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Stassfurt K67
#1
So hier nun meine neue Errungenschaft. War ja schon lange auf der Suche danach.
Hergestellt im VEB Fernsehgerätewerk Staßfurt 1967.
Wenn man dem Internet glauben darf wurde der nur ca. 1 Jahr produziert.

Das gibt Arbeit. Kein originales Netzkabel dabei, dafür aber eine Originalen Transportkoffer.
Ein Massengrab von Schneemännern und anderen Kondensatoren. das dürfte aber kein Problem sein.
Die meisten sind ja eh Niedervoltteile.
Der Fernseher sieht noch recht jungfräulich aus, keine Umbauten oder andere Reparaturen zu sehen.

Hier nun die Bilder zum Gerät.

   

   

   

   

   

   

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#2
Herzlichen Glückwunsch zu dem anscheinend sehr gut erhaltenen K67 und mit Transpotkoffer. Fehlt eigentlich nur noch das (optionale) Akkupack zum höchsten Glücksgefühl.
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#3
Hallo,

wirklich ein sehr schönes gut erhaltenes Exemplar !

Nach der Kondensatorkur würde ich eine vorsichtige Inbetriebnahme v.a. der Zeilenendstufe empfehlen, ggf. mit Vorwiderstand in der Betriebsspannungszuführung, so daß der Kollektorstrom des AU103 im Fall falscher Ansteuerung oder Überlast am Zeilentrafo nicht überlastet wird (z.B. auf 8A begrenzt wird). Im Fall eines Defekts kann Ersatzbeschaffung schwierig werden, unmöglich ist nichts, aber auch die japanischen Ersatztypen aus den SANYO-Geräten sind mittlerweile schwer beschaffbar. Ggf. wäre der Ge-Typ vom JUNOST eine Option.. Die Zeilentrafos selbst sind recht gut aufgebaut, die Wickel mit Wachsisolation von der eher haltbaren Sorte.

Alle anderen möglichen Defekte und Folgeschäden sollten sich rel. gut reparieren lassen. Die Einstellregler sind ja auch nicht die Besten, das wird bekannt sein. Wenigstens diejenigen, die die Zeilenansteuerung beeinflussen. sollte man ggf. genauer anschauen, den eingestellten Wert genau dokumentieren.. eventuell auch nachmessen, ob der Schleifer noch Kontakt hat und erstmal nicht verstellen.

Gruß Ingo
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#4
Auf der Impulsplatine sind Elkos verbaut worden 200µf oder 500µf. Diese gibt es nicht mehr.
Die heutigen sind ja 220µf oder eben 470µf. Gibt es da Probleme, sodass ich die Elkos genau passen müssen ?

Einen Stecker habe ich mir erstmal selbst zusammen gebastelt. Große Ströme fließen ja nicht.
Eine alte Messerleiste musste dran glauben. Schrumpfschlauch und Pertinaxplättchen sollten erst einmal dafür geeignet sein. Die Kontakte der messerleiste haben innen noch eine Spannfeder, das ist schon mal gut.
Eine Kennzeichnung für den Erdungsanschluss kommt auch noch dran.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#5
Hallo Frank,
da Elkos schon von Haus aus, eine hohe Toleranz von +40 bis - 20 % haben, bist du mit der Abweichung im sicheren Betrieb.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#6
Heute mal die ersten Kondensatoren auf der Impulsplatine gewechselt.
Alle Wickel mussten raus. Die Elkos und die " Goldis " alle über den dreifachen Wert. Die Schneemänner waren nicht mehr messbar.

Die ZF Platine hat auch noch 12 Stück drauf, das gibt Arbeit.

Das die kleinen 1µf auch solche Abweichungen haben, hätte ich nicht gedacht.
Auch diese müssen Neuen weichen.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#7
Servus,

weil ich die grad sehe: Ich suche genau von diesen "Goldies" vier Stück mit 22nF = 0,022µF. Kann auch 20nF sein. Hat jemand zufällig welche rumliegen?

Gruß Michael
Penthode?
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#8
Nein ich habe da keine passenden mehr rumliegen. Hatte die alle vor einem Jahr entsorgt.
Wie schon geschrieben, Werte alle weit außerhalb der Toleranzen und bei der Messung mit 100 Volt
alle zwischen 10 und 50 MOhm.

Hier mal kurz die Sicherungen, damit nicht der Eindruck entsteht es sind 16 Ampere Sicherungen. 1,6 A sind es natürlich. man hat nur vergessen den Punkt mit weis einzufärben.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#9
Macht es Sinn die Niedervolt Elkos, die ganz großen Stehenden Elkos bis zu 5000µf, zu formieren.
Diese wollte ich eigentlich nicht ersetzen. Gibt es da Erfahrungen ob oder ob nicht.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#10
Formieren ist idR bei Elkos immer anzuraten
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#11
Nabend,

ich stimme Harrys Meinung grundsätzlich zu. Ich sehe es mit der vorschriftsmäßigen Formierung in meiner Praxis aber nicht ganz so kritisch:

Nach meiner Erfahrung sollte man ältere Elkos größerer Kapazität im Netzteil nach längerer Spannungslosigkeit möglichst vorsichtig "bestromen", d.h. z.B. eine Glühbirne (hier viell. eine 12V 5W) anstelle der (sekundären) Sicherung anschließen, Last wenn möglich abtrennen. Soll die last dranbleiben, fließt ja ein Betriebsstrom von gut 1A, d.h. man kann einen Strom, der viell in den Elko fließt, nicht vom Betriebsstrom unterscheiden.
Verlischt die Glühlampe innerhalb von einigen wenigen Sekunden, sind die Elkos noch ganz gut formiert, bleibt die Glühlampe ohne weitere Last "in der Mitte hängen", d.h. stabilisiert sich auf einem zu hohen Strom, sollte man die Elkos oder den, der Dauerstrom zieht entweder gleich austauschen oder mit sehr kleinem Strom (einige 10mA) zu formieren versuchen.

Ich weiß, daß diese etwas grobe Methode von Einigen kritisch gesehen wird, nach meiner Erfahrung klappt es aber ganz gut und ohne Folgeschäden, wie Ausblasen, was bei unbekümmertem Direkteinschalten ohne Strombegrenzung durchaus passieren kann... wobei Niedervoltelkos nicht so anfällig sind.

Ältere Niedervoltelkos sind generell unkritischer als Hochvoltelkos, ganz kritisch sind alte Blitzgeräteelkos mit 450...500V, die kann man nach einigen Jahren spannungsloser Lagerung praktisch wegschmeißen...

Gruß Ingo
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#12
Wetter war heute nicht so berauschend, also in die Werkstatt.
Alle Kondensatoren außer die Becherelkos wurde gewechselt. Die Werte waren weit daneben.
Ich wollte auch nicht riskieren das mir ein seltener Transistor abraucht.
Hier die Ausbeute.

   

Anschließend wurde langsam Spannung aufs Gerät gegeben. Und ja, der Bildschirm wurde langsam hell.
Hier die ersten Bilder.

   

   

Anschließend habe ich dann die Bild Lage und Größe korrigiert. das geht hier sehr einfach.
Man kann von unten durch das Gehäuse an die Einstellpotis gelangen.

Was jetzt noch fehlt ist der Ton. man hört zwar den Zeilentrafo im Lautsprecher mehr aber nicht.
Da muss ich noch mal ran.

   

   

Leider funktioniert nur VHF Band I, das Band III schaltet eigentlich automatisch um, macht es aber nicht.
Ob ich den Tuner öffne weis ich noch nicht.

Das erst mal die ersten guten Ergebnisse der Reparatur des Fernsehers, der auch schon bereits 54 Jahre alt ist.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#13
PRIMA ! Das freut mich ! Tonfehler dürfte nicht so schwer sein, mit einem DF/NF-Modul vom CHROMAT könnte man schonmal schauen, ob die DF am Demodulator entsteht, dann Bild-ZF richtig abgeglichen. ... oder mal 5,5 MHz mit FM.Test-Tonmondulation in den DF-Teil reinpiepsen...

Der Tunerfehler könnte mehr Arbeit bedeuten, weil die Bandumschaltung über mechanische Schalter wie beim durchstimmbaren "Gitterbasis"-Tuner (SYBILLE, ... , INES, STELLA) geschieht, d.h. für BIII werden die BI-Spulen von HF-Bandfilter und Oszillator kurzgeschlossen (siehe Plan), mit einem zweifelhaften, versilberten Schaltkontakt, nicht selbstreinigend... Der ist bestimmt verschmutzt. Das dürfte bei dem Minituner Fummelarbeit bedeuten... viell. erreicht man mit Tunerspray schon etwas.

Gruß Ingo

Ergänzung: Hörst Du eine Art Brumm im Lautsprecher ? Das könnte der Bildtrafo (Drossel) sein oder das Intercarrierbrummen... dann ev. Fehlabgleich eines der Filter... Ratiofilter, die Bandfilter (hier im DF-Verstärker) könnten zu dem Fehler mit dem rausfallenden Kern neigen.
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#14
Hm, nun geht's ans suchen. Der NF Weg ist schon klar, eigentlich müsste am LP auch ein rauschen zu hören sein.
Bis zum Lautstärkepoti kann ich die NF verfolgen. Zumindest ist ein kräftiges rauschen zu hören, je nachdem wie der Poti gerade eingestellt ist. Am LP aber nichts, nur ein schnarren ist zu hören, kein Brummen.
Die 4 Transistoren ( T500 bis T503 )habe ich auch geprüft, sind alle in Ordnung.
Wird doch wohl nicht ein NF Trafo durch sein.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#15
Ich musste gerade an den bajazzo denken, da machten Kopfhörer Buchse und Schaltkontakte der Autoradio Halterung ursächlich,
Gereinigt und gut
Auch ein Kabel zum LS war abgebrochen, hatte ich nicht gleich gesehen...
Also auch an sowas kann es liegen
Gruß
Jürgen
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#16
Nein es gibt keine Schaltbuchse für Kopfhörer.

Nun habe ich mal den Tuner geöffnet, da die Umschaltung von Band I zu Band III nicht funktionierte.
Da ist ein Lagerbock des Umschalters weggebrochen. das Teil ist spröde geworden und abgerissen. Nachbau unmöglich, da es nur ca 4mm groß ist.

   

   
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Grüße Frank, der Moschti
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#17
Moin Frank,
nur nicht entmutigen lassen, sicherlich wird dir bzw. den hier an der Sache bestimmt sehr interessierenden Mitgliedern eine Lösung einfallen.
Und sei es der Umbau des Tuners aus den Stella/Ines Geräten.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#18
Hmmm.... 3D-Druck und dann kleben?

Was mich (aber das nur nebenbei) überrascht: Kohlepresswiderstände? Die waren doch gar kein ostdeutsches Fabrikat? Und dann in einem Tuner??? Liege ich jetzt falsch in der Annahme, dass der Tuner seinerzeit in der BRD gefertigt und importiert wurde?

Gruß Michael
Penthode?
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#19
Guten Morgen,

das ist natürlich ein wenig ärgerlich, andererseits nach den langen Jahren...

Ist nur das hintere Lager der Umschaltwelle betroffen ? Abhängig von dem Kunststoffmaterial könnte man ggf. ein kleines Metall-"Lager"="dickere Unterlegscheibe" einkleben ? Wenn das Polystyrol ist, viell. sogar mit dickflüssigem Sekundenkleber oder dafür geeignetem 2-K-Kleber ? Kommt auf die Kraft an, die da wirkt... viell reicht sogar schon Heißkleber, vorher mit Dremel alles schön ausarbeiten, daß möglichst viel Flächenkontakt...

Ansonsten Vorschlag: Aufgrund der übersichtlichen Empfangslage analoger Programme könnte man auf B I verzichten und den Tuner dauerhaft auf B III "schalten", d.h. die Umschaltkontakte überbrücken.
(Der Tuner war auch im COLOR20 drin, vielleicht bekommt man mal einen Ersatz...)
Nachteil wäre, daß er dann nicht an einem Konverter geht, die wollen oft K 4 am TV sehen... wenn der Betrieb an einem Konverter geplant ist, könnte man ihn auch auf B I belassen...

Eine Herausforderung wäre es, die Bandumschaltung mittels Schaltdioden zu realisieren wie in den späteren C-Diodentunern, dazu müßte man mal die Schaltungen nebeneinanderlegen. Das ist dann aber schon Fummelarbeit, ich würde sowas zumindest mal prüfen... Wahrscheinlich gehts deshalb nicht, weil in diesen Schaltungen die Gleichstromverhältnisse ggf. anders realisiert werden müssen, d.h. über nF-Kondensatoren muß die HF-Masse teilweise gleichstrommäßig getrennt werden...

Der pink/graue Keramikkondensator auf dem ersten Bild ist in Ordnung ? Sieht so aus, als ob links eine dünne Scheibe abgebrochen ist ?

Gruß Ingo
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#20
So einen kleinen Bock zu bauen bin ich schon am arbeiten.
Den Kondensator den du bezeichnest habe ich noch gar nicht war genommen. Das schauen ich mir noch genauer an.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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