. Das wird wahrscheinlich der richtigste Weg sein. Der Sammelblock ist ja noch nicht vollständig verdrahtet, kann also einfach nochmal geöffnet werden. Von den Maßen paßt das auch. Also, Detlef, Dir auch vielen Dank für den Hinweis. Man muss also doch öfter schauen, was es so gibt.

Man sieht hier wieder, wie wichtig eine genaue Dokumentation der Arbeit ist.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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