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Tonbandgerät B730
#1
Hallo,
ich bin gerade dabei, das Tesla- Tonbandgerät B730 eines Schmalfilm- Freundes wieder in Gang zu kriegen. Sämtliche Zwischenradgummis, sowie der Gummi für die Rutschkupplung sind spröde, bzw. "zerfließen". Dafür habe ich schon in der Bucht einen meiner Meinung nach recht günstigen Anbieter gefunden und einen kompletten Satz, auch mit allen Riemen, bestellt.
Was mir weit mehr Kopfzerbrechen macht, ist die Schwungmasse. Die ist, was ich so noch nicht bei diesem Gerätetyp gesehen habe, aus Zinkdruckguß und über die gesamte Dicke gerissen, bzw. durch die Zinkpest "blättern" Teile vom Umfang ab. Ein entsprechendes Ersatzteil habe ich im Netz nicht gefunden. Hat jemand zufällig noch ein B730, oder ein solches Chassis dazuliegen, wo die Schwungmasse mitsamt der eingegossenen Tonwelle noch brauchbar ist?
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#2
Hallo Wolfram,
eine Möglichkeit ist bei den Kleinanzeigen - da sind einige im Angebot. Vielleicht ist da was Günstiges dabei und erspart viel Arbeit.
Immer guten Empfang und viele Grüße - Uwe
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#3
Kannst ein B730 von mir haben.
Läuft noch und ich brauch es nicht mehr.

LG Silvio
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#4
Hallo Sylvio,
das würde ich gern nehmen, damit mein Filmfreund wieder seine digitalisierten Schmalfilme vertonen kann. Was wäre Dein Preis und wie könnten wir die Übergabe möglichst zeitnah organisieren? Bitte schicke mir eine PN. Vielleicht gibst Du mir auf diesem Wege auch Deine Telefonnummer. Da kann man vieles schneller klären.
Vielen Dank erst mal!
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#5
Hallo,
hier mal ergänzend zur Suche ein paar Bilder von der Schwungmasse. Sowas habe ich bei so einem Bauteil noch nicht gesehen.

   
   
   

Dankenswerterweise kann ich von Silvio ein B730 bekommen. Mal sehen, welches ich letztendlich meinem Filmfreund übergeben kann.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#6
Hallo Wolfram, das ist ja heftig...

kann man sowas neu drehen??
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#7
Versuchen werde ich es mal interessenhalber, weil ich von meinem Neffen (Metallbaumeister) eine Ronde aus Stahl mit passenden Maßen 110 x 30mm kriegen kann. Die Silberstahltonwelle ist bei diesem Typ in die Schwungmasse mit Epoxydharz eingeklebt. Mal sehen, ob und ggf. wie ich dann das Teil noch auswuchten muß.

Hier mal auf die Schnelle eine Konstruktionszeichnung der Schwungmasse. Eigentlich nichts Besonderes!
   

Aber ich warte erst mal ab, wie das B730 von Silvio aussieht.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#8
Habe ja einige Tonbandgeräte, das ist ja heftig, das habe ich auch noch nie gesehen.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#9
Zinkdruckguß ist anscheinend wirklich eine heikle Sache: Auch Revox hatte damit Probleme bei manchen CD-Playern (Schublade).
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#10
(16.08.2019, 15:17)scotty schrieb: Mal sehen, ob und ggf. wie ich dann das Teil noch auswuchten muß.

Wenn das Teil sauber gedreht wird, sollte die Unwucht kein Problem darstellen. Es sei denn, die Schwungscheibe dreht sich mit mehr als 1000 U/min im Tonband, was ich mir aber nicht vorstellen kann...
Viele Grüße

Franz Bernhard

... und die Radios laufen nicht weg!

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#11
Ein gedrehtes teil müsste eigentlich schwungfrei sein. Druckguss ist es dagegen nie.
Deswegen gibt es auch die auswucht löcher auf dem euseren durchmesser.
Ein Gedrehtes teil aus Stahl- oder Messing dürfte hier keine problem machen.
Auswuchten geht immer noch.
Wer hat noch eine Auswuchtwage für RC propeller?
Meine müsste noch bei den RC Motoren in einem Karton zu finden sein.
Die sollten eigentlich genug akurat sein um eventuelle fehler zu endecken.

Skotty, kleiner denk anstoss für deinen Neffen, welcher das als Metallbaumeister nicht unbedingt wissen muss.
Weil ich fiel mit Druckguss zu tuhen habe würde ich ihm beim herstellen des teils volgenden typ geben.
Das teil wurde original mit einer dünnen Scheibe in der mitte hergestellt.
Das wurde nicht wegen der material Erspahrnis gemacht, sondern um unkontrolierten Schwund - Einfall zu vermeiden.
Das würde das Rad nach dem erkalten verformen und es würde beim drehen stark eiern.
Vor allem an den innenseiten, welche hinterher nicht abgedreht wurden.
Deswegen wurde das teil am ende ja auch ausgewuchtet.

Wenn man das teil auf der drehbank in einer einzigen aufsspannung dreht, kann man die rückseite mit einem abstecheisen komplet flach abtrennen und hat so zwar keinen dünnen innenbereich, aber ein 100% rundes teil welches keine verformungen aufweist. Durch den dicken innenbereich ist die Umwucht beim drehen sogar noch starker und der kreisel-efeckt konstanter..............und man wird auch früher fertig
Wenn man das teil erneut spannt um den hinteren bereich abzudrehen dan wird bestimmt ein umwucht entstehen. Das zu kompensieren ist schwierig.
Printed on recycled Data
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#12
Hallo Juan,
danke für Deine Tipps. Ich wollte das Teil sowieso selbst drehen, mein Neffe soll mir bloß das Material liefern. Ich habe mal mit dem spezifischen Gewicht ausgerechnet, ob ich die Schwungmasse auch aus Alu drehen kann. Alu wiegt zwar nur 2,7g/cm³ gegenüber Zinkdruckguss mit 7,6g/cm³, aber wenn ich die Schwungmasse entsprechend Deines Vorschlage massiv lasse und nur eine kleine Ausdrehung für das untere Wellenlager herausnehme, komme ich bei gleichem Durchmesser, wichtig für die richtige Bandgeschwindigkeit und gleicher Höhe, konstruktionsbedingt durch das Chassis, fast auf das Gramm genau auf die gleiche Masse wie das stark ausgeformte Original. Alu läßt sich ja leichter und sauberer drehen und ich bin auch schneller fertig! Big Grin

Hier dazu die Zeichnung:
   
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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