Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Rechenmaschine mit Kurbel
#1
Hallo Leute Smile

Zum Bereich "Historische Bürotechnik und Taschenrechner" paßt meiner Meinung nach auch meine
alte Rechenmaschine mit Kurbel und Schalt~Technik.

   

Diese Rechenmaschine bot mir vor über 20 Jahren ein alter Kaufmann in einem kleinen Laden in Berlin an.
Er fand sie zu schade zum wegschmeißen, weil sie immer noch (auch heute noch) gut funktioniert.
So freute er sich, daß das Ding einen Abnehmer fand, und ich freute mich das Teil für 10,-DM mitnehmen zu können.

Ist ordentlich schwer das Ding, alles aus massivem Metall. Ich ließ mir von dem guten Mann damals noch
die Funktionsweise erklären. Die Maschine eignet sich prima für Multiplikation~ und Division~ Rechenaufgaben.

In dem oberen Zahlenfeld gibt man die erste mehrstellige Zahl ein. Mit der Kurbel dreht man dann
in Zehnerschritten in Uhrzeiger~Richtung sooft, wie die Zahl der Dezimalstelle.
Wenn der Multiplikator mehrere Stellen hat, kurbelt man jede Stelle einzeln durch.
Dazu wird der Chrom-Stellhebel auf die jeweilige Dezimalstelle eingestellt.

   

Beispiel:

Wenn ich eine beliebige Zahl mit 67 multiplizieren will, stelle ich den Chromhebel auf "Einer-Stelle",
und drehe die Kurbel 7x rechtsherum. Danach stelle ich den Chromhebel auf "Zehner-Stelle",
und drehe wieder die Kurbel rechtsherum, diesmal 6x. Und schon hab ich unten das Ergebnis:

   

Division geht analog, nur daß dann die Kurbel links herum gedreht werden muß Cool

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wie alt diese Rechen~Maschine genau ist, weiß ich nicht. Könnte vielleicht aus den 1950er sein?

   

   

Jo, als "Taschenrechner" ist das Gerät etwas zu schwer Big Grin
Dafür kommt es aber komplett ohne jeglichen elektrischen Strom aus Thumbs_up

Viele Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  connected ~~~~~
Antworten
#2
Schönes Stück Technikgeschichte. Erinnert an diese alten Registrierkassen, die es früher gab. Das Prinzip ist wahrscheinlich ähnlich.
~~~Es gibt nix Gutes, außer man tut es~~~
Antworten
#3
Das war noch echte Wertarbeit!
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.
Antworten
#4
Jop, feine Sache!

Allerdings gab's da auch Mist.

Die Melitta Maschinen (neeeein, kein Kaffee Big Grin ) neigen zum Beispiel sehr zum Klemmen...
Viele Grüße, Mark

Radioten aller Länder, vereinigt euch!
Antworten
#5
Hallo Peter,
habe den Threead erst jetzt gelesen,das ist vermutlich eine DDR Maschine aus den 60er ,evtl.50er Jahren.(Hersteller evtl.Betriebsteil von Robotron),ich glaube,ich habe eine sölche dort in den 80ern dort gesehen.Diese Rechenmaschine sieht fast genauso aus wie die (westdeutsche)Brunsviga aus Braunschweig der Fa.Grimme,Natalis und Co.,dies waren vor dem Krieg schwarz
lackiert,nach dem Krieg hellgrün-Hammerschlaglack.Ich habe eine solche(in schwarz),und kann bestätigen,daß man damit gut rechnen kann.Als Taschenrechner aber zu schwer! Gruß
Ralf
Antworten
#6
Hallo Peter
Schönes Teil. Diese Maschinen haben mich früher auch fasziniert. Ich hatte bis vor wenigen Wochen eine Brunsviga D18R. Die wurde wohl von Landvermessern verwendet. Tolle massive Technik, unkaputtbar.

   

   

Grüße Werner
und vor allen Dingen, ein schönes fest und einen guten Rutsch Dir und Deinen Lieben
Antworten
#7
Hallo, Peter,
schöne Erinnerung. Mit einer solchen Maschine habe ich Anfang 70rn gearbeitet. War in der Geodäsie (Vermessung) unersetzlich.
Unkaputtbare Technik!
Gruß!
Ivan
Antworten
#8
Grüß Dich, Ivan  Smile

Schön, Dich zu lesen. Ist ja spannend, daß Du diese mechanische Rechenmaschine damals
tatsächlich im beruflichen Einsatz gebraucht hast. Ich hatte die gezeigte Maschine Mitte der
1990er Jahre in einem kleinen Laden in der Berliner Torstraße (dort wohnte ich damals) im
Schaufenster gesehen, mit einem kleinen Schild "zu verkaufen".

Ich ging also hinein zu "Opi Ahrens" (so nannten wir den guten Mann, er verkaufte Schlösser,
und andere Sicherheitstechnik), und sprach ihn wegen der Rechenmaschine an. Was daraus dann
wurde, und daß ich die voll funktionstüchtige Maschine für 10,- DM mitnehmen konnte, steht ja
schon oben in Beitrag #1, auch wenn jener schon 3 Jahre ist.

Herzliche Grüße, Ivan, von Peter aus Schwerin
~~~~~ DE - MV  /  connected ~~~~~
Antworten
#9
Moin moin in die Runde,
kann mich ebenfalls an den Anfang der 70er erinnern, als ich täglich mit der vom Peter-MV gezeigten Maschine in der ehem. DDR beruflich gearbeitet habe. Rheinmetall stand drauf, war wohl einer der Hersteller.
M.f.G.
harry
Antworten
#10
...dann kam der Rechenstab und plötzlich die ersten elektronischen Taschenrechner.
Gruß!
Ivan
Antworten
#11
Hallo zusammen,
aus dieser Zeit, und auch schon früher in den 30ern . dann aber von Hollerith , stammt dieser Lochkartenlocher und die im Hintergrund stehend Schieblehre. Sie diente zum Ermitteln der Anzahl hergestellter Lochkarten. Diese wurden häufig im Akkord gefertigt.    
Harry von Rheinmetall war auch mein frühes G3 beim Bund, damals noch mit Holzschäften
Schöne Feiertage Franz
eh isch misch uffreg isch mirs lieber egal
Antworten
#12
   

   
Gruß!
Ivan
Antworten
#13
   

   

Der Rechner vom Großvater.
Netzteil gibt es leider nicht mehr.
Grüße vom Marco aus Oberbayern.
Antworten


Gehe zu: