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Trennung fällt schwer!
#1
Hallo Leute!

So langsam wird es bei mir Zeit, dass ich in meinem Radiobestand mal etwas aufräume. Ich wollte mich eigentlich auf Vorkriegsradios aller Couleur, (amerikanische) Kleingeräte und auf die Marken SABA, Philips und Blaupunkt konzentrieren. Somit könnte alles andere eigentlich weg. Na, wenn das mal so einfach wäre...

Heute habe ich mal ein Ebayangebot für meinen Grundig 5040W vorbereitet, da der Koloss einfach viel Platz frisst und eben nicht in die o.g. Kategorie, die ja schon ausgedehnt genug ist, passt.

Das Ding vom Schrank gehievt und einige kleinere Arbeiten erledigt. Hochtöner getauscht, Seilführung repariert und noch etwas am Gehäuse rumpoliert. Technisch ist er komplett durchrepariert, also da war nix zu tun. Dann ans Netz und spielen lassen. wubsmiley

Na, das Ende vom Lied: Ebayvorbereitung abgebrochen und dem Ding wieder einen Wohnzimmerplatz verschafft. Ist doch bescheuert, oder?  Big Grin

Prinzipiell leide ich auch nicht unter Platzmangel und meine DLAG wohnt nicht bei mir. Also allerbeste Vorrausetzungen zum Radiosammeln.

Fällt Euch das Abgeben von Radios auch so schwer? Habe es bisher noch nicht geschafft ein Radio abzugeben. Vom Auslagern von Dauerleihgaben in der Familie mal abgesehen.
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#2
ich glaube, das geht jedem von uns so, man liebt seine "Adoptivkinder"
auch wenn sie uns manchmal ärgern. Und dann ist es schwer daraus
welche zur "Verstoßung" freizugeben. Ich weiß, daß ich bald welche
abgeben muß, aber noch verdränge ich den Gedanken und staube sie
brav regelmäßig ab.

Nun erkläre mir bitte noch, was eine DLAG ist...

Gruß
Wilhelm
Niemandes Herr, Niemandes Knecht,
so ist es gut, so ist es recht

von Fallersleben
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#3
Hallo Thorsten

Einen Grundig 5040 würde ich, so ich einen hätte, wohl auch nicht mehr weggeben.

Ansonsten - ich habe schon hunderte Radios in Händen gehabt und mich wieder davon getrennt. Aber der Bestand ist trotzdem zu hoch. Werde wohl demnächst wieder eine "Aktion" starten ......

Was auch hilft: Geräte für Dritte in Stand stellen. Da hat man die schöne Beschäftigung und nur kurzzeitig ein meist geringes Platzproblem :-)

Viele Grüsse, Walter
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#4
DLAG = Dauerlebensabschnittsgefährtin Wink
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#5
Ja, da ist was dran. Was man hat, das hat man eben und gibt es schwer wieder her.
Ich muss auch mal bei mir sortieren. Hab auch zu viel Geräte.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#6
Hallo,

in der Tat ist die Trennung nicht leicht.
Wir haben unser Haus im Mai 2015 verkauft, bis zum Umzug haben wir uns von einigen Sachen trennen müssen.
1 Kinderhand voll Geräte und meine Ausrüstung nahm ich mit.
Eine nicht thematisierte Sammlung von Radios habe ich unter Schmerzen und für einen Appel und und Ei verkauft.
Stradivari, Beethoven, Weimar, Oberon usw.

Solltet ihr keine triftigen Gründe haben, behaltet die Schätze.
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#7
Hallo, Thorsten,

herzlich willkommen im Club!

auch ich lagere mir liebgewonnene Geräte gerne in Gästezimmer bei Verwandten etc. aus. 

Ich habe auch bereits erfolgreich das eine oder andere Gerät wieder verkauft, oder auch verschenkt, aber bei einigen besonderen Geräten würde mir das sehr schwer fallen, z.B.
- EAW Amati
- Philips Capella 753
- Metz Hawaii W
- Metz Hawaii S
- Nordmende Fidelio 59-3D ( DAS Radio aus Kindertagen, meine Mutter hat es immer noch, und es spielt noch )
- Saba Schwarzwald 6-3D ( das Radio hat mein Vater angeschleppt, als ich 16 war )
- Philips Uranus ( eisenlose Endstufe, perfekter Gehäusezustand )
- Nordmende Tannhäuser 56, erhielt ich von einem guten Freund.
- Saba Freiburg W, mit Saba S5 UKW Tuner ( hat ein guter Freund für mich restauriert )

VG, Henning
Schlau ist, wer weiß, wo er nachlesen kann, was er nicht weiß.
Nur Messungen liefern Fakten, alles andere ist Kaffeesatz.
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#8
Mit diesen Problemen schlage ich mich seit Jahren rum Sad Ich muss deutlich reduzieren, aber Jedesmal wenn ich wieder Eines der Geräte in den Fingern habe, abstaube, kleinere Mängel behebe für den Verkauf, bleibe ich wieder stundenlang am Studium und beim Spielen mit dem Gerät und seinen Funktionen hängen und dann kann ich mich wieder nicht überwinden. Das geht mir allerdings auch nicht bei allen Geräten so. Ich habe auch schon sehr viele Geräte verschenkt und verkauft. Schrecklich nur, wenn man über ebay Kleinanzeigen ein wohl behütetes Gerät zu einem annehmbaren Preis verkauft, der Verkäufer dann bei der Übergabe erzählt, er will das Innenleben rausrupfen und einen Beamer einbauen.... Smiley18 Das ist dann wirklich hart.
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#9
Ich habe reduziert, kann da also aus Erfahrung sprechen. Einige Geräte stehen noch bei mir, überwiegend die, welche für mich einen ideellen Wert darstellen, aber auch hier muss ich weiter abspecken. Wenn es denn der Herr so will und wir noch ein zweites Kind bekommen, ist es sowieso aus mit der Radioliebe. Nur die kleinen Philettas werden sich da noch irgendwo in Nischen finden können. Die großen Brummer müssen aber auch gehen. Ein 5040W wäre aber mit Sicherheit auch einer der letzten, die raus müssten.
Trotzdem ist nur der Schritt des Verkaufes schwer. Ist das Radio mal verkauft, ist man eigentlich erleichtert. Ich hatte sogar Phasen, extrem nach dem Verkauf von 10 Schrottradios im Paket, da hat es mir Spaß gemacht, einfach mal zu "entrümpeln". Es schafft halt nun mal auch Platz für was neues, ob dann wieder andere Radios Platz haben, oder was anderes (Babysachen in meinem Fall oder neue Konsumelektronik). Eben! Man muss es wirklich so sehen, alte Radios raus = Platz für neue Radios. Probiere es mal aus, es ist manchmal wirklich befreiend, aber auch das Verkaufen muss man erst lernen.
Viele Grüße 
Philipp
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#10
Mir geht's ähnlich. Aber zwei Geräte sind schon im Freundeskreis gelandet und derzeit schlachte ich ein Grundig 2068 dessen Gehäuse so massive Lackschäden aufweist, dass dies allein schon Grund dazu ist. Neulich war's eine Graetz Melodia, die ich auf dem Schrott fand: Gehäuse hatte schwere Lackschäden und zwei Furnierschäden bis auf's Sperrholz runter.
Ein Verkauf würde nicht viel bringen und da ich derzeit gerne Röhren-Eigenbau-Basteleien mache (Jugend forscht Wink ), sind mir die Teile grad recht. Ich verwerte wirlich ALLE elektronischen Bauteile, bis auf die üblichen Austauschkondensatoren. Schlachtchassis stelle ich mir nicht mehr hin. Die modellspezifischen Teile (Knöpfe, Tasten usw.), die noch brauchbar sind kommen in einen beschrifteten, verschließbaren Beutel. Große Teile (Skalenscheibe, Rückwand) werden an unauffälliger Stelle beschriftet und eingelagert.
Als nächstes stehen noch zwei Restaurierungen an, bei denen aus zwei Geräten eines werden soll: Grundig 4004 und ein Mende von 1953/54.
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#11
Ich habe bis auf die 2 zuletzt gebauten UKW Gerätchen alles, inklusive der ges. Meßtechnik, aus Alters- u. Gesundheitsgründen abgegeben. Es fiel nicht leicht, ist aber in sehr gute Hände gelangt.
Franz
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#12
Guten Morgen!

Spätestens bei unausweichlichen Gründen oder zu gegebener Zeit muss man loslassen können - wenn's auch weh tut.

Über fünfundzwanzig Jahre bewohnten meine Frau und ich ein großes Haus mit viel Raum zum Sammeln. Vor kurzem war die Zeit gekommen, aus Altersgründen ein kleineres Domizil zu beziehen. So - "...da steh' ich nun ich armer..." Sammler, betrachte noch einmal liebevoll meine "Preziosen", und muss mich von der überwiegenden Zahl mir an's Herz gewachsener Dinge trennen; Dingen wie Radiogeräte (die meisten davon selbst repariert), Ersatzteile- und Röhrenlager, Werkstatteinrichtung, Foto- und Filmkameras, Dia- und Filmprojektoren und vieles andere mehr, das ich in 25 Jahren als erhaltenswert gesammelt habe. Aber es half ja nichts. Alles musste vor dem Umzug raus. Das Einzige, was ich noch für meine Schützlinge tun konnte war, mich zu bemühen  für sie die oft beschworenen "guten Hände" zu finden. Nur Wenige der Schätze, mit denen ich besondere, teils jahrzehntelange Erinnerungen verbinde, werden mit umziehen können.

Ein bißchen traurig ist das alles schon; aber die schönen Erinnerungen an 25 Jahre Sammlerglück und die wenigen mir verbliebenen Artefakte werden mich in Zukunft ein wenig über meinen Verlust hinwegtrösten.

Euer Gerd alias capitol
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#13
Hallo,
ja Franz der AM-Messender hat ein gutes Ehren Plätzchen bekommen Smile
   

Leider kann ich mich von den restaurierten Geräten auch nicht trennen. Da steckt so viel Arbeit und Liebe drinnen, da geht nichts mit Verkauf. Anders sieht es mit "normalen" unrestaurierten Radiogeräten aus die ich auch günstig bekommen habe, da habe ich gerne schon das eine oder andere verschenkt.

Immerhin mein 4 Jähriger Sohn zeigt schon Interesse an den alten Sachen. Er will später mal der Chef (nein der Bestimmer) vom Technoseum werden. Nun bis es so weit ist, bekommt er noch ein wenig Einzelunterricht im Restaurieren von mir Big Grin
Grüße aus Steinborn Stadtteil von Eisenberg / Rheinland - Pfalz
Gery



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#14
Hallo Gery,
aus Erfahrung kann ich berichten, daß das techn. Interesse in diesem Alter haupsächlich aus zerlegen und schauen was wohl alles darin ist besteht. Später, so mit 10 bis 12 ,13 sind die Sperrmüll Gemeinde Sammlungen kritisch. Ich erinnere mich, damals wohnte ich noch in Rheinhessen, fand ich Nachbar´ s Müll nach dem Einsammeln in meiner Garage und der meinen Dreck in seiner. Mein Sohn u. seine Kumpels konnten immer alles brauchen.
Aber auch das legt sich. Heute ist er wohlbestaller Ingenieur in Kalifornien
Liebe Grüße Franz
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#15
Hallo,
ich hatte mal eine Radiosammlung von über 400 Geräte. Aus persönlichen Gründen musste ich mich vor 18 Jahren bis auf ca. 10 Stück von allen trennen und habe alle verkauft. Danach dachte ich meine Sucht wäre überstanden. Vor 4 Jahren habe ich dann doch wieder zugekauft und besitze heute ca. 40 Geräte. Eine Spezialisierung auf eine Marke oder bestimmte Typen ist sehr hilfreich! 
So spielt das Leben!
Bei dieser Gelegenheit, ich suche ein Röhrenprüfgerät Neuberger 370 oder 375 zu einem vernünftigen Preis  Tongue

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#16
Hallo Franz,
nun die Zeiten des Sperrmülls sind hier dank Vorbestellung und Wertstoffhof leider vorbei. Meine Fernseher in der Jugendzeit waren alle vom Sperrmüll. Geld war knapp und die SW Glotzen noch teuer. Da auch schon früher funktionierendes weg geworfen wurde (im Westen) habe ich erst in der Garage probiert ob es noch funktioniert. Falls ja, wurde es heimlich Nachts aus dem Versteck der Garage in mein Zimmer geschleust.

Nun das andere Gerät wurde dann entweder einem Freund verschenkt und als die alle eines hatten mühsam mit einer Sackkarre vom Dorf nach Grünstadt zu einem Zweiten Hand Laden gekarrt. Dort haben wir dann nach nach Funktions-Vorführung des Geräts 20 DM bekommen. Also war die Nachfrage scheinbar doch vorhanden? Wahrscheinlich war es den erwachsenen Leuten zu peinlich im Sperrmüll zu suchen?

Geräte zu öffnen, war auch in meiner Kindheit aktuell. Es wurde dann auseinander gebaut und war anschießend reif für die Tonne. Ein Freund gab mir den Tipp wenn man am Radio irgendwo dreht, kann man den Polizeifunk hören. Bis ich das raus gefunden hatte wo das genau ist, sind die Radios wieder auf den Sperrmüll gelandet. Allerdings ohne Lautsprecher und Röhren. Es gab ja kein Internet, oder jemand kannte der sich damit auskennt.

Röhrenradios gab es damals wie Sand am Meer. So viel das man aus den Truhen die man eh nicht mit nach Hause befördern konnte die Röhren gezogen wurden. Nun ich höre schon den Aufschrei "Was für ein Frevel!" Big Grin Naja, so war das früher halt. Meine Liebe zu den Röhren Radios hatte sich auch erst vor einigen Jahren entwickelt. Davor waren es einfach nur wohlklingende Kisten mit Gebrauchsfaktor. Erst als mir meine Mutter ein defektes vom Flohmarkt mit gebracht hatte, wurde der Ehrgeiz erwacht dieses wieder zu reanimieren. Es blieb nicht bei dem einen Röhrenradio Big Grin
Mein Sohn darf zwar noch nicht löten (so lange noch keine gescheite Abluftanlage installiert ist auch kein Gucken während der Lötvorgänge erlaubt), aber alleine vom zuschauen in meiner Werkstatt ist er ganz begeistert. Aufschrauben muss er ja nicht, die Batterien der nervigen Spielzeugautos wechselt ja der Papa. (Noch Big Grin )

Um nicht ganz offtoppisch abzudriften. Um so weniger Platz man hat und um so weniger Radios man gebrauchen kann, desto mehr Angebote erhält man. Früher wurden auch sehr lange Anfahrten in Kauf genommen.
Besonders Radiogeräte von dessen Verkäufer ich die Geschichte vom Vorbesitzer kennen gelernt habe kann ich nicht abgeben. So habe ich hier ein altes Vorkriegsradio dessen Besitzer damit bis zu seinem Tode im Altersheim jeden Abend die Nachrichten vom DLF gelauscht haben soll. Er war ehemaliger Radio Fernsehtechniker und hatte wohl noch kurz vorher die Röhren gewechselt. Die EM1 leuchtet noch wie neu. Solche Sachen mit Geschichte könnte ich unter keinen Umständen weg geben. Nun vielleicht begleitet mich dieses Radio ja auch einmal mit ins Altersheim.
Grüße aus Steinborn Stadtteil von Eisenberg / Rheinland - Pfalz
Gery



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#17
Hallo, Gery,
da unten rechts auf dem Bild ist ein Sperrholz zu sehen. Sehe bitte in Deinem PN - Fach.
Ansonsten, was soll es - leider muss ich auch sagen, dass ich auch sehr schwer etwas abgebe - meistens gegen Tausch oder schenken. Sollte etwas verkauft werden, ist meine Frau zuständig.
Gruß,
Ivan
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#18
Hi!

Danke für Eure Schilderungen und Erfahrungen! Smile

Hier noch der Hauptdarsteller. Ich werde ihn definitiv behalten. Ist schon ein feines Radio. Thumbs_up



   
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#19
Bevor der in der Bucht gelandet wäre hätte sogar ich noch einen Platz dafür gehabt...
Viele Grüße 
Philipp
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#20
(17.06.2016, 20:39)Gasherbrum schrieb: Hier noch der Hauptdarsteller. Ich werde ihn definitiv behalten. Ist schon ein feines Radio.

Der ist ja bildhübsch, würde ich auch nicht hergeben Smile
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