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Röhrengeregeltes Netzgerät
#1
Hallo,

Die Tage könnte ich ein Netzgerät an Land ziehen. Es sieht von Aussen etwas schmutzigbaus und das Anzeigegerät würde wohl mal ausgewechselt. Im Inneren ist einer der Elkos gegen ein Modell aus 1973 getauscht worden. Dann fehlt noch eine (vermutlich) EZ81.
Ich habe mal eine EZ 80 eingesteckt und das Ganze am Stelltrafo hochgefahren. Ich komme so bis 190V bevor die Stromaufnahne beginnt zu schwanken und der Elko aus 1973 warm wird. Vermutlich muss er erst an die heutige Spannung gewöhnt werden. Die Ausgangsspannung lässt sich dann auch Regeln.

Kennt jemand das Gerät ? Es gibt keinen Hinweis auf einen Hersteller. Allerdings sieht der Aufbau sehr professionell aus.

Gruß
Oliver  
   

   

   
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#2
Hallo Oliver,

das ein dicker Brummer. Den Elko würde ich tauschen, der wird möglicherweise nicht mehr. Die Erwärmung bedeutet, dass ein zu hoher Leckstrom fließt.

Die EZ80 ist schwächer als die EZ81 und sollte möglichst bald gegen die richtige Röhre ausgetauscht werden.

Sowas ähnliches habe ich in Klein, mit zwei Röhren. Dein Netzgerät würde ich auch haben wollen. Wink 

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#3
Sehr schick, hätte ich auch genommen.
Glückwunsch!
Gruß,
Uli
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#4
Hi,

oder das "Elektronisch stabilisiertes Röhrennetzgerät NG-1 oder NG-2" von Jogi nachbauen.
Ich hätte noch vier Stück 6C19N-B als Längsröhre zur Verfügung, ein Gehäuse wäre auch vorhanden.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.
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#5
(12.01.2018, 22:35)olli0371 schrieb: Ich habe mal eine EZ 80 eingesteckt und das Ganze am Stelltrafo hochgefahren. Ich komme so bis 190V bevor die Stromaufnahne beginnt zu schwanken und der Elko aus 1973 warm wird. Vermutlich muss er erst an die heutige Spannung gewöhnt werden. Die Ausgangsspannung lässt sich dann auch Regeln.

Wurden die Elkos regeneriert bzw. formiert, wie hier in Post 2 beschrieben ?

Grüße,
Jacob
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#6
Den Post 2 bei den "Bilderdieben"

Zitat:Die Schaltung besteht aus einer Diode 1N4007 und einer ca. 6 W / 230 V Glühlampe. Der - Pol des Prüflings wird mit Netz- N verbunden, der + Pol über Diode und Glühlampe kommt an Netz- L.

Die Glühlampe wirkt dabei als lastabhängiger Stromregler und zugleich als Indikator.

Wenn am Anfang der Elko noch einen hohen Leckstrom zieht, erhöht sich der Widerstand der Lampe durch Erhöhung der Glühfadentemperatur, womit der Strom auf einen schonenden Wert begrenzt wird.

Mit geringer werdendem Leckstrom wird auch der Lampenwiderstand wieder geringer, womit der Elko dann sicher auf die volle Spannung geladen wird.

sollte man ganz schnell wieder vergessen und nicht wörtlich ernst nehmen!!!

Der direkte Anschluss an den N-Leiter und eine Phase der Netzspannung ohne Trenntrafo ist außerdem lebensgefährlich!!!

Schönen Sonntag

(Reflex-)Kalle
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#7
(15.04.2018, 13:38)Reflex-Kalle schrieb: Den Post 2 bei den "Bilderdieben"

Zitat:Die Schaltung besteht aus einer Diode 1N4007 und einer ca. 6 W / 230 V Glühlampe. Der - Pol des Prüflings wird mit Netz- N verbunden, der + Pol über Diode und Glühlampe kommt an Netz- L.

Die Glühlampe wirkt dabei als lastabhängiger Stromregler und zugleich als Indikator.

Wenn am Anfang der Elko noch einen hohen Leckstrom zieht, erhöht sich der Widerstand der Lampe durch Erhöhung der Glühfadentemperatur, womit der Strom auf einen schonenden Wert begrenzt wird.

Mit geringer werdendem Leckstrom wird auch der Lampenwiderstand wieder geringer, womit der Elko dann sicher auf die volle Spannung geladen wird.

sollte man ganz schnell wieder vergessen und nicht wörtlich ernst nehmen!!!

Der direkte Anschluss an den N-Leiter und eine Phase der Netzspannung ohne Trenntrafo ist außerdem lebensgefährlich!!!

Schönen Sonntag

(Reflex-)Kalle

Die Elko- Regenerierung mit Glühlampe und Diode hat sich bestens bewährt !

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich besser zurückhalten !

Wenn man an beide Pole der 230 V greift, bekommt man mit oder ohne Trenntrafo genau so eine gewischt !
Wer solche Tätigkeiten ausführt, muss arbeiten an Spannung sicher beherrschen, was jeder, der Röhrenradios wieder in Betrieb setzt, können muss.

Wenn Deine Meinung zutreffen würde, müsste ich schon Millionenfach tot sein !

Keinen schönen Sonntag !

M. f. G. J. R.
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#8
Hallo Jacob,

Die Formierschaltung kenne ich. Die hab ich mal in einen Stecker eingebaut. Da hat sich mal in einem anderen Forum jemand furchtbar aufgeregt da ja jemand das Teil in die normale Steckdose stecken könnte....
Mittlerweile hatte ich fest gestellt dass der Elko aus 1973 einfach nicht der Richtige war. Das Gerät hatte ja keine Gleichrichterröhre so dass der Teil des Netzteile ausser Betrieb war. Ich habe es also in Betrieb genommen und musste fest stellen dass die Ladespannung die maximal erlaubte Betriebsspannung überschritten hat. Also habe ich nun 550V Elkos eingebaut und statt Ez81 zwei Dioden eingebaut. Damit funktioniert das Gerät jetzt.

Gruß
Oliver
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#9
(15.04.2018, 13:38)Reflex-Kalle schrieb: Den Post 2 bei den "Bilderdieben" ... sollte man ganz schnell wieder vergessen und nicht wörtlich ernst nehmen!!!

(15.04.2018, 14:33)J.R. schrieb: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich besser zurückhalten !
...
Keinen schönen Sonntag !

Das kann/sollte man auch freundlicher formulieren. Im zitierten RMorg-Thread werden ja auch alternative/ergänzende Methoden beschrieben. Ich selbst verwende zum Formatieren immer einen Stelltrafo, Widerstand und eine Diode und kontrolliere den Strom (wenige Milliamper) beim Formieren. Sinkt der Strom über viele Stunden nicht, ist der Elko hinüber. Ich hatte schon ein Exemplar, daß sich gut formieren ließ, der Strom sank kontinuierlich, die Kapazität lag gemessen mit einem Kapazitätsmesser etwa beim Sollwert, trotzdem brummte das Radio beim Einsatz dieses Elkos, weil er einen hohen seriellen Verlustwiderstand hatte - so ließ er sich nicht mehr verwenden.

VG Ingo.
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#10
einfach neue rein, das schmeckt warmen Netzgeräten am besten.
Die kalkulierte Lebensdauer in Betrieb beträgt 5000 Stunden wenns ein guter Elko ist.
Optimal sind Sorten die für 105°C zugelassen sind. Hohe Spannungsfestigkeit ist wichtig,
Wenn es kalte Gleichrichtung hat und die Röhren sind nochnicht warm kommt es zu hoher Überspannung hinter der Brücke, das muß der Elko erstmal wegstecken bis Verbrauch einsetzt.

lG Martin

   
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#11
Hallo Martin,

genau das hab ich jetzt gemacht. Der Grund war allerdings die der vom Vorgänger falsch eingebaute Elko. In diesem Fall war auch wenn alle Röhren in Betrieb sind die Spannung am Elko zu hoch. Da hat wohl jemand in die Bastelkiste gegriffen und zwar falsch (-;Gruß
Oliver
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#12
bei dem abgebildeten Heathkit, es liefert bis zu 400V, hab ich 605V gemessen.
Die liegen an zwei in Serie betriebenen elkos mit je einem hochohmigen Parallelwiderstand.
Die Ersatztypen sind Nichikon für 450V. Damit läuft es prima.

Von der Bauart her sieht dein Gerät aus als wärs bei Philips entstanden, und die Bananenbuchsen sind nichtmehr die originalen.

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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