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Stromzange, Vielfachmesser
#1
Hallo,

für die  Experimente an den Hochströmen der Magnetrontrafos bestens geeignet.
Kann bis 400 A ~ AC messen.
Sogar bis 600 V DC und Widerstände bis 200 kOhm.
Von einem Onlinehändler aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten,  erwarb ich dieses Gerät.

Für schlappe 5,85 € kann man nichts falsch machen.

Sogar ein paar Messstrippen dabei.

Seht selbst:
   
Gruß Jürgen
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#2
Hallo, Jürgen,
bei wieviel A (mA) fängt es an?
Gruß!
Ivan
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#3
Hallo Ivan,


am E-Heizer mit 1000 VA etwa ~ 4 A,

Glühlampe 60 VA, eher keine Anzeige.


Gruß Jürgen
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#4
Hallo, ich habe auch so ein Gerät, vor Jahren mal beim Lebensmittel-Discounter aus der Wühlkiste mitgenommen.
Daheim ausprobiert und in die Gruppe "Schätzeisen" einsortiert.
Das Gerät ist bestens geeignet um damit in Niederspannungs-Schaltanlagen und -Verteilungen auf Fehlersuche zu gehen.
Also da wo es nicht auf Stellen nach dem Komma ankommt.
Einen Überblick über Betriebszustände kann ich allemal damit erreichen.
Das Innenleben funktioniert mit einem Magnet-empfindlichen Schaltkreis (Hallschaltkreis) und daran angeschlossen ein Prozessor der das in Zahlen umrechnet-
Gruß Manfred
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#5
Nö ... Jürgen, da hast Du wirklich nix falsch gemacht.
Wenn man überlegt, dass man zB bei "dicken" Heizstromkreisen nix auftrennen muss ist das für den Preis genial. Die Messgenauigkeit dürfte trotzdem hinreichend genau sein, um festzustellen, ob bei industriellen Heizungen auch alle Stränge arbeiten.
Das Fehlen der Gleichstromoption bei der Zange wird eh dabei kaum benötigt
    Viele Grüsse, Micha

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#6
Die Eigenart mancher Stromzangen ist ein hoher Messfehler bei der Strommessung im Wechselstromkreis, wenn über ein 3 poliges Netz Stromkabel mit Phase ; Null und Schutzerde gemessen wird, dann wird ein unplausibler Stromwert angezeigt.
Wird dagegen nur über der Phasen,- oder Nullleitung gemessen, dann wird korrekt angezeigt.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#7
Hallo,
dieser Effekt ist physikalisch bedingt, da sich (grob gesagt) hin- und rückfließender Strom gegenseitig auslöschen, wenn das gesamte Kabel von der Meßstelle umfasst wird.
Strommessung mittels Meßwandler also immer nur für einzelne Ader anwenden!

Viele Grüße, Michael
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#8
(17.11.2020, 22:03)radioharry schrieb: ... hoher Messfehler bei der Strommessung im Wechselstromkreis, wenn über ein 3 poliges Netz Stromkabel mit Phase ; Null und Schutzerde gemessen wird,...

Genau, da hat  der Michael völlig Recht! Strom wird mit Betrag und Richtung gemessen.
Und Hin- und Rückstrom sollte in ungestörten Anlagen Null werden.
Und die  wenigen mA über Grüngelb nach Erde  kann man unter den Tisch kehren.
Gruß Manfred
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#9
Natürlich soll im Drehstromnetz nur die Phae gemessen werden. Neutralleiter ist Mumpitz.
Zum Einwurf "ungestörtes Netz" gehe ich nicht mit, nur bei Drehstrommotoren sind die Symmetrierungen so, dass gar kein N mehr gebraucht wird, bei fast allen Steuerkästen wird jedoch zumindest eine Phase für die Steuerung "etwas" mehr belastet, dann wird der N gebraucht. Den Stromfluss dort im N zu messen, ist jedoch Beschäftigungstherapie, nix anderes
    Viele Grüsse, Micha

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#10
... mit dem 3poligen Netzkabel meinte Harry wohl die 3 Adern im normalen Netzkabel: Phase, N und PE, so hatte er es ja formuliert.
In diesem einphasigen Anwendungsfall kann man sehr wohl auch den Neutralleiter N betrachten;
nur macht es keinen Sinn, das ganze Kabel mit allen Adern (= hin- und rückfließende Ströme zugleich) zu betrachten, egal ob drei- oder einphasig.
Einzig Ableitströme, die nicht über den PE fließen, würden dann auffallen.

Viele Grüße, Michael
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#11
Hallo,

tatsächlich ist das von mir beschriebene Teil ein Schätzeisen und sehr preiswert.

Wer damit arbeitet weiß um die Vor-und Nachteile.

Wie schon erwähnt, man muss keine Verbindungen mühsam öffnen und meist weiß man schon welche Stromstärke zu erwarten ist und kann dann recht gut agieren.

Ich habe mehrmals die Netzleitung der Tischleuchte mit 30 W gemessen und mehrmals 120 oder 140 mA messen können.

Also geht doch und sieht gut aus.


Gruß Jürgen
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#12
(17.11.2020, 13:26)PL500          Ich bin kein Freund von Zangenmessgeräte nur im Notfall Mal wenn man nicht anders kann . Induktion ist meines Erachtens nicht genau genug . Ist meistens nur ein Schätzeisen . Aber wer es mag soll damit Arbeiten ! schrieb: Hallo,

für die  Experimente an den Hochströmen der Magnetrontrafos bestens geeignet.
Kann bis 400 A ~ AC messen.
Sogar bis 600 V DC und Widerstände bis 200 kOhm.
Von einem Onlinehändler aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten,  erwarb ich dieses Gerät.

Für schlappe 5,85 € kann man nichts falsch machen.

Sogar ein paar Messstrippen dabei.

Seht selbst:

Gruß Jürgen
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#13
(17.11.2020, 23:05)hardware.bas schrieb: Natürlich soll im Drehstromnetz nur die Phae gemessen werden. Neutralleiter ist Mumpitz.
...    ....  Den Stromfluss dort im N zu messen, ist jedoch Beschäftigungstherapie, nix anderes
Hallo Micha,
Diesen Standpunkt vertrete  ich nicht. Und man darf ihn auch nicht so im Raum stehen lassen.
Es gilt in einem Drehstromnetz, egal mit welcher  Spannung betrieben, folgender Grundsatz:
Im Sternpunkt werden die Ströme kompensiert. Was nicht kompensiert werden kann fließt als 
Ausgleichstrom über den N zurück zur speisenden Quelle.
Bei solchen Verbrauchern wo der Strom gleich ab dem Null-Durchgang einsetzt ist 
der Ausgleichstrom über  den N  immer kleiner als die Einzelströme L1, L2, L3.
Nun gibt es Gleichrichtung mit nachgeschaltetem Ladekondensator.
Da  setzt beim Einschalten der Strom beim Nulldurchgang ein. 
Schon der nächste Wellenzug muss gegen die Restladung  des  Kondensators arbeiten 
und deshalb startet  der Strom erst ab einem bestimmten Phasenwinkel. 
Und weil der Strom auch bei L2 und L3 nach diesem Muster einsetzt  hebt sich hier  kein Strom auf 
sondern addiert sich auf dem N zu einem großen Gesamtstrom.

Und jetzt untersuchen wir mal einen Büro-Tempel: 
Energiesparlampen zu Hauf, hunderte Computer. Alle mit einem Schaltnetzteil.  
Da ist  der große Strom auf dem N, 3 x so groß wie die Einzelströme, kein Mumpitz sondern harte Realität.

Gruß Manfred
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#14
Hallo,

Harry hat nichts von Drehstrom geschrieben, sondern, so habe ich es verstanden, die Messung mit der Stromzange an einer stink normalen Netzschnur mit grün/gelb L und N gemeint.
Zitat:Die Eigenart mancher Stromzangen ist ein hoher Messfehler bei der Strommessung im Wechselstromkreis, wenn über ein 3 poliges Netz Stromkabel mit Phase ; Null und Schutzerde gemessen wird, dann wird ein unplausibler Stromwert angezeigt.

Ich habe das Gefühl, dass wir gewaltig abdriften.

Dieses "Schätzeisen" finde ich nach wie vor genial zum einfachen und bequemen prüfen von besonders hohen Wechselströmen. Sollten Auffälligkeiten zu messen sein, wissen wir doch wohl uns weiter zu helfen.

Gruß aus NK.-Seelscheid
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#15
Hallo, Manfred,
vielleicht war es ein Verständnissproblem meinerseits.
Bei reinen Drehstrom addieren sich die Rückströme auf dem N keineswegs. Darum muss zB ein NYM 5x1,5 wenn man es mit 16A pro Phase absichert unbedingt mit Drehstrom betrieben werden, sollten die 3 Phasenleiter gleichphasig betrieben werden, könnten somit 48A über N fliessen.
Der N hat jedoch auch nur 1,5 qmm.
Sollte ein derartiges Kabel für gleichphasigen AC oder für DC genutzt werden, muss natürlich dafür gesorgt werden, dass die Summe der "heissen" Leitungen in diesem Beispiel 16A nicht überschreitet. Wie schon gesagt, bei Drehstrom kann ist das nicht kritisch, die "virtuellen" Rückströme über andere Phasen, finden zwar statt, jedoch sind ja die Phasen entsprechend abgesichert.
Übrigens ist das Messen direkt am Verbraucher (zB Heizung) direkt aussagekräftig, bei 2 Polen kanns natürlich auch über N geschehen. Interessant wirds eben, wenn die Zusammenschaltung am Zuleitungskabel erfolgt.
Schon ne feine Sache mit dem Dreiphasenstrom, jedoch vernünftig aufteilen sollte man schon
    Viele Grüsse, Micha

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#16
Hallo, Manfred,
im Nachhinein geben mir Deine Ausführen etwas zu denken, da Du viel von Einweggleichrichtungen geschrieben hast.
Ich bin mit Dir ener Meinung, dass dadurch einige Strombelastungen ungünstig verschoben werden können.
Ich selber habe sowas noch nicht feststellen können, obwohl ich viel mit Frequenzumrichtern arbeite, jedoch wird dort der DC-Zwischenkreis voll gleichgerichtet, also mit 6 Dioden. War jetzt etwas offtopic, ich möchte nicht ausgerechnet diejenigen Bedenken negieren, welche eventuelle Gefahren für Andere bedeuten könnten
    Viele Grüsse, Micha

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#17
Hallo zusammen,
es geht doch um das Messgerät. Jürgen hat sich für das Teil für knapp 6€ entschieden. Er wird sich dann aber auch für entsprechende Abweichungen entschieden haben, wenn er damit leben kann. Wenn er so misst, wie es in einschlägiger Literatur oder im Netz nach zu lesen ist, ist alles gut. 
LG aus Schwerin, Holger
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#18
(18.11.2020, 18:11)Holly-Z schrieb: Hallo zusammen,
es geht doch um das Messgerät. ... 

Genau! Das meine ich  auch. Und über  die fachgerechte  Anwendung eines Zangenamperemeters sollten wir uns wenn erforderlich an anderer Stelle unterhalten.
Mein Gerät verwende ich ab und an wenn es gilt sich einen groben Überblick über Netzverhältnisse zu verschaffen.
Dafür sind die Teile da  und dem Zweck entsprechend ausreichend.
Gruß Manfred
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#19
Sehe ich aus so.

Nochmals Dank an Manfred, welcher die Problematik mit den Gleichrichtungen überzeugend erklärt hat.
Man lernt nicht aus
    Viele Grüsse, Micha

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