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Reparatur von Philips Hutschachtel von 1960
#1
Photo 
Hallo Forumsmitglieder,

nach dem Versterben meines Vaters habe ich seinen Philips Plattenspieler "Hutschachtel" geerbt.

Ich würde ihn gerne benutzen als Erinnerung an meinen Vater.

Leider tut der Lautsprecher nicht und er raucht nach kurzer Laufzeit.

Da ich technisch keine Ahnung habe, möchte ich folgende Bitte äußern:

Kennt jemand von euch eine Reparaturwerkstatt oder jemand der solch einen Plattenspieler reparieren könnte?

Ich bin aus dem Stuttgarter Raum, würde aber zu jemand gehen der weiter weg ist.

Vielen Dank im Voraus uns schöne Grüße

Hutschachtelino
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#2
Hallo Namenloser,

wäre schön, wenn man dich mit einem NAmen ansprechen könnte. Hutschachtelino ist irgendwie etwas sperrig...

Im Raum Reutlingen (wusste gar nicht, dass man das zum Raum Stuttgart zählt) kenne ich keine entsprechende Werkstatt, das ist dann doch zu weit weg. Gibt es überhaupt noch Werkstätten, die so alte Geräte reparieren? Hier im Forum gibt es im Raum Stuttgart sicher ein paar aktive Bastler, die so ein Gerät wieder auf die Beine kriegen, kommt halt darauf an, was alles kaputt ist. Rauchen ist aber schon mal gar kein gutes Zeichen. Hast du mal ein Foto von dem Gerät? Unter "Hutschachtel" laufen meherere Geräte, ich z.B. habe diese Hutschachtel.

Falls sich in der Näheren Umgebung nichts/niemand findet und dir Pforzheim nicht zu weit ist... Mit Hilfe des Forums bekomme ich das eventuell wieder hin.
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#3
(19.11.2020, 11:28)MaxB schrieb: Falls sich in der Näheren Umgebung nichts/niemand findet und dir Pforzheim nicht zu weit ist... Mit Hilfe des Forums bekomme ich das eventuell wieder hin.

Ooch Martin, so ne olle Schachtel bekommst Du doch mit links wieder hin, sogar ohne Forumshilfe, aber es wäre trotzdem schön, wenn Du uns dabei zusehen lässt Smiley14

@Hutschachtelino: Herzlich Willkommen hier! Bei Martin bist Du schon in guten Händen, ich würde das Angebot annehmen. Aber vorab ein paar Fotos vom Gerät wären schon schön und ein persönlicher Name zum Ansprechen ebenso.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#4
Hallo Anton und Max, mein Name ist Agustin und ich schaffe es nicht Bilder hier einzufügen.

Ich bedanke mich zunächst ganz herzlich für eure Antworten.

Ich würde auch nach Pforzheim kommen um den Plattenspieler in Reparatur zu geben.

Meine emailadresse ist: gelöscht von Richard
Falls ihr mir auf die emailadresse schreibt würde ich die Fotos als Mailanhang senden.

Vorläufig vielen, vielen Dank und schöne Grüße

Agustin
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#5
Entschuldigung, ich meinte Martin und Anton.

Der Max war falsch.

Grüße

Agustin
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#6
Hallo Agustin,

kein Problem. Wenn man so einen Nickname hat, muss man sich nicht wundern, wenn man falsch 'angesprochen' wird.
Du hast Post...
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#7
Hallo,

Dank für die Post.

Ich habe zurück gemailt.

Schönen Sonntag allerseits.

Agustin
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#8
Hallo zusammen,

dann kommen jetzt mal ein paar Bilder von dem Gerät.
Laut Typenschild ein NG1361/95c.

   

Das Tellerlager sieht recht angegriffen aus, es "blüht" etwas.

   

Ganz offensichtlich hat er aber ein derbes Hitzeproblem im Verstärkerbereich. Da ist was ganz und gar nicht ok.

Bei uns im Forum habe ich auch schon bei diesem Beitrag den Schaltplan gefunden.

An dem Gerät wird also einiges zu tun sein. Wer weiß, ob der Tonabnehmer noch was von sich gibt...

   


Erstmal einen schönen Sonntag...
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#9
Das geschmolzene Gitter ist fast normal bei dem Gerät. Da sitzt direkt die EL 84 und die wird nun mal sehr heiss.
Häufig ist bei diesen Geräten der Boden etwas durchgedrückt so dass kaum noch Luft durch das Gitter kommt. Wenn das Gerät dann noch auf einer Decke stand dann schmilzt das Gitter 
Der Verstärker ist sehr einfach aufgebaut, da sind nur ein paar Kondis zu wechseln. Bisschen kniffelig ist die Mechanik der Endabschaltung.
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#10
Hallo Martin,

vielen Dank für das Einstellen der Bilder.

Ich habe es nicht geschafft.

Wie es aussieht ist es zu reparieren, aber nicht so einfach wohl.

Mir ginge es darum, dass jemand es mir repariert.

Mein Wunsch wäre einfach, die Platten meines Vaters auf seinen alten Plattenspieler zu hören. Als schöne Erinnerung an meine Kindheit und als Rückerinnerung an meinen Vater, der sehr viel Freude mit seinem Plattenspieler hatte, welchen er sich 1960 in Stuttgart gekauft hat für 65,-- DM (viel Geld damals).

Würde mich über ein Reparaturangebot sehr freuen oder einen Tipp für eine Werkstatt.

Dank und schöne Grüße auch an Anton und Achim

Agustin
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#11
Moin,

am Donnerstag soll "die alte Schachtel" jetzt zu mir kommen, dann sehen wir weiter.
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#12
Moin,

die Schachtel ist soeben bei mir eingetroffen. Nach kurzer Sammlungsbesichtigung habe ich den Dreher dann mal raus genommen, um einen kurzen Blick ins Innenleben zu bekommen. Lange suchen muss man nach Auffälligkeiten schonmal nicht.
Woher der Qualm kam ist eindeutig: der Netztrafo ist gegrill worden - aber seht selbst... Sad  Da ist wohl zu viel Strom geflossen, fragt sich nur, warum?

   

Da brauche ich Ersatz, sonst ist der Ofen aus. Hat jemand hat ein Schlachtgerät?
Dann werde ich mal Gleichrichter, Elkos und den ganzen Kram testen. Die Vitrohm-Widerlinge sind ja auch nicht gerade für ihre Langzeitstabilität bekannt.
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#13
Hast Du den Trafo durchgemessen? Diese Philips Trafos sehen oft so "gegrillt" aus, funiktionieren aber dennoch ohne Kurzschluss weiter. Die Frage ist ferner, warum hat die Sicherung nicht ausgelöst? Hat der Besitzer Diese gebrückt?
Zur Ursache tippe ich auf den Gleichrichter.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#14
Hallo,

den Trafo werde ich noch ausbauen und durchmessen. Auf jeden Fall ist da das schwarze Zeug flüssig herausgetropft und innen auf dem Lüftungsgitter gelandet. Wenn der Trafo das überlebt hat...Chapeau.

   

Den Gleichrichter muss ich erst mal mit 20V oder so testen. So hat er jedenfalls in beide Richtungen einen sehr hohen Innenwiderstand. Zumindest mal kein Kurzer.
Aber der erste vom Doppelelko ist durch. Zwischen Anschluss und Masse knapp 3 Ohm und 0 Kapazität - nicht gut.

Die Sicherung ist tatsächlich mit einem (mittlerweile grünspanigem) dünnen Draht überbrückt worden. Das war von Agustins Papa (oder wem auch immer) wohl ein böser Fehler.
So eine Sicherung fliegt ja in den seltensten Fällen einfach so.

   
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#15
OK, dann war bestimmt der Netzelko der "Böse". Und ne gebrückte Sicherung ist immer mal wieder ein Mörder für den Trafo. Das weiß eigentlich Jeder und doch wird es immer wieder gemacht.

Trotz des dramatischen Aussehen und der geschmolzenen Philips Vergussmasse, gibt es noch Hoffnung. Ich bin auf Deine Messungen gespannt. Viel Glück!
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#16
Hallo Namensvetter,

nenne doch bitte mal die Maße und Lochabstände des Trafos.

Ich habe noch ein paar kleinere Netztrafos von Tonbandgeräten o.ä. liegen, evtl. ist da was passendes dabei.

N.B.: Das 'Malzbonbon' zeigt auch was geschmolzenes an einem Anschlussdraht.
Evtl. ist auch dieses der Übeltäter.


Viele Grüße

Martin
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#17
Guten Morgen,

wie ich lese ist Martin schon sehr aktiv mit der Reparatur bei Plattenspielers meines Vaters.

Die Überbrückung der Sicherung stammt absolut sicher von meinem Vater. Das Gleiche hat er bei einer Sicherung seines Hauses mal gemacht.
Das Ergebnis war, dass fast das Haus abgebrannt ist.

Er stammt einfach aus der Generation des Mangels an Ersatzteilen, da hat man solche Sachen gemacht. Ich schmunzle gerade darüber, da es ein
spät entdeckter Akt/Gruß meines Vaters ist. Ich kann ihm mir genau vorstellen, als er dies machte.

Es war im übrigen ein sehr angenehmes Kennenlernen von Martin gestern, als ich ihm den Plattenspieler vorbeibrachte. Beeindruckend war seine Sammlung alter Radios, Plattenspieler usw.!

Egal ob der alte Plattenspieler zu reparieren ist oder nicht, schon jetzt bin ich sehr dankbar für die Mühen und die Angebote die ich hier lese. Es sind genau diese großen "Kleinigkeiten", die das Leben sinnvoll und lebenswert machen und den Glauben an die Menschheit aufrecht erhalten. Danke!

Bin gespannt wie es weiter geht.

Schöne Grüße

Agustin
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#18
Hallo Martin,

das Malzbonbon hat nichts, was schmelzen könnte, aber die Bonbons fliegen sowieso raus. Genau wie die ganzen Vitrohms.
Der Widerstand am Doppelelko hat z.B. über 8kOhm statt 6,8.

Danke mal für das Trafo-Angebot, aber das würde vermutlich nicht funktionieren. Der Trafo hat Wicklungen für die Anodenspannung der Röhren, die Heizspannung und verschiedene Wicklungen für die Spannungsanpassung mit Abgriffen für den Motor. Der Dreher hat eine etwas undurchsichtige Verschaltung des Motors, der unterschiedliche Abgriffe am Trafo parallel zu den Motorspulen nutzt. Da blicke ich im Moment noch gar nicht richtig durch. Ich muss erst schauen wie bei der Spannungsumschaltung die Anschlüsse verbunden werden. Das muss ich mir in Ruhe ansehen. Wird aber vermutlich eine Reihen- (220V) oder Parallelschaltung (110V) der Motorspulen sein, wobei jeweils zur Motorspule eine unterschiedliche Wicklung des Trafos parallel geschaltet ist.

Aber zuerst werde ich mal die Trafospulen durchmessen, ob es da irgendwo einen Windungsschluss gibt oder ob der Trafo überlebt hat.

Für den Doppelelko hätte ich auch nur zwei einzelne 47µF/400V Elkos auf Lager. Zum Testen ok, aber eigentlich sollte da wieder ein Doppelelko rein. Mal sehen, was ich da dann mache.

Ich hoffe am Wochende komme ich dazu die ganzen Messungen zu machen.
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#19
Hallo Martin,

Zitat:Zum Testen ok, aber eigentlich sollte da wieder ein Doppelelko rein

solche Doppelelko's gibt es u.a. bei Jan Wüsten als Neuware.
Sollte der originale allerdings mit Schränklaschen befestigt sein, müsste evtl. die Bohrung aufgebohrt werden, damit einer mit Zentralbefestigung hineinpasst.


Viele Grüße

Martin
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#20
Hallo,

ja, die "FJZ" habe ich schon gefunden. Ich finde die Preise allerdings etwas happig. Einer der passen würde 13,45€ plus Versand.
Ein 105° 33µF/400V mit 5er Rastermaß und 10-12tausend Stunden angegebenen Lebensdauer kostet bei Reichelt gerade mal 79 Cent - kleiner Unterschied...

Andere Doppelelkos (ohne Gewinde und Mutter wie beim Original) kosten 5 oder 6 Euro - muss man halt irgendwie integrieren. Tja, wie original soll es sein? Wink
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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