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Musikschrank RFT Tannhäuser 10E152
#21
Hallo Thommi,
das Ur- Koffer- BG20 (ohne /Zahl) aus dem Jahr 1956/57 hatte keinen Klangregler, keine Bandzählwerksuhr und lief nur mit 19cm/s. Alle weiteren Typen hatten zwei Geschwindigkeiten, nämlich 9 und 19cm/s.
Den 5- poligen Fernbedienungsanschluß hatten alle Varianten außer BG20/5 und BG20/6. Alle BG20 von /0 bis /6 hatten einen "Bügeleisen"- Heißgerätestecker. Ein festes Netzkabel wurde nie angebaut.

Edit:
Als einzige Variante der Smaragd- Reihe hatte das BG20/6 als Endstufenröhre eine EL95, als magisches Auge eine EM84 anstatt einer EM11. Außerdem besaß dieses Gerät als erstes ein numerisches Walzenzählwerk anstelle der "Bandzähluhr".

Der MTG- Ausgang am AÜ ist nur bei der Lohengrin- Variante mit MTG24, nicht jedoch bei der mit TB- Gerät "Smaragd" vorhanden.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#22
Moin,

das wundert mich, demnach ist meine Truhe wohl der Übergang, Smaragd drin, aber der Anschluss ist noch da?
So ich habe beim Trödler heute eine normale ECC81 als auch eine E81CC bekommen. Es ist etwas lauter aber das wars auch schon.

Zum Glück hatte ich mir aus Berlin eine EM11 mitgebracht, die noch ein bissel was sagt, die eingebaute ist komplett tot.
Daran kann ich nun sehen, dass mit einem schönen langen Draht die Sektoren fast zugehen, also genügend Saft ist empfangsmäßig da.

Aber die NF klingt immer noch wie Küchenradio, Man muss den Lautstärkesteller auf Anschlag drehen dann hat man Zimmerlautstärke, aber eben ohne Bass und etwas verzerrt.

Hat ein des Schaltplanes Kundiger Ideen, wo ich jetzt suchen sollte?  Eigentlich hatte ich erwartet, ganz Wittenburg damit beschallen zu können.


Thommi
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#23
Spannungen stimmen alle und die Kathoden-C's hast Du auch nochmal überprüft?
Gruß,
Uli
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#24
Hallo Thommi,

das ist natürlich ein Desaster. Ich habe den Stassfurt Globus. Der hat einen klang, dass einem fast die Ohren weg fliegen, wenn er etwas aufgedreht ist. Nun weißt Du ja eigentlich, was zu prüfen ist und ich kann mir denken, dass Du das auch getan hast. Waren vielleicht von dem Gerät mal die Lautsprecher abgeklemmt? Irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, dass da evtl. der Gegentakttrafo defekt ist (teilweise Windungsschluß). Die Endröhren hast Du mal gegen garantiert einwandfreie getauscht. Also der Fehler scheint ausschließlich in der Endstufe zu stecken.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#25
Hmm,

also muss ich nochmal schauen, Kathodenelkos. Die EL84 tauschen, hm, dann muss ich mal meinem 2072 kurzfristig die rauben.
Ohne richtige Werkstatt ist das alles hier auf dem Lande nicht so einfach :-)
Naja morgen nach der Schule hab ich ja noch bissel Spielzeit - da werd ich mal tauschen.

Thommi
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#26
Denn man ran an die Bouletten, Thommi.
- Alle Papierkondensatoren, die im NF- Signalweg liegen, sind verdächtig (Kapazitätsverlust), wenn die Bässe und der Druck fehlen. Es sind dies glücklicherweise alles 0,025µF/400V: C68, C69, C81, C86 und C102
- Bassregler W72. Das Poti hat Unterbrechung oder der Schleifer liegt nicht mehr richtig auf seinem Mittelkontakt. Drehe mal an dem Regler. Wenn keine Klangveränderung feststellbar ist, dann ist's mit hoher Wahrscheinlichkeit das geannte Poti.
- Röhre EABC80 bitte mal probehalber, wenn möglich, gegen eine Prüfröhre tauschen. Bei dieser Röhre ist oftmals die Triode taub.
Ich nehme an, das reicht dir für den Anfang. Fröhliches Werkeln! Big Grin
Die Kathodenelkos der beiden EL84 dürften nicht an dem ausgedünnten Klang Schuld sein, denn dann müßten beide C's in gleichem Maße taub geworden sein!
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#27
Ärger machen auch oft Kondensatoren die auf Masse gehen.
Am besten du misst auch mal die Stromaufnahme des Gerätes.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#28
Hallo Thommi,

Die Lautsprecherbeschaltung an der Truhe ist etwas vertrackt.
Es gehen ja einige Kabel zum Tonbandgerät, was auch immer da die sollen.

An Peters Truhe habe ich die Kabel so angeschlossen wie sie ursprünglich gewesen sein sollten.
Das war stellenweise recht penibel gekennzeichnet.
Die Truhe gab keinen Mucks von sich. Auch testweises umklemnen brachte nix.
Erst das ablöten der Kabel vom Tonband und eine Brücke an den Lautsprecherkabeln brachte Erfolg. Die Brücke mittels Messtrippe ist noch in Peters Gerät, es soll ja im Winter noch weitergehen.
Ich weiß jetzt aus dem Kopf nicht mehr, welche Kabelfarben ich gebrückt habe.
Warum das Tonbandgerät an den Lautsprechen etwas umschalten soll, ich weiß es noch nicht.

Vielleicht kannst du ja mal in diese Richtung testen?

Ich meine mich zu erinnern, das die Innenlautsprecher an den Anschluss 3W des Radiochassis gehören.
Der Anschluss 6W ist für Zusatzlautsprecher.
3W und 6W dürften Watt-Angaben sein?
Peters Truhe klingt zwar richtig gut, mit schönen Bässen, aber für Gegentakt mit 2 EL84 müsste mehr kommen. Mein Stradivari 2 ist wesentlich lauter.
Ich denke, die Truhe blüht erst zusammen mit Zusatzlautsprechern am Anschluss 6W so richtig auf.
Ist aber erstmal Spekulation, getestet habe ich es noch nicht.
Im Winter werde ich mal eine fette Lautsprecherbox mit zu Peter schleppen...


Viele Grüße,

Axel  Smile
Womit fährt der Norweger zur Mittagspause?
...Na mit einem Fjord Siesta!
 Wink
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#29
Hallo Thommi,

also aus Wolfram's Text schließe ich, dass Du die Papierkondensatoren noch nicht ersetzt hast?! Also da wäre ich natürlich sehr enttäuscht.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#30
Da schließt du falsch,

das Radio war ja solange heraus, WEIL das mit den Kondensatoren so lang gedauert hat. Ich musste ja immer erst aus Berlin welche mitbringen. Die meisten Kondensatoren habe ich getarnt, außer den 25nF weil meine so groß waren um dort hineinzupassen.
Bei einem bin ich noch unschlüssig ein Styro ohne Aufdruck, den ich im Plan auch nicht gefunden habe.

Die Kathoden-Cs habe ich erstmal so belassen, weil eben da jemand schon neue drüber gelötet hat. Ich guck mir das nochmal genau an.

Mir hat leider immer noch keiner von euch verraten, wie das mit der Einstellung der Kathoden Rs geht. Das sind 2 richtig blockige Drahtpotentiometer aber wie stellt man das nun ein? Wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe, dann sind die Röhren gleich einzustellen, damit es am Trafo keine Phasenverschiebungen gibt.

Thommi
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#31
Thommi,
Du hast aber auch nicht explizit erkennen lassen, dass Du die Teerkondensatoren gewechselt hast. Du hast zwar geschrieben, dass die ausgelaufen sind, aber das war's auch schon. Und dann hast du nur noch von den Kathoden- C's gesprochen.
Bezüglich der Kathodenwiderstände ist folgendes zu sagen. Die Endstufe arbeitet im AB- Betrieb. Lt. Datenblatt soll die Gittervorspannung der EL84 bei ca. 250V Anodenspannung -9V betragen. Das ergibt einen Anodenruhestrom von 30mA. Du stellst als Erstes den Symmetrierregler zwischen den beiden anderen Einstellreglern auf Mittelstellung.

Edit: Ist das überhaupt ein Regler oder sind das zwei an Masse geschaltete Festwiderstände? Denn du hast bis jetzt immer nur von "2" fetten Reglern gesprochen.

Dann stellst Du mit dem Kathodenregler an jeder Röhre eine Kathodenspannung von 9V gegen Masse ein.
Mit dem Symmetrierregler kannst Du dann noch die Gleichheit der beiden Halbwellen des Lautsprechersignals einstellen. Das kannst Du nach Gehör (minimale Verzerrungen) oder auch einem Sinuston von ca. 800Hz machen, den Du über den TA- Eingang einspeist und am Lautsprecherausgang des AÜ (mit angeschlossenem Lautsprecher als Last) mit einem Oszilloskop beurteilen kannst.
Was hast Du in Hinsicht auf das Basspoti rausgekriegt?
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#32
Lieber Thommi Smile

Auch wenn ich kein Experte bin, muß ich nochmal Axel's Gedanken aufgreifen.
Die Schaltung zeigt ja leider nur das Radio~Chassis im elektrischen Aufbau,
aber nicht die Verbindungen zum Tonband und den Lautsprechern.

Wir hatten an meinem 10E153 auch einige Probleme, das Radio zu Laufen zu bringen,
obwohl Axel alle Kondensatoren vorbildlich überprüft & ersetzt hat.

Es ist so, daß die Leitung zum Tonband derzeit noch abgeklemmt ist, und die Anschlüsse
gebrückt sind.  Ohne dem hat das Gerät überhaupt keinen  Mucks von sich gegeben.
Und des weiteren ist es ein großer Lautstärke~Unterschied, wie man die Dipolantenne steckt.

Die Brücke von der Schrankrückwand zur Chassis~Rückseite hab ich umgangen.
Ich hab an der Rückseite des Schlankes einen asiatischen Dipol (1,80 m) angenagelt,
und direkt ans Radio~Chassis angeschlossen, und seitdem macht der Schrank großartige Klänge,
der hat soviel Kraft, daß man gar nicht voll aufdrehen kann.

Ich guck heut Abend mal nach meinen Photos.

Ich drück Dir die Daumen  Maus

Herzliche Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#33
Hallo Thommi,

na das hätte mich doch auch sehr gewundert.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#34
Tag Wolfram,

das mit den Kondensatoren etc, wollte ich mal in einen späteren Schriebs tun, wenn ich auch wieder Bilder zeigen kann.

Wie der Schaltplan sagt, sind es nur 2 Regler also kein extra Symmetrierregler.
Ich habe nur das Multimeter hier und die Lötstation, der Rest ist in Berlin also Tongenerator, Oszi usw.

Das Basspoti arbeitet, das hört man auch, aber er ist jetzt ganz auf und es ist kaum was da, was, denke ich an dem zu geringen Pegel liegt.

Thommi
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#35
Hallo Thommi  Smile

Hab meinen Tannhäuser~Schrank mal angehabt, der hat einen super Klang und von allen Geräten, die ich habe, die meiste Kraft (Lautstärke).
Er kann natürlich auch leise. So - aber nun: ich hab mir mal die Bilder rausgesucht. Zunächst einmal hier die Antenne, mit der ich das Radio
füttere:

   

Den Koaxial~Stecker hab ich abgeschnitten, und stattdessen 2 Bananenstecker angeschraubt.
Diesen Dipol (2x 90 cm) hab ich von hinten mit kleinen Nägeln an das Gehäuse genagelt, so daß man von vorn und von der Seite nichts sieht:

   

So war aber der Empfang noch nicht zufriedenstellend, weil "die Brücke" innen, hinter der Rückwand zum Chassis, recht degeneriert war!

Als ich die interneDipol~"Brücke" abzog, sah ich, daß die inneren Bananenstecker falsch gesteckt waren, nämlich nebeneinander.
Sie gehören richtig aber untereinander, auf der linken Seite:

   

Ich habe dann von der neuen Dipol~Antenne das Kabel mit den neuen Banenensteckern einfach durch ein Loch in der Rückwand gefädelt,
und die Stecker direkt (ohne Verlängerungs~Brücke) an's Chassis angeschlossen:

   

Damit hat das Radio einen stabilen & kräftigen Radioempfang, und der Schrank belohnt mich mit kräftigem Klang,
sowohl leise als auch laut mit "TanzSaal~Beschallung"  Maus

Wie auch immer, ich hoffe, Du findest die Ursache bei Dir, und wünsche Dir einen ebenso kräftigen Sound  Smiley20

Herzliche Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#36
Na Peter,

bei dir fehlt auf der einen EC92 noch der Schirmbecher und an dem Lötpunkt davor ist bei mir so eine schwarze Masseleitung angelötet, die auch den Plattenspieler und das Gehäuse vom Deckelmotor verbindet. Diese Leitung nutze ich derzeit einfach als Antenne :-)

Bei den Leitungen zum Tonband würde ich ja helfen, solche Rätsel finde ich ja sehr spannend, dazu müßte man sich aber mal treffen.

Bei mir ist das deshalb vereinfacht, weil meine Truhe das Smaragt drin hat, und das spielt hin und rück über die TA - Buchse, der Hinweg zum Radio wird über einen Schalter im Plattenspielerfach geschaltet. Insofern ist auch keine Umschaltung der Lautsprecher nötig.

Thommi
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#37
Es gibt Neuigkeiten:

ich habe versucht mit den Reglern die Röhren auf 9V einzustellen. Bei einer ging es, bei der anderen waren 8,3V das Maximum.
Wenn ich eine Röhre ziehe, wird es sofort fast doppelt so laut.  Wird die Röhre gesteckt fällt die Lautstärke wieder, wenn die Röhre Betriebstemperatur hat.

Dann habe ich eine Tauschröhre gesteckt, die Lautstärke fiel wie vorher wuchs dann aber wieder an.
Das Ablöten der vom Vorbesitzer drübergelöteten Kathodenelkos brachte ebenfalls einen Lautstärkezuwachs.

Bass ist aber noch viel zu wenig vorhanden, vermutlich wurden deshalb mal die Kathoden Cs von der Größe erhöht.

Ich habe leider von Gegentaktendstufen gar keine Ahnung, ich vermute daher dass....ich vermute mal nix und frage wie kommt dieses Verhalten zustande?

Thommi
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#38
Bevor du weiter rumdokterst, miss doch mal die Spannungen an den Anoden und den Mittelabgriff am AÜ.
Die stehen doch im Plan, 264Volt an den Anoden und 272 Volt am Mittelabgriff des AÜ´s.
Nicht das dein AÜ kaputt ist, sodas nur eine Wicklung was bringt.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#39
Moin,

leider geht das nur in Berlin, ich kann hier das Gerät nicht extern speisen und auf den Kopf stellen.  Die Spannungen, die vom Netzteil reingehen sind erstaunlich genau. Die 272V Volt sind genau 267V und die 250V etwa 248V. 

Thommi
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#40
Wenn die Spannungen stimmen, dann schau nach ob du Sekundär- Seitig die Lautsprecher auch richtig angeschlossen hast. Eigentlich müsstest du schon strakes brummen hören wenn du mit der Hand den Glaskolben der ECC81 berührst.
Deshalb ist diese Röhre als Vorstufenröhre in vielen RFT Geräten auch mit einem Metallabschirmung versehen.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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