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Tastkopfproblem
#21
Das hier wären jetzt Tastköpfe, mit denen man sowas messen könnte; sind natürlich aktive Tastköpfe, weil das sonst wohl garnicht mehr realisierbar wäre.

Keysight hat da dieses Messköpfchen im Programm:


Wenn da dann jetzt die Frage nach dem Preis für sowas gestellt wird, dann bekommt man leicht gerötete Ohrläppchen:
3700 Euro kostet sowas in der Grundversion; die Extras kommen da dann wohl noch je nach Messaufgabenbereich oben rauf.

Angesichts solcher Preise denke ich, daß wir mit dem, was wir so zur Verfügung haben, doch ganz gut bedient sind und zufrieden sein können; schließlich haben uns unsere vorhandenen Messmittel ja bis jetzt auch bei allen unseren Messaufgaben ausgereicht und zuverlässig gedient.

Den Philips Tastkopf PM 8928 habe ich auch; ursprünglich waren es sogar einmal 2 mit speziellen Spitzen für die Servicemessbuchse an den Philips Videorecordern VR 2020, VR 2022 etc. Hier kam man mit garnichts anderem hin, nur mit diesen Messköpfen einschließlich der steckbaren Tastspitzen. (Na ja, inzwischen mache ich mir für diese Messbuchse immer 2 Messadapter, auf welche ich dann auch die anderen Tastköpfe ohne diese steckbaren Spitzen aufstecken kann). Heute benutze ich den einzigen mir noch verbliebenen Tastkopf nur noch als Referenzkopf, wenn mir das Gezappel, das sich da gelegentlich auf dem Oszilloskop zeigt, doch zu abenteuerlich aussieht und für mich eigentlich nicht mehr als vernünftiger Kurvenzug zu interpretieren ist.

Ich habe außerdem 2 umschaltbare Rigol Tastköpfe, 2 umschaltbare König Tastköpfe (stammen vermutl. aus fernost), 2 umschaltbare Hameg Tastköpfe, 4 HP Tastköpfe (nur 1:10), 1 Siemens Tastkopf (auch nur 1:10) und 1 einfache Leitung RG 58 mit BNC auf 4 mm Bananenstecker.

Die HP Tastköpfe sind alle mehr oder weniger defekt (Aussetzer, Wakos, Kurzschlüsse etc) und eigentlich ein Fall für die Tonne; doch die haben so schöne Anschlußgehäuse, um die es mir leid täte. Wer weiß, vielleicht kann man ja so ein Gehäuse mal für irgendetwas gebrauchen. Ist immerhin voll geschirmt, da aus Metall und läßt sich ganz gut öffnen und wieder schließen. Werfe ich die weg, brauche ich vielleicht mal den einen oder anderen; also bleiben die vorerst mal da und wandern in die Kramkiste,- schließlich futtern die ja kein Brot.
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
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#22
Noch die Bilder von den Kabeln

1. 50 Ohm

   

2. 75 Ohm

   

Habe bei beiden Kabeln eine Kapazität von ca. 120pF gemessen, was ja eine ganze Größenordnung schlechter ist, als beim Tastkopf. Warum ist das Bild trotzdem eher besser??
Ob ich da mit T-Stück arbeite und nen Abschlußwiderstand anschließe oder nicht, ändert übrigens nur die Signalstärke, hat keinen Einfluß auf's Bild.

Könnte sonst noch wer Bilder von einem 10MHz Rechteck posten, aufgenommen mit einem 100MHz Oszi? Muß das so aussehen?
Gruß,
Uli
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#23
das zweite Bild gefällt mir.
Beim Bild1 hast du zuviel Parallel-C, bzw. das ist alles nicht breitbandig genug. Eine Veränderung des Kompensations-C im Tastkopf könnte für Besserung sorgen. Bedingung ist ein tadelloses Rechteck davor.
Bild2: Das ist ein kleiner Überschwinger, wenn du den Kompensations-C im Tastkopf ein kleinwenig zurücknimmst wirde der richtig schön gerade.
Gut erklärt zb hier: http://www.oszilloskope.net/tastkopf-abgleichen/

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#24
Uli zeigt im Post 22, KABEL und keine Tastköpfe. Wo soll er da drehen.??
mike
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher.

mike Smiley43
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#25
Danke Hans.
Meinte übrigens "Bilder von nem 5MHz Rechteck". Wobei 10 vielleicht auch nicht uninteressant wären. Oder 10 mit nem 200MHz Scope aufgenommen.
Sehr schön, um den Unterschied zwischen Theorie und Praxis zu sehen...
Gruß,
Uli
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#26
Ich wäre ja schon froh und hochzufrieden, wenn ich solche Kurven wie Uli mit meinen zur Verfügung stehenden Messinstrumenten hinbekäme. Mein Funktionsgenerator ist aus den Anfängen der 1980iger ein Bausatz von ELV. Der geht bis 1 Mhz und dann ist da Ende Gelände.
Der andere ist ein Sinus-Rechteck Generator mit Röhren aus Fernost; Entstehungszeit Anfang der 1970iger (1971/72); seither steht der die meiste Zeit nur herum. Der kann zwar ein 5 Mhz Rechteck (lt. Schalterstellungen), aber dabei sieht die Anstiegsflanke eher wie eine Sinushalbwelle aus denn wie ein Rechteckanstieg. Nun kann man in dem Fall die Schuld auf den wohl sicher nicht besonders qualitativen Generator schieben, was sicher auch richtig ist, aber nur zum Teil. Der Ozillograf ist ein Hameg 705, der laut Hameg über 70 Mhz Bandbreite haben soll(te); kann ich auch nicht nachmessen. Dafür fehlen mir die entsprechenden Messgeräte. Die Kurven von Uli's Messungen sind aber durchaus realistisch und praxisnah; wer ein absolut sauberes Rechteck erwartet, der muß dafür schon sehr gute Labormessinstrumente bemühen, die dann evtl den Hobbyrahmen weit übersteigen. Und das Kabel ist dann immer noch der Flaschenhals, der da für jede Menge unerwünschte Nebeneffekte sorgt.
Abschließend kann man also sagen, so einfach wie so ein Kabel auch aussehen mag, so kompliziert kann es aber auch werden.
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
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#27
Hallo Peter, hallo Uli, Martin  und Leser.

Ich warte jetzt noch ab, was der Spezialist aus der „warmen Messecke“
(der MARTIN)   zu den Kurven sagt, was ist die richtige  Antwort auf Uli’s
Fragen zu den Kabeln : 50 und 75 Ohm, Tastköpfe PHILIPS PM8928 und PM8926/59.

Uli erwartet ja klare Antworten und keinen allgemeine Meinungen oder Links ins www. wie in Post 22.

Es fehlen:  Antworten auf die Fragen: was ist von Ulis Teilen gut oder schlecht und warum ?  

Sonnst wird das ein unübersichtliches Thema,

Gruss mike
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher.

mike Smiley43
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#28
Die China-Kracher sind da - hier mal die Bilder.
Ich hätte vielleicht kein Vertrauen, wenn ich damit etwas entscheidendes für die nächste Marsmission basteln müsste, aber ICH würde sagen, für Radiobasteln sind die mehr als ausreichend.
Wäre trotzdem froh, wenn mal jemand hochwertigere Oszis zeigt bzw welche mit höherer Bandbreite, wie sich das auswirkt. Idealerweise auch mit diesen Chinadingern.
Hans, ich kann mir vorstellen Du besitzt ein tolles Oszi!? Die Leute aus der warmen Ecke ziehen hier irgendwie nicht so richtig mit.


Das bekannte 5MHz Rechteck - die Überschwinger krieg ich nicht weg kompensiert:

   

Mal ne Säge ausprobiert - auch hier merkwürdige Schwinger drin:

   
Gruß,
Uli
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#29
   
Erfahrungsbericht zum Tastkopf 2100, 100Mhz, 1:1 / 1:10 aus CHINA.

Ich habe den Typ nach den Gesichtspunkten eines Radio-Ingenieurs getestet.
Benutzt als Vergleich und Referenz, folgende Teile.


Scopes:
TEK 475 200Mhz (-3dB)
Risetime:1,75 nanosesec.

GO 40 Z 40Mhz (-3dB)        
risetime: 9 nanosec.

Hameg 20Mhz (-3dB)
risetime: 17,7nanosec.

H/P 1205A/B   500Khz (-3dB)
risetime: 0,7mikrosec.

Tastköpfe:
GRUNDIG TK16 1:1 /1:10,  20/200Mhz
risetime: 15/ 1,8 nanosec.

H/P 1007 1:1,  25Mhz
risetime: 15 nanosec.

Ich habe einen Rundfunk/Stereo-Messplatz und kein Digitallabor.
Ein Rechteckgenerator mit 100Khz, risetime: 40 nanosec.
Der Tastkopf wurde im Vergleich zum GRUNDIG TK16 an allen
Sinnvollen oder notwendigen Messungen in einem FM -Stereo Spitzentuner GRUNDIG T6500 vorgenommen.
Ein interner Takt eines 500khz Rechtecks,  zeigte keinen Unterschied der beiden  Tastköpfe.
Der TK16 geht mit –3dB bis 200Mhz, der 2100 (CHINA) bis ca. 110Mhz.

Die äußerst wichtige Phasentreue bei HF-Stereo zwischen dem MONO-Signal bei 300Hz, und den Seitenbändern bei 38Kz +/- 300Hz, werden einwandfrei eingehalten / gemessen, bei exaktem Abgleich des Tastkopfes am Scope mit dem Multiplexsignal L=-R mit Pilotsignal 19Khz.
Ob ein UKW Oszillator schwingt kann der 2100 mit einem geeigneten Scope messen.

Mehr braucht auch ein versierten Restaurator von Geräten der Unterhaltungselektronik nach meiner Meinung nicht.
Ich bin froh den Hinweis  im RBF bekommen zu haben, brachte er mir doch bequem und preiswert  4 Stck. Tastköpfe.










Nachtrag:
Interner Takt mit 500Khz auf TK16 und 2100, absichtlich nicth auf Nulllinie gestellt.

   





Stereo MPX als M zu S Vergleich. Wenn die Nullinie. waagrecht bzw. ohne Krümmung verläuft ist der Tk Stereotauglich. Hier der 2100 (CHINA)


   
 
mike jordan (hans)

   
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher.

mike Smiley43
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#30
Hallo, Hans,
Auch im Namen derer, die nur lesen: Wenns einen LIKE- Button geben würde, ich würde den gleich mehrmals drücken!

DANKE!

Viele Grüße, Henning
Schlau ist, wer weiß, wo er nachlesen kann, was er nicht weiß.
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#31
Ich auch.
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
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#32
hallo Uli,
nochmal zu dem 120pF Kabel ohne alles.

Mach mal kleines Experiment: Direkt am Oszi T Stück setzen und parallel zum Kabel einen Trimmkondensator, irgendwas, 5-40pF wär nett.
Dann probier mal ob du den Überschwinger damit wegbekommst Smile

Bez. der Frage nach noch schnelleren Oszis.
Jasicher könnte man euch sowas vorführen. Die technische Grenze für 1M Ohm Eingänge liegt aber bei 225MHz, darüber hinausgehende Geräte verwenden 50 Ohm Technik, das ist eine völlig andere Geschichte mit entsprechenden Tastköpfen.
Bis 200MHz, damit wird hier schon die ganze Welt präsentiert. Herzlichen Dank dafür. Würde ich jetzt einen 400MHz Tek mit 1M eingängen bestücken ginge der noch bis 225MHz = Ende. Wär also nicht flotter unterwegs als der 475

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#33
(22.08.2017, 10:46)Martin schrieb: Mach mal kleines Experiment:  Direkt am Oszi T Stück setzen und parallel zum Kabel einen Trimmkondensator,...

Bist Du Dir sicher mit "parallel"?
Dann hab ich aber bisher was gründlich mißverstanden!?

PS: Ausprobiert, ändert gar nichts. Allerdings ändert auch die Serienschaltung nichts außer der Signalstärke. Allerdings hatte ich auch gar keinen Bedarf, das Kabel anzupassen Wink

PPS: Doch, bei genauem Hinsehen wird der Überschwinger bei parallel Schaltung erwartungsgemäß etwas größer. Da ich aber mit dem 50 Ohm Kabel keine Schwinger habe, werde ich bei Bedarf einfach das nehmen.
Gruß,
Uli
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#34
Hallo Mitleser,

ich habe den Eindruck, die Kabel für Teilertastköpfe sind nicht so trivial, wie man meinen könnte.
Beim Reparaturversuch eines Wackelkontaktes hatte ich einen ganz dünnen Innenleiter von ca 0,1mm
Durchmesser gefunden.  Das Zwei-Meter-Stück hatte einen Widerstand (ohmisch) von ca 250 Ohm.

Tastkopfkabel AT010.JPG
   

Zum Vergleich hier noch das Schaltbild eines P6105 (Tekt.).
Dort gibt es in Reihe zu dem Kabelwiderstand (hier 262 Ohm für das 2m-Stück)
noch einen zusätzlichen Serienwiderstand von 133 Ohm.

Tektronix P6105 Probe Tastkopf Sch_kl.PNG

   

Viele Grüße,
Wolfgang
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