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Philips AG2113 (Hutschachtel)
#1
Moin,

gestern wurde die Bitte an mich herangetragen, eine Hutschachtel zu überarbeiten...

Bestandsaufnahme:
Nur sporadisches Tellerdrehen. Sprich, mal schaltet er ein und dreht los, mal schaltet er, aber dreht nicht los.
Einige WIMA-Bonbons, die rausfliegen werden.
Das ist soweit nichts Besorgniserregendes.

Mehr Sorgen macht mir der TA, da beim Test aus dem Lautsprecher nur ein leises Brummen zu vernehmen war.
Auf dem Foto sieht man, dass das System sich wohl aufgelöst hat.

.jpg   AG 3019.jpg (Größe: 88,8 KB / Downloads: 777)

Mit Ersatz sieht es ja eher mau aus...
Kennt jemand Alternativen oder Umbaumöglichkeiten?
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#2
Hallo Martin,
das ist prinzipiell kein Problem. Der Kopf des Philips ist so groß dass da jede Menge Systeme reinpassen.
In der Regel allerdings unter Verzicht auf die zweite Nadel.
Das alte System rausschrauben, alles was im Weg ist abfräsen und das neue System einharzen.
Wenn du Interesse hast kann ich heute abend mal Bilder einstellen.
Das defekte Originalsystem zu reparieren dürfte sehr schwierig sein und unbefriedigend ausfallen.
Eine ganz gute Alternative sind diese chinesischen Keramiksysteme für 2 Euro. der Klang ist nicht schlechter als mit dem Originalsystem.

Gruß,
Achim
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#3
Hallo Achim,

(10.10.2016, 10:47)achim schrieb: ...Wenn du Interesse hast kann ich heute abend mal Bilder einstellen...

Interesse ist auf jeden Fall vorhanden.
Wäre halt schön, einen Ersatz mit Wechselmöglichkeit zwischen N-Nadel, M-Nadel zu haben.
Muss ja nicht so einfach über Schwenken des Kopfes sein.

Hinweise auf das von Dir genannte System finde ich bestimmt in deinen KST-Nachbau-Beiträgen...
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#4
Back to the Roots: Als die Microrillenplatten und damit die Saphire dafür aufkamen, verwendeten einige Plattenspielerhersteller noch Wechselsysteme. D. h. jeweils Eins für Microrille und Eins für Normalrille.

Daher: einfach ein zweites, defektes Gehäuse besorgen (kannst Du von mir bekommen) und somit 2 Tonköpfe neu bestücken. Dann könntest Du bei Einem der beiden Chinasysteme die Saphirnadel entfernen und auf den Nadelträger einen Normalsaphir aufkleben. Dann muss halt immer der ganze Tonkopf gewechselt werden. Ist aber viel Arbeit für eine Fremdreparatur. Will denn der Besitzer damit überhaupt Schellacks regelmäßig hören?

Ein System mit Doppelnadel wirst Du bei einem Ersatzsystem nicht vernünftig hinbekommen. Die meisten Systeme haben die Nadeln hintereinander und selbst wenn Du was finden würdes mit Nadeln nebeneinander, würde aller Wahrscheinlichkeit nach, der Kippwinkel des Philips Systemes nicht hinhauen.

Alternativ ginge evtl. noch ein altes System mit Klappnadel. Da ist allerdings häufig das Problem, dass die Schellacknadeln nicht mehr /o. nur schwierig zu bekommen sind. Oder eben Eines, dieser teuren Nachbausysteme:

https://www.schallplattennadeln.de/KERAM...e/Philips/

https://www.thakker.eu/tonabnehmer/phili...er/a-5155/

Dafür gibt es dann allerdings auch noch die Wendenadel mit einseitig Normalsaphir und andere Seite Microsaphir.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#5
Hi Anton,

(10.10.2016, 12:30)Anton schrieb: Daher: einfach ein zweites, defektes Gehäuse besorgen (kannst Du von mir bekommen) und somit 2 Tonköpfe neu bestücken.[...] Dann muss halt immer der ganze Tonkopf gewechselt werden.
Das wäre egal, das System ist ja ganz leicht und schnell gewechselt.

(10.10.2016, 12:30)Anton schrieb: Dann könntest Du bei Einem der beiden Chinasysteme die Saphirnadel entfernen und auf den Nadelträger einen Normalsaphir aufkleben.
Das übersteigt sehr wahrscheinlich meine Fähigkeiten... (Ich bin ja nicht Achim Big Grin)

(10.10.2016, 12:30)Anton schrieb: Ist aber viel Arbeit für eine Fremdreparatur. Will denn der Besitzer damit überhaupt Schellacks regelmäßig hören?
Die Fremdreparatur ist ja nicht für umsonst, das darf auch was kosten.
Und ja, der Besitzer hat einige Schelllacks, die er hören möchte.

(10.10.2016, 12:30)Anton schrieb: Ein System mit Doppelnadel wirst Du bei einem Ersatzsystem nicht vernünftig hinbekommen...
Das sehe ich genauso und ist daher auch nicht mein Ziel.
Hier geht es nicht so sehr um originalgetreue Instandsetzung, sondern um Funktionalität.

Also bleibt entweder zwei Selbstbau-Systeme (Achim, hast du zufällig gerade Langeweile... Cool ) oder "moderner" Plug-and-Play Klappnadel- Nachbau.

Funktioniert denn der GP230/235 Kopf überhaupt? Es muss ja sichergestellt sein, dass der auch gerade steht (also in der Mitte) und nicht am linken/rechten Anschlag, wie beim Doppelnadelsystem.
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#6
(10.10.2016, 13:08)MaxB schrieb: Also bleibt entweder zwei Selbstbau-Systeme (Achim, hast du zufällig gerade Langeweile... Cool ) oder "moderner" Plug-and-Play Klappnadel- Nachbau.

Funktioniert denn der GP230/235 Kopf überhaupt? Es muss ja sichergestellt sein, dass der auch gerade steht (also in der Mitte) und nicht am linken/rechten Anschlag, wie beim Doppelnadelsystem.

Das System funktioniert bei der Hutschachtel problemlos. Habe selbst schon einige mit diesem System ausgerüstet.
Gruß aus Bremen

Enno
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#7
Es ist völlig ausreichend die Mittelstellung mit einer Lupe zu kontrollieren und sich die Stellung des Tonkopfes zu merken.
Ich bin jederzeit gerne bereit eine Schellacknadel auf einen Nadeleinschub zu montieren, das ist überhaupt kein Problem und auch kein Riesenaufwand.
Auch eine evtl. vorhandene Wendenadel kann man immer wieder neu bestücken.

Gruß,
Achim
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#8
Ich würde erstmal den Eigentümer fragen, ob er nicht die 60 Ocken für ein neues, fertiges (Ersatz-)System investieren möchte. Das ist schließlich eine Inv. für die Zukunft und er kann später selbst neue Nadeln dafür bestellen und ist nicht mehr auf die Hilfe eines Bastlers angewiesen.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#9
(11.10.2016, 02:03)Anton schrieb: Ich würde erstmal den Eigentümer fragen, ob er nicht die 60 Ocken für ein neues, fertiges (Ersatz-)System investieren möchte...

Moin,

genau so sehe ich das auch.
Das Originalsystem zu reaktivieren, ist eher der Bastlertrieb... Smile
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#10
Hallo Martin,
ich habe hier vor eineinhalb Jahren mal einen Philips Plattenspieler angeboten,hebe soeben die Anzeige nach oben geschoben.Ist ein bischen schade,aber wenn er als Eratzteilspender interessant ist schreibe mir eine PN.
Grüße
       Ralf
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#11
Hallo Martin,Du hast eine PN,hoffentlich hats geklappt,irgendwas hat hier mit der Übertragung gehakt.
Ralf
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#12
Moin,

Ralf (Tonbadler) hat mir freundlicher Weise seinen Philps AG2117 zukommen lassen, der auch über diesen schwenkbaren Tonkopf verfügt.

Der Dreher funktioniert soweit mechanisch.
Es kam mir allerdings ein 200Ohm 3,5 Watt Widerstand entgegengefallen, der an den Spannungswahlschlater gehört.

Beim System aber leider auch hier nur grüne Pampe...
   

Selbstredend sind mir beim Öffnen zwei der Befestigungsschräubchen abgebrochen, da völlig verklebt und angegriffen.
Hier mal ein Größenvergleich mit einer M2 Schraube. Da wird klar, warum die so zerbrechlich sind.

.jpg   Schräubli.jpg (Größe: 88,84 KB / Downloads: 499)

Das Gehäuse habe ich daraufhin entpampt und die noch vorhandenen Innereien freigelegt.
In den vorderen beiden Bohrungen kann man noch die Reste der "Schrauben" erkennen.
Die werde ich wohl ausbohren müssen.
       

Ein Fremdsystem passt so ohne Weiteres nicht in den Kopf hinein.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob man in und mit den vorhandenen Teilen nicht ein neues Keramikplättchen einbauen könnte - Stichwort: Chinasystem.
Ich frage einfach mal: Achim, was meinst du dazu?
Da werde ich mir erst nochmal die Beiträge zum KST-Nachbau durchlesen.
Das wird aber vermutlich meine Fähigkeiten und meine Geduld Angel überfordern.
Aber warum nicht mal versuchen, das System ist eh kaputt...

Ich muss auch ganz klar gestehen, dass ich für diesen Philipskoffer keine 60€ in ein neues System investieren werde.
Wenn ich mir das Gerät so anschaue, weiß ich, warum ich Dual bevorzuge. (Vielleicht habe ich auch nur noch nicht den 'richtigen' Philipsdreher gesehen...)
Trotzdem werde ich versuchen, ihm wieder Töne zu entlocken.
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#13
Bei diesen Philips Systemen hab ich noch nicht versucht die Plättchen gegen Keramik zu tauschen.
Wirklich befriedigend hat das bislang nur beim KST 103 und vergleichbar aufgebauten Systemen funktioniert.
Beim Philips System weiß ich nicht mal genau wie es im Detail aufgebaut war weil ich noch keines hatte das so erhalten war dass man noch was hätte genau erkennen können.
Man kann aber erkennen, dass das Kristallplättchen waagrecht eingebaut war, so wie beim KST 8/9 eben auch.
Das Keramikplättchen müsste mit Sicherheit hochkant eingebaut werden. Die originalen Halterungen wären also nicht verwendbar. Ich glaube nicht, dass in dem Fall Aufwand und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis steht.

Ich würde den Kopf bis auf die Anschlüsse komplett ausfräsen. Das dauert keine 10 Minuten. Dann passt ein anderes System rein, auch das 2Euro China System.
Wie Anton schon sagte würde ich einen Kopf für Schellack und einen für Microrille  modifizieren. Das dürfte die einfachste und beste Methode sein. Oder du suchst nach einem Keramiksystem mit Wendenadel wobei die einem inzwischen auch nicht mehr hinterher geworfen werden.

Gruß,
Achim
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#14
Hallo zusammen,

das Thema neuer/nachgebauter/alternativer Tonabnehmer ist mal etwas zurückgestellt.
Wird vermutlich ein neues Ersatzsystem, wenn auch teuer für den Benutzer jedenfalls einfacher zu handhaben.

Heute habe ich mich mal wieder etwas kümmern können und mir den Verstärker vorgenommen.
Ins Auge fallen natürlich sofort die schönen WIMA-Malzbonbons.
   

Der Schaltplan ist im Koffer eingeklebt.
   

Zuerst habe daher mal die Bonbons mit dem DigitalMM soweit möglich geprüft: Durchgang, Wiederstand und Kapazität.
Die Kleinen (unter 0,01µF) kann mein Gerät leider nicht mehr messen, aber die größeren zeigen alle noch vernünftige Kapazitätswerte an. Alle haben keinen Durchgang bzw. einen extrem hohen Widerstandswert außerhalb des Messbereiches.
Geht doch!

Dann habe ich die Röhrenpins gereinigt und ein paar mal in und aus dem Sockel gesteckt/gezogen.

Da ja der Tonabnehmer tot ist habe ich jetzt mal kurzerhand meinen Dual 1005 an die Buchsen der Hutschachtel (Ein/Ausgang)
angeklemmt und damit den Philips-Verstärker gefüttert. Verstärker langsam am Stelltrafo hochlaufen lassen und siehe da, der Verstärker funktioniert bis uaf einen ganz leichten Brumm im Leerlauf.

Jetzt mal zu den Fragen:
Der C3 (Koppelkondensator) ist laut Schaltplan ein 10000pf (0,01µF) aber im Gerät sitzt da ein 0,022µF.
Welchen Einfluss hat sowas? Der Hält doch eigentlich nur den Gleichspannungsanteil ab.
Da ich vor habe die Wimas zu ersetzten, könnte ich da halt auch einen 0,01µF statt eines 0,022µF nachkaufen.

Der große Doppelelko 2x32µf hat laut meinem DigiMM 50 bzw. 52µF. Kann das sein oder messe ich Mist?
Da der LS ja ganz leichten Brumm hat überlege ich den zu tauschen.
Kann ich da auch einen 2x50µF nehmen oder bringt das nichts oder sogar Nachteile.


Dann muss ich noch die Mechanik überarbeiten und wenn die auch läuft, gibt es einen neuen Tonabnehmer.
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#15
Das leichte Brummen kann auch von offenen Eingang herrühren. Lege mal das Heiße Ende der Tonabnehmersrippe auf die Masse, dann weißt du genau ob es die Kondensatoren sind.

Dies Becherelko muss man nicht tauschen, wenn mechanisch vom Äußeren her keine Auslauferscheinungen zu sehen sind. Man kann diese auch erst einmal zu formieren versuchen. Suche mal hier in RBF nach Formieren von Elkos.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#16
Für Elkos gelten im Unterschied zu Papierkondensatoren andere Toleranzen. Henning hat mal geschrieben:

Zitat:"...Bei Elkos , die immer sehr große Toleranzen hatten, war es meines Wissens so, das die Toleranz immer " nach oben " deutlich größer war, als "nach unten. So gelten für Elkos beispielsweise Angaben +50/-10%. als übliche Toleranzen..."

Ich gehe da mit Frank und würde auch erstmal den Elko formieren.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#17
Hallo,

(14.11.2016, 16:45)Morningstar schrieb: Das leichte Brummen kann auch von offenen Eingang herrühren. Lege mal das Heiße Ende der Tonabnehmersrippe auf die Masse, dann weißt du genau ob es die Kondensatoren sind.

Ich habe den Eingang jetzt mal kurzgeschlossen. Leichter Brumm bleibt unabhängig von der Lautstärke.
Ein paar Beiträge zum Formieren habe ich nun gelesen und werde mich mal an eine der Versionen dran machen.
Vielleicht wird der Brumm dann noch geringer.

Für den Tonkopf habe ich jetzt mal einen angeblich funktionierenden Philipskoffer mit dem System von einem gewerblichen aus der Bucht geangelt. Ist auch nicht teurer als das Ersatzsystem, aber dafür halt original.
Hoffentlich geht der wirklich noch... Anton, du hast doch noch einen Haufen Nadeln dafür, gell?

Kondensatorenersatz für die (noch funktionierenden) Wimas ist bestellt und die Mechanik werkelt auch wieder.
Fehlt noch die Kappe vom Geschwindigkeitsumschalter, die ist bei dem aus der Bucht auch nicht merh da.
Ich werde mal probieren, die mit dem 3D-Drucker nachzudrucken.

Danke soweit, bis demnächst...
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#18
(17.11.2016, 18:17)MaxB schrieb: Für den Tonkopf habe ich jetzt mal einen angeblich funktionierenden Philipskoffer mit dem System von einem gewerblichen aus der Bucht geangelt. Ist auch nicht teurer als das Ersatzsystem, aber dafür halt original.
Hoffentlich geht der wirklich noch... Anton, du hast doch noch einen Haufen Nadeln dafür, gell?

.... kann aber sehr leicht teurer werden, nämlich wenn das alte System sich auch langsam verabschiedet. Das ist ja oft ein schleichender Prozess und wenn er einmal begonnen hat, auch leider nicht mehr aufzuhalten. Ganz gewiefte Händler putzen die Systeme äußerlich damit man nicht gleich sieht, dass schon etwas ausgelaufen ist. Der Hit an Erfahrung den ich da mal hatte, dass Jemand 3 von diesen alten Systhemen verkauft hat, die optisch wie neu aussahen. Bei Nachfrage stellte sich heraus dass der Verkäufer die Systeme komplett im Wasserbad gereinigt hatte und da auch noch stolz drauf war (wegen der sauberen, gepflegten Ware und: "was soll da schon kaputt gehen")... Smiley18

Und jaaaa, ich hab noch Ersatznadeln für die Philips Systeme. Muss dann nur den genauen Modelltyp des Tonkopfes wissen. Da gibt es auch noch mal unterschiedlich große Nadeln.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#19
Ober der Zersetzungsprozess nicht aufzuhalten ist ist die Frage. Das Seignettesalz löst sich nicht von heute auf morgen auf.
Wenn man dem System alle Feuchtigkeit entzieht sollte sich da auch nichts mehr weiter auflösen.
Ich unternehme diesbezgl. grade Versuche am KST Systemen und das sieht ganz gut aus bis jetzt.
Mit zunehmender Auflösung scheinen die Systeme zunächst nur leider zu werden, am Klang ändert sie offensichtlich nichts.
Wenn die Systeme vollständig dehydriert wurden und dann hinterher mit Silicagel luftdicht verpackt werden, dann sollten sie eigentlich noch ein paar Jahrzehnte überstehen.
Meine noch funktionstüchtigen Systeme lass ich nicht mehr an den Plattenspielern dran sondern lagere sie wie beschrieben luftdicht verpackt.
Den Ausgangspegel kann man ja leicht messtechnisch erfassen und so das Verhalten des Systems über längere Zeiträume nachprüfen.
In 20 Jahren wissen wir mehr....

Gruß,
Achim
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#20
(18.11.2016, 12:07)achim schrieb: Ober der Zersetzungsprozess nicht aufzuhalten ist ist die Frage. Das Seignettesalz löst sich nicht von heute auf morgen auf. Wenn man dem System alle Feuchtigkeit entzieht sollte sich da auch nichts mehr weiter auflösen.

Das Problem ist aber doch, dass die Kristallstreifen in einem Gel gelagert sind. Wie willst Du diesem Gel die darin gespeicherte Feuchtigkeit wieder entziehen? Ich habe hier Systeme, die seit Jahren trocken gelagert in einer Zigarrenschachtel lagern, die trotzdem immer leiser werden und schließlich sterben. Diese Prozesse verfolge ich schon seit sehr vielen Jahren. Selbst aus Originalverpackungen (Aluhülse mit Folienbeutel innen), habe ich schon aufgelöste Systeme gezogen. Ebenso habe ich aber auch neue- und gebrauchte, verbaute Systeme, die nie schlecht gelagert wurden und seit Jahren bei offener Raumluft an den Geräten gesteckt sind und einwandfrei funktionieren. Es ist das gleiche Problem wie bei den Papierkondensatoren: Man weiß meist nicht, wie sie vorher gelagert waren und wie lange sie schlechten Lagerbedingungen ausgesetzt waren.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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