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Philips-Capella Tonmeister 842 B8D42AS
#1
Moin zusammen,
ich hatte vor kurzem  ein Schaltungstechnisch sehr ähnliches Capella Tonmeister 842 B8D42AS auf dem Tisch und hatte auch Probleme mit leichtem Brummen 50HZ und Spartzeln 100Hz. Das Gerät wurde vorher komplett mit neuen Elkos ausgerüstet, defekte Wiederstände getauscht, Kondensatoren geprüft und Silizium Gleichrichter eingebaut (gegen faule Eier) .

Folgende Änderungen habe bei mir gegen Brummen/Spratzeln geholfen.

Spratzeln (100Hz Spikes durch neuen Gleichrichter~selbst eingebaut):
  • Snubber auf der Sekundärseite des Traffos in der Hochspannungsversorgung (R+C, 10Ohm, 220nf) eingebaut
50HZ Brummen:
  • Shild auf der dem Traffo zugewandten Seite der LS Poti verbaut. Der ist komischer Weise nur seitlich geschirmt.
  • Kondensatoren C140 und C141 (10nf) und C157 und 158 (22nf) geschirmt (hier hat 50Hz aus den Heitzkreisen eingestreut)
  • Sicherung der Heitzkreise unter das Radio verlegt. Die hängt oberhalb der Ausgangsübertrager auf einer Leiste (uncool)
  • Spannbänder des Traffo angezogen (mechanisches 'Brummen')
Ergänzungen als daily driver:
  • ECC808 mit Adaptersockeln gegen 6n2p ersetzt
  • ECC83 auf 6n2p umgebaut (Heitzung auf 6.3V geändert, minimalinvasiv)
  • ELL80 gegen jeweils 2 6bm5(alternativ EL95)  mit Adapter getauscht. Katodenwiederstand entsprechend auf 180Ohm geändert. Gleichzeitige Reduktion der Beleuchtung auf 0.1A. Traffo hat damit bisher keine Probleme. Reverb funktioniert noch einwandfrei.
Das Radio läuft bisher einwandfrei. Das Brummen\Spratzeln ist in den LS nicht mehr hörbar. Nur wenn man das Ohr ans Gehäuse hält ist noch minimales Brummen des Trafo hörbar.
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#2
Hallo Sepp
Interessante Sachen, was du schreibst.
Mein Capella war eigentlich brummfrei solange die Lautsprecher nicht ganz eingeschoben waren.
Wenn sie ganz drin waren, war die LS-Spule direkt neben dem Trafo.
Diesen gedreht und das MU-Blech brachten etwas Besserung und ist war mit „Transistor-Ohren“ betrachtet, durchaus erträglich. Insgesamt hatte ich ohne wirtschaftliche Betrachtung das Gerät restauriert. Ich hätte das Gerät auch mit der originalen Röhrenbestückung als Daily Driver genutzt. Und so hatte Ich es auch beim Verkauf gesehen. Radiokauf plus investierte Teile Bekam ich wieder. Die Zeit war Freude an der Bastelei und ich habe viel dazu gelernt. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön ans Forum für die großartige Unterstützung !!!
Aktuell beschäftige ich mich mit den RFT Henkelgeräten
Und auf die langen Winterabende wartet ein weißer HELI RK5 mit den großen Kugelboxen K20
Grüße
Jürgen
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#3
Hallo Kanuspezi,

in meinem Fall betreibe ich externe Boxen, die auch Frequenzen im Bereich 50Hz können. Daher ist Brumm hier auch deutlich störender als mit den integralen Speakern, die die Tonemeistermodelle nicht haben (bezogen auf Restbrumm #307)
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#4
Tja vielleicht lag es an den internen Lauties, dass keine richtige Begeisterung aufkam, ich vermisste eben den fetten Röhrensound. So war es schicker Wohnzimmersound mit Reverbeo Raffinesse
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#5
Ich vermute hier liegt der Hund eher bei der Endstufe im Ultralinearmodus begraben. Das hört sich meines Erachtens eher wie solid state an (sehr clean)
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#6
Noch ein kleine Ergänzung: Sowohl mit 6mb5, als auch ELL80s schafft das Tonmeister 842 verzerrungsfreie ~4 Watt an 4 Ohm Lastwiederstand pro Kanal bei 1khz Sinus (TA). Ganz ordentlich.
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#7
... ja damals war das Röhren-Watt noch ein fettes Watt...
Da braucht es aber auch Lautsprecher die 1 Watt in Klang und Lautstärke umsetzen können...

Heutzutage, wo „das Watt“ extrem billig geworden ist, haben sich die Verhältnisse verschoben

Und da bin ich bei der Frage
Welche Lautsprecher / Boxen hast du da denn angeschlossen?
Gruß
Jürgen
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#8
Canton Vento 807. In der Theorie ungünstig für ein altes Röhrengerät (Wirkungsgrad). Praktisch auch mit den 4W locker laut genug , um sich in der Nachbarschaft  unbeliebt zu machen. Der Tonmeister hat auch größere Ausgangsübertrager (im Vergleich zum Capella 854), das ist im Bassbereich sicher von Vorteil. Mal sehen ob ich auf Dauer mal zeitgenössische Boxen auftreiben kann.
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#9
Hallo Sepp,

ich habe mal Deinen Beitrag vom älteren Beitrag abgetrennt. So wird das Ganze übersichtlicher.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#10
(16.09.2020, 06:32)Andreas_P schrieb: Hallo Sepp,

ich habe mal Deinen Beitrag vom älteren Beitrag abgetrennt. So wird das Ganze übersichtlicher.

Moin,

bitte dann den Titel ändern auf Capella Tonmeister 842 B8D42AS. Mit dem 854er hats ja dann nicht mehr viel gemein...
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#11
Das sich dieser Thread nun eher auf das Tonmeister bezieht, stellt ich noch ein paar Bilder von vor und nach
der Restauration des 842er ein.
Das Gerät habe ich bei Ebay Kleinanzeigen mit fehlender Rückwand, Bodenplatte, Endröhren und Ferritantenne ohne Funktion
für einen entsprechenden Preis erworben. Die Idee war ein möglichst günstiges Steurgerät zu finden. Eigentlich
wollte ich ein Opus 2430 oder 2550, aber die Geräte sind mir einfach zu teuer. Die Philips mit der push-pull ELL80
Endstufe sind ähnlich leistungsfähig, werden aber deutlich billiger gehandelt.
Ich habe diese Forum erst nach der Restauration entdeckt, also gibts nur wenige Bilder vom Zustand vorher.
Front und Korpus waren in einwandfreien Zustand. Im Inneren sahs deutlich schlechter aus.
Alles war mit einer klebrigen Schicht überzogen, Traffo sah sehr schlecht aus.


Bei dem Gerät waren direkt folgende Schäden\Probleme sichtbar:
-Sicherung 1.4A verbaut KopfWand
-unter dem Hauptelko Brandspuren. Hier hat jemand statt dem 50Ohm R165 zwischen C170,C172 einen 10Ohm Wiederstand verbaut
-Beide Kathodenwiederstände ELL80 verbrannt. Hitzespuren im Umfeld.
-im Stereokästchen Blumenkohl an vielen Elkos, Leiterplatte wegen der zerfallenen Isolation angegriffen.

Ich habe zunächst erst mal den Traffo und die AÜs durchgemessen. Zum Glück noch in Ordnung, sonst hätte ich hier auch nicht weiter gemacht. Bilder währen der Restauration habe ich leider nicht. Sobald ich Zeit habe stelle ich noch Bilder der aktuellen Situation ein.

Beim prüfen der Komponenten sind noch folgende Defekte aufgefallen:
- Elko C170 keine Kapazität mehr (ausgelaufen)
- R142 hoch ohmig
- R30 bei  > 250K
- R7 und R8 hochohmig, als auch kein UKW
- R29 hochohmig
- R166 verglüht
- R165 10 Ohm falsch verbaut
- Haltefedern der Hallspirale ausgeleiert (hängt unten aus dem Gerät, Transportschaden beim Verkäufer noch ok)
- Elko allgemein entweder defekt oder deutlich außerhalb Tolleranz (Halleinheit und Stereodecoder insbesondere). Ich habe da ich Ruhe wollte alle getauscht
- Ratio Elko keine Kapazität
- Gleichrichter stinkt (also neu)

   

   

   

   

   


.jpg   10.jpg (Größe: 41,92 KB / Downloads: 64)
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#12
Passend zum Thema...
https://www.ebay.de/itm/60er-Jahre-Stere...SwJCJfPlsT
Gruß
Jürgen
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