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Grundig Concert Boy 80
#1
mit dem bei rm angegebenen Herstellungsjahr 2004 ist es eigentlich kein richtiges Grundig mehr. Der fortschrittlichen Technik mit PLL, 40 Senderspeichern, RDS und Digitaluhr tut das aber keinen Abbruch. Der Klang ist kräftig und sauber. Auffallend sind vor allem die glockenreinen Höhen. Etwas mehr Bassfundament könnte man sich wünschen, kommt auf die Art der Musik an die man bevozugt. Für ein Kofferradio aber doch schon eher ein überdurchschnittliches Klangbild. Großes, gut ablesbares und sehr gesprächiges Display! Die paar wenigen AM-Sender die es hier noch zu empfangen gibt kommen in bestmöglicher Quailtät und ohne fading rein. Ein absolut empfehlenswertes Radio.

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   
Gruß,
Jupp
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#2
Jupp, wie sieht der KW-Bereich des Radios aus? Welche Bänder oder durchgehend von ... bis ... ?

Gruß
Bernhard
Ansprechpartner für Umbau oder Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Unser Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios gibt es auf der Github-Seite! Projekt: BM45/iRadio (Google "github BM45/iRadio")
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#3
Hallo Bernhard,

der Kurzwellenbereich ist durchgehend von 49m bis 19m, genauer gesagt laut Skala 5900 bis 15600 kHz. Etwas ungewöhnlich, Kurzwelle mit Sendersuchlauf zu bedienen. Dieser stoppt nur bei wirklich gut zu empfangenden Sendern. Man kann sich mit den up/down-Tasten aber auch in 5kHz-Schritten durchtoggeln.
Gruß,
Jupp
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#4
Tja, wenn man irgendwo "Concert Boy" drauf schreibt, dann muss man sich mit den besten vergleichen (lassen können).
Gruß,
Uli
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#5
(27.01.2020, 07:22)saarfranzose schrieb: Hallo Bernhard,

der Kurzwellenbereich ist durchgehend von 49m bis 19m, genauer gesagt laut Skala 5900 bis 15600 kHz. Etwas ungewöhnlich, Kurzwelle mit Sendersuchlauf zu bedienen. Dieser stoppt nur bei wirklich gut zu empfangenden Sendern. Man kann sich mit den up/down-Tasten aber auch in 5kHz-Schritten durchtoggeln.

Hallo Jupp, 

danke für deine Antwort. Das mit dem Sendersuchlauf habe ich auf der Kurzwelle auch bei dem Technisat Multyradio ( https://www.radio-bastler.de/forum/showt...?tid=13723 ) so und es werden wirklich nur starke Sender abgespeichert. Man kann über das Menü zwar die Empfindlichkeit anpassen, aber ich persönlich merke da keinen großen Unterschied. Hätte man am Technisat nicht noch das große Schwungrad, wäre die KW-Bedienung einfach nur zum k*****. 

Kannst Du bitte mal ein Foto von der Empfängerplatine machen auf dem man sehen kann mit welchem IC das Radio arbeitet. Im Netz und auch bei Rm.org habe ich keine Infos dazu gefunden, steht auch nur "Schaltplan gesucht", aber wenigstens ist das Modell schon angelegt.

Danke für die Infos und Gruß
Bernhard
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#6
es gab noch ein paar Überraschungen.

zuerst mal.. das Radio ging nicht gut zu öffnen und das vorsichtige rumhebeln hat auch die ein oder andere Spur hinterlassen

im Batteriefach gibt es ein weiteres Fach für 2xAAA Stützbatterien, darüber ein Schalter um das Kanalraster zwischen 9 und 10kHz umzuschalten.

   

dann fand ich auf der Unterseite einen Schalter um irgendwas zu sichern:

   

hier sind die beiden Schlitze zu sehen an denen man nach Entfernen der Schrauben das Hebelwerkzeug ansetzen muss

   

die Elektronik zeigte sich erstaunlich konventionell. Ein FM/AM-IC vom Typ TA2132B ist für den Empfang zuständig

   

Die ZF ist mit Transistoren der Typen S9014, C9018 etc. bestückt

   

   

   

ein weiteres IC für die NF, Typ LS 820, angegeben mit 1,2W Ausgangsleistung

   

eine Gesamtansicht:

   

ein 100er Lautsprecher

   

Rückseite des Display:

   

in meinem Flohmarkt-Rucksack entdeckte ich noch einen Displayrahmen in Chrom-Optik, welcher sich beim Transport abgelöst hatte. Nach dem Zusammenbau gibt es also noch eine neues Frontbild.
Gruß,
Jupp
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#7
Ist ein sehr gut zu überblickender Aufbau Jupp. Danke für die Bilder. Man kann bereits am Foto den Aufbau und die funktionellen Bereiche des Gerätes gut erkennen. 

Hier mal aus dem Datenblatt ein paar Sachen zum Empfänger IC.


.jpg   1.JPG (Größe: 57,87 KB / Downloads: 249)
.jpg   2.JPG (Größe: 53,27 KB / Downloads: 246)

Von der Seite aus ist alles Analog, dennoch scheint das Gerät ja ein "Hybride" zu sein. Der Frontprozessor (kannst Du erkennen welcher das ist bzw. die Abschirmung entfernen, scheint ja nur mit einer Schraube befestigt zu sein) stellt das I/O zum Nutzer und wird wohl auch die LO-Frequenzen erzeugen lassen. Siehst Du einen externen Chip für das MPX Signal und Decodierung des RDS? Unter Umständen macht das der Frontprozessor ebenfalls gleich mit. Das könnte durchaus ein ATmega oder PIC sein, der schafft das mit gut überlegter Programmierung. Ist das KW-Band eigentlich durchgehend oder nur die Rundfunkbänder und das Radio lässt die Zwischenbandfrequenzen aus?  

Gruß 
Bernhard
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#8
(26.01.2020, 20:38)saarfranzose schrieb: mit dem bei rm angegebenen Herstellungsjahr 2004 ist es eigentlich kein richtiges Grundig mehr.

Grundig musste ja im Jahr 2003 Insolvenz anmelden. Hatte Grundig die Insolvenz nicht aus eigener Kraft überstanden??
Grundig gehört doch erst seit 2007 zur Koç-Gruppe.
Also müsste dein Grundig doch eigentlich noch ein richtiges Grundig sein, oder??

Ich habe übrigens am Sonntag ein ähnliches Grundig Gerät geschenkt bekommen. Das steht aber noch verpackt in meinem Zimmer.
Einen schönen Gruß aus Haltern am See

josch
Vor dem Rundfunk gab es den Mundfunk.
Henri Nannen

Die Weisheit kommt nicht immer mit dem Alter, manchmal kommt das Alter ganz allein
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#9
eine neue Bilderserie. Ich hoffe du kannst alles erkennen, Bernhard. Über den kleinen Chip hab ich keine Infos gefunden. Falls ich das Radio jemals wieder zusammen bekomme kann ich die Durchgängigkeit der KW-Bereiche testen. Aus der Erinnerung zählt der Frequenzzähler durchgehend.

   

   

   

   

   

   
Gruß,
Jupp
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#10
(28.01.2020, 19:50)josch schrieb:
(26.01.2020, 20:38)saarfranzose schrieb: mit dem bei rm angegebenen Herstellungsjahr 2004 ist es eigentlich kein richtiges Grundig mehr.

Grundig musste ja im Jahr 2003 Insolvenz anmelden. Hatte Grundig die Insolvenz nicht aus eigener Kraft überstanden??
Grundig gehört doch erst seit 2007 zur Koç-Gruppe.
Also müsste dein Grundig doch eigentlich noch ein richtiges Grundig sein, oder??

Ich habe übrigens am Sonntag ein ähnliches Grundig Gerät geschenkt bekommen. Das steht aber noch verpackt in meinem Zimmer.

wann hört die Grundig Geschichte auf? Mit dem Tod von Max? Der Übernahme von Philips? oder später? Das ist wohl eine Definitionssache.

Zitat:..1998 verkaufte Philips das Unternehmen an ein Konsortium unter Führung von Anton Kathrein von den Kathrein-Werken. Im Jahre 2001 wurde bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro ein Verlust von 150 Millionen Euro erwirtschaftet. Daher verlängerten die Banken im Herbst 2002 die Kreditlinien nicht mehr, was zur Insolvenz im April 2003 führte. In der Folgezeit wurden gewinnbringende Sparten (wie z.B. Bürogeräte, Autoradios) aus dem Konzern herausgelöst und einzeln verkauft. Verlustreiche Sparten wurden stillgelegt und die Mitarbeiter entlassen. Heute erhältliche Neuware von Grundig ist kaum noch "made in Germany".

Quelle: rm
Gruß,
Jupp
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#11
Hallo Jupp, 

vielen Dank für die weiteren Aufnahmen! 

Der gezeigte BU1924F ist tatsächlich ein abgesetzter RDS Dekoder und noch nicht das Herzstück:

The BU1924 and BU1924F are RDS / RBDS decoders that employ a digital PLL and have a built-in anti-aliasing filter and an eight-stage BPF (switched-capacitor filter). Linear CMOS circuitry is used for low power consumption. 

Applications RDS / RBDS compatible FM receivers for American and European markets, car stereos, high-fidelity stereo systems and components, and FM pagers. 

Features 
1) Low current. 
2) Two-stage anti-aliasing filter (LPF). 
3) 57kHz band-pass filter. 
4) DSB demodulation (digital PLL). 
5) Quality indication output for demodulated data.

   

Laut Datenblatt bekommt er das Multiplex-Signal angeliefert und die Daten tickert er auf der anderen Seite 
zu einem Prozessor raus. Das wird dann wahrscheinlich der kleine Baustein sein, der hinter dem Display sitzt und
durch die Platine scheint.

   

Da wird man wahrscheinlich gar nicht ohne größeren Auwand (und Gefahr für das Display) rankommen, denn die Displays sind meist verlötet und dann nochmal auf der PCB verklebt. Versuche es also besser nicht, ich will mit meinem Wissensdurst nicht das Display und damit das Gerät gefährden!

Nochmals Danke für die Einblicke in dieses durchaus interessant-konstruiertes Radio!

Hast Du schon rausgefunden was der Sperr-Knopf auf der Unterseite macht? Sperrt der vieleicht die Bedienelemente des Radios so das die werte Kundschaft in einem Elektromarkt am "Show-Radio" nichts ändern kann?

Nachtrag: In der BDA auf der letzten Seite steht es ganz klein: Ist wie vermutet eine Tastensperre. Aber ob man die im Alltag jemals benötigt????

Gruß 
Bernhard
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#12
für mich war es auch interessant, Bernhard. Man bekommt einen anderen Bezug zu seinem Radio. Ich bau dann wieder zusammen.
Gruß,
Jupp
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#13
3 neue Frontbilder, jetzt wo auch die Chromeffektblende gefunden wurde und das Radio wieder erfolgreich zusammengebaut ist.

   

   

   

ein Filmchen kommt auch noch. Kann sich nur um Stunden handeln bis der upload fertig ist.
Gruß,
Jupp
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#14
(30.01.2020, 21:28)saarfranzose schrieb: ..ein Filmchen kommt auch noch. Kann sich nur um Stunden handeln bis der upload fertig ist.

hier ist er nun:



Die Beschreibung:

Initialisierung und Scannen des Kurzwellenbereiches. Manuelles toggeln des 49m-Bandes und des Zwischenbereiches von 49 und 43m-Band
Gruß,
Jupp
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