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Plattenspieler der Fa. Perpetuum Ebner, Teil 3 - Rex A, /A4
#1
   

PE Rex A

Vollautomatischer Plattenwechsler mit Plattengrößenerkennung

   

Baujahr: 1954
Tonabnehmer: Original mit PE Standard Halterung mit Duplo-Kristallsystem "PE 12" oder "PE 10" mit umschaltbarer Doppelnadel "N" und "M"
Tonarmauflagegewicht: 9 Gramm
Chassis mit Federaufhängung
Konsolenunterbau aus Metall
Touren: 3 = 33, 45 und 78 r. p. m.
Besonderheiten: Plattengrößen werden automatisch im Wechselbetrieb von einer "Tastnase" am Tonarmkopf abgetastet.
Wechslerfunktion für 10 Platten (auch unterschiedlicher Größe) mit Wechselachse PE und Plattengewicht
Klangpoti (Klangregler) in 3 Stufen (optional, nicht bei allen Rex A Modellen vorhanden)
Zubehör: 7mm Wechselachse, Kurzachse, Plattengewicht und optional die dicke Abwurfsäule für Platten mit großem Mittelloch (Single Schallplatten ohne Plattensternchen)
Damaliger Neupreis: ca. 170 DM (Nur Einbauchassis)
Optional statt Saphirnadeln, mit Diamantnadel, Aufpreis ca. 60-70 DM

   

Die wesentlichen Unterschiede des "Rex A" zum vorher vorgestellten "Rex Standard":
  • Automatische Plattengrößenabtastung (Kein Voreinstellen der Plattengröße von Hand erforderlich)
  • Das Antriebsrad für die Wechselmechanik ist nicht mehr als Reibrad ausgelegt, sondern als Zahnrad
     
  • Die Mechanik im Plattengewicht ist leicht verändert
     
  • Der Plattenteller ist nicht mehr mit Stoff bezogen, sondern trägt einen Gummibelag
       
  • Die Tonarmstütze ist optisch verändern worden, technisch erfüllt sie noch den gleichen Zweck wie beim Rex Standard, ebenfalls mit Motorabschaltung beim Auflegen des Tonarmes
       
  • Der Tonarm hat eine zusätzliche "Nase" an der Innenseite bekommen. Diese Nase dient der Plattengrößenabtastung, der Tonarm fährt mit ihr an den Rand der Platte auf der Abwurfachse heran
Der Rex A kommt nun mit weißen Kunststoffteilen und grünem Gummibelag auf dem Plattenteller daher. Es gab zwar auch noch Rex A Modelle mit roten Kunststoffteilen, daber das war wohl nur eine auslaufende Charge. Ich habe noch nie einen Rex A mit roten Teilen in natura gesehen, kenne diese nur von Bildern. Der Rex A war seinerzeit einer der weitverbreitesten Plattenspieler und der absolute Renner von Perpetuum Ebner. Das Modell wurde in etlichen Varianten angeboten, mal mit Klangpoti, mal ohne, als Chassis für Musik- und Phonoschränke, als Koffergerät mit und ohne Verstärker, mit und ohne Blechkonsole. Die Blechkonsole konnte sowohl mit in Schränke eingebaut werden, als auch das Chassis als Standgerät Verwendung finden lassen. Im letzteren Fall mussten nur noch Blenden aus Holz um die Konsole herum gebaut werden. Auch für den Service war die Blechkonsole von Vorteil. Viele große Radiohersteller verwendeten den Rex A in ihren Musikmöbeln und warben auch mit den Vorzügen dieses modernen Gerätes.

Ein Bild aus der Fertigungsstraße des Rex bei PE:

   

Der wesentliche Unterschied vom Rex A zum Rex A4 ist die Auswahl der Geschwindigkeiten. Der Rex A hat nur 3 Geschwindigkeiten:

   

Die sehr stabile Federaufhängung zur Vibrationsdämpfung beim Rex ohne Blechzarge und nur mit Einbaurahmen und im zweiten Bild beim Rex mit Blechzarge:

       

Das Firmenlogo an der Chassisoberseite:

   

Der Rex A wurde über Jahre produziert und es wurden auch Modelländerungen vorgenommen. Im folgenden Fotobeispiel sehen wir 2 unterschiedliche Plattenteller:

   

Im Detail gut zu erkennen = Die Zahnung am Antriebsrad für die Wechselmechanik. Beim vorhergehenden Rex Standart war dieses noch mit einem Gummiring als Reibrad ausgelegt. Beim Rex A nun als Zahnrad. Auch an der Plattentellerunterseite sehen wir nun einen Zahnring in der Mitte des Plattentellers, der die Antriebsscheibe im Wechselbetrieb mitnimmt:

   

   

   

Ansonsten wirken die Modelle augenscheinlich gleich. Nimmt man die Plattenteller ab, erkennt man jedoch wieder einen Unterschied bei der Mechanik für die Abschaltung am Plattenende:

   

Bei Betrachtung der Chassisunterseite erkennt man auch die Konstruktionsänderung der Abschaltung am Plattenende:

   

Aus der seitlichen Betrachtung erscheinen beide Geräte gleich:

   

Tatsächlich sind der Rex A und Folgemodelle wie der Rex A/4 und Rex A58 und A59 auch aus meiner Erfahrung die robustesten Plattenwechsler die auf den Markt kamen und preislich auch für die breite Masse erschwinglich waren. Es wurden nur hochwertige Materialien verbaut, die Bedienung war einfach, Falschbedienungen führten nicht zu Schäden in der Mechanik, sie waren servicefreundlich nicht störanfällig. Und wenn doch mal ein Fehler auftrat, hatte Perpetuum Ebner ein sehr weit verzweigtes Netz von Händlern mit Service-Vertragswerkstätten.

Typische Fehlerquellen, bzw. Defekte findet man an den über 60 Jahre alten Geräte heute wie folgt:

   Dämpfungsgummis der Motorbefestigung porös und oder gerissen oder aufgeweicht und zerdrückt. Das führt dazu, dass der Motor und seine Antriebsachse zuweit in das Chassis hineinsinken und/oder die Motorachse schräg steht. Die Folge ist, dass die Antriebsgummis zu den Übersetzungsrollen abrutschen oder nicht mehr richtig greifen
   Wie oft bei mechanischen Teilen, ist die Verharzung der Schmierstoffe ein Problem dass zu Teil- oder kompletten Ausfällen der Wechselmechanik und Tonarmsteuerung führt. Davon kann auch der Motor selbst betroffen sein. Abhilfe schafft hier ein komplettes reinigen mit speziellen Reinigungsmitteln und Behandlung mit WD40. Nachfolgend natürlich eine Neuschmierung mit Harzfreien Schmierstoffen.
   Der Gummibelag des Tellers ist oft ebenfalls von der Alterung betroffen und verhärtet, verformt sich oder weicht völlig auf. Problematisch ist, dass der Gummibelag auf dem Metallteller verklebt- und am Tellerrand in eine Nut geführt ist. Ein einfaches Ersetzen durch eine andere Gummiauflage entfällt hier also.
   Durch unsachgemäße Behandlung/Lagerung/Transport brechen gerne die "Nasen" für die Plattenabtastung am Tonarm ab. Der Wechselmechnismus funktioniert dann nicht mehr richtig
   Wenn ein Klangregler vorhanden, dann sind die Schleifbahnen oft oxidiert oder verschmutzt und müssen gereinigt werden (Glasfaserstift)
   Das Reibrad zur Kraftübertragung von der Motorwelle/den Übersetzungsrollen zum Plattenteller ist oft verschmutzt und verschmiert. Dadurch entseht zuviel Reibungsverlust, die Platten "leiern". Hier hilft gründliche Reinigung mit Fettlöslichen Reinigern, die aber Gummi nicht angreifen dürfen! Einfaches Haushaltsspülmittel und warmes Wasser genügen. Das gleiche gilt für die Übersetzungsräder mit den Gummiriemen und das obere Ende der Motorachse selbst!
   Die Kristalltonabnehmersysteme sind sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit. Hohe Luftfeuchte über eine längere Zeit zerstört die Kristalle im Inneren. Die Kristalle verflüssigen sich regelrecht in eine zähe Masse. Sie verlieren in diesem Prozess an Leitfähigkeit und versagen schließlich völlig. Durch unsachgemäße Lagerung (Keller/Dachböden) sind sie leider oft defekt. Aber auch allzu eifrige Reinigungsarbeiten schaden den Kristallsystemen. Daher nie mit Wasser in Verbindung bringen, auch nicht mit reinigern, allenfalls mit ganz leicht angefeuchtetem Tuch von außren reinigen und gleich wieder gut trocknen.
   Die Tonabnehmernadeln sind in den Systemen mit winzigen Gummipfropfen gesteckt gelagert. Diese Gummis sind auch oft müde. Obacht auch beim Nadelwechsel, diese Gummis springen leicht weg und bleiben dann unauffindbar! Es gibt zwar Nachbaunadeln, die Gummis werden aber nicht mitgeliefert und sind meines Wissens auch nicht mehr verfügbar


Die Dämpfungsgummis der Motorbefestigung am Chassis:

   

   

Die Spannungsumschaltung mit Motorkondensator an der Chassisunterseite:

   

Die Tonarmablage mit Schaltmechanik zum Netzschalter an der Chassisunterseite:

   

   

Der Tonarm ist von der Form so gestaltet, dass auch die vorgestellten Systemhalterungen vom Rex Standard passen, lediglich an der Tonarmspitze ist seitlich ein zusätzliches Kunststoffteil angebracht, dass der Plattengrößenabtastung dient.

Das Duplo-Kristall-Tonabnehmersystem PE 10:

   

   

Der Tonarmkopf mit "Abtastnase" für die automatische Plattengrößenerkennung:

   

Das Plattengewicht und die Wechselachse im Detail:

   

   

   

Hier noch die dicke Abwurfachse für Singleschallplatten ohne Singlesternchen:

   

Und die Zentrierachse für Einzelspiel:

   

Auszug aus der Serviceliste = Explosionszeichnung der Mechanik:

   

Eine Auflistung von Zubehörteilen aus einem PE Prospekt:

   

Noch ein paar Details:

Der originale Netzstecker noch ohne Schutzleiter:

   

Und der Stecker zum Anschluss an den Verstärker, noch als Bananenstecker ausgelegt:

   

Die Bedienungsanleitung zum Rex A:

           

Noch ein bischen zeitgenössische Werbung:


.jpg   PE_Rex_Werbung_Koffer_Avatar_Homepage.jpg (Größe: 97,44 KB / Downloads: 1.448)

Soweit für diesen Bericht. Als Nächstes folgt der PE Rex A/4, verbaut im Verstärkerkoffer "Musical 5V".
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Die einzige, falsche Entscheidung die du treffen kannst ist, keine Entscheidung zu treffen.
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#2
Anton, Dein Plattenspielerbericht ist mal wieder toll - alles dabei, was man sich wünscht, danke! Smiley20
Gruß,
Uli
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#3
Danke, ein sehr informativer Beitrag. Ich habe heute in einer alten Musiktruhe solch ein Gerät gefunden. Nun werde ich deinen Beitrag zum überprüfen des RAX einsetzen.

Ich hatte den Teller abgenommen und bin überrascht, dass die Gummierung in einem hervorragenden Zustand sind.
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#4
Wow - ich bin begeistert !

Seit langen war ich auf der Suche nach einer alten Musiktruhe und habe jetzt bei einer Blaupunkt Arkansas 58 zugeschlagen. Ich werde sie am Mittwoch in Cuxhaven abholen.

Auf den Bildern war ein Plattenspieler zu erkennen und bei der Vergrösserung haben ich gesehen, das es sich um einen Perpetuum Ebner Rex A handelt. Diese Firma sagte mir erstmal nichts, aber bei der weiteren Recherche ergab es sich, das das eine Firma aus Deutschland ist, die soger jetzt noch existiert und weiter prima Plattenspieler herstellt.

Sollte der Rex A etwas in die Jahre gekommen sein, weiss ich, wo ich mich schlau machen muss.

Besten Dank für die ausführliche Beschreibung.

Michael
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#5
Die Fa. Perpetuum Ebner existiert schon sehr lange nicht mehr! Sie wurde von der Fa. Dual übernommen und später komplett abgewickelt. Wenn da irgendwo der Markenname weiter verwendet wird, dann hat das nichts mehr mit der Firma zu tun. Selbst die Firma Dual gibt es nicht mehr. Eine andere Firma hat sich nur die Markenrechte gesichert und verwendet den Namen weiterhin.

Einzig die Fa. Fehrenbacher produziert noch selbst im Schwarzwald und wurde von einem ehemaligen Dual Mitarbeiter gegründet. https://alfredfehrenbacher.de/
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#6
Die WE Audio Systems KG nutzt den Markennamen: https://perpetuum-ebner.de/impressum/

Das gibt es (leider) öfter, „Grundig“ ist auch so ein Beispiel. Die Marken sind halt wertvoll, weil sie sehr bekannt sind.
Es genügt nicht keinen Gedanken zu haben: man muß ihn auch ausdrücken können. (Karl Kraus)
—-
Viele Grüße!
Shy Steffen
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#7
(21.08.2022, 21:55)paulierwitte schrieb: Die WE Audio Systems KG nutzt den Markennamen: https://perpetuum-ebner.de/impressum/

Das gibt es (leider) öfter, „Grundig“ ist auch so ein Beispiel. Die Marken sind halt wertvoll, weil sie sehr bekannt sind.

Das stimmt leider, zumindest werden die aktuellen PE's noch in Deutschland in Kleinserie hoch qualitativ gebaut,  hier ein Bericht in dem auch die neu gegründete Firma Erwähnung findet:

Bericht PE

Es gibt viele sehr schöne und interessante Wechsler mit Wiederholfunktion usw.

Der Rex und sein unmittelbarer Nachfolger sind zwar recht Ausstattungsarm aber dafür so finde ich persönlich am langlebigsten auch durch den fehlenden Schnickschnack , sprich einfach und robust!
Information ist Energie. Bei jeder Weitergabe verliert sie etwas davon...

Wer Zeit nutzt , hat Zeit gewonnen  Clock
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#8
Die Preise beginnen bei 2500 Euro.Das hat mit mit "Tradition aufleben lassen" nicht so viel zu tun......
Grüße aus dem Rheinland
Roman

Et hätt noch emmer jot jejange. (Rheinisches Grundgesetz)
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#9
(21.08.2022, 22:25)Convention schrieb: Das stimmt leider, zumindest werden die aktuellen PE's noch in Deutschland in Kleinserie hoch qualitativ gebaut,  hier ein Bericht in dem auch die neu gegründete Firma Erwähnung findet:
Bericht PE

Danke für den Link Robert. Die Doku kannte ich noch nicht und ist wirklich sehr liebevoll und abwechslungsreich gemacht. Ich hab sie mir ein einem Durchgang angesehen, obwohl ich eigentlich gar keine Zeit dafür hatte, aber es hat sich gelohnt. Wirklich schön.

Diese, neue Firma hat zwar mit PE so was von gar nichts zu tun, aber trotzdem haben sie eine Marktnische entdeckt, mit der sie leben können und verkaufen schöne Plattendreher. Über die Preise kann man streiten, aber es gibt eben doch offenbar genug "zahlungswillige" Kunden, sodass die Fa. auch mit sehr, sehr kleinen Stückzahlen gut verdienen kann. Für mich ist es etwas zwiespältig, dass hier ein Herstellername einer längst vergangenen Firma geführt wird, aber so ist zumindest das Andenken an diese, einst weltberühmte Marke gewahrt. Das hat auch etwas für sich.
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#10
Hallo Anton,
Dein Beitrag ist wie immer super, Du solltest das zu einem Buch zusammenfassen.
Ich bewundere Dein Detailwissen.
Der Rex A ist auch einer meiner Lieblingsplattenspieler, wenn auch Liebe auf den zweiten Blick.
Der Dual 1004 ist mein Lieblingsplattenspieler, gefolgt vom PE Rex de Luxe.
Der PE 66 war meiner Meinung nach der Grundstein zum Niedergang von PE, da hier meiner Meinung nach billig in Massen produziert wurde, leider unter erheblichen Qualitätsverlust.

Zum Thema PE habe ich noch folgendes hinzuzufügen:
Es gibt noch eine PE Stiftung, dieser gehören wohl noch die ehemaligen Betriebsgebäude von PE.
Ein Hauptmieter der PE Stiftung ist die Fa. Pabst Motoren...
https://pe-stgeorgen.de/ueber-uns/

Gibt es hier im Forum jemanden aus St. Georgen der mehr weiß?
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Gruß Matthias

Wer mißt, mißt Mist
Die letzten Worte des Radiobastlers: Wofür ist denn dieser Draht?
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#11
Qualitativ finde ich den 66er garnicht so schlecht, im Gegenteil.
Trotz des Alters und fehlender Wartung lief damals mein 66er ohne große Probleme, lediglich der Motor musste neu geölt werden.

Das Reibrad ist noch sehr weich und nicht rissig.

Das einzige ist die Plattentellermatte aus Schaumstoff die sich immer aufgelöst hatte.

Das mit den Materialien etwas sparsamer gearbeitet wurde ist sicher der Zeit geschuldet und war bei anderen Herstellern in der Preisklasse ebenso.

Der PE ist was die Robustheit und Qualität angeht einer der besten Dreher auch wenn er an die technischen Raffinessen eines Dual nicht heranreicht.
Information ist Energie. Bei jeder Weitergabe verliert sie etwas davon...

Wer Zeit nutzt , hat Zeit gewonnen  Clock
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#12
@Anton
Was ist Deine Meinung zum PE66

Mein klarer Favorit von PE ist der Rex Deluxe
Kompakt formschön robust
Einziger Nachteil ist das die dünne Wechselachse immer überarbeitet werden muss
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Gruß Matthias

Wer mißt, mißt Mist
Die letzten Worte des Radiobastlers: Wofür ist denn dieser Draht?
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#13
Ich finde den PE66 auch nicht schlecht und mag diesen Dreher auch. Den Rex Deluxe finde ich optisch sehr gelungen, technisch ist er aber deutlich zickiger und nicht mehr so robust wie der Rex A. Die Wechselachse beim Deluxe ist eine Fehlkonstruktion, das hätte man besser machen können.
Am liebsten bei den alten PE ist mir der Rex A4. Robust, zuverlässig, verzeiht auch Bedienfehler ohne Einbußen und läuft und läuft und läuft :-) Das ist für mich der VW Käfer unter den 50er Jahre Plattenwechslern.

Dual war innovativer und hat die Zeichen der Zeit und das kommende Kundeninteresse mehr im Blick gehabt und konnte sich deshalb besser am neuen Markt halten. Qualitativ sind beide Hersteller gleich in meiner Gunst. Der erste wirklich interessante Dual waren der 1000 Schellackwechsler und später der 1003W, der der Vorläufer vom 1004 war. Beides sehr schöne und hochwertige Plattenwechsler.

Aber man kann die Dreher einer Firma nicht vergleichen, die 10 Entwicklungsjahre und mehr auseinanderliegen. Die Kompetenz stieg natürlich mit den jeweiligen Erfahrungen und die Möglichkeiten mit dem technischen Fortschritt und den immer besser werdenden Verkaufszahlen. Leider brach die gesamte Branche mit der Zeit zusammen, zum Einen durch Billigimporte, zum Anderen durch nachlassende Verkaufszahlen und rasante Entwicklung am Tonträgermarkt, die sich natürlich auch auf die Abspielgeräte auswirkte. Es waren die Zeichen der Zeit, dass billiger produziert werden musste, um sich behaupten zu können. Der Boom der Nachkriegszeit konnte nicht ewig anhalten und Asien verstand es, die Konzepte und Entwicklungen anderer Nationen zu eigenen Produkten zu machen und mit enorm geringen Lohnkosten zu produzieren. Nach meiner Auffassung, war das nicht mehr aufzuhalten.
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Ich bin nicht DICK, ich bin nur zu KLEIN für mein Gewicht  Big Grin
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#14
Perfekt zusammengefasst Anton, erstklassig  Smiley53
Dein Wissen ist unglaublich Thumbs_up
Information ist Energie. Bei jeder Weitergabe verliert sie etwas davon...

Wer Zeit nutzt , hat Zeit gewonnen  Clock
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#15
Das ist ja krass ... positiv gemeint ... was da 1954 produziert wurde
Viele Grüsse, Micha

Ich wohne am deutschen Elbkilometer 358 westelbisch ... und genieße die Natur ... die Röhrentechnik zeigt, dass sich der Strom nur von Minus nach Plus bewegt ... und damit die echte technische Stromrichtung erkennbar macht ... dem Praktiker sind jedoch die irren Halbleiterstrompfeile egal








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#16
Moin zusammen,

die Blaupunkt Musiktruhe ist nun wohlbehalten von Cuxhaven nach Brunsbüttel transportiert worden. Radio funktioniert und zusammen mit dem Sender NDR Klassik kommt sie am Besten.

Nächster Punkt war jetzt der Austausch der Nadel. Habe das Trägersystem ausgebaut - und jetzt sieht es fast genauso aus wie das o.a. Bild der Unterseite. Dort ist es rot - meins ist Grün. Hat das was zu bedeuten ?

Kurzes mentales Brainstorming und dann habe ich mir gedacht, das man das was o.a. so dunkelbraun aussieht, einfach an der unteren Nase dreht und die obere Nase gibt dann die Nadel frei. Gesagt getan - stimmt.
Dann vorsichtig die Nadel raushebeln. Alles am besten auf einer definierten Unterlage, weil es sein kann, das mit der Nadel das kleine Gummi von der Fassung mit raus kommt. Und wenn das dann in einem Gewusel auf dem Tisch weg ist.... Nadel und Gummi ist nämlich ziemlich klein.

Bei mir kam die Fassung auf dem vorderen Dorn mit. Die vorsichtig abhebeln und mittels einer dünnen Stecknadel lässt sie sich wieder perfekt einsetzen. Man piekst die Fassung im Loch in der Mitte vorsichtig auf und kann sie dann ganz einfache wieder einsetzten.
Danach die Nadel in die Löcher bugsieren, den Halter wieder zurück drehen und fertig.

Jetzt nur noch das ganze System einbauen und einem genussvollen Klang einer Vinylscheibe steht nichts mehr im Wege.
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#17
Hey 

Wahnsinn was du dir für Arbeit machst. Ich hätte mal ne Frage. Würdest du auch, wenn ich den Plattenspieler ausbauen und dir zu kommen lasse. Diesen für mich überholen? 
   
.jpg   20221028_085933.jpg (Größe: 156,55 KB / Downloads: 307)        
Liebe Grüße aus Grünstadt 

Christian 
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#18
Hallo ihr Lieben,

ich habe als Laie eine Frage.
Ich habe letzte Woche diesen Plattenspieler geschenkt bekommen und weiß aktuell nicht mehr weiter...
Kann mir jemand helfen welche Ersatzteile ich jetzt benötige damit ich die Nadel zum laufen bekomme und woher ich diese bestellen kann.
Hier ist ein Foto: Foto
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#19
Hallo und herzlich Willkommen im Forum,

aber das Fotos im Forum hochladen, dass musst erstmal üben  Smiley47

Bitte alle Fotos über die Software im Forum hochladen. Nicht über externe Hoster oder dergleichen. Dann wird das mit der Hilfe und den Tipps auch klappen.
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Die einzige, falsche Entscheidung die du treffen kannst ist, keine Entscheidung zu treffen.
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#20
Ist gar nicht so einfach mit dem bild musste es erst skalieren damit man es einfügen kann...
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