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Zeigt eure Schreibmaschinen!
#1
Hi,

ich möchte hier einmal die Schreibmaschine Olympia SPLENDT 33 meines 1966 verstorbenen Vaters vorstellen.
Ich halte sie in Ehren und habe sie 2017 komplett gereinigt und ihr ein neues Farbband spendiert.
Viel schreibe ich nicht darauf, aber bei manchen Formularen ist sie sehr hilfreich.

   
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#2
Hallo Wolfgang, hier unser Schätzchen. Ansonsten trifft Dein Text bezüglich der Nutzung exakt auch auf diese Maschine zu.    
Gruß Franz
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#3
Hallo Wolfgang
Hallo Franz

Danke für Zeigen dieser zwei Maschinen, die den Start eines Umbruchs in den Büros zeigen, der sich bis heute fortsetzt...

Die IBM Kugelkopf-Maschinen waren in den Mitt-70igern schon was tolles mit dem speziellen Farbband (guter Kontrast!) und der Korrekturtaste. Aber auch nicht ganz ohne in Bezug auf Wartungsaufwand (Bändchensteuerung des Kugelkopf) und Kosten des Verbrauchsmaterials.

Die mir damals zur Verfügung stehende IBM war ein Vorläufermodell des von Dir gezeigten Geräts. Dieses hatte nach einem nötig gewordenen Motor-Tausch einen zu starken Motor drin - ein Originalmotor war da schon nicht mehr erhältlich. Bei jedem Wagenrücklauf hat es die ganze Maschine um ca. einen Zentimeter nach rechts hinten weg gehauen :-))

Nur ein/zwei Jahre später hielten dann mit den Magnetkonten-Kleincomputern die ersten Computer Einzug in die Buchhaltungen. Vorher waren für Administration, Lagerbewirtschaftung etc. entweder mechanische Geräte analog den Schreibmaschinen im Einsatz oder man bediente sich mittels Lochstreifen oder Lochkarten der Dienste von (externen) Rechenzentren....

Viele Grüsse, Walter
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#4
Ein längst vergessenes geniales Schreibgerät,
diese war das Exportmodell 1960, mein Vater konnte damit zaubern.
Selbst Tabellen erstellen, richtig Formulare und Etiketten, einfach genial.
Ich durfte zu der Zeit dann in der VHS einen Kurs für Schreibmaschinen belegen.
Leider habe ich meine "Erika" beim Tunen mit einem verkehrten Spray etwas ruiniert!!!

       
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#5
Ja da kommen Erinnerungen auf. Ich hatte als Jungspund zu Weihnachten erst so eine billige Quelle Schreibmaschine bekommen. Damit habe ich meine ersten Geschichten geschrieben (habe ich noch).

Oma hatte dann eine professionelle Olympia Kofferschreibmaschine für mich. Die hatte mich 50 Mark gekostet. Den Geruch von der Maschine habe ich heute noch in der Nase. Unvorstellbar aber ich konnte den Betrag durch Zeitung austeilen stemmen.
Diese doch ziemlich schwere Maschine habe ich jeden Samstag mit in die Schule zum Schreibmaschinenkurs geschleppt. Ziemlich uncool fand ich dann das die Tasten mit Aufkleber beklebt werden mussten. Wo ist den jetzt welcher Buchstabe? Erst ein leichter Druck auf die Taste und ein Blick auf den Buchstabenstempel gab das Geheimnis der Taste Preis Big Grin

Reinhard ein RBF-Forenmitglied hatte hier ja mal seine Schreibmaschinensammlung im Technikmuseum in Quirnheim präsentiert.
Die Geschichte meiner geliebten Schreibmaschine geht weiter: Nachdem nun die elektrische Schreibmaschine meines Opas kaputt ging. Was habe ich darauf als Kind seitenweise so Sachen wie das hier "oiahyfpaihfpahf" geschrieben Big Grin mit der elektrischen Typenhebelschreibmaschine die immer so leise gebrummt hat.
Nun ich hatte ja zum Zeitpunkt schon einen Epson 9 Nadeldrucker und einen Amiga Computer. So habe ich meine Maschine an Opa verliehen. Es vergingen Jahre meine immerhin 50 Ocken teure Maschine fand nie wieder zu mir zurück. Opa starb, dann Jahre später die Oma. Meine Maschine verschollen oder im Container gelandet ist unerreichbar für mich geworden.

Wie sich später heraus stellte hatte mein Opa niemals mit meiner Schreibmaschine geschrieben, weil er sie durch seine Arthrose nicht bedienen konnte.

Fazit: Verleihe niemals deine Schreibmaschine
Grün statt Braun
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#6
Habe auch noch so ein altes Schätzchen. Kurze Bootzeiten, keine Probleme mit Updates und Patches und Virenfrei (solange niemand drauf niest oder reiert), nur etwas Laut bei den Anschlägen. Eigentlich ideal für Formulare, die hat mein 286er mit Nadeldrucker und Word 2.0 nie ausfüllen können. Jetzt überlege ich wann ich das letztemal ein Formular (offline mit Schreibmaschine oder Stift) ausfüllen musste? Ich glaube alle Ämter haben heute ausfüllbare PDF Dateien?
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#7
Zitat:Fazit: Verleihe niemals deine Schreibmaschine

Alles was mit F anfängt verleiht kein Bauer, eher die Frau, aber nie sein Ferd Smiley57
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#8
Hallo zusammen,

ich hatte bislang drei Schreibmaschinen, eine Olympia im großen Koffer, ähnlich der abgebildeten da unten, später bekam ich über Nachbarn eine wesentlich Kleinere geschenkt, die Große ging zurück an meinen Bruder. Als ich einen Computer hatte, gab ich die kleinere Maschine ab an eine Bekannte von meinem Bruder.

Vor ca 2 Jahren erwarb ich in einem Second-Hand-Laden dann folgendes Gerät. Die Maschine ist wahrscheinlich unbenutzt, da sie zum Zeitpunkt meines Erwerbs kein Farbband hatte und die Buchstaben sauber sind. Im Prinzip also neuwertig, nur der Koffer hat gelitten.

Olympia SM 9
   

bestellt im Aprill 1966 (den Abschnitt mit Namen des Vorbesitzers habe ich bewusst weggelassen)
   

Quittung vom 2.5.1966 (auch hier ist der Name des Vorbesitzers oben drauf)
   

Bedienungsanleitung
   

Prüfbogen
   

Ich hoffe es hat gefallen.

Freundliche Grüße,
Arnold
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#9
Hallo zusammen,

da kann ich auch noch mit einer ADLER Junior Kofferschreibmaschine von 1960 mithalten.
Interessant ist noch die beiliegende Schriftkontrolle.

   

   

Herzliche Grüße
Robert
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#10
Und dann gab es da doch noch die Gabriele die man mit einem C64 als Drucker verwenden konnte. Das waren Zeiten....
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#11
Hallo Wolfgang,

die SPLENDID habe ich zur Konfirmation bekommen ..... die habe ich dann bis zum 7.Semester benutzt ...... dann gabs eine Elektrische.
Grüße aus dem Odenwald,

Werner


Lesen gefährdet die Dummheit!
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#12
Is ja schon toll, daß ihr noch so viele Unterlagen zu den Maschinen besitzt, ich habe da leider nichts vorzuweisen.

Hi Werner, so eine elektrische hatte ich nie, ähnlich war mein erster PC Schneider Joyce PCW256,
Das war eine Tastatur, ein Grünmonitor und ein Nadeldrucker, hat sich aber in den Büros nicht bewährt.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#13
Ich erweitere mal das Thema mit einem alten Schätzchen aus der Lochkarten Zeit. Dieser Kartenlocher war in jeder der sog. Lochkartenabt. präsent. Er diente zum ersatzweise Erstellen einzelner defekter Lochkarten (Datenträger). Sein Design geht auf die 30er Jahre zurück. Allerdings war er damals schwarz lackiert. Für mich hat dieses Teil eine besondere Bedeutung. Es war beim Eintritt in diese Firma das erste Gerät , welches ich 1961 technisch aufarbeiten durfte. Ich habe 2 Tage daran gewerkelt. Später gelang das in 4 Stunden und wurde Samstagsvormittags in Sonderschichten erledigt.
Nach diesem Gerät ging die Ausbildung ( learning by doing ) dann durch die gesamte Produktpalette weiter bevor ich auf die Kunden losgelassen wurde.

   
Franz
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#14
Hallo Franz

Schönes Gerät! Obwohl in meinem Lehrbetrieb Lochkarten verwendet (lies gestanzt) wurden, habe ich eine solches Gerät nie gesehen. Offenbar konnten die Damen, welche die Lochkarten-Stanzer bedienten, Ersatzkarten auch auf diesen erstellen.

Viele Grüsse, Walter
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#15
So ein Teil habe sehe ich hier zum I. Mal.

Anfangs der siebziger Jahre hat meine Frau zu Hause Daten in Lochkarten mit einer Zange geknipst.

Diese Karten wurden mit Daten aus der Flugzeuginstandhaltung gefüttert und in einem DVZ eingelesen und ausgewertet.
Sie konnte sich  seinerzeit die Fehlstunden für den Erwerb des Autoführerscheines erkaufen.
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#16
Gelernt habe ich auf so einem dicken Klops von Schreibmaschine, eine Triumph Adler. Hier so eine Maschine:

   

Später habe ich meine Jahresarbeit für die staatliche Anerkennung auf einer Olympia Monika Kofferschreibmaschine getippt:


.jpg   Schreibmaschine Olympia Monika.jpg (Größe: 138,15 KB / Downloads: 482)

Nochmal später habe ich mir dann eine elektrische Schreibmaschine mit Korrekturband angeschafft. Keine der Maschinen existiert mehr. In der Arbeit hatten wir vor Einführung der PC´s noch IBM Kugelkopfschreibmaschinen mit Korrekturband. Allerdings mussten alle offiziellen Schreiben mit 2 Durchschlagkopien und Kohlepapier erstellt werden. Das hieß, das nur das Original mit Korrekturband berichtigt werden konnte, die beiden Durschlage aber wieder händisch mit Tippex...

Erst die PC´s machten die Arbeit dann wirlich leichter, obwohl die Nadeldrucker noch furchtbar laut waren.

Meine heutige, mechanische Schreibmaschine ist nur noch zur Deko, obwohl auch voll funktionsfähig:

   
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#17
Da kann ich mal wieder was aus dem Hut zaubern, was sicher nicht jeder kennt.

Von der Firma Swing Electroimpex Frankfurt habe ich eine kleine Reiseschreibmaschine mit eingebautem Radio.

Auf der Schreibmaschine liest man ROYAL 260 und das Radio ist ein 7 Transistor Radio JP-3518RK Made in Japan.

Es hat nur Mittelwelle, empfängt aber sehr gut. Ich habe es gestern und heute Abend mal ausprobiert, man kann viele Sender damit empfangen.

Sicher nichts hochwertiges aber ein absolutes Kuriosum aus den 60er - 70er Jahren und sammelns- und erhaltenswert.

So mußte man früher wohl auch schon für sein "Laptop" GEZ bezahlten Tongue  (bitte keine GEZ-Diskussion anfangen!!)

   

   

   

   
Es grüßt der Michel vom Sender Göttelborner Höhe
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#18
Kaum denkt man "den thread kann ich mir schenken, interessiert mich nicht", schon kommt der Michel und baut in so einen Dinosaurier ein Radio ein, ist nicht wahr! Smiley26
Gruß,
Uli
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#19
Da wird man alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.
Absolut spannend und zeigt wieder einmal wie gut man auch früher schon unterwegs war.
Heute habe ich PC Schreibprogramm und parallel dazu Musik usw.
Wahnsinn, nur dass damals nicht erst mühselig ein PC hochgefahren wurde.

Meinen Respekt...
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#20
Toll, einfach nur Toll!
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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