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AM Modulator mit Trägersteuerung und XCF8..
#21
Hallo Zusammen,

erst mal danke für die positive Resonanz auf dieses Projekt. Ein Problem habe ich nicht bedacht und das ist der Übertrager am Eingang davon habe ich nur noch wenige. Ich habe aber mal ein paar Alternativen bestellt und werde die testen und die Platine anpassen. Also keine Sorge die Platinen werde ich machen. Im Moment gewinnt ganz klar die PCF82 Lösung, was ich auch erwartet hatte.

Hier schon mal ein paar Bezugsquellen:


Keramik Resonatoren. Die "CSB 800, CSB705" usw. gehen hier gut. Die meisten lassen sich ca. +/-3kHz ziehen um auf eine Rasterfrequenz zu kommen:

http://www.oppermann-electronic.de/html/...ilter.html

Netztrafo:

https://www.tube-town.net/ttstore/Transf...:2358.html

Ich überlege auch gerade die Platine alternativ zusammen mit den schwer zu beschaffenden Teilen anzubieten...
Viele Grüße
Semir
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"Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer der wußte das nicht, und hat es gemacht."
(Prof. Hilbert Meyer, Uni Oldenburg)
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#22
Hallo Semir,

welches Übersetzungsverhältnis ist für den Übertrager unter "normalen" Umständen mindestens nötig ?
Oder anders gefragt, welchen Pegel braucht man am Ausgang des Trafos zum Ansteuern ?
Ich habe hier noch ein paar alte Trafos, vielleicht passt ja einer .....


Gruß,
Hans
RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg
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#23
Hallo zusammen,
ich melde schon mal Bedarf an einer Leiterplatte an, muss aber erst nach den vorhandenen Röhren schauen ob ich eine von diesen habe.
Grüße Falk
Grüße aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
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#24
(16.08.2019, 20:33)RE 084 schrieb: welches Übersetzungsverhältnis ist für den Übertrager unter "normalen" Umständen mindestens nötig?
Oder anders gefragt, welchen Pegel braucht man am Ausgang des Trafos zum Ansteuern?

Hallo Hans,

Das Signal sollte so ca. 2V Amplitude haben, damit die Regelung funktioniert. Ich habe vom verwendeten Übertrager zufällig hier einige gehabt. Der macht 1:1, ist aber als Spartrafo geschaltet und verdoppelt die am Eingang anliegende Spannung somit. Wenn Du einen guten Kopfhörerausgang nutzt reicht das.

Was gut geht sind Übertrager aus dem Telefonbereich die 1:1 machen und 600Ω Impedanz haben. Diese finden sich auch oft in Anrufbeantwortern.

Mit dem Ausgang eines Verstärkers der mehr Pegel liefert geht es natürlich auch ganz ohne Trafo.

Heute kamen gerade vom Voelkner einige Übertrager die ich bestellt hatte. Die werde ich mal testen und dann eine Empfehlung hier schreiben. Es sind 1:3 ~ 1:2 Übertrager. Mal sehen wie die funktionieren.

Im Zweifelsfall würde ich das einfach ausprobieren.
Viele Grüße
Semir
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(Prof. Hilbert Meyer, Uni Oldenburg)
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#25
(07.08.2019, 07:13)ingo schrieb: Hattest Du inzwischen Gelegenheit, zu testen, ob das Signal, bedingt durch die Variation des Trägermittelwertes, an einem Audion verzerrt wird.
Hallo Ingo,

Ich habe es gestern mal mit meinem "Virtuos" Audion getestet klingt sehr gut. Ich würde sogar sagen besser als die üblichen Sender. Der Klang hatte etwas mehr Dynamik und es kam zu keinen wahrnehmbaren Verzerrungen.

Ich werde das im September mal mit meinem Volksempfänger testen der im Moment noch bei Andreas steht und berichten.
Viele Grüße
Semir
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#26
Hallo Semir,

das hört sich sehr gut an. Hätte ich nicht einen übergroßen Stapel an angefangenen Projekten vor mir, würde ich das Teil gern nachbauen aber ich muß meinen Stapel erstmal verkleinern...

Viele Grüße

Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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#27
Hallo Zusammen,

so nun habe ich einen Übertrager bei Voelkner (oder Conrad) gefunden der gut für den Modulator geeignet ist. Der hat ein Übersetzungsverhältnis von 1:5 was in der Schaltung gut funktioniert. 

https://www.conrad.de/de/p/audio-uebertr...39643.html

Eine weitere Variante mit der Übersetzung 1:3 habe ich auch getestet. Diese geht auch gut aber benötigt etwas mehr Pegel.

https://www.conrad.de/de/p/audio-uebertr...39614.html

Allerdings ist zu beachten, dass diese Übertrager relativ niedrige Eingangsimpedanzen von ca. 145Ω bzw. 55Ω haben. Damit sind sie gut geeignet für Kopfhörerausgänge von Mobiltelefonen oder MP3 Playern. Weniger gut funktioniert die Schaltung mit Line Ausgängen, dazu sind die Übertrager zu niederohmig. Ich verwende übrigens als Quelle alte Blackberry Handies die ich quasi kostenlos bekommen habe. Diese haben einen guten Media Player der die Cover auch anzeigt und liefern genug Pegel.

Die Platine habe ich nochmals überarbeitet, um den neuen Übertrager einzubauen.

   

Da ich diesen nicht als Spartrafo schalte ergibt sich hier noch die Möglichkeit den Audioeingang galvanisch vom Rest des Modulators zu trennen. Das dient nicht der Sicherheit, sondern kann in bestimmten Fällen verhindern, dass HF über den Kabelweg des Audioeingangs fließt und dadurch Brummen entsteht. Die Jumper in der Schaltung ermöglichen eine Gemeinsame Masse oder eine getrennte Audiomasse zu selektieren. Ein weiterer Jumper ermöglicht weiterhin den Betrieb als Spartrafo. Diese Varianten habe ich mit einem anderen Übertrager vorgesehen der 1:1 übersetzt.
Viele Grüße
Semir
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(Prof. Hilbert Meyer, Uni Oldenburg)
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#28
Hallo Zusammen,

hier eine Art Nachtrag zu diesem Projekt....

Als ich vor ein paar Wochen eine liebe Bekannte vom Depot des Frankfurter Telekommunikationsmuseums traf ergab sich, dass ich dafür einen Modulator bauen sollte. Das Gerät sollte aber auch vom Äußeren zum Umfeld eines Museums passen. Zum Glück gab es hier einige ausgesonderte Geräte die ich als Gehäuse verwenden konnte. Im Konkreten Fall ein altes Ohmmeter. Dieses entkernte ich und baute zunächst die Modulatorelektronik in freier Verdrahtung ein. Dann hatte ich eine Idee um das Ganze noch etwas schicker zu machen: ich setzte eine PM84 als HF Messinstrument ein.

   

Die PM84 zeigt den Mittelwert der HF am Ausgang an. Das hat folgende Vorteile:

- Sie zeigt an wann die Antenne optimal abgestimmt ist. dann ist nämlich die Amplitude, also der Ausschlag des Magischen Auges minimal also am weiteten offen.

- Im Betrieb sieht man sehr schön wie der Trägermittelwert mit dem Signal "Mitgeht". Die PM84 zeigt also auch an wenn ein Signal anliegt, da sie im Takt die Balken verändert.

Da ich eine PCF82 als eigentliche Modulatorröhre verwende konnte ich die PM84 heizungstechnisch mit dieser in Serie schalten. Die PCF82 hat 9V, die PM84 4V Heizspannung bei 300mA Heizstrom. In summe also 13V. Mit einem Spannungsverdoppler am 6,3V Ausgang des Netztrafos bekomme ich genau diese Spannung. Damit entfällt auch der 6,8Ω Widerstand im Heizkreis der PCF82 und das Ganze wird noch etwas schöner. Hier ein Bild des Innenlebens dieser Sonderanfertigung:

   

Den Schaltplan ergänze ich noch in diesem Thread.
Viele Grüße
Semir
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(Prof. Hilbert Meyer, Uni Oldenburg)
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#29
Das sieht super aus! Jetzt nur noch die Schraubenköpfe etwas aufpolieren...
Jetzt weiß ich, was ich noch mit meinen Holzresten machen werde Smile
Smiley18
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#30
Danke Semir,

das ist absolut nachbaubar. Alleine der kleine Bauteilaufwand macht die Sache interessant !!
Ich bin gespannt auf die Anbindung der PM84, das gehört dazu Thumbs_up

Gruß,
RE 084
RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg
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#31
Hallo Zusammen,

nun wie versprochen noch die Ergänzung mit der PM84. Dazu waren nur wenige Bauteile erforderlich und die Leistungsaufnahme ist nur unwesentlich höher bei ca. 7,5W, liegt damit aber leider über den Möglichkeiten des Printtrafos. Aus diesem Grund verwendete ich hier einen Trafo den ich bei Aliexpress mal gekauft hatte der kann 10W und passt sehr gut.

   

Die Spannungsverdopplerschaltung für die Heizung habe ich mit größeren Elkos ausgestattet um das Maximum an Spannung zu bekommen es liegen so ca. 12,8- 13,0V an was ganz gut passt.

Die PM84 ist hier über einen 82kΩ Vorwiderstand angesteuert, da die Anodenspannung von 250V für die PM84 etwas zu hoch wäre. So liegen noch ca. 160-170V an. Die über C19 ausgekoppelte HF wir von D5 und D4 Gleichgerichtet. Die so gewonnen negative Spannung steuert die PM84.

Die Anzeige der PM84 kann für folgende Abgleicharbeiten genutzt werden:

1) Einstellung von C11, Abschluss mit 75Ω am Antennenausgang: Hier auf Maximum d.h. maximal geschlossenen Balken abgleichen

2) Einstellung Antennentuner: hier den Tuner auf minimalen Ausschlag, also maximal Offene Balken abgleichen

3) Aussteuerung des Modulators. Die Anzeige im Betrieb gibt einen Anhaltspunkt über die mittlere Signalamplitude. Man sollte sich die Position der Balken merken bei der es zu ersten hörbaren Verzerrungen kommt und die Lautstärke des Signals dann so einstellen, dass dieser Punkt nicht erreicht wird.

So das war's auch schon. Ich werde eventuell dazu eine Platine ohne Trafo entwerfen. Das muss ich aber noch überlegen...
Viele Grüße
Semir
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(Prof. Hilbert Meyer, Uni Oldenburg)
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#32
Hallo, Semir,
Die Anzeige ist eine Bereicherung der Schaltung. Wie ist die Reihenfolge - zuerst die Antenn über C11, dann der Oszilator über C12? Mit dem Eingangssignal ist vielleicht über einen Trimmer in Reihe zum Eingangspotenziometer eine einmalige Abstimmung besser. Dann u.U. über R 7 die optimale Spannung einstellen. Verstehe ich das ganze so richtig?
Gruß!
Ivan
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