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Mende 156W Bakelit
#1
Ich wollte mir mal wieder einen kleineren Mende zulegen. Dieser Einkreiser schien mir dazu geeignet zu sein. Das Gehäuse war gut erhalten, und ich ersteigerte das Modell recht preisgünstig. Das da einiges an Arbeit auf mich wartet, sah ich schon an den Produktfotos. Gerät angekommen, Rückwand abgeschraubt und erstmal ein paar Bilder gemacht:


       
       
   

Irgenwann muss ein Kondensator in dem Gerät explodiert sein. Ich fand Unmengen von Metallpapierschnipsel unter dem Chassis.

Einige Details, wie zB. Die Skalenbeleuchtung zum schnelleren Wechsel in die kastenförmige Skala von unten gesteckt.
       

Der Drehkondensator mit Abschirmklappe und innenliegendem Trimmer.
       

Diese Blechklappe war festgerostet und ist mir gleich abgebrochen. Zum Glück hatte ich noch etwas Blech in der gleichen Stärke vorrätig.
Der Spulenturm mit beidseitigen Ferritkappen. Zur Einstellung des unteren Bandendes kann man die Langwellen- und Mittelwellenkreise damit abgleichen. Das obere Bandende wird nur bei Mittelwelle eingestellt und zwar mit dem Trimmer im Drehkondensator. Das Wichtigste waren mir Drehkondensator, Trafo und Lautsprecher, die ich ungern artfremd ersetzt hätte. Bisher scheint alles in Ordnung zu sein, obwohl zB. die Trafobleche durch Rost etwas aufgebogen sind. Aber die elektrischen Werte und der Isolationswiderstand sind in Ordnung.

   

Das Chassis war übel angerostet, und so enschloss ich mich zur Radikalkur
   

Entrostet, mit Rostschutz eingesprüht und mit Felgensilber lackiert, sieht man aber doch noch einige Macken, die der Rost in das Blech gefressen hat. Jetzt werde ich nach und nach alle Teile säubern und ggfls. lackieren, einbauen und wieder neu verdrahten. Leider kann man die weißen Kondensatoren von Mende nicht neu befüllen. Ich dachte erst, sie wären aus Porzellan, aber sie lösen sich in stärkeren Reinigungsmitteln auf, und brechen auch leicht.
Gruß
Alex

M(Ende) gut - alles gut! Smile
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#2
Hallo Alex,

ja, das ist mal wieder ein Projekt für das ich mich auch begeistern kann. Ein Radio wie dieses wieder ins Leben zurück holen, das macht Spaß. Ich hoffe, dass die von Dir genannten wichtigen Komponenten i. O. sind. Alles andere wird. Es ist immer ärgerlich, wenn man solch ein arg verrostetes Chassis aufarbeitet, wenn solche tiefen "Rostpocken" bleiben. Aber alles kann man nicht haben. ein Bericht, den ich weiter aufmerksam verfolge.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#3
Hallo Alex,
was für eine Baustelle,
aber das Chassis, hast Du richtig gut wieder hinbekommen!
Ich bin gespannt, wie es weiter geht...

Viele Grüße,
Rolf
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#4
Eigentlich kann man die Roststellen im eingebauten zustand nicht mehr sehen.
Aber wer es genau haben möchte kann das chassis spachteln , schmirgeln und noch mal lackieren.
Dann ist auch die krater landschaft weg. Das geht eigentlich sehr schnell von statten.
Vor allem wenn das chassis wie hier lehrgereumt ist.
Bei so einer aufwändigen restaurierung würde sich das 100% lohnen.
Der aufwand ist sehr gering, und das resultat dementsprechend befriedigend.
Hat man erst mal wieder angefangen das ding zusammenzubauen, ergert man sich hinteher das nicht gemacht zu haben.
Passenden spachtel bekommt man im fach geschäft für autozubehör und lack.
Der trocknet schnell. einmal aufgetragen kann man schon 30 minute spatter schmirgeln.
Keine grossen dosen kaufen. Die trocknen nach dem öffnen langsam aus.
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#5
"Aber wer es genau haben möchte kann das chassis spachteln , schmirgeln und noch mal lackieren."

Ja, das sieht sicher dann "gut" aus. Aber ein Chassis ist immer der Masse-Bezugspunkt. Wenn zu viel Farbe drauf ist, gibt es keinen Kontakt mehr zum Metall.
Also: dann entweder an einigen Stellen die Farbe wieder abkratzen, damit leitender Kontakt zustande kommt, oder aber man baut sich schwer zu findende Fehler ein.

MfG DR
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#6
Gut das du es schreibst. Ich habe ja auch ein Mende mit den vermeidlichen weißen Keramik Gehäusen.
Ich muss ja nun endlich diesen Winter mal ran an die Kiste.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#7
Der masse bezugs punkt muss natürlich erhalten bleiben. Es handelt sich in diesen fall nur um eine behandlung der flachen oberfläche welche man zwischen den bauteilen sehen kann. Dort wird auf der A seite (sicht seite) nichts angelötet, oder verschraubt.

Fileicht wurde es misverstanden, den es gibt ja auch diese füller spachtel welche man mit pistole aufträgt und dann alles unter sich bedecken.
Dieser spritz-füller wird hier nicht verwended, und ist auch nicht gemeint. Denn dan gibt es keinen kontackt mer so wie DIRu schon erwähnt hat.

Also flach zur oberfläche spachteln. Mit dem klotz schmirgeln bis man erneut bis an die blanke metalloberfläche kommt und dann nur die krater mit spachtel ausgefüllt bleiben. Alles dünn mit zinkfarbe - felgenspray verdecken. die masse bleibt unverändert. Die Kraterstrucktur wird versiegelt und ist nicht mehr zu sehen. Zink farbe ist leitend, sieht aber nicht so gut aus wie Felgenspray. Dieser ist dann normalerweise nicht leitend. Gibt aber eine bessere versiegelung.

beim letzten chassis welches ich so gemacht habe, wurde zink unten und oben felgenspray genommen. Zink hat auch den nachteil das das metal im lack kein farbpikment ist, und deswegen je nach schicht dicke sich anders orientiert. Grosse oberflächen mit Zink zu lackieren wird nicht gehen,, weil es wegen der orientierung flecking aussehen würde. Felgenspray benutzt kein metal, sondern ein Pigment

So hatte ich das gemeint. Farbe soll immer nur das minimum drann, denn diese hat noch das problem das vor allem kleine löcher welche eventual schon eng wahren noch ein bischen kleiner werden. (schrauben löcher zum beispiel) die oberflächenspannung macht das sich an den kanten der löcher kanten immer etwas mehr farbe ansammelt. Später da rumzufeilen damit es mechanisch wieder past ist unschöhn, und verdirbt die versiegelung.
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#8
Hallo,Alex,
Es ist schon mit den vorherigen Beiträge alles gesagt worden. Ich möchte hier aber auch meine Begeisterung zu dem schönen Gerät und was Du mit dem Chassis gemacht hast.
Im Grunde ein dankbares und Komplettes Gerät - Knöpfe da, Rückwand da, Skala, da. Drehko und Trafos i.O. Es spricht tatsächlich nichts gegen die Reparatur.
Zu den Worten von DiRu stehe ich allerdings auch zu. Aber Du bist jetzt gewahrnt und bekommst das Gerät gut hin.
Ich lese weiter gespannt.
Gruß!
Ivan
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#9
Hallo zusammen, auch wenn ich mir wieder neue Arbeit zugelegt habe, geht es auch mit dem Mende weiter. Aber halt so, wie ich Zeit habe. Wellenschalter, Drehko, Trafo und Röhrenfassungen sind eingebaut und die Verdrahtung schreitet langsam vorwärts. Fast hätte ich mir noch ein böses Ei ins Nest gelegt. Ich hatte nämlich den Wellenschalter mit dem Schaltbild verglichen und einige Unstimmigkeiten festgestellt. Aber das Schaltbild stammte vom Holzgehäuse. Dort ist ein anderer Spulenturm eingebaut - was ich übersehen hatte. Die Verdrahtung der Heizung konnte ich komplett übernehmen.


   

Die Lautsprechergrundplatte habe ich ausgebaut.

   
Gruß
Alex

M(Ende) gut - alles gut! Smile
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