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SABA 336GWL
#21
Ein Alptraum! Bei so Spielereien hat man nie genug Bier im Haus Angel
Aber Glückwunsch zu Deiner Geduld und dass Du es geschafft hast, den Kilohammer ganz ruhig und beherrscht wieder hinzulegen Wink
Der Detlef ist wirklich ein Künstler und wenn 2 Künstler sich zusammentun für so ein Gerät, dann MUß das ja werden! Toll.
Gruß,
Uli
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#22
Ja alle zusammen, und die Künstler die das 1935 entworfen haben, das zu durchschauen, ist schon sehr schwierig. Da muß man schon ein wenig zu "Hilfsmitteln" greifen, wie Uli anmerkt. Ich bevorzuge aber das "eine Nacht drüber schlafen", da wird manches besser. Und manchmal werde ich Nachts wach und habe die zündende Idee........
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#23
Hallo Uli und Dietmar,

ja, wie Uli schon schrieb - ein Alptraum der Skalentrieb. Gestern war ich noch sehr zuversichtlich. Als ich nun wieder eine Nacht vergeblich mit diesem "Höllenwerk" verbracht habe, stellte ich das Chassis ins Regal. Da kann das von mir aus 10 Jahre schmoren. Für Jemanden, der mechanisch nicht so gut drauf ist, wird solch eine Arbeit zur Tortur. Es gibt da auch keine Kompromisse. man kann dort kein Seil oder etwas ähnliches verwenden. Mein Skalenband aus Metall ist auch versaut, weil ich das Loch gut, aber an der falschen Stelle gebohrt habe.

Ich warte mal ab, wenn mich der Detlef (Radionar) mal wieder besuchen kommt. Er geht ja regelrecht in solchen Sachen auf. Vielleicht nimmt er das Chassis mal mit. Ich muss mich ja eh noch um das Gehäuse kümmern, wegen des zusätzlich gebohrten Lochs. Ob ich mich ärgere - nein.

Nur solch eine nicht zielführende Fummelei ist schon mächtig frustrierend.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#24
(06.05.2017, 11:29)Andreas_P schrieb: Hallo Uli und Dietmar,

ja, wie Uli schon schrieb - ein Alptraum der Skalentrieb. Gestern war ich noch sehr zuversichtlich. Als ich nun wieder eine Nacht vergeblich mit diesem "Höllenwerk" verbracht habe, stellte ich das Chassis ins Regal. Da kann das von mir aus 10 Jahre schmoren. Für Jemanden, der mechanisch nicht so gut drauf ist, wird solch eine Arbeit zur Tortur. Es gibt da auch keine Kompromisse. man kann dort kein Seil oder etwas ähnliches verwenden. Mein Skalenband aus Metall ist auch versaut, weil ich das Loch gut, aber an der falschen Stelle gebohrt habe.

Ich warte mal ab, wenn mich der Detlef (Radionar) mal wieder besuchen kommt. Er geht ja regelrecht in solchen Sachen auf. Vielleicht nimmt er das Chassis mal mit.  Ich muss mich ja eh noch um das Gehäuse kümmern, wegen des zusätzlich gebohrten Lochs. Ob ich mich ärgere - nein.

Nur solch eine nicht zielführende Fummelei  ist schon mächtig frustrierend.

Kopf hoch, Andreas, das wird schon. Du und Detlef, Ihr habt bisher wirklich beispielgebende Arbeit geleistet. Das gehört nicht unvollendet ins Regal Confused  .

Aber es ist tatsächlich so: In einer SABA-Chronik las ich mal, dass diese Baureihe eher unbeliebt war und hinter den Verkaufserwartungen zurück blieb. Einerseits gefiel die Form nicht so sehr, relativ frühzeitig traten durch die Komplexität der Mechanik in Verbindung mit der hohen Zahl der Spritzgussteile Probleme auf, und dann, so hieß es in der Chronik, wurde das Grundrauschen der Geräte bemängelt, das Spötter seinerzeit wohl als "das Rauschen des Schwarzwaldes" bezeichneten.

Insofern gilt es, ein solches Gerät all diesen Unbillen zum Trotz wieder ans Laufen zu bringen. Häufig sind die Geräte dieser Baureihe ja wirklich nicht mehr zu finden.

Gruß
k.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#25
Hallo Klaus,

danke für Deinen moralischen Aufbau. Ja, das benötigt man für solche Projekte. Aber Du schreibst ja auch, dass diese Geräte durch ihren Aufbau nicht so beliebt waren. Ich sammle ja am Liebsten Radios, die mich technisch fordern. Aber es wurde damals halt alles Mögliche an Mechanik versucht.

Der Drehko-Antrieb ist an sich noch nicht mal so aufwändig. Man muss halt etwas Mechanik im Blut haben. Ich habe das übrigens etwas ungenau beschrieben. Ich habe hinten in meiner Werkstatt das besprochene Regal. Da kommen dann die Chassis rein, über die ich noch etwas brüten muss. Hier habe ich übrigens schon mit Detlef gesprochen. Wenn er demnächst mal zu uns kommt, dann schau er sich das mal mit dem Skalentrieb an.

Detlef hat den Wahnsinn mit dem Länderband gelöst. Hier wird er auch schon eine gute Idee haben. Na schauen wir dann mal.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#26
Prima Andreas. Ihr kriegt das hin, da bin ich ganz sicher. Und wir Mitlesenden dürfen uns schon auf die Schilderung des weiteren Werdegangs freuen.

Ich selbst ziehe aus diesen Beiträgen viel Nutzen über SABA - Geräte der 30er, insbesondere bezüglich des Ersatzes von defekten Zinkgussdrehkos und vor allem der Trimmer, sowie des erforderlichen Abgleichs. Ich habe da als Langzeitprojekt noch einen SABA 311WL stehen, der teilinstandgesetzt ist, aber bislang suboptimal.

Ich habe übrigens vor einigen Jahren auch mal vor einem solchen Gerät wie dem 336 GWL gestanden, das bei einem örtlichen Antiquitätenhändler stand. Ich habe nicht nachgesehen, ob es ein W oder GW war, da mich einerseits die negative Bewertung dieser Gerätereihe unschlüssig bezüglich eines Kaufes werden ließ, andererseits hatte dieser Händler gesalzene Preise, so dass ich auf eine Nachfrage verzichtete.

Gruß
k.

(late edit: "L" vergessen)
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#27
Hallo Klaus,

ja, einen SABA 311 WL hat der Detlef gerade in Arbeit. Er werkelt da wohl auch schon wieder einen Drehko zurecht. Wirklich und ohne Übertreibung, die funktionieren hinterher so was von perfekt. Allerdings bedarf es für den Drehko-Ersatz eines kleineren Exemplars. So kann man oben wieder die originalen Quetscher verwenden. Das ist wohl hier auch der Schlüssel zum Erfolg. Na, wollen mal sehen, was dabei raus kommt.

Mein SABA 336 GW war ein Versteigerungsobjekt so um die 25 Euro. Da konnte man an sich nichts falsch machen. Vom technischen her finde ich das Radio noch nicht mal schlecht. Wenn der antrieb dann noch funktioniert, ist das an sich ein schönes Gerät.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#28
Hallo Radiofreunde

Bei meinem letzten Besuch bei Andreas, habe ich mir das Drehkondensator Problem angesehen und kurzentschlossen das Chassis mitgenommen. War ursprünglich geplant, ein Stahlband, ähnlich einer Uhrwerkfeder zu verwenden, wie ich das bereits bei dem Siemens Länderband gemacht habe, so entstand schon auf der Fahrt nach Hause der Plan, hier mit einfachsten Mitteln eine Lösung zu finden. Der Antrieb, also, die Welle, die das ganze antreibt, besaß ja ursprünglich eine Gleitkupplung, um feinfühliger die Senderwahl zu bedienen. Die Kupplung war ja völlig defekt und nun wird ja bei Drehbewegung der Drehkondensator sehr direkt angetrieben. Es würde also völlig genügen, ein Band um beide Scheiben zu legen. Dazu muß kein Stahlband her, es genügt ein elastisches Gummiband, das sehr straff gespannt aufgelegt wird. Aber schaut selbst.

   

Zunächst war ich etwas zurückhaltend, das so hier zu veröffentlichen, aber Andreas meinte, schreib das, die Idee ist gut. Und eigentlich hat er Recht. Wurde doch historisches Material verwendet, vom Hersteller Schöpflin Haagen, der dürfte nun auch schon nicht mehr existieren und das Gummiband ist auch schon etwas älter. Verwendung fanden solche Gummibänder in Kleidersäumen und Unterwäsche.

Somit funktioniert der Saba Drehkondensatorantrieb wieder dank Schöpflin Haagen. Manchmal muß man gar keine großartigen Konstruktionen basteln, es genügen auch einfachste.
Radiogrüße Detlef

Wer nicht mit dem zufrieden ist was er hat, wäre auch nicht zufrieden mit dem was er hätte, wenn er es haben würde.
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#29
Hallo Detlef,

ja, dein Ideenreichtum ist wirklich unbezahlbar. Jetzt habe ich wirklich einen SABA336 mit "Schlüpferbandantrieb". Also, da wäre ich nie drauf gekommen. Ganz toll hast Du das wieder gemacht.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#30
Ich hatte Dir doch mal von meinem "Skalenseil"ersatz mittels Antriebsgummiriemen am alten Mende erzählt. Hier wurde das fast identisch gelöst...

Ich finde es eine brauchbare und akzeptable Lösung!
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#31
Hallo Thorsten,

richtig, ich kann mich noch daran erinnern. Nun gibt es heute ja auch ganz andere Möglichkeiten des Ersatzes und mit etwas Phantasie bekommt der gute Mechaniker da eine Lösung hin. Tja, guter Mechaniker - dazu zähle ich mich leider nicht.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#32
Ist doch prima gelöst. Diese alten Wäschgummies waren ewig haltbar und wenn sie lichtgeschützt sind (was ja im Radiogehäuse der Fall ist), werden sie auch nicht bröselig. In meinem Grundig mit Wunschklangregister ist auch ein runder Wäschegummi (rot eingefärbt) als Austausch in der optischen Anzeige verbaut. Funzt und hält seit Jahren gut.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#33
Die Lösung finde ich auch genial und werde diese verwenden. Hab schon was vor, werde berichten. Danke, Detlef!
Gruß!
Ivan
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#34
Hallo Freunde,

mittlerweile sollte nun das SABA-Radio 336 GW fertig gestellt werden. Nach Montage der Skala stellte sich heraus, dass die Konstruktion zur Senderwahl von Detlef von der Kraft her nicht ausreichte, um den Zeiger auf der Skala zu bewegen. Ich hatte mich zu früh gefreut. Das war auch mein Fehler, wenn ich Detlef die komplette Skala ans Chassis montiert hätte, dann wäre ihm das sofort aufgefallen. So mußte der Gummizug nur den Drehko bewegen und der ließ sich relativ leicht drehen. Also bei solchen Arbeiten sollte man immer das komplette Konstrukt zur Verfügung stellen.

Wie kommt diese Tatsache nun zustande? Ganz einfach der Zeiger wird durch einen Arm auf der Skala von oben nach unten geschoben. Nun besaß das Gerät solch eine Art Rutschkupplung. Also muß der Schlitten des Zeigers zur Schiene hin einen Widerstand besitzen. Würde das nicht sein, dann ginge der Zeiger ganz langsam immer weiter nach unten auf der Skala.

In meiner Verzweiflung fiel mir mein Schwager ein. Der hatte vom Hochseeangeln noch eine dicke Angelschnur. Also wurde der Trieb jetzt hiermit realisiert. Man muss das Seil so stramm wie möglich spannen. Einige Male war es mir gerissen. Dann endlich der Erfolg. Es funktioniert!

Nun hatte ich mittlerweile auch den Lautsprecher überholt und freute mich, endlich das Gerät mal probeweise zu komplettieren.

Aber das Gerät arbeitete nicht gut. Durch die sehr bassvolle Wiedergabe des Lautsprechers entstand eine Art Mikrophonie. Ich hatte zunächst die Abschirmungen der HF-Röhren in Verdacht. Das war nicht die Ursache.

Bei einem SABA-Radio das ich Anfang der 80 er Jahre repariert hatte, war auch diese Erscheinung zu beobachten. Jetzt fiel mir wieder ein, ich hatte damals die Röhrenfassungen ersetzt. Es handelt sich um diese transparenten Kunststoffassungen. Bei näherer Untersuchung sah ich es schon. Alle Fassungen mit Ausnahme der Gleichrichterröhre haben Haarrisse. Die Röhrenfassung kann durch die Risse keinen Druck mehr auf die Kontakte ausüben. Ganz klar, Vibration wirkt sich auf die schlechten Verbindungen aus. Die Fassungen werden nur noch etwas durch die unteren Halteringe stabilisiert.

Ich habe mir nun von jeder Röhrenfassung eine Skizze gemacht und dort sämtliche Anschlüsse eingezeichnet. Auf den Bildern ist zu sehen, wie bröselig diese Fassungen im Laufe der 80 Jahre geworden sind.

Ich wollte hier neue Fassungen verbauen und fand tatsächlich 3 fabrikneue Topfröhrenfassungen bei eBay. Leider sind die Durchmesser der Aufnahmelöcher zu klein im Durchmesser, so dass ich gezwungen war, die Fassungen unter das Chassis zu montieren.

Wenn jemand mal ein Gerät von SABA aus den 36-37 er Baujahren überholt, empfehle ich unbedingt, wenn es Probleme gibt, die Röhrenfassungen zu überprüfen. Garantiert haben die auch diese Haarrisse.

Hier mal Bilder:

   

   

   

Hier eine der Ersatzfassungen

   

Das Radio ist ein Zweikreiser der 3. Generation. Ihr erinnert euch? !. Generation - 1 Hebel zur Verstellung des Drehkopaketes eines Kreises.
2. Generation - 2 Trimmer zur Geleichlaufherstellung auf der ganzen Skala (sehr ungünstig). Die 3. Generation besitzt Kerne in den Kreisspulen, die verstellbar sind für die tieferen Frequenzen. Und Trimmer für die höheren Frequenzen. Dieses Radio hat das alles. Trotzdem, schaut euch mal an, wie die Spulenkerne hier fixiert wurden. Oben an der Schraube und dann noch mal unten am Spulenkörper. Ich bin ehrlich, in jungen Jahren hatte ich schon gewußt, dass man die Spulenkerne leicht nachtrimmen muss.

Da hat man dann einen dicken Schraubenzieher genommen, oder gar eine Zange und hat verdreht. Knack, das war es dann. Man wurde schlauer und hat Aceton an die Kerne gemacht. Die Farbe muss doch angelöst werden. Dann war alles hin, die Spulenkerne die Spulenkörper. Vielleicht mit Hitze? Vergeßt es. Es läuft alles auf eines Hinaus - Totalschaden!

Diese Radios sind so alt, Leute, wenn die Kerne so wie hier fixiert sind - lassen. Ein kapitaler Schaden an den HF-Spulen wäre die Folge.
Viele schöne SABA-Radios habe ich in meiner Jugendzeit dadurch ins Jenseits befördert.

   

Hier sieht man die von SABA vollendete Tatsache. Spulenkern festgelegt mit Farbe praktisch unlösbar. Oben im Spulenturm sind die LW-Spulen. Von unten die MW-Spulen.

Nun hatte ja unser Hans K. viel mit diesen Geräten zu tun. Auch er wird diese Problematik damaliger Geräte kennen. Hans, hast Du da etwa noch einen Tip, wie man diese Kerne lösen kann?

Übrigens noch ein Satz zu den Röhrenfassungen. Die optisch sichtbaren breiteren Risse entstanden natürlich beim Herumwerkeln an den alten Fassungen.

Nach Ausbau zerfielen die Fassungen regelrecht.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#35
(05.09.2017, 11:16)Andreas_P schrieb: ....Leute, wenn die Kerne so wie hier fixiert sind - lassen. Ein kapitaler Schaden an den HF-Spulen wäre die Folge.
Viele schöne SABA-Radios habe ich in meiner Jugendzeit dadurch ins Jenseits befördert.

Hier sieht man die von SABA vollendete Tatsache. Spulenkern festgelegt mit Farbe praktisch unlösbar. ...


Ja, Andreas, das kann ich nur bestätigen. Da haben die SABA-Leute ganze Arbeit geleistet. Unverständlich, wenn man doch zugleich über Abgleichöffnungen in den Blechgehäusen einen Abgleich vorsieht und zugleich Einstellvorrichtungen an die Kerne konstruiert.

Ich hatte an 2 Sabas Typ 348 (also aus der sehr gut verkauften Nachfolgeserie) dies mal versucht und musste auch aufgeben. Ich erinnere mich, dass in einem Beitrag bei rm.org jemand das Problem mal dergestalt umgangen hat, dass er die Parallelkondensatoren "abgeglichen" hat, also sich über verschiedene Kapazitätswerte an das Optimum herangetastet hat. Ein dorniger Weg.

Gruß
k.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#36
Leider Andreas, kann ich auf dem Bild nicht das Problem erkennen. Würde ein abkratzen des "Siegel-Lacks" im kalten Zustand helfen und dann die Schraube/Gewindeteil mit dem Lötkolben erhitzen, helfen??
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#37
Hallo Andreas,

soweit ich das auf dem Bild erkennen kann ist lediglich die Gewindespindel mit Lack am Haltewinkel gesichert. Der Haltewinkel ist seitlich am Pertinax mit einer Schraube befestigt, sollte man den gesamten Kern mit Spindel und Winkel nicht entfernen können wenn man diese Schraube raus dreht ? Sollte das gehen könnte man die Spindel mit dem Winkel in Aceton einlegen und damit den Lack lösen. Dabei würde ich aber darauf achten das der Kern nicht mit Aceton in Berührung kommt. Einen Versuch wäre es sicher wehrt.
Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)
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#38
Hallo Dietmar und Norbert,

ja, wenn dieser fixierlack nur auf der Schraube wäre, dann bekäme man den Kern schon frei. Das Problem aber ist, dieser Lack wurde wohl nicht schnell trocken, d. h. es wurden auch die Kerne oberhalb mit dem fiesen Zeug versehen. Was man auf dem Bild nicht so gut erkennen kann, der Lack zieht sich oberhalb zwischen Kern und Loch. Der kern selber sitzt hier so bombenfest, dass man an ein Lösen nicht zu denken braucht. Klar hätte ich sonst von oben den Metallwinkel gelöst. Aber der Kern sitzt trotzdem bombenfest.

Von unten ist das noch gemeiner: Leider habe ich irgendwie die Bilder davon gelöscht. Dort besteht der Kern noch zusätzlich aus einem angegossenen Sechskant. Einmal mit der Zange versucht zu drehen und das Ding schert ab. Also, hier hat man wirkliche Probleme.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#39
Alles klar Andreas,

das ist auf dem Bild natürlich nicht gut zu erkennen. Im Prinzip könnte man ja sagen wenn man das L nicht ändern kann muß man halt das C des Schwingkreises ändern, bei einem ZF-Filter ist das sicherlich auch kein Problem, Festkondensator etwas kleiner machen und einen Trimmer parallel schalten mit dem man den Schwingkreis dann auf der gewünschten Frequenz in Resonanz bringt. Bei einem Geradeaus-Empfänger wird das aber wohl nicht möglich sein da die Spulen direkt am Drehkondensator angeschlossen sind und für einen guten Gleichlauf bei mehreren Kreisen unbedingt das L verändert werden muß. Ein parallel geschalteter Trimmer wird wohl nur am oberen Bandende seine Wirkung zeigen und unten nichts bewirken, dazu müsste wie schon gesagt das L geändert werden. Dumme Geschichte was Saba da gemacht hat, aber bei der Herstellung dieser Radios hat sicher keiner an Bastler und Sammler gedacht die irgendwann vor diesem Problem stehen könnten. Sicher war es auch keine Absicht das dieser Lack bis in den Spulenkörper läuft. Könnte man höchstens noch versuchen alles, eventuell nur den Kern vorsichtig zu erwärmen (erhitzen) und durch gefühlvolles Bewegen den Kern zu lösen, ansonsten wüsste ich jetzt auch keinen anderen Vorschlag. Aceton würde ich auf keinen Fall versuchen denn das löst wahrscheinlich den Spulenkörper auf.
Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)
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#40
Moin!

Nun noch ein paar Restarbeiten und der SABA ist fertig.

Der sehr schmutzige Schallwandstoff hat mich wirklich gestört. Nun ist es ja immer ein Risiko den Stoff zu zerstören. Ich habe die Festigkeit vorsichtig getestet und für robust befunden.

Erst in Waschmittel eingeweicht und dann mit milder DanClorix Mischung behandelt. 

Mit war klar, dass die blauen Schussfäden leiden werden, aber vor lauter Dreck hat man die so auch nicht gesehen... Rolleyes

Nicht perfekt, zumal es sehr schwierig war, den knapp bemessenen Stoff wieder vernünftig drauf zu bekommen, aber besser als vorher.

   
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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