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Plattenspieler der Fa. Perpetuum Ebner, Teil 2 - PE-C 3311, Rex Standard, Rex A, /A4
#1
In Fortführung meiner Vorstellung zu den PE C3311 Sonderklasse und PE 3310 Studio, geht es nun weiter mit dem PE Rex Standard.

PE Rex Standard

Vollautomatischer Plattenwechsler
Baujahr: 1951
Tonabnehmer: Original mit PE Standard Halterung mit Duplo-Kristallsystem "PE 5" von ELAC, auch verwendbar sind "PE 12" oder "PE 10", alle jeweils mit umschaltbarer Doppelnadel "N" und "M"
Tonarmauflagegewicht: 9 Gramm
Federaufhängung
Konsolenunterbau aus Metall
Touren: 3 = 33, 45 und 78 r. p. m.
Plattengrößen werden per Schalthebel manuell voreingestellt
Wiederholungsschalter "R" zum nochmaligen Abspielen der Platte
Wechslerfunktion für 10 Platten (jeweils gleicher Größe) mit Wechselachse PE (gleiche Achse wie beim späteren "PE Rex A" und Plattengewicht (optisch gleich zum Plattengewicht des Rex A, mechanisch aber andere Konstruktion, der Gewichtteller vom Rex A passt zwar, die Funktion ist aber beeinträchtigt).
Klangpoti (Klangregler) in 3 Stufen
Spezielle Kurzachse für Einzelspiel
Damaliger Neupreis: ca. 170 DM

Auch bei diesem Modell haben wir wieder das schöne Rot der Kunststoffteile. Ähnlichkeiten zum bereits vorgestellten PE C-3311 sind deutlich feststellbar. Der Plattenteller ist ebenfalls mit einem Filzstoff bezogen. Der Rex Standard hat im Unterschied zum späteren Rex A noch keine automatische Plattengrößenabtastung, die Plattengröße muss vor dem Abspielen manuell über einen kleinen Hebel eingestellt werden.

Draufsicht:

   

Mit Rechtsschub des mit "R" bezeichneten Hebels wird die danach gespielte Platte wiederholt. Die Voreinstellung der Plattengröße. Beim Rex Standard werden die Plattengrößen nicht automatisch abgetastet, wie beim späteren "Rex A". Demzufolge können auch keine gemischten Plattengrößen auf die Abwurfachse gepackt werden, sondern nur jeweils Platten der Größe die zuvor manuell eingestellt wurde:

   

Klangregler, Startschalter und Wechselachse in Halterung:

   

Die Drehzahleneinstellung:

   

Tonarmjustierung - hier kann der Aufsetzpunkt der Nadel auf die Platte justiert werden:

   

Die Tonarmablage ist gleichzeitig der Netzschalter für den Motor. Beim Abheben des Tonarm von Hand oder durch den Startschieber wird der Strom eingeschaltet und der Motor läuft. Setzt der Tonarm wieder auf die Tonarmablage auf, wird der Motor ausgeschaltet:

   

Bei abgenommenem Plattenteller.
Das Antriebsrad für den Wechselmechanismuss wird im Betrieb an den mittleren Stutzen des Plattentellers gedrückt und überträgt von dort Energie an die Mechanik an der Unterseite des Chassis. Beim "Rex A" ist dieses Antriebsrad als Zahnrad ausgeführt und erhält seine Energie von einem Zahnrad in der Mitte des Plattentellers. Das ist eine Verbesserung zum hier vorgestellten Rex Standard, da bei der Direktübertragung über Zahnräder weniger Reibungsverlust entsteht. Ebenso war beim Standard ein Nachteil, dass der Gummibelag am Antriebsrad für den Wechselmechanismus altersbedingt porös wurde und sich auflöste. Ein altbekanntes Problem, das in diesem Zusammenhang beim späteren Rex A nicht mehr auftrat. Hier im Bild ist dieser Gummibelag bereits erneuert.

   

Der Plattenteller von der Unterseite her gesehen:

   

Die Übersetzungrollen für die Toureneinstellung Unverändert zum an erster Stelle vorgestellten "PE-C 3311". Beim "Rex A" kommt noch eine weitere Rolle hinzu, da im Unterschied zum Standard, später 4 Geschwindigkeiten wählbar waren:

   

Hier eine Komplettansicht mit gestecker Wechselachse und Plattengewicht. Optisch wie beim "Rex A" doch auch hier gibt es einen Unterschied. Das Plattengewicht hat einen anderen, mechanischen Aufbau in der mittleren Aufnahmebuchse für die Wechselachse. Dadurch sind die Plattengewichte von Rex Standard und Rex A untereinander nicht austauschbar. Die Wechselachsen hingegen sind bei beiden Modellen exact gleich.

   

Das Zubehör - Wechselachse, Kurzachse für Einzelspiel und Plattengewicht. Um den Rand des Plattengewichtes herum ist normalerweise noch eine Gummirung zum Schutz der Platten gespannt. Dieser ist jedoch altersbedingt zerfallen und nicht mehr vorhanden. Beim Rex A ist dieser Gummiring grün, beim roten Rex Standard war dieser auch in rot:

   

Die Unterseite:

   

Detailansicht des Motors:

   

Das zum Rex Standard gehörende Orginalsystem - Ein PE 5 mit entsprechender Halterung. Die Nadeln sind hintereinander angeordnet (für Microrillen und Normalrillen, also Vinyl und Schellackplatten):

PE 5 von oben:
   

PE 5 seitlich:
   

PE 5 von unten:
   

Alternativ konnte auch das Tonabtastsystem PE 12 mit entsprechender Halterung verwendet werden. Bei diesem System liegen die beiden Nadeln nebeneinander. Ensprechend anders ist die Umschaltung in der Halterung ausgelegt:

PE 12 von oben:
   

PE 12 von der Seite aus:
   

PE 12 von unten:
   

Zum Abschluss noch ein Bild des Rex Standard in der Konsole, die ich für das Chassis vor längerer Zeit gebaut habe:

   

Das Markenzeichen von Perpetuum Ebner stammt vom späteren PE Rex A. Das hatte ich übrig und fand es würde dort schön passen, auch wenn es etwas neuer ist, als der Rex Standard selbst. Da die Konsole auch nicht original ist, macht das wohl nix.

Weiter geht es dann im nächsten Beitrag mit dem wohl bekanntesten Plattenwechsler von PE: Perpetuum Ebner Rex A.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#2
Da ich die BDA für den Rex Standard nun auch bekommen konnte, hier ein Scan davon für Euch. Man beachte den Punkt mit der ständigen Wiederholmöglichkeit für Einzelplatten!


   

   

   

   
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#3
Gute Bilder und gut erklärt Anton Thumbs_up
erst Denken dann Arbeiten

Josef
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#4
Einfach Klasse Smiley20 Smiley20 Smiley20
Gruß Micha
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