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Ein traditionsreiches Berliner Geschäft ist nun am Ende...
#1
Zwar kein Hersteller, aber ich meine doch wert der Ewähnung in dieser Rubrik. Das Musikhaus Bading hat in der Blütezeit der Radiogeräte ein großes Geschäft in Berlin Neukölln betrieben. Die Historie dazu ist im www. zu finden. Zum Schluß haben die alten Betreiberinen und ihr ebenso alter Angestellter nur noch mit Noten und Musikinstrumenten und Zubehör gehandelt. Das war nur noch möglich, weil das Haus mit dem Geschäft ihnen gehört und sie keine Miete zahlen mussten.
Die Fassade des Eckhauses ist noch immer mit den riesigen Schriftzügen der alten Gerätehersteller bestückt, die Neonreklamen darauf leuchten jedoch schon lange nicht mehr. Blaupunkt, Saba, Telefunken, Grammophon ist dort in grünen Lettern dominant an der Fassade zu sehen. Die vielen Schaufenster wurden aber immer liebevoll gestaltet mit der aktuellen Vekaufsware und mit Überbleibseln der Geschichte des Hauses. Leider ist damit nur für immer Schluss:

(07.01.2018, 19:35)Klarzeichner schrieb: PS: Was sagst du als Neuköllner zu der Katastrophe bei Bading?

Furchtbar, furchtbar, furchtbar! Nicht nur, dass hier das letzte Traditionsgeschäft auf der Karl-Marx-Str. wohl nun für immer verschwinden wird, noch viel schlimmer aber ist, dass hier ganz bewusst Silvesterböller in die Türen und Fensterverkleidungen gestopft wurden, mit dem Ziel das Geschäft zu zerstören und chice Filmchen mit dem Handy machen zu können. Fast wären dabei mehrere Menschen gestorben, die mit sehr viel Glück und dem sehr schnellen Einsatz der Feuerwehr "nur" verletzt ins Krankenhaus kamen und überlebt haben. Das macht mich wirklich wütend.
In meiner Wohnung wäre es ja fast auch zum Brand gekommen, weil die Typen mit Leuchtkugeln in die Wohnung geschossen haben. Bei mir ist es zum Glück bei nur Glasbruch geblieben, aber es hätte auch anders kommen können.

Meine täglichen Wege innerhalb der Arbeit führen mich immer wieder an dem alterwürdigen Geschäft mit den uralten Neonreklamen aus den 50er und 60er Jahren vorbei. Immer waren die alten Damen und der alte Herr im Geschäft und haben tapfer weitergemacht. Jetzt sind die Fenster mit Spanplatten zugenagelt und die Fassade ist rußgeschwärzt. Die alten Damen hätten in diesem Jahr ihr 100jähriges Bestehen feiern wollen und danach evlt. aufgehört. Die Feier im Geschäft ist ihnen mit Sicherheit genommen.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/m...t-29431840
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#2
Das ist traurig und beschämend, mir fehlen die Worte!
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#3
Hallo Anton  Smile

Ja, das finde ich auch sehr traurig, und echt respektlos & gemein, was da manche Mitmenschen abziehen.
Wenn man so etwas liest oder sieht, kann man schon in's Grübeln kommen, wo sind die Werte geblieben,
Respekt, Anstand, Wertschätzung, Hilfsbereitschaft.... Die armen Betreiber tun mir echt leid. Ich kann nur
hoffen, daß es noch ein paar Leute gibt, die ihren Laden kannten, und zu ihnen stehen und ihnen ein offenes Ohr schenken. Rose

Wie gut, daß in unserem Forum noch viel vom "guten Geist" erhalten ist   Maus

Herzliche Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#4
Hallo Anton,

man muss in diesem Falle wirklich von hirnlosen Idioten reden. Es ist unglaublich, wenn man so verfolgt, was da Sylvester ab ging. Ich habe das Gefühl das Thema Gehirn und denken darf man hier überhaupt nicht ansprechen.

Ich schlug Samstag die Braunschweiger Zeitung auf. Da wurde auch über ein solch trauriges Thema berichtet. Zwei jüngere Schwestern wollten auf dem Schloßvorplatz in Braunschweig die Sylvesterknallerei vor historischer Kulisse (rekonstruiert) ansehen. Die eine junge Frau erlitt eine böse Augenverletzung durch einen an ihr vorbeifliegenden und explodierenden Böller. Sie droht evtl. auf dem einen Auge zu erblinden.
Es wurde berichtet, dass es dort vor dem Schloß zu einem regelrechten Chaotentreffen kam.
Einige der Herrschaften fanden es witzig Knaller und Raketen auf Menschen abzuschließen.

Die Mutter der beiden Frauen brachte eine interessante Anregung: Man sollte die gesamte Knallerei verbieten und an zentralen Standorten, ähnlich wie bei Schützenfesten; Höhenfeuerwerke von Fachleuten zünden lassen. Dann wäre diesen Chaoten schon wieder ein Beätigungsfeld genommen.

Wer sich so an Menschen versündigt, gehört eingesperrt. Ohne wenn und aber!
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#5
(08.01.2018, 01:51)Andreas_P schrieb: Die Mutter der beiden Frauen brachte eine interessante Anregung: Man sollte die gesamte Knallerei verbieten und an zentralen Standorten, ähnlich wie bei Schützenfesten; Höhenfeuerwerke von Fachleuten zünden lassen. Dann wäre diesen Chaoten schon wieder ein Beätigungsfeld genommen.

Hallo Andreas,

Das wäre wieder so ein Fall wo der Gesamtheit der Bürger etwas genommen wird weil einige Individuen sich unverantwortlich verhalten. Was soll denn noch alles verboten werden?


Ich Feiere Silvester gerne hier in unserer Straße mit den Nachbarn und hier würde keiner auf die Idee kommen auf den anderen Raketen abzufeuern.  Anstelle alle kollektiv zu bestrafen sollten die Chaoten zur Rechenschaft gezogen werden die so etwas machen. Das was die machen ist versuchte Körperverletzung und Sachbeschädigung. Wenn Hier mal mit ein paar drakonischen Strafen Exempel statuiert würden, wäre dem schnell Einhalt zu gebieten. Außerdem glaube ich nicht, dass sich derartige Leute an "Böllerverbote" halten würden. Hier hilft nur eine harte Hand. Ich könnte noch wesentlich mehr schreiben z.B. aus welchen Kreisen diese Chaoten vermutlich kommen aber hier im Forum ist nicht der Ort für politische Themen.
Viele Grüße
Semir
---------------------------------
"Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer der wußte das nicht, und hat es gemacht."
(Prof. Hilbert Meyer, Uni Oldenburg)
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#6
Vielen, vielen Dank Semir für diesen Beitrag. Genau das gleiche wollte ich eben schreiben.
Und dass die Staatsgewalt nicht einschreitet dürfte genau an den von dir vermuteten Kreisen liegen
Gute Nacht Deutschland.

Gruß,
Achim
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#7
Nein, ein politische Diskussion wollte ich hier auch nicht auslösen. Ich hoffe aber sehr, dass die Täter und deren Umfeld (Zuschauer) hart bestraft werden, so sie denn Alle ermittelt werden können. Die Polizei prüft in diesem Fall sogar dem Verdacht des versuchten Mordes wegen absichtlicher Brandstiftung.

Mein (Tag-)traum war sehr oft, wenn ich im Lotto gewinne, kaufe ich den alten Damen das Haus ab und richte dort ein Rundfunk- und Phonomuseum ein. Es wäre dafür ideal. Die alten Leuchtreklamen und die Fassade schön restauriert... Smiley63 Träum...

Sogar die Kellerräume waren seinerzeit ausgebaut. Dort fanden sich kleine Separees zum Probehören der neuesten Platten, die Wände waren stoffbespannt und es gab überall schöne, historische Holzverkleidungen und Regale und Stuckdecken. Im Lauf der Jahre wurden der jeweils linke- und rechte Teil als separate Läden vermietet. Aber der Hauptteil des Geschäftes blieb immer das Musikhaus Bading.

Ich hab mich immer so gefreut, dass dieses Stückchen Historie erhalten geblieben ist und mit mir sehr viele andere Menschen, wie man auch an den am Geschäft angehefteten Nachrichten lesen kann. Es haben sich auch schon viele Leute gemeldet, die bereit wären, kostenlos beim Wiederaufbau des Geschäftes zu helfen. Aber die alten Betreiber werden wohl nicht mehr die Kraft dazu haben. Da werden wohl bald die Immobilienhaie zuschlagen und das nicht modernisierte Haus abreißen und neu bauen.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#8
(08.01.2018, 01:51)Andreas_P schrieb: Hallo Anton,

man muss in diesem Falle wirklich von hirnlosen  Idioten reden. Es ist unglaublich, wenn man so verfolgt, was da Sylvester ab ging. Ich habe das Gefühl das Thema Gehirn und denken darf man hier überhaupt nicht ansprechen.

Ich schlug Samstag die Braunschweiger Zeitung auf. Da wurde auch über ein solch trauriges Thema berichtet. Zwei jüngere Schwestern wollten auf dem Schloßvorplatz in Braunschweig die Sylvesterknallerei vor historischer Kulisse (rekonstruiert) ansehen. Die eine junge Frau erlitt eine böse Augenverletzung durch einen an ihr vorbeifliegenden und explodierenden Böller.  Sie droht evtl. auf dem einen Auge zu erblinden.
Es wurde berichtet, dass es dort vor dem Schloß zu einem regelrechten Chaotentreffen kam.
Einige der Herrschaften fanden es witzig Knaller und Raketen auf Menschen abzuschließen.

Die Mutter der beiden Frauen brachte eine interessante Anregung: Man sollte die gesamte Knallerei verbieten und an zentralen Standorten, ähnlich wie bei Schützenfesten; Höhenfeuerwerke von Fachleuten zünden lassen. Dann wäre diesen Chaoten schon wieder ein Beätigungsfeld genommen.

Wer sich so an Menschen versündigt, gehört eingesperrt. Ohne wenn und aber!

Siehe Australien. Die sind uns nicht nur mit dem öffentlichen Sylvesterfeuerwerk und dem Verbot jeglichen privaten Feuerwerks voraus!!!!

Viele Grüße
Gerd "capitol"
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#9
In Australien hat das aber einen ganz anderen Hintergrund, nämlich der enormen Gefahr von unbeabsichtigen Bränden auf großen Naturflächen...
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#10
(08.01.2018, 14:19)Anton schrieb: In Australien hat das aber einen ganz anderen Hintergrund, nämlich der enormen Gefahr von unbeabsichtigen Bränden auf großen Naturflächen...

Lieber Anton, Du weißt hoffentlich, wie sehr ich Dich schätze. Einzig wichtig ist doch wohl die Wirksamkeit und der Erfolg dieser Regierungsentscheidung! Ich habe doch, um ja nicht politisch zu werden, auf weitere vorbildliche Entscheidungen und Gesetze zu zitieren, verzichtet.

Viele Grüße
Gerd
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#11
(08.01.2018, 02:52)achim schrieb: Vielen, vielen Dank Semir für diesen Beitrag.  Genau das gleiche wollte ich eben schreiben.
Und dass die Staatsgewalt nicht einschreitet dürfte genau an den von dir vermuteten Kreisen liegen  
Gute Nacht Deutschland.

Gruß,
Achim

"Denk ich an Deutschland in der - Sylvester -Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen". Frei nach Heinrich Heine

Jeder soll sich seinen eigenen Reim über die Konsequenzen für diese Banditen machen, die aus purer Wollust und ungehemmter Zerstörungsfreude ihre Verbrechen an Sachen und Menschen begehen. Völlig unmoralisch, menschenunwürdig und unverzeihlich waren und sind Angriffe auf Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte mit Böllern, Raketen und Schlagwaffen!!!
Ich hüte mich davor, hier politisch zu werden und öffentlich meine Meinung über die Bestrafungen dieser Gangs zu äußern und eventuelle Vorschläge dazu zu machen.

Fact ist, dass in den letzten Jahren die Gewalttaten in unserem Deutschland eskalieren
(jüngste Beispiele einer "Demonstration": Hamburg). Da wurden sogar beschwichtigende, nachsichtige Stimmen laut!
Auch dazu sind:
"Der Worte (...) genug gewechselt,
Lasst mich auch endlich Taten sehn!
Indess ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn".

Voll des gerechten Zorns: Gerd "capitol"
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#12
(08.01.2018, 02:30)Semir schrieb:
(08.01.2018, 01:51)Andreas_P schrieb: Die Mutter der beiden Frauen brachte eine interessante Anregung: Man sollte die gesamte Knallerei verbieten und an zentralen Standorten, ähnlich wie bei Schützenfesten; Höhenfeuerwerke von Fachleuten zünden lassen. Dann wäre diesen Chaoten schon wieder ein Beätigungsfeld genommen.

Hallo Andreas,

Das wäre wieder so ein Fall wo der Gesamtheit der Bürger etwas genommen wird weil einige Individuen sich unverantwortlich verhalten. Was soll denn noch alles verboten werden?


Ich Feiere Silvester gerne hier in unserer Straße mit den Nachbarn und hier würde keiner auf die Idee kommen auf den anderen Raketen abzufeuern.  Anstelle alle kollektiv zu bestrafen sollten die Chaoten zur Rechenschaft gezogen werden die so etwas machen. Das was die machen ist versuchte Körperverletzung und Sachbeschädigung. Wenn Hier mal mit ein paar drakonischen Strafen Exempel statuiert würden, wäre dem schnell Einhalt zu gebieten. Außerdem glaube ich nicht, dass sich derartige Leute an "Böllerverbote" halten würden. Hier hilft nur eine harte Hand. Ich könnte noch wesentlich mehr schreiben z.B. aus welchen Kreisen diese Chaoten vermutlich kommen aber hier im Forum ist nicht der Ort für politische Themen.

Du hast Recht, Andreas. Was soll uns den noch alles verboten werden? Darin sind wir weiß Gott auch Weltmeister. Offensichtlich geht es bei uns nicht anders. Aber dann, wenn die Gewalt derart und weiter eskaliert und unsere Kultur, Ethik und Gesellschaft in ernste Gefahr geraten, muss zu drakonischen Maßnahmen gegriffen werden.

Viele Grüße
Gerd "capitol", dem es in diesem Zusammenhang sehr schwer fällt, gemäßigt zu reagieren.
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#13
Ich bin aber der Meinung, dass sich diese drakonischen Maßnahmen nicht den unbescholtenen, verantwortungsvollen Bürger in Form von Verboten, sondern einzig die Straftäter in Form von rücksichtsloser, strafrechtlicher Verfolgung treffen sollten.
Wobei ich den Begriff rücksichtslos ausnahmsweise in seiner direkten, ursprünglichen Form zu verstehen ist.

Gruß,
Achim
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#14
(08.01.2018, 17:01)achim schrieb: Ich bin aber der Meinung, dass sich diese drakonischen Maßnahmen nicht den unbescholtenen, verantwortungsvollen Bürger in Form von Verboten, sondern einzig die Straftäter in Form von rücksichtsloser, strafrechtlicher Verfolgung treffen sollten.
Wobei ich den Begriff rücksichtslos ausnahmsweise in seiner direkten, ursprünglichen Form zu verstehen ist.

Gruß,
Achim

Einverstanden!
Gruß
Gerd
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#15
Denkt bei allem "gerechten Zorn" auch daran, erstmal NICHTS zu glauben, wofür es nicht mehrere, unabhängige Quellen gibt, dazu möglichst noch Informationen aus erster Hand! Zu viele Seiten sind aus den verschiedensten Gründen daran interessiert, solche und andere Emotionen zu schüren. Und die neuen Medien machen die Situation nicht besser, speziell auf Facebook sollte man allem, was irgendwelche Emotionen hervorruft, 10fach kritisch gegenüber stehen und es am besten GRUNDSÄTZLICH als "fake" einstufen. IMMER!
Wer durch die Art seiner "Berichterstattung" Emotionen hervorrufen will, der will gezielt manipulieren und das sollte einen immer nur mißtrauisch machen. Aber auch seriöse Quellen können durch einseitige Berichterstattung oder mangelhafte Recherche die Wahrheit - gewollt oder ungewollt - stark verzerren.

Am Beispiel Hamburg: Da gab es sehr wohl viele äußerst friedliche, legitime und gute Demonstrationen. Davon wurde nur quasi NICHTS gezeigt, weil die Krawalle spektakulärer waren (= mehr Klicks bringen).
Bei sowas sollte die Frage immer sein "cui bono?" (wem nützt es?).
Gruß,
Uli
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#16
(08.01.2018, 14:19)Anton schrieb: In Australien hat das aber einen ganz anderen Hintergrund, nämlich der enormen Gefahr von unbeabsichtigen Bränden auf großen Naturflächen...

Yipp, da ist nämlich Sommer!
Viele Grüße

Franz Bernhard

... und die Radios laufen nicht weg!

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#17
Drakonische Massnahmen muß man nicht unbedingt ergreifen. Aber drakonische Strafen sollten bei nachweislich solchen Handeln angemessen sein. Und das fehlt hier in unserem Land.
Radiogrüße Detlef

Wer nicht mit dem zufrieden ist was er hat, wäre auch nicht zufrieden mit dem was er hätte, wenn er es haben würde.
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#18
Ich kenne den Laden. Leider war es wirklich nur Frage der Zeit wann die schließen. Einige ähnliche Geschäfte in meiner Umgebung - sprich Mitte und Kreuzberg haben schon seit einiger Jahren auch aufgegeben. Mit der Bequemlichkeit des Online - Angebotes kann keiner mithalten. Und die Besteuerung des Onlinehandels wird auch keinem Helfen.
Nur hier ist die Frage eine andere - was soll noch passieren, dass der Staat endlich beginnt seine Aufgaben im Sinne des Gesetzes zu erfüllen. Ich habe Angst, dass unsere gesellschaftliche Entwicklung in ganz falscher Richtung dreht. Leider, Jammern hilft nicht, leider, leider. Beispiele ohne Ende...
Zahnlose Gesellschaften haben keine Chance - und kurzsichtig geführten auch nicht, zumindest kennt die Geschichte nicht.

Trotzdem, lass uns ein gesundes, glückliches Neues Jahr, uns und dieser verkehrten Welt wünschen. Was besseres kennen wir nicht und haben wir auch nicht...
Gruß!
Ivan
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#19
Hallo zusammen,
der Punkt ist eigentlich der, dass immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene vollkommen unverantwortlich und leichtsinnig mit den Silvesterartikeln umgehen, oder einfach zu blöd sind das Zeug richtig zu verwenden.
Am Silvesterabend kam ich mit dem Rad nach Hause und fuhr auf die Hinterhof, da sah ich schon ne brennende Lunte auf mich zufliegen. Ich konnte noch ausweichen, aber war bedient.
Am nächsten Morgen sah ich dann vereinzelt Raketen, deren Stäbe in den Boden gesteckt waren, also vermutlich nicht hochgeflogen sind und am Boden explodierten.... Hallo? Logisch nachdenken? Bedienungsanleitung gelesen?

Als nächstes Problem sehe ich den steigenden Import von verbotenen Feuerwerksartikeln wie sogenannte Polenböller. Ich las von mindestens einem Toten wegen Böller. Die hier zugelassenen Böller schaffen das nicht.
Ich habe das Gefühl, das es dieses Jahr besonders stark war, nachdem die Knallerei in den letzten Jahren etwas geringer war.

Geknallt wird ja letztendlich massiv in den Städten, wer auf dem Dorf zu Silvester aus allen Rohren feuert, steht meistens sehr alleine da und der eine oder andere Nachbar unterbindet das dann. So erging es mal einem Bekannten, der bei den Schwiegereltern zu Silvester war. Er kam mit seinem ganzen "Böllerasenal" wieder zurück, weil die ihn sonst gelyncht hätten, wie er sagte. Ist aber auch schon ca. 25 Jahre her.

Außerdem kommt noch erhöhter Alkoholkonsum und damit Enthemmung und Kontrollverlust hinzu, so steigt einerseits die Unfallgefahr und das Verletzungsrisiko durch Feuerwerksartikel und andererseits die Gefahr von Sachbeschädigungen. Hier wurden schon ganze Mülleimer gesprengt und in einen Blechcontainer war ein Loch gesprengt, voller Durchschlag.

@Andreas_P,
die Mutter von der jungen Frau mit dem verletzten Auge kenn ich ein wenig, die betreibt hier ein Second-Hand-Geschäft, da hab ich auch den weißen Regulator her. Den Artikel hab ich auch gelesen, könnte k...... und stimme vollumfänglich zu, Feuerwerke nur noch professionell zu erlauben. Das Geld, was in Privatfeuerwerke gesteckt wird, kann man auch für Eintrittsgelder solcher Großveranstaltungen ausgeben.

Freundliche Grüße,
Arnold
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#20
Nachtrag:
@Ivan,

ich wollte heute in der Filliale einer bekannten Elektronikapotheke, deren Name mir mittlerweile wegen einer spontanen Gedächtlslücke heute morgen entfallen ist, etwas bestellen. Die letzten Jahre ging das immer problemlos am Tresen, Bestellung, Name, zwei Tage warten, abholen. Nur heute wollte der Verkäufer meine Kundennummer wissen. Ich sagte, ich habe keine und werde auch keinen Kundenaccout für sowas anlegen.
Daraufhin sagte mir der Verkäufer, dass ich dann nicht bestellen könne - Ich wünschte dem Herren noch einen guten Tag und dieses Geschäft wird mich nie wieder sehen, auch nicht als Onlinekunde.

Zwei andere Kunden bemängelten zuvor laustark die baldige Schließung der Filiale. Als die Papierkataloge abgeschafft wurden haben auch viele gemeckert. Servicewüste Deutschland...

Dieses Elektronigeschäft macht sich selbst schon seit Jahren kaputt, vor einigen Jahren führte man auf die eh schon recht hohen Preise Preisaufschläge im Ladengeschäft ein, angeblich als Bedienungszuschlag. Damals wurde auch die Fundgrube mit defekten/beschädigten Artikeln geschlossen.

Und nun im Jahre 2018 wird man gezwungen sich wegen Kleinkram irgendwo online anzumelden, tausend Accounts und Passwörter anlegen, seine Daten und sein Kaufverhalten zu verkaufen. Irgendwann wird es vielleicht heißen, Sie bekommen Artikel xyz, nicht, weil Sie kein ausgebildeter Elektriker/Elektroniker sind.

Freundliche Grüße,
Arnold
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