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Kleiner Sensationsfund im Saarland
#1
Am Mittwoch früh habe ich wie jeden morgen beim Frühstück das Laptop angeschaltet und etwas in den Kleinanzeigen gestöbert. Genau zu dieser Uhrzeit hat jemand in meiner Nähe Radios eingestellt.
Trotz der frühen Uhrzeit habe ich sofort angerufen (der frühe Vogel fängt den Wurm...), Termin abgemacht für 17 Uhr am Nachmittag.
Nach der Arbeit bin ich dann sofort hingefahren, es handelte sich um einen alten Radioladen, der von 1948 bis in die 90er Jahre geöffnet war.
Der jetzige Besitzer hatte leider vor geraumer Zeit schon alle antiken Fernseher entsorgt (66 Stück aus der Zeit von 1953 bis frühe Farbfernsehtechnik), da er sich nicht vorstellen konnte, daß jemand alte Fernsehgeräte sammelt.

Da blutet jedem Sammler das Herz...

Mitgenommen hatte ich dann zu einem guten Kurs insgesamt 11 Geräte.

Jetzt die kleine Sensation:

Unter den angebotenen Radios befanden sich 3 original verpackte Geräte, die nie im Verkauf gelandet sind.

2 x Biennophone Arosa 3D von 1956/57 und ein Minerva 610 mit UKW von 1951/52.

Leider wurden bei einem Biennophone schon der LS ausgebaut und bei dem anderen der Tastensatz und eine Röhre. Hier werde ich nun aus 2 Geräten ein komplettes machen.

Bei allen 3 Geräten lagen noch die originalen Unterlagen im Karton.

Anbei erste Bilder von den Geräten:


   

   

   
Es grüßt der Michel vom Sender Göttelborner Höhe
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#2
Donnerwetter, Michel, da hast Du ja echt einen guten Fund gehabt  Maus
Was es doch alles gibt ? Viel Freude mit den Geräten  Thumbs_up

Herzliche Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#3
(06.04.2019, 17:16)Joba schrieb: Leider wurden bei einem Biennophone schon der LS ausgebaut und bei dem anderen der Tastensatz und eine Röhre. Hier werde ich nun aus 2 Geräten ein komplettes machen.

Mir sagte mal ein alter Radio- und Fernsehtechniker, dass es in seiner Firma nicht unüblich war, Schaufenster- und Schauraumgeräte als Teilespender zu verwenden.

Auch kam es vor, das Geräte, die frisch geliefert waren schon defekt waren, ich selbst habe in den 1980ern ein Praktikum in einem Geschäft mit Werkstatt gemacht, der neue Fernseher sollte gerade im Schauraum eingeschaltet werden und lief nicht.

Mein Vater hat mal einen Verstärker aus dem Austellungsraum erworben, bei dem man nachweisen konnte, dass da schon regelrecht rumgebraten wurde.

Ansonsten ist das ein schöner Schnapper, da hat der ehemalige Ladeninhaber auch ne Sammlung gehabt, konnte sich nicht von allem Trennen.
Was Fernseher betrifft, hier stand letzte Woche auf dem Flohmarkt ein alter Kuba Schwarzweiß-Fernseher, ca. um 1960 mit 53er Bildröhre. Gehäuse hatte schon einige Schäden hinten an den Ecken, schmuddelig, soll für 50 Euro weggegangen sein.
In einem Nachbarort gibt es nen Sammler mit über 400 Fernsehern.

MfG
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#4
"Mir sagte mal ein alter Radio- und Fernsehtechniker, dass es in seiner Firma nicht unüblich war, Schaufenster- und Schauraumgeräte als Teilespender zu verwenden."

Das halte ich für Seemannsgarn. Ausstellungsstücke wurden zu allen Zeiten als Ausstellungsstücke preisreduziert verkauft, sie waren ja schließlich auch für teures Geld eingekauft worden. Kein Händler der noch bei Trost ist hätte z.B. ein Radio, Wert 200 Mark, wegen Entnahme des Lautsprechers, Wert 10 Mark, als Totalverlust abgeschrieben. Dass mal ein Neugerät im Lager vergessen wurde und heute erst auftaucht, kommt vor, aber sehr selten.

Dass Neugeräte frisch aus dem Fabrikkarton defekt waren, kam zu allen Zeiten regelmäßig vor, auch heute noch. Sowas ging und geht natürlich an den Hersteller (oder Großhändler) retour, früher wurden sie auch beim Händler auf Kosten des Herstellers vor Ort repariert.
Einstiger geflügelter Händlerspruch für die Marke AEG: "Auspacken, Einpacken, Gutschrift"

VG Stefan
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#5
Hallo,

nur gut, dass eine schier unwägbare Distance zu dem Fundort herrscht. 


Mir wären sonst auch die Pferde durchgegangen.

Das der Mann die Fernseher entsorgte, traurig, aber wahr.

Was wird aus dem Zeugs, wenn wir, ihr mal nicht mehr seit. Die neue Generation mit der KI weiß damit doch nichts mehr anzufangen.

Übrigens im Schaufenster meiner der Lehrwerkstatt lümmelten paar Radioröhren, das Modell einer selber gelöteten  Yagiantenne und das wars. Im I. Lehrjahr gehörte auch das Schaufenster zum Putzrevier. Cool 
Verkauf hatten wir keinen nur Service und das reichlich.


Gratulation zu dem Snapper.
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#6
(07.04.2019, 10:10)Daniel schrieb: ..nur gut, dass eine schier unwägbare Distance zu dem Fundort herrscht..

das mag für den Rest Deutschlands gelten. Das wirtschaftlich abgekoppelte Saarland hatte einige Schweizer Radio importiert. Oft waren sie modifiziert wie z.B. mit amerikanischem FM-Nachrüsttuner. Auch aus der DDR wurde importiert. Da Radios dazu waren oft aufgewertet. Z.B. Messingleisten statt Plastik. Hatte schon viele betroffene Radios hier aus diesen Ländern mit saarländischen Verkaufsaufklebern.
Gruß,
Jupp
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wenn man nur den Hammer kennt, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel
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Zensur findet im Endgerät statt (CCC)
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#7
Und wie sieht`s jetzt bei den Geräten mit der Garantie aus ? Big Grin
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#8
Bar natürlich.....................sie sind garantiert ALT.
Printed on recycled Data
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