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Dual Plattenwechsler 1002
#1
Hallo ich bin neu bei Euch

Ich habe einen Musikschrank (Grundig 6012 - 1952) in dem einen Plattenwechsler von Dual Typ 1002 eingebaut ist.
Leider dreht sich der Motor nicht mehr. Habt Ihr einen Tip wie ich ihn wieder zum laufen bekomme ?? oder kaufen kann?
Das Tonabnehmersystem mit Nadel müste auch erneuert werden.

Über Eure Tips würde ich mich sehr freuen
Liebe Grüße Peter
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#2
Herzlich Willkommen im RBF Peter!

Dreht der Motor auch von Hand nicht mehr, oder nur schwer? Dann ist er sehr wahrscheinlich verharzt von alten Schmierstoffen, die eingetrocknet und zu "Kleber" geworden sind. Da hilft nur, den Motor zu zerlegen und mit WD40 die Lager und die Motorwellen zu reinigen. Danach wieder fetten und zusammenbauen. Das gleiche könnte aber auch für die Mechanik der Wechslerteile zutreffen. Die sind auch oft verharzt.

Zum Tonabnehmer: Hast Du das System mal aus dem Tonarm herausgenommen? Im günstigsten Fall sind oxidierte Kontakte der Übeltäter, im negativsten Fall ist das Kristallsystem hinüber.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#3
Hallo Peter, heiße dich ebenfalls willkommen,
selbige Zuwendung bedarf das Grundig Radiochassis ebenfalls, nur ist es dort mehr in elektrischer Hinsicht.
Denn alle Funkempfangsgeräten der 50 er Jahre Produktion beinhalten meist eine Hand voll sogen. Papierwickel Kondensatoren und Papier zieht ja bekanntlich Feuchtigkeit und das nicht nur aus der Luft und werden dann DC-Spannungsdurchlässig womit Sie dann die Röhren und Trafos durch Überlastung gefährden.
Diese Papierwickelkondensatoren müssen also unbedingt gewechselt werden, auch wenn das Radio z.Zt. noch spielen sollte, was meist nur von kurzer Dauer ist. Evtl. wohnt in deiner Nähe ein fachkundiges Mitglied, der das bewerkstelligen könnte, falls du selbst nicht über das notwendige Wissen und die Praxis, verfügst.

Schreibe deshalb im zuständigen Unterforum ein Gesuch.
M.f.G.
harry


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- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#4
ein herzlichses Willkommen nach Hamburg Peter. Ja, der liebe Anton ist der Dreherspezialist hier, der hat dir schon geantwortet.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#5
Hallo,

im Bereich Gerätevorstellung gibt es einen Beitrag zum 1002F, da hat Anton die BA eingestellt.

Normalerweise widerspreche ich Anton ungern (wozu auch, der ist Profi) aber die Motorlager sollte man nicht fetten, sondern nach der Reinigung mit Waschbenzin wieder mit Öl versorgen. Da es Sinterlager sind am besten mit Sinterlageröl, sofern man welches hat. Alternativ geht auch normales Motoröl 10W40. Das Lager darf auch ruhig einen Tag in warmem Öl baden, dann kann das Sinterlager wieder gut Öl ziehen.
Fett würde die Poren verschließen.
Ich schau heute Abend mal, ob ich noch Fotos vom zerlegten Motor habe...
An allen anderen Stellen kann dann gerne WD40 und Fett verwendet werden.
Schönen Gruß
Martin

~ (alte) Plattenspieler sind toll ~
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#6
Photo 
Vielen Dank für die Unterstüzung,
in den nächsten 14 Tage habe ich keine Zeit ( wir Renovieren )
aber dann mach ich mich an`s Werk. Ich werde dann berichten.
Leider habe ich es noch nicht herausgefunden wie ich Bilder zum Beitrag einfügen kann
aber das wird schon !
Wo bekomme ich eine Nadel für das System, vorne ist eine 25 eingestempelt.
Das Radioteil ist heute repariert mit der Post angekommen. Bin richtig Happy !!! Smiley58

Gruß Peter

PS. habe mir gerade noch einmal den Motor angeschaut. Er läst sich leicht drehen.

   

   

   

   
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#7
Hallo Peter,

eine Anleitung wie man Bilder auf die passende Größe und vernünftig in den Beitrag bekommt findest du hier:klick.

Wenn der Motor sich per Hand leicht drehen lässt, müssen wir die Spannungsversorgung näher untersuchen.
Das sollte man sowieso tun, da die Isolierungen des Quecksilberschalters (!) eigentlich immer verhärtet und brüchig sind.

Der Schalter befindet sich unter ein Drei"eckigen" Platte. In diesem Beitrag hat Anton Sie markiert.
Das sieht dann meist so aus und liefert Brösel, wie in den nächsten Bildern zu sehen.


.jpg   Schalterkabel.jpg (Größe: 72,41 KB / Downloads: 183)
.jpg   Isolierungskrümel.jpg (Größe: 72,79 KB / Downloads: 180)

Ich habe die Kabel an der Platinenseite abgelötet und neue Isolierung drübergeschoben. Der Motor kann also nur loslaufen, wenn dieser Quecksilberschalter richtig schließt. Der Dreher muss also richtig stehen.
Wenn man diese Anschlüsse überbrückt (z.b. mit einem Kabel mit Krokoklemmen) und dann den Stecker in die Steckdose steckt, sollte der Motor sofort loslaufen, egal wie das Chassis gerade liegt. (Achtung 230V!) Vorher schauen, ob auch der Spannungswähler richtig steht. Den findet man unter dem Plattenteller.
Läuft der Motor nicht, wird es langsam böse, dann kann man mal die Motorspulen mit einem Ohmmeter durchmessen - natürlich ohne Stecker in der Steckdose...
Schönen Gruß
Martin

~ (alte) Plattenspieler sind toll ~
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#8
Moin Nachbar,

auch von mir ein herzlich Willkommen! Die Nadel gibt es z.B. bei ebay, heißt DN22 und ist sogar bezahlbar.

Beste Grüße
Peter
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#9
Vor dem Kauf einer Nadel sollte allerdins geklärt sein, ob das Tonabnehmersystem noch funktioniert.

Gruß
Stefan
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#10
Moin,

wie ich sehe wurden da Bilder nachgereicht.
Es ist also eine frühere 1002-Version, die keinen Quecksilberschalter sondern einen einfachen Kippschalter hat.
Diese Version habe ich noch nicht in den Händen gehabt. Der Schalter muss auf jeden Fall überprüft werden.
Und wie schon gesagt, Spulenwiderstand messen schadet auch nicht.

Ob da wirklich die DN22 als Nadel benötigt wird, lässt sich so nicht sagen. Da gab es auch Geräte, die mit dem Elac KST5 System bestückt waren.
Da benötigen wir ein Bild vom System.
Schönen Gruß
Martin

~ (alte) Plattenspieler sind toll ~
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#11
Hallo Peter,

du schreibst:
---
habe mir gerade noch einmal den Motor angeschaut. Er läst sich leicht drehen.
---

Ich bin definitiv kein "Plattenspieler-Spezi", habe aber aus eigener Erfahrung erkennen müssen, das meine Einschätzung von "lässt sich leicht drehen" nicht mit der der Spezialisten hier im Board übereingestimmt hatte  Smile
Ich habe einen PE 66, bei dem ich zuerst auch der Meinung war, das sich der Motor über die Motorwelle leicht drehen lässt...was sich letztlich als falsch erwies Smile
Der Motor muss eigenständig nachlaufen, wenn er einen "Schubser" bekommt.
Nach zerlegen, reinigen und ölen zeigte sich ein völlig anderes Verhalten.
Ein kleiner Stoß genügte, und der Motor drehte fröhlich seine Kreise...

Nur als zusätzlich Gedanke hinsichtlich "leicht drehen", sollte sich das bei dir auch so darstellen wie von mir beschrieben...
Grüße

Rüdiger

------------

no sig at all
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#12
Das hier gezeigte Gerät ist die Ur-Version des 1002, also noch bevor es die späteren Modellvarianten gab. Nur der Tonkopfeinschub ist schon ein wenig moderner. Die ältesten Tonkopfeinschübe zu diesem Gerät hatte noch kein umschaltbares System und mussten für Vinyl oder Schellack jeweils gewechsel werden. Dort waren noch Stiftnadeln verbaut. Ich denke aber auch wie Max, dass hier ein ELAC System verbaut ist. Ein Bild davon würde es sicher belegen.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#13
Hallo zusammen
Das schwarze links im Bild Post6 unteres Blld ist der ein/ausschalter ?? Oder ist das der Quecksilberschalter??
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#14
Ja, das ist der Netzschalter, den man auch auf der Chassisoberseite, unter dem Tonarm sieht. Einen Quecksilberschalter hat dieses Modell noch nicht.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#15
Danke Anton, dann ist der ja einfach zu prüfen!
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#16
Musste noch einmal an meinen Plattenwechsler.
Danke an Martin & Peter - MV jetzt klappt es auch mit dem eipflegen von Bildern.
Ich war mutig und habe den Schalter überbrückt und siehe da der Motor schnurrt munter .
Nun dachte ich der Schalter ist kaputt und habe ihn auseinander geschraubt ( ein großer Fehler !!!! )
denn 8 winzige Teile alles wieder zusammen kriegen ist ein Puzzelspiel. siehe die Fotos.
Muß da noch einmal mit einer ruhigen Hand bei. Ich glaube der war nicht kaputt, er war durch die Mechanik
nicht eingeschaltet. Habe noch 2 Fotos vom System eingefügt.
Liebe Grüße Peter
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#17
   
Noch zum Thema ein paar Bilder

   

   

   

   

   
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#18
Hallo Peter, ja die Bilder sind gut, das einpflegen nicht so ganz, bitte die Bilder mit "in den Beitrag einfügen". Das hast du einmal gut gemacht, du mußt das aber für jedes einzelne Bild machen, ich habe das jetzt erledigt. Der Sinn darin ist das du jedes Bild Kommentieren kannst, da wird der Beitag lockerer.

Das runde Messingteil ist der Kontakt der im Schalter hin und her wandert, also an und aus
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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