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Problem mit einer T&N Nebenstellanlage C145/1
#1
Grüßt euch,
mein Name ist Lars, ich bin 26 Jahre jung und ganz frisch hier bei euch im Forum. Ich komme aus der Region Hannover und bin sehr vernarrt in alte Technik. Mein Hauptgebiet sind eher Uhren wo mich seit ungefähr 1,5 Jahren besonders elektrischen Haupt- und Nebenuhren interessieren. Andere Mechanische Uhren schon seit meinem 12 Lebensjahr.

Da ich über dieses Gebiet schon häufiger mit der Marke T&N in Kontakt kam, musste ich letztens einfach bei einer Nebenstellanlage zuschlagen die ich recht günstig ersteigern konnte da mich dieses Gebiet auch schon immer sehr gereizt hat. Ich habe zugegeben nicht sehr viel Ahnung von dieser Technik bin aber wie immer gewollt mich dort auszuprobieren und mein Wissen zu erweitern.
[Bild: Typenschild.jpg]               [Bild: Anschlussleiste.jpg]
Mein Problem mit der Nebenstellanlage ist nun aber, dass sie nicht so ganz möchte wie ich es will. Zu der Erklärung:Ich kann an unsere Fritz Box eine TAE Stecker anschließen und dort ein Telefon mit Impulswahlverfahren verwenden. Das Telefon klingelt und ich kann anrufe annehmen. Das ist soweit kein Problem. Ich kann also über den TAE Stecker die Amtsleitung mit der Nebenstellanlage verbinden und wenn ich dort das alte Telefon an a und b bei N1 für eine Nebenstelle sowie E als Erdung anschließe klingelt dieses auch und die Relais arbeiten richtig.
Problem ist, dass sobald ich den Hörer abhebe wenn ich nach draußen Telefonieren möchte klackern die Relais T1, I, V1 und V2 unaufhörlich und das Telefon bekommt kein Strom, ich kann nicht wählen und es funktioniert nichts... Erst wenn ich manuell, das Relais X1 drücke schaltet es die Relais S und C ein, diese fallen wieder ab und das Relais V3 und Zd bleiben angezogen und ich kann wählen sowie nach draußen telefonieren. Selbiges geht wenn alles klackert und ich manuell das Relais U1 drücke. Dieses bleibt dann angezogen und es werden die selben Relais wie eben beschrieben angezogen und es funktioniert.
Das selbe Problem tritt ebenfalls bei den Anschlüssen der Nebenstellen 2 und 3 auf.
[Bild: Relaisbezeichnung.jpg]
Bisher ist mir aufgefallen, dass ein ganzes Relais wohl mal herausgenommen wurde. dort hängen die Kabel in der Luft aber berühren sich nicht. Ich habe soweit die Kabel verfolgt und geschaut ob irgendwo eine kalte Lötstelle ist aber mir ist zumindest nichts aufgefallen.
Ich hoffe, dass ich das Problem soweit gut beschrieben habe und würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könntet. Ich würde das ganze Gerät gerne wieder seinen ursprünglichen Zweck zuführen und wieder nutzen.
[Bild: Kabel.jpg]         [Bild: R-ckseite.jpg]

Danke und liebe Grüße!

Lars
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#2
Hallo Lars,
schön, dass uns die Nebenstelle und das Problem vorführst.

Ich bin nicht so der Telefoner, nur bin ich der Ansicht, dass Du sicher stellen musst, dass der Ausgang der Fritzbox gleiche Parameter, u. a. 60 V ZB aufweist.

Denn nur so wird meines Ea. die Anlage sicher funktionieren.

Übrigens lassen sich die Bilder viel komfortabler hier im Forum einstellen, wenn du es
nach diesem Thread durchführst. .




Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans-Jürgen

"Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr"

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#3
Hallo Lars, willkommen im Club.
Das Problem bei der Nebenstellenanlage ist die Betriebsspannung.
Und da hat der Jürgen schon geantwortet:
Diese Anlagen brauchen eine eigene Betriebsspannung, meist 60 Volt.
Und die muss nicht nur im Leerlauf anstehen, sondern auch stabil bleiben wenn ein Relais zieht.
Und das realisiert man mit einer "Zentralbatterie", oder "ZB" wie der Jürgen abgekürzt hat.
Beschreib doch mal genauer wie Du die Zusammenschaltung mit der Fritzbox realisierst und wie die Spannungsversorgung aussieht.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#4
Danke für die überragenden und schnellen Antworten!! Die Stromversorgung sollte eigentlich konstant sein da die Nebenstellanlage eine 230V Stromversorgung hat welche mittels Travo auf die richtige Spannung geregelt wird. 

Den Anschluss an die Fritz Box 6590 habe ich mittels des dort vorhandenen TAE Steckers gemacht und die zwei Litzen zur Nebenstellanlage geführt und dort an Aa und Ab angeschlossen.

Mit den Fotos habe ich es erst über das forum versucht allerdings waren meine Bilder zu groß, sodass ich mich entschieden habe sie extern hochzuladen. Ich lese mir den Beitrag aber gerne nochmal durch. Danke auch dafür!

Liebe Grüße!
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#5
Du musst die 60 V ZB haben, sonst wird das nichts.


Ist das eine 10/100 er Anlage?




Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans-Jürgen

"Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr"

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#6
Ich nehme an eine zentralbatterie wird schwer zu bekommen sein oder? Könnte man rein theoretisch auch mittels Travo die 60v einspeisen? Ich war der Überzeugung, dass die 60v über das verbaute Netzteil kommen und es somit ein Problem in der Elektronik gibt. 
Ansonsten sag das Typenschild 105/10 aus. 

Liebe Grüße und danke für die Antwort!
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#7
Hallo Lars, das ist dann eine verwertbare Info. Netzteil!
Und da muss man ja auch messen können mit welcher Spannung sekundär gearbeitet wird.
Solche Netzteile glätten die gleichgerichtete Spannung mittels Kondensatoren.
Wenn da einer trocken geworden ist, dann bleibt die Betriebsspannung nicht stabil.
Und genau deshalb ist das Netzteil meist kein Netzteil sondern ein Ladegerät für die Zentralbatterie.
Also bitte noch mal hingucken und ermitteln ob da nicht doch Anschlüsse dafür vorhanden sind.
Rundrelais ziehen recht hohe Einschaltströme. Danach der Haltestrom ist dann kleiner.
Darum auch das Verhalten " man muss den Anker von Hand drücken".
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#8
Ich bekomme eventuell demnächst Unterlagen zu der Nebenstellanlage.  Hoffentlich bekomme ich darüber heraus,  ob eine Batterie benötigt wird. Aus den Buchstaben von der Anschlussleiste werde ich leider nicht schlau. Die Kondensatoren werde ich dann auch mal Durchmessen, es kann natürlich gut sein, dass die mittlerweile trocken sind... 

Danke und liebe Grüße!
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#9
Hallo,

das müsste so im Prinzip eine W1/2 Nebenstellenanlage sein.
Ich habe so eine noch von der DBP, die Relais haben die gleichen Bezeichnungen.
Habe dazu eine Anleitung und den Stromlaufplan (mit den Brücken und Anschlussklemmen).
Probiere dann mal in dir per Mail zu senden, sind leider lauter jpg...

Gruß Andreas
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#10
Hallo, per Mail funktionierts nicht, dann eben so:


.zip   w1-2-2.zip (Größe: 1,49 MB / Downloads: 25)

.zip   w1-2-1.zip (Größe: 1,63 MB / Downloads: 12)

Gruß Andreas
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#11
Hallo Leute, das ist doch mal eine ausführliche Dokumentation.
Und es steht ausdrücklich "Netzteil 24 Volt" drin.
Und bei Netzausfall wird die Amtsleitung automatisch auf einen Teilnehmer durchgeschaltet
und bei Wiederkehr dann auch automatisch wieder zurück.
Nichts mit "ZB" und Sicherheitsreserve.
Also klein anfangen, Gleichrichter und Elkos austesten, dann weitermachen.
Viel Spass damit.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#12
Vielen Dank für die Bereitstellung der Dokumente! Solche Sachen sind wirklich Gold wert bei einer Fehlersuche.

Ich werde dann demnächst mal anfangen alles zu checken und sollte ich fragen und/oder ein Ergebnis haben melde ich mich. Sollte jemanden noch etwas einfallen woran es liegen kann, dass der beschriebene Fehler auftritt darf natürlich gerne seinen Senf dazugeben. 

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
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#13
Hallo,

man kann ohne Probleme eine Nebenstellenanlage an einer Fritzbox auf einen Teilnehmerport schalten.
Bei der Wahl mit IWV was die T&N ja nur kann, soll diese auch funktionieren, habe ich aber noch nie getestet.

Die Speisung des Ports von der Fritzbox sollte ausreichen. Funktioniert bei einer alten HICOM 120 einwandfrei. Allerdings erfolgt die Wahl hier über MFV.
An dieser wiederum habe ich eine Neha 1/2 von Siemens auf einen Teilnehmerport der HICOM120 geschaltet.
Diese liefert auf dem Teilnehmerport 48V (habe ich aber nicht nachgemessen).
Die Belegung der Amtsleitung erfolgt bei Neha Relasianlagen in der Regel mit der Erdtaste !
Man kann nicht direkt wählen!
Auf jeden Fall die Kontakte auf mitgang prüfen und gegeben falls die Kontakte mit einem Lederholz oder einer
Kontaktfeile reinigen.

Bei Fragen melden, hatte früher beruflich mit diesen Anlagen zu tun.
Es ist aber richtig das früher HDW- und EMD 60V Speisespannung geliefert haben.
MfG
Hardy
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#14
Danke für das anbieten der Hilfe! Ich komme leider erst kommende Woche Montag zum überprüfen der Anlage da mich momentan meine Ausbildung sehr auf Trab hält... sollte ich fragen haben melde ich mich definitiv! Genauso sollte ich herausfinden wo der fehler liegt.

Vielen lieben Dank und liebe Grüße!
Lars
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#15
Hallo,
Ich kam gestern kurz dazu mich nochmal mit der Nebenstellanlage zu beschäftigen. Grund war dafür, dass ich von einem Bekannten ein W48 Telefon auszuleihen konnte, da ich gehofft habe, dass das Problem damit jetzt nicht mehr auftritt... es ist leider immer noch so, dass die Relais beim abheben es Hörers wie wild klappen... also werden im nächsten Schritt die beiden großen elkos einmal ausgebaut und geschaut ob diese noch funktionieren. Diese kann ich leider nur im Diodentest auf Kurzschluss prüfen, nicht auf ihre Kapazität...

Gibt es denn neben den elkos und den Kontakten noch Andre Fehlerquellen welche ich überprüfen sollte?
Bin da über jede Hilfe und Hinweis dankbar!

Liebe Grüße und danke euch allen!
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#16
Bei dem Alter kann es möglich sein das die Ladekondensatoren nicht mehr ihre Kapazität
haben. Halte ich aber für den Fehler so nicht relevant und für unwahrscheinlich.
Wenn ein Hörer abgenommen wird müssen diverse Relais anziehen, das sollte dann aber ein einmaliger Vorgang sein.
Wieviel Interne Teilnehmer hat die Anlage 2 ?
Durch Wahl der Ziffer 1 oder zwei sollte man den anderen internen Teilnehmer erreichen.
Über die Erdtaste dann die Amtsbelegung.
WichtigBig Grinie Erde vom Telefon muss an der Anlage auch angeschlossen sein und das Telefon auch eine Erdtaste haben.
MfG
Hardy
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