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Fehlersuche Fisher Tuner R-200
#1
Hallo zusammen
Zurzeit versuche ich mich mal wieder an meinem Fisher Tuner R-200. Soll angeblich einer der Besten seiner Zeit sein. Nur meiner hat das noch nicht begriffen.
Ich dachte, ich hätte in den letzten Jahren Einiges über Radios und Verstärker gelernt und würde endlich besser zurechtkommen.
Aber hier hab ich mich zu früh gefreut. Der Glaube, endlich die elektrische Welt zu begreifen, ist doch noch weit weg.
Ich freue mich ja schon darüber, wenn ich glaube, den Verlauf der Signale in einem Stromlaufplan zu erkennen.
Ich kapiere einfach nicht, welchen Weg die Signale für die beiden Kanäle durch den gekennzeichneten blauen Kasten nehmen.

Vielleicht erbarmt sich jemand von Euch und versucht mir mal den Verlauf in dem blauen Kasten zu erklären.

Hier noch eine Information zu den Drehschaltern in den schwarzen Kreisen:
Die Segmente sind im Plan für AM eingezeichnet. Für FM-Stereo stehen sie 3 Positionen weiter nach rechts gedreht.

   

.jpg   Forum Blauer Kasten.JPG (Größe: 28,35 KB / Downloads: 335)
   
   
   
   

Grüße aus dem Rheinland
Werner
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#2
Hallo Werner,
schau mal was ich auf dem Tisch habe. Dieses Teil 500C raubt mir auch meine Nerven. Es gehört mir nicht und nach langer Zeit komme ich endlich mal dran es zu versuchen zu reparieren. Ich verstehe dich, das Teil macht auch Mucken ohne Ende. Jetzt muss ich erst mal US-Sicherungen ordern.
Die Schaltpläne sind irgend wo noch in einer Umzugskiste.

Lustig und was ein Zufall, hatte ich beim letzten Telefonat ganz vergessen zu erwähnen. Fisher ja da war doch was Big Grin
Falls der Besitzer hier mit liest. Ich habe Dich nicht vergessen. Nur die Umstände wegen hat sich die ganze Sache extrem verzögert.

   
Maach der Freud sulang et jeiht, dat Levve duurt kein Iwichkeit.
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#3
Ist das nicht einfach eine Graetzbrücke?
Gruß aus Bremen

Enno
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#4
Wenn das im Signalweg liegt wüsste ich nicht, was Graetz da brücken will?
Ist aber doof gemalt und ich kapiers auch gerade nicht - und bin zu faul, das mal anders zu malen: "entknoten" hilft oft.
Gruß,
Uli
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#5
Moin!
Das ist die Mono/Stereoumschaltung.
Abhängig von einer Schaltspannung an "TO C" werden die beiden äußeren Dioden leitend und schalten L/R oder die beiden inneren Dioden das am Verbindungspunkt angelegte Monosignal auf den Ausgang.
Gruß Gerrit
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#6
Hallo Werner,

das ist keine Graetzbrücke sondern ein elektronischer Mono-Stereo-Umschalter, der abhängig von der Spannung am Punkt 6 (Stereo-Indikator) des Stereo-Dekoders entweder das MPX-/Mono-Signal (Punkt 1 Stereo-Dekoder) über CR6, CR7 oder das Stereo-Signal über CR5,CR8 auf die Ausgänge durchschaltet. Interessant ist dafür nur die Differenz der Spannungen an C77 und C81. Ist die Spannung an C77 positiver als an C81 (jeweils gegen Masse), dann sind CR6, CR7 in Durchlaßrichtung und CR5, CR8 in Sperrichtung (Mono), und ist umgekehrt die Spannung an C81 positiver als die an C77, dann sind CR6, CR7 in Durchlaßrichtung gepolt und CR5, CR8 in Sperrichtung und es wird das Stereosignal vom Dekoder auf die Ausgänge gelegt. Das spart ein Relais, welches hohen Strom und dazu wohl eine Schaltröhre bräuchte und so kann der Dekoder mt seinem INdikatorsignal, das aus dem Pilotton gewonnen wird, die Mono-/Stereoumschaltung selbst vornehmen und man vermeidet starkes Rauschen bei schwachem oder fehlendem Pilotton.
Die Dioden arbeiten für die Wechselspannung der NF als steuerbare Widerstände, die hochohmig sind, wenn sie in Sperrichtung gepolt sind (offener Schalter) und niederohmig sind, wenn sie in Durchlaßrichtung gepolt sind (geschlossener Schalter.

Viele Grüße

Ingo.

Edit: Gerrit war schneller - sorry, das Eintippen brauchte einen Moment.
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#7
Hallo Werner,
meiner Meinung nach sind die Dioden sind Teile der MPx- Schaltmatrix. Die Stereo- Platine mit den Röhren V100 bis V102 beinhaltet lediglich die Aufbereitung der gegenphasigen 38KHz- Impulse für die Demodulation des rechten und linken Kanals. Die Demodulation wird, wie schon geschrieben, mit den vier Dioden extern erledigt. Die Stufen der Stereo- Platine haben wahrscheinlich folgende Funktionen.
Röhre V100: Multiplexsignal- Verstärker und 19KHz Pilottonabtrennung, Aufbereitung des Indikatorsignals für die Stereo- Anzeige.
Röhre V101: NF- Abtrennstufe und gegenphasige Treiber für die beiden Frequenzverdoppler- "Gleichrichter" zur Erzeugung von zwei gegenphasigen 38KHz- Trägern.
Röhre V102: Verstärkung der beiden Träger und Ansteuerung des externen MPX- Demodulators (CR5 bis CR8).

Die Anordnung der Funktionsgruppen auf der Stereoplatine ohne Stereodemodulator hat den Vorteil, dass man sich eine Umschaltung der NF bei Monobetrieb erspart. Auch wenn man die Stereoplatine einfach abzieht, müßte der Receiver in Mono weiterlaufen.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#8
Hallo Wolfram,

da hast Du wohl recht. Es gibt auf der Dekoderplatte keinen Signalweg für die NF vom MPX-Eingang zu den beiden L-/R-Ausgängen.

Gruß Ingo.
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#9
Hallo Werner,

ich habe mal die Überschrift zu Deinem Thema geändert. Falls später mal Jemand solch ein Gerät instand setzen möchte, findet er den Bericht zu Deinem Gerät.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#10
Hallo Andreas

Das ist nachvollziehbar. Danke dafür.

Gruß Werner
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#11
(14.06.2018, 07:48)scotty schrieb: Hallo Werner,
meiner Meinung nach sind die Dioden sind Teile der MPx- Schaltmatrix. 
...
Röhre V102: Verstärkung der beiden Träger und Ansteuerung des externen MPX- Demodulators (CR5 bis CR8).
...

So funktioniert das nicht. Oder wozu sind dann die Diodenkombinationen CR102/CR103 vor V102 da??? Das sind die MPX-Demodulatoren und die externen Dioden CR5...8 sind die Mono/Stereo-Umschaltung!!!

Zugegeben, die Schaltungstechnik der MPX-Demodulation ist aufwändig und eher weniger verbreitet, liefert aber die demodulierten L/R-Signale mit besonders geringer Verzerrung, weil der jeweilige MPX-Signalanteil nicht aktiv duch die Dioden mit ihren gekrümmten Kennlinien geleitet wird, sonder der jeweils nicht relevante Anteil des MPX-Signals vor den L/R-Verstärkern von V102 unfach durch die Diodenkombinationen CR102 bzw. CR103 einfach gegen Masse kurzgeschlossen werden.


Gruß

(Reflex-)Kalle
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#12
Hallo Kalle,
ich glaube, Du hast recht. Die selektive Verstärkung des Pilottones mit Hilfe des Bandfilters Z100 und seine Sperrung in der NF- Weiterleitung durch den Sperrkreis C205/L100 ist nicht so leicht zu durchschauen. Da dann den Dioden CR102 und CR103 über den Elko C120 auch die reine NF zugeführt wird, sind diese Diodenquartette tatsächlich die beiden Demodulatoren. Wirklich eine ziemlich aufwändige und "abgefahrene" Lösung für die Erzeugung der Stereokanäle.
Dann sind die Dioden im blauen Kasten wirklich "nur" die elektronische Mono- Stereo- Umschaltung.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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