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Körting Novum RB 2206W - wieder
#21
Ja, Detlef,
Einer ist als Vorlage da. Nur muss ich erst das Radio überholen. Hoffe bald.
Es fehlt auch ein Knopf vorne noch.
Gruß!
Ivan
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#22
Hallo und guten Abend,
Ich beschäftige mich seit Montagabend mit dem elektrischen Teil. Hoffe, morgen bin ich soweit. Die Prüfung ergab einigen hochohmig gewordenen Widerständen, die ich zusammen mit einigen Kordelwiderstände (bis auf zwei, die absolut genauen Werte haben ) ausgetauscht habe. Ebenso hat sich ergeben, dass alle Kondensatoren mit einem Wert von 100 pF und mehr, komisch höhere Werte haben - 2 bis 10 und mehr Mal oder bzw. unerkannt blieben - diese wurden auch getauscht. Die Keramikkondensatiren habe ich erst mal drin gelassen, obwohl darunter auch Kopelkondensatoren gibt. Ob das Fehler ist, wird sich bei der Probe zeigen.
Danach soll ich alles noch zu prüfen, bevor eingeschaltet -gelötet wird nach der Arbeit - nach 12 Stunden Stress ist das eine wunderschöne Abwechslung, aber so gegen 22:00 gibt die Konzentration nach. Unter solchen Bedingungen werden manchmal so grobe Fehler eingebaut, dass es nachher kein Spaß mehr macht.
Allerdings melde mich nicht zum Jammern, sondern, weil ich eine Schaltungsänderung vorgefunden habe und habe dazu vor, diese so zu belassen. Hier die geänderte Schaltung in ROT:
   
Offensichtlich hatte das Gerät Brummprobleme. Ob das nicht wegen der Endröhre gewesen ist? Irgendwann und irgendwo muss ich gelesen haben, dass diese Kolbenform bei AL 4 deutet auf die ersten Serien mit interner Schaltung als Tetrode, leider bin ich mir nicht so sicher wo ich das gelesen habe. Was meint ihr - ist die Entscheidung die Schaltung so zu behalten OK?
Gruß!
Ivan
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#23
Hallo Ivan,
offensichtlich hat derjenige, der die Katodenkombination an die AL4 gebastelt hat, die ursprüngliche Schaltung nicht verstanden. Die negative Gittervorspannung wird bei diesem Gerät durch die zwei Widerstände 100Ohm und 30Ohm erzeugt. Die Siebung gegen Brummen erfolgt durch den 4KOhm- Widerstand und den 4µF- Elko. Dort ist auch eventuell die Ursache für eventuelles Brummen zu suchen. Durch die eingeschleifte Katodenkombi 80Ohm/ 100µF verschiebt sich aber die Spannung an der Anode, die auch zum Betrieb der Glimmanzeige genommen wird. Um das wieder auszugleichen, ist scheinbar der 300Ohm- Widerstand eingefügt worden. Ich würde versuchen, die Originalschaltung wieder herzustellen.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#24
Hallo, Wolfram,
Das klingt plausibel - die Siebelko direkt an der Anode des AZ 1 wurde schon früher vom Blockelko abgeknipst und ersetzt die anderen zwei nicht. Ausserdem hatte der 5 kOhm Widerstand zwischen beiden weiteren Siebelkos Spuren, dass er sehr heiß wurde. Das deutet schon auf einen defekten Elko. Wieso hat man die Elkos nicht ersetzt sondern die Schaltung un die Kathode und Schirmgitter umgebaut hat - ist nicht klar.
Ich mag nicht geänderte Schaltungen, deswegen werde ich sehr wahrscheinlich diese wieder herstellen.
Was mich interessiert ist wieso wurde vom Hersteller eine Schaltung ausgewählt, ohne Siebung an der Kathode. Aber das bleibt auch ein Rätsel. Sieh z.B. hier auf zweite Seite was der Hersteller schreibt:
.pdf   Anwendung_AL4_Philips.pdf (Größe: 138,58 KB / Downloads: 10) .
Das war der Grund, wieso ich diese geänderte Schaltung behalten wollte, ohne an den geänderten Arbeitspunkt des AL4 gedacht zu haben.


Angehängte Dateien
.pdf   Anwendung_AL4_Telefunken.pdf (Größe: 178,19 KB / Downloads: 3)
Gruß!
Ivan
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#25
Hallo Ivan,
die Hinweise im Datenblatt der AL4 bezüglich der Erzeugung der Gittervorspannung sind doch in der Originalschaltung voll erfüllt. Die beiden Widerstände von 100Ohm und 30Ohm, das sind zusammen 130Ohm, kannst Du als Katodenwiderstand der AL4 ansehen. Dass noch ein paar mA durch die anderen Röhren dazu kommen und einen etwas höheren Spannungsabfall hervorrufen, ist zu vernachlässigen, bzw wurde mit Sicherheit in die Dimensionierung der beiden Widerstände eingerechnet. Die Siebung der negativen Gittervorspannung erfolgt durch den 4µF- Elko, der lt. Datenblatt der AL4 mindestens 2µF haben sollte. Also ist diese Bedingung auch erfüllt. Wie schon gesagt, der Umbauer hat die Originalschaltung wahrscheinlich nicht verstanden. Da er die originale Erzeugung der Gittervorspannung drin gelassen und zusätzlich seine Katodenkombination reingewurstelt hat , liegt der Arbeitspunkt natürlich ganz woanders als ursprünglich berechnet.
Ich würde die originale Schaltung wiederherstellen und neue Elkos, einschließlich des 4µF zur Gitterspannungserzeugung, einbauen.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#26
Hallo, Wolfram
habe verstanden. Heute Abend wird der Kolben glühen. Druck mir die Daumen, dass das Radio läuft.
Gruß!
Ivan
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#27
Au, Ivan,

dann wünsche ich Dir viel Erfolg! Und berichte bitte.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#28
Alles ist fertig. Fakt ist, die Umbauten wurden zum großen Teil sehr professionell gemacht, manche in alten Hüllen versteckt. Zum anderen gab es seltsame Lösungen. Nicht nur, aber generell hat man mit den Werten der ersetzten Teilen sehr großzügig rumgehangen - bis zu doppelten Werten manchmal. Dazu ein kurioses Beispiel: Ich war z.B. sehr erstaunt zu sehen, wie ein alter µF Papirerkorpus-Kondensator von der Siebkette mit + an die Masse gelötet war. Ganz sau b er, schön und unbeschädigt.. Das ist doch unmöglich - das Gerät hat doch gespielt?!
Ich bin sehr neugierig geworden und habe vorsichtig die Papierhülle entfernt. Umso größer meine Überraschung drin einen eingebauten Elko zu sehen, der falsch zu der Hülle aber richtig nach der Schaltung gebaut wurde. Ich habe einiges gesehen, aber dieser Fall hat mich reingelegt. Sad
Ich bin jetzt ziemlich müde und habe mich entschieden das ganze so zu lassen und Montag Probebetrieb versuchen.
Gruß!
Ivan
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#29
Hallo und guten Abend,
Ich berichte kurz weiter:
Nachdem ich letzte Woche mit der Reparatur zu Ende war - hier habe ich den Rat von Wolfram gefolgt und die Schaltung in ursprünglichen Zustand wieder hergestellt habe, habe ich das Gerät über Trenntrafo und Vorschaltlampe in Betrieb genommen.
Die Spannungen sind in Ordnung, das Einschalten erfolgte unauffällig. Trotzdem zeigte das Gerät keinen Empfang.
Eine Brummprobe an das G1 des AF 3 - sehr laut - zeigte sofort wo der Fehler zu suchen ist Zwischen Antenne und AF3. Und weil beide Bereiche betrifft - MV und LW tippe ich auf den Drehkondensator, der stark gebogenen Blätter zeigt. Ich habe gerade mit Andreas P gesprochen, auf dem Schrottchassis wartet der Drehko noch. D.h. ich hoffe diese Woche auf einen Abschluss. Das laute Ergebnis der Briummprobe macht mich sehr optimistisch.
Gruß!
Ivan
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#30
Hallo Ivan,

ja komm Du mal ruhig am Donnerstag nach Feierabend bei mir vorbei. Bringe das Chassis bitte mit. Ich möchte kurz den Drehko in Deinem Gerät überprüfen. Sollten wir in dieser Zeit keine Lösung finden, läßt Du mir für ein paar Tage das Chassis hier. Also keine Angst, alles wird gut.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#31
Hallo Freunde,

am vergangenen Freitag kam der Ivan recht niedergeschlagen zu mir. Im Schlepptau das Körting Chassis. "Es will nicht", sagte er mir. Die Fehlersuche hatte mich mal wieder sehr gereizt. Mal sehen, mit was mich der Ivan diesmal prüft. Das Gerät funktionierte grundsätzlich schon.

Die Endstufe arbeitete. Die HF-Stufe hatte auch ein wenig Leben. Aber beim Anschluß des Meßsenders an die Antennenbuchse hörte man beim Aufregeln leise die erzeugte Eigenmodulation. Am Wellenschalter lag es auch nicht. Sofort fiel mir die Eisendrossel, unser ständiges Sorgenkind, ein. Bingo! Es lag zwar Spannung an der Drossel an, aber sie war unterbrochen. Das war ärgerlich. Als ich sie aus einem Teileträger entfernt hatte, funktionierte sie. Detlef (Radionar) hatte mit geschlachtet. Auch er bestätigte mir das gestern noch mal auf meine Anfrage.

Ich hatte noch meine nicht benötigte Eisendrossel vom Körting Saxonia. Diese wurde verwendet. Danach spielte das Gerät ganz hervorragend.
Allerdings mußte ich etwas nachabgleichen. Diese Reparatur war natürlich sehr schnell durchgeführt.

Was auffiel: Das Leuchtband im gerät hatte keine Funktion. Selbst beim Einschaltvorgang gab es keine Reaktion. Ich hatte von meinem körting-Novum noch ein Reserve-Leuchtband. Als ich dieses einsetzte, konnte man sofort, zumindest beim Beheizen des Radios einen durchgehenden Ausschlag beobachten. Das im Gerät befindliche Leuchtband ist also defekt.

Leider wurde nach der Anheizphase der Strich immer kleiner. Auch die Empfindlichkeit des Anzeigers war nicht gegeben. Nach Überprüfung der Schaltung wurde noch ein zu hochohmiger Widerstand ersetzt. Nach dieser Maßnahme zeigt die Röhre wieder an, wie am ersten Tag.

Das Gerät von Ivan ist vollkommen funktionsfähig. Da kann man dem Ivan also mit dem Radio viel Spaß wünschen. Ivan, Freitag wartet das Chassis auf Dich!

Hier steht der Übeltäter. Die defekte Eisendrossel mit Abschirmtopf.

   

Die neue Anzeigeröhre arbeitet jetzt wieder einwandfrei. Der Ausschlag geht bis in die Mitte der Röhre. Irgendwie sieht man mit der Kamera einen durchgehenden Strich.

   

Abschließend wollte ich mit dem Gerät mal ein Experiment wagen. Ich hatte ja nun die beiden Trafo's vom Bernd (Klammi). Nach Dietmar's (DiRu) Ausführungen zum problemlosen  Ersatz einer Eisendrossel durch die Primärseite eines Tontrafos wollte ich mal probieren, ob das funktioniert.

Wie wir ja alle wissen, wird mit dem Ohmmeter ja nur der Ohmsche Widerstand der Primärseite angezeigt. Der Ohmwert der Eisendrossel wir mit ca. 15 Kiloohm angezeigt. Also gewaltige Unterschiede zwischen beiden Bauteilen.

Trotzdem: Der Dietmar hatte recht. das Experiment beweist es, die Primärseite des Tontrafo's ist als Ersatz geeignet. Das Gerät spielt genauso gut, wie mit der Eisendrossel. Dieses Wissen läßt unsere Eisendrossel doch nicht mehr so als Sorgenkind erscheinen.  

Hier der schwarze Trafo von Bernd (Klammi)

   
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#32
Hallo,
Andreas hat mich bereits am Wochenende informiert, dass wieder die Drossel schuld war. Das ist unglaublich - dritte Gerät in der Reihe mit Drosselproblem. Ich werde es mir merken müssen, die Dinge immer vorher zu messen.
Andreas lag wieder richtig - ich brachte das Gerät Freitag zu ihm, weil ich sicher war, der Drehkohat Kurzschluss. Andreas hatte einen in seinem Schlagchassis. Gott sei Dank, dass diese fummelige Arbeit erspart blieb.
Ich bin schon gespannt, das Gerät zusammen zu bauen und und zu prüfen, was es kann, denn die Brummprobe an die Vorstufe sehr vielversprechend war. Auch das Gehäuse ist wunderschön geworden, ich zeige das fertige Radio zum Wochenende.
Schönen Abend!
Gruß!
Ivan
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#33
Guten Abend,
Ich war gestern wieder kurz in Peine gewesen. Kurzer Besuch bei Andreas, sein Ferguson von Kofferraum in die Bastelgarage, mein Körting von der Bastelgarage in den Kofferraum. Alles unter lauten Beobachtung von Leo. Wie bekannt, ich schulde dem Andreas bereits eine Drossel für den Blaupunkt, eine für das ESWE und jetzt für den Körting noch eine!!! Unglaublich - drei Radios mit kaputten Drosseln! Und Andres sagte - ich hab gar nicht was anderes geprüft - verdächtig war sofort die Drossel - Erfahrung halt.
Was blieb mir heute übrig - AÜ und Feldspule gelötet und sofort in Betrieb genommen. Eine Menge Sender auf paar Meter Draht. Leider kein Deutsches!
Ich habe gern diese Geradeaus Reflexempfänger. Als früher eine Menge Sender gab die  man selektieren sollte war der Überlagerungsempfänger ein Muss. Heute ist eher die Zeit des Reflexempfängers - höhe Empfindlichkeit.

Dann habe ich das Chassis “beheimatet“. Nur provisorisch, denn es fehlen noch ein Fuß und ein Knopf. Ich habe deswegen zwei andere Knöpfe an. Den originalen Knopf zeige ich auch noch falls einer was übrig hat.
Ja auch die Rückwand fehlt, aber stattdessen ein Blick ins Innere:
   
   
   
Viele Grüße und schönes Wochenende,
Ivan
Gruß!
Ivan
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#34
Ich sehe gerade, die Skala ist schief - das ändere ich morgen gleich. KopfWand
Gruß!
Ivan
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